Timea Bacsinszky

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Timea Bacsinszky Tennisspieler
Timea Bacsinszky
Timea Bacsinszky 2014 in Wimbledon
Spitzname: Timi
Nationalität: SchweizSchweiz Schweiz
Geburtstag: 8. Juni 1989
Größe: 170 cm
Gewicht: 62 kg
1. Profisaison: 2004
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Dimitri Tsawialoff
Preisgeld: 2.585.967 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 333:173
Karrieretitel: 3 WTA, 12 ITF
Höchste Platzierung: 15 (8. Juni 2015)
Aktuelle Platzierung: 15
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 138:78
Karrieretitel: 4 WTA, 14 ITF
Höchste Platzierung: 36 (31. Januar 2011)
Aktuelle Platzierung: 125
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 22. Juni 2015
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Timea Bacsinszky (* 8. Juni 1989 in Lausanne) ist eine Schweizer Tennisspielerin.

Karriere[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Bacsinszky wurde im Jahr 2000 Schweizer Meisterin der Juniorinnen. Im Alter von 12 Jahren gewann sie das prestigeträchtige Juniorenturnier Les Petits As in Tarbes. 2003 gewann sie das Turnier erneut, wie bereits Martina Hingis elf Jahre zuvor. Einen Tag nach ihrem 14. Geburtstag bestritt sie ihr erstes Turnier auf der WTA Tour, die Zurich Open, für die sie eine Wildcard für die Qualifikation erhalten hatte; ihre Zweitrundenpartie musste sie allerdings wegen einer Adduktorenverletzung abbrechen. Sie bekam von den Verantwortlichen eine Einladung für das Schweizer Fed-Cup-Team, für das sie mittlerweile 39 Begegnungen (davon 23 Siege) bestritten hat.

Erste Erfolge als Profispielerin[Bearbeiten]

Ende 2004 war sie die Nummer 224 der Tennis-Weltrangliste. Wegen Problemen mit dem Schweizer Tennisverband Swiss Tennis sowie Streitigkeiten mit dem Fed-Cup-Team und einer Turnierpause fiel sie bis Ende 2005 jedoch zurück. Mit dem Fed-Cup-Team verlor sie zwar gegen Japan, bezwang dabei aber zum ersten Mal eine Top-100-Spielerin.

Durch zwei ITF-Turniersiege verbesserte sie sich auf Platz 204. Dadurch erschien sie im Mai 2006 in Straßburg erstmals auf der Setzliste eines WTA-Turniers. Bei den Zurich Open bezwang sie 2006 zwei Top-Ten-Spielerinnen und gelangte bis ins Viertelfinale.

Mit einem Sieg über Anda Parianu in der dritten Qualifikationsrunde stand Bacsinszky erstmals im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers: mit einem Sieg in Runde eins der French Open über Zheng Jie verbesserte sie sich auf Position 89 der Weltrangliste. Auch für Wimbledon bekam sie einen Platz im Hauptfeld, scheiterte aber gleich an Wera Duschewina.

2008−2010[Bearbeiten]

Bacsinszky 2008 in Budapest

Bei ihrem Saisonstart beim WTA-Turnier von Gold Coast schied Bacsinszky nach erfolgreicher Qualifikation in zwei Sätzen gegen Flavia Pennetta aus. Auch bei den Australian Open überstand sie die Qualifikation; sie besiegte die Australierin Sophie Ferguson mit 6:4, 6:3 und unterlag anschließend Sania Mirza mit 1:6, 6:4 und 5:7. Im Februar in Antwerpen gewann sie erneut alle drei Qualifikationsspiele. In der ersten Runde besiegte sie dann Wolha Hawarzowa mit 6:3, 3:6 und 7:5, nachdem sie beim Stande von 4:5 einen Matchball abgewehrt hatte. Im Achtelfinale setzte sie sich gegen Julie Ditty in zwei Sätzen durch, anschließend profitierte sie beim 6:2, 4:6 und 4:1 gegen Daniela Hantuchová von deren verletzungsbedingter Aufgabe. Im Halbfinale unterlag sie der Nummer 1, Justine Henin, mit 6:2, 3:6 und 3:6. Dennoch machte Bacsinszky einen Sprung von Rang 94 auf Platz 60 der Weltrangliste. In Dubai und Miami scheiterte sie dann jeweils schon in der ersten Runde der Qualifikation, in Amelia Island wie auch in Charleston in der ersten Runde des Hauptfelds. Beim Turnier in Straßburg besiegte sie zunächst Jelena Dokić in zwei, dann die an Nummer 8 gesetzte Yan Zi in drei Sätzen. Im Viertelfinale gelang ihr gegen die an Nummer 2 gesetzte Aljona Bondarenko die Revanche für die Niederlage in Zürich im Jahr zuvor. Ihr erstes Finale auf der Profitour verpasste Bacsinszky mit einer Zweisatzniederlage gegen Anabel Medina Garrigues. Bei den French Open besiegte sie Tamira Paszek in drei Sätzen, ehe sie gegen Patty Schnyder mit 4:6, 6:4 und 1:6 verlor. Danach legte sie eine Pause ein und begann mit ihren Vorbereitungen für die Rasensaison. In Wimbledon schlug sie Julie Ditty mit 7:5 und 6:3. Gegen die an Nummer 5 gesetzte Jelena Dementjewa lag sie im dritten Satz, nach 6:4 und 3:6 in den Sätzen eins und zwei, bereits mit 3:0 in Führung, verlor dann aber den entscheidenden Satz mit 3:6.

Die Australian Open musste sie 2009 wegen einer Knieverletzung absagen. Im Februar unterlag sie mit dem Schweizer Fed-Cup-Team Deutschland mit 2:3. Im März erreichte sie in Indian Wells die zweite Runde, in der sie Caroline Wozniacki unterlag. Auch bei den French Open stand sie nach ihrem Auftaktsieg über Émilie Loit in der zweiten Runde, in der sie an Li Na scheiterte. In Wimbledon unterlag sie Marion Bartoli ebenfalls in Runde zwei. Bei den US Open konnte Bacsinszky ihr gutes Vorjahresergebnis nicht wiederholen; sie schied in der zweiten Runde in drei Sätzen gegen Hantuchová aus. Im Oktober gelang ihr der bis dahin größte Karriereerfolg, als sie im Endspiel der BGL Luxembourg Open Sabine Lisicki mit 6:2, 7:5 besiegte und ihren ersten WTA-Titel feierte.

2010 gelang ihr der Einzug ins Finale von Bad Gastein, in dem sie Julia Görges in zwei Sätzen unterlag. Beide Spielerinnen hatten sich dort bereits im Finale der Qualifikation gegenübergestanden, das mit demselben Ergebnis geendet hatte. Zudem erreichte sie in Miami (Kategorie: Premier Mandatory) das Achtelfinale (glatte Niederlage gegen Yanina Wickmayer). Bei den French Open unterlag sie in der zweiten Runde Alexandra Dulgheru.

Seit 2012[Bearbeiten]

Bacsinszky gewann 2012 zwei ITF-Turniere, in Brasília und in Mont-de-Marsan. 2013 folgte ein Titelgewinn beim ITF-Turnier in Contrexéville; die Qualifikationen für die French Open und Wimbledon verliefen dagegen nicht erfolgreich.

Im April 2013 beendete Bacsinszky zunächst ihre Karriere und trat ein Praktikum in einem Hotel an. Einen Monat später erhielt sie kurzfristig einen Startplatz in der Qualifikation der French Open, worauf sie ihre Karriere fortsetzte.[1][2]

Bacsinszky erreichte 2014 bei den French Open, in Wimbledon und bei den US Open die zweite Runde. Mit ihrem Sieg über Marija Scharapowa in der dritten Runde beim WTA-Turnier in Wuhan stand sie im September 2014 nach vier Jahren erneut in den Top 50 der Weltrangliste.

Im Februar 2015 gewann sie beim Turnier im Acapulco mit einem Endspielsieg über Caroline Garcia ihren zweiten WTA-Titel im Einzel. Bereits eine Woche später sicherte sie sich in Monterrey ihren dritten Einzeltitel - erneut gegen Garcia. Bei den French Open 2015 erreichte Bacsinszky erstmals den Halbfinal eines Grand-Slam-Turniers, unterlag dort aber der späteren Turniersiegerin Serena Williams in drei Sätzen. Trotz dieser Niederlage war sie danach mit Platz 15 erstmals in den Top 20 der Weltrangliste platziert.

Turniersiege[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 25. Oktober 2009 LuxemburgLuxemburg Luxemburg WTA International Hartplatz (Halle) DeutschlandDeutschland Sabine Lisicki 6:2, 7:5
2. 28. Februar 2015 MexikoMexiko Acapulco WTA International Hartplatz FrankreichFrankreich Caroline Garcia 6:3, 6:0
3. 8. März 2015 MexikoMexiko Monterrey WTA International Hartplatz FrankreichFrankreich Caroline Garcia 4:6, 6:2, 6:4

Doppel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 11. Juli 2010 UngarnUngarn Budapest WTA International Sand ItalienItalien Tathiana Garbin RumänienRumänien Sorana Cîrstea
SpanienSpanien Anabel Medina Garrigues
6:3, 6:3
2. 18. Juli 2010 TschechienTschechien Prag WTA International Sand ItalienItalien Tathiana Garbin RumänienRumänien Monica Niculescu
UngarnUngarn Ágnes Szávay
7:5, 7:64
3. 24. Oktober 2010 LuxemburgLuxemburg Luxemburg WTA International Hartplatz (Halle) ItalienItalien Tathiana Garbin TschechienTschechien Iveta Benešová
TschechienTschechien Barbora Záhlavová-Strýcová
6:4, 6:4
4. 18. Oktober 2014 LuxemburgLuxemburg Luxemburg WTA International Hartplatz (Halle) DeutschlandDeutschland Kristina Barrois TschechienTschechien Lucie Hradecká
TschechienTschechien Barbora Krejčíková
3:6, 6:4, [10:4]

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Turnier 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Bilanz Karriere
Australian Open 2 1 1 3 3:4 3
French Open 2 2 2 2 2 HF 10:7 HF
Wimbledon 1 2 2 1 2 VF 8:6 VF
US Open 1 3 2 1 1 2 4:6 3

Doppel[Bearbeiten]

Turnier 2008 2009 2010 2011 2014 2015 Bilanz Karriere
Australian Open 2 2 1 2:3 2
French Open 2 1 2 2 3:4 2
Wimbledon 1 2 2 1 2:4 2
US Open 1 1 AF 2 3:4 AF

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Timea Bacsinszky – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die wundersame Auferstehung der Timea Bacsinszky (abgerufen am 1. März 2015)
  2. Bacsinszky: Tennisfreude neu entdeckt (abgerufen am 1. März 2015)