Stadtbezirk Hombruch

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Stadtbezirk Hombruch
Stadt Dortmund
Koordinaten: 51° 28′ 33″ N, 7° 26′ 22″ O
Fläche: 34,98 km²
Einwohner: 57.054 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.631 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1929
Postleitzahlen: 44225–44229, 44139
Vorwahl: 0231
Stadtbezirk AplerbeckStadtbezirk BrackelStadtbezirk EvingStadtbezirk HombruchStadtbezirk HördeStadtbezirk HuckardeStadtbezirk Innenstadt-NordStadtbezirk Innenstadt-OstStadtbezirk Innenstadt-WestStadtbezirk LütgendortmundStadtbezirk MengedeStadtbezirk ScharnhorstKarte
Über dieses Bild
Lage des Dortmunder Stadtbezirks Hombruch innerhalb Dortmunds.
Evangelische Kirche am Markt
Harkort-Denkmal am Markt
Brüder-Grimm-Grundschule an der Leostraße

Hombruch ist ein Stadtbezirk Dortmunds. Mit einer Fläche von fast 3500 ha und einer Bevölkerungszahl von 57.054 Einwohnern (31. Dezember 2017) ist Hombruch sowohl flächen- als auch bevölkerungsmäßig der größte aller Dortmunder Stadtbezirke. Er ist Sitz der Bezirksverwaltungsstelle und der politischen Vertretung des Stadtbezirks, der Bezirksvertretung.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 31. Dezember 2017 lebten 57.054 Einwohner im Stadtbezirk Hombruch.

Struktur der Bevölkerung:

  • Minderjährigenquote: 17,2 % (Dortmunder Durchschnitt: 19,4 %)[2]
  • Altenquote: 35,7 % (Dortmunder Durchschnitt: 30,0 %)[3]
  • Ausländeranteil: 10,0 % (Dortmunder Durchschnitt: 17,7 %)[4]
  • Arbeitslosenquote: 5,7 % (Dortmunder Durchschnitt: 11,0 %)[5]

Neben den Stadtbezirken Aplerbeck und Hörde liegen besonders im Stadtbezirk Hombruch viele beliebte und wohlhabende Stadtteile. Von allen Stadtbezirken in Dortmund hat Hombruch den höchsten sozio-ökonomischen Status. Das Einkommen je Steuerpflichtiger von durchschnittlich über 35.000 Euro liegt deutlich höher als in allen anderen Bezirken. In Brünninghausen (50.600), Bittermark (50.800), im Osten von Kirchhörde (58.500) und vor allem in Lücklemberg (73.800) liegt das durchschnittliche Einkommen sogar über 50.000 Euro. Die Quote von Arbeitslosen (5,7 %), SGB-II-Empfängern (5,9 %) sind in keinem anderen Dortmunder Stadtbezirk niedriger.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1887 bis zum Jahr 1929 gehörte Hombruch zum Landkreis Hörde (seit 1817 zum Kreis Dortmund, 1875 bis 1887 zum Landkreis Dortmund) und wurde seit 1888 vom Amt Kirchhörde (von 1845 bis 1874 vom Amt Hörde, von 1875 bis 1888 vom Amt Barop bis zu dessen Teilung) verwaltet.

Mit der Auflösung des Landkreises Hörde und der Eingemeindung nach Dortmund erhielt Hombruch 1929 eine eigene Verwaltungsstelle. Mit der Gemeindereform wurde 1975 der Stadtbezirk Hombruch errichtet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Stadtbezirk Hombruch gehören die 18 Stadtteile (offizielle Bezeichnung „Ortsteile“)

Wahlen zur Bezirksvertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kommunalwahlen ergaben sich folgende Sitzverteilungen in der Bezirksvertretung:

Sitzverteilung in der Bezirksvertretung
Jahr\Partei SPD CDU Grüne FDP Die Linke. Bürgerliste AfD
1975[6] 10 8 1 -
1979[6] 11 7 1 -
1984[7] 10 7 2 -
1989[7] 10 6 2 1 -
1994[7] 9 7 3 -
1999[7] 7 9 2 1 -
2004[8] 7 8 3 1 -
2009[8] 6 8 3 1 1 -
2012[9] 7 7 4 1 -
2014[10] 6 8 3 - 1 1

Bezirksbürgermeister und damit Vorsitzender der Bezirksvertretung ist Hans Semmler (CDU). Er stützt sich seit der Kommunalwahl 2014 auf eine Koalition aus CDU und Bündnis90/Die Grünen.

Liste der Bezirksbürgermeister von Dortmund-Hombruch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2004 trugen die Bezirksbürgermeister noch den Titel Bezirksvorsteher.

  • 1975–1979: Karl-Horst Martens, SPD (1975–1979: SPD-Mehrheit)
  • 1979–1984: Walter Bergmeyer, SPD (1979–1984: SPD-Mehrheit)
  • 1984–1989: Horst Götze, SPD (1984–1989: SPD-Mehrheit)
  • 1989–1994: Heinz-Joachim Henkemeyer, SPD (1989–1994: SPD-Mehrheit)
  • 1994–2004: Hans Semmler, CDU (1994–1999: CDU-Grüne-Koalition, 1999–2004: CDU-Bürgerliste-Koalition)
  • 2004–2009: Ulrich Steinmann, SPD (2004–2009: SPD-Grüne-Koalition)
  • seit 2009: Hans Semmler, CDU (2009–2014: CDU-SPD-Koalition, seit 2014: CDU-Grüne-Koalition)

Bezirksverwaltung Hombruch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezirksverwaltung Hombruch gehört zu den Bürgerdiensten der Stadt Dortmund und teilt sich auf in

  • Serviceteam 1

Allgemeine Verwaltung, Wohngeld, Standesamt, Rentenangelegenheiten, Sperrzeitverkürzung

  • Serviceteam 2

Einwohnermeldeangelegenheiten, Kfz-Zulassungen, Führerscheinangelegenheiten

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drei Elemente prägen das Hombrucher (Stadtbezirks-)Wappen: Der silber-rote Schachbalken drückt die Zugehörigkeit zur Grafschaft Mark aus. Das Eichenblatt erinnert an den Hombrucher Domänenwald, der dem aufstrebenden Industrievorort weichen musste. Und ein halbverdecktes Zahnrad weist auf die industriellen Ursprünge im Zeichen Harkorts hin. Entworfen wurde das Hombrucher Wappen durch den Heimatforscher und Heraldiker Karl-Heinz Strothmann. Der Hombrucher Architekt Dieter Menzebach brachte dann Strothmanns Ideen zu Papier. Auftraggeber war die Hombrucher Harkortgilde.

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • römisch-katholisch
    • Pfarrei St. Clemens Hombruch (gegründet 1864, Kirchweihe 1871)
    • Pfarrei St. Franziskus-Xaverius Barop (gegründet 1931)
    • Pfarrei St. Patrokli Kirchhörde (gegründet 1955) mit dem Gemeindezentrum St. Norbert in Löttringhausen
    • Pfarrei Heilige Familie Brünninghausen
    • Pfarrvikarie Maria Königin Eichlinghofen (gegründet 1961)
    • Katholische Hochschulgemeinde
  • evangelisch
    • evangelische Kirche am Markt (gegründet 1891, Kirchweihe 1898)
    • evangelische Kirche Eichlinghofen
    • evangelische Lutherkirche Barop
    • evangelische Kirche Brünninghausen
    • evangelische Patrokluskirche Kirchhörde
    • evangelische Kirche Löttringhausen

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Denkmalliste der Stadt Dortmund umfasst im Stadtbezirk Hombruch 60 Baudenkmale, darunter 24 landwirtschaftliche Gebäude, 14 Wohnhäuser, sechs Sakralbauten, fünf Kleindenkmale, vier öffentliche Gebäude, je zwei Industrieanlagen und Friedhöfe oder Parkanlagen sowie je ein Wohn- und Geschäftshaus, Geschäftshaus und Adelssitz.[11]

Hombrucher Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hombrucher SV 09/72 e.V.
  • TuS Westfalia Hombruch 1891 e.V. (Faustball, Gymnastik, Handball, Leichtathletik Schwimmen)
  • DLRG OG Dortmund-Hombruch e.V.
  • Stenografenverein Hombruch-Barop e.V.
  • South Dortmund Soccers 2002
  • Dortmunder Doppelköppe (Kartenspiel und Kegelverein)
  • Hombrucher Geschichtsverein e.V.
  • Hombruch-Forum e.V.
  • Hombruch Marketing e.V.
  • FC Brünninghausen 1927 e.V.
  • TuS Eichlinghofen 1890/1980 e.V.
  • Rot-Weiß Barop 1896 e.V.
  • TuS Barop 1862 e.V.
  • TV Einigkeit Barop 1891 e.V.
  • SV Eichlinghofen 1935 e.V. (Schachverein)
  • Kirchhörder SC 1958 e.V.
  • TuS Lücklemberg 1890 e.V.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gymnasium
  • Helene-Lange-Gymnasium (Am Hombruchsfeld 55a)
Gesamtschule
  • Gesamtschule Brünninghausen Sek I (Klüsenerskamp 15)
  • Gesamtschule Brünninghausen Sek II (Am Hombruchsfeld 55b)
  • Rudolf-Steiner-Schule (Waldorfschule) (Mergelteichstraße 51)
Realschule
Förderschule
  • Mira-Lobe-Schule (Eierkampstraße 2–4)
  • Georgschule (Mergelteichstraße 63)
Grundschulen
  • Brüder-Grimm-Grundschule, Städt. Kath. Grundschule (Leostraße 33)
  • Harkort-Grundschule (Behringstraße 59)
  • Ostenberg-Grundschule (An der Margarethenkapelle 5)
  • Schubert-Grundschule (Am Hombruchsfeld 55b)
  • Langeloh-Grundschule (Löttringhauser Str. 237)
  • Kruckeler Grundschule (Rüdinghauser Str. 15)
  • Kirchhörder Grundschule (Kobbendelle 6)
  • Olpketal-Grundschule (Olpketalstr. 81)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dietmar Bär (* 1961 in Dortmund), Schauspieler
  • Sabine Brandi (* 1953), Journalistin
  • Martin Haase (* 1962), Romanist und Linguist
  • Friedrich Harkort (1793–1880), Unternehmer und Politiker in der Frühzeit der industriellen Revolution
  • Emil Kijewski (1911–1989), Radrennfahrer
  • Friedrich Küppersbusch (* 24. Mai 1961 in Velbert), Journalist und Fernsehproduzent
  • Franz Kurowski (1923–2011), rechtsextremer Schriftsteller und Historiker (geboren in Hombruch)
  • Sabine Ludwigs (* 1964), deutsche Schriftstellerin für Belletristik (geboren in Hombruch)
  • Heinz Neuhaus (1926–1998 in Hombruch), deutscher Boxer, Deutscher Meister und Europameister im Schwergewicht (betrieb u. a. in Hombruch eine Tankstelle)
  • Walter Schürmann (* 1929), deutscher Radrennfahrer, Deutscher Meister der Amateure

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen in den statistischen Bezirken am 31.12.2017 (Memento des Originals vom 25. Juni 2018 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dortmund.de (PDF-Datei)
  2. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (Memento des Originals vom 16. September 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dortmund.de (PDF-Datei)
  3. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (Memento des Originals vom 16. September 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dortmund.de (PDF-Datei)
  4. Staatsangehörigkeiten in den statistischen Bezirken am 31.12.2017 (Memento des Originals vom 25. Juni 2018 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dortmund.de (PDF-Datei)
  5. Arbeitslosenquoten nach statistischen Bezirken am 30.06.2017 (Memento des Originals vom 25. Juni 2018 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dortmund.de (PDF-Datei)
  6. a b Dortmunder Statistik, Sonderheft 141, S. 46
  7. a b c d Dortmunder Statistik, Sonderheft 150, S. 49
  8. a b Dortmunder Statistik, Sonderheft 172, S. 53@1@2Vorlage:Toter Link/statistik.dortmund.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  9. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 2. Februar 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dortmund.de, Wiederholung der Kommunalwahlen 2009 am 26. August 2012 – Abschlussbericht auf Basis der endgültigen Ergebnisse, S. 14
  10. Wahlergebnisse Bezirksvertretungswahl Stadt Dortmund
  11. Denkmalliste der Stadt Dortmund. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) In: dortmund.de – Das Dortmunder Stadtportal. Denkmalbehörde der Stadt Dortmund, 14. April 2014, archiviert vom Original am 15. September 2014; abgerufen am 21. Juni 2014 (Größe: 180 KB). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dortmund.de

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl-Heinz Strothmann: Hombrucher Heimatgeschichte. Selbstverlag, Dortmund-Barop 1974.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dortmund-Hombruch – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien