Traona

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Traona
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Traona (Italien)
Traona
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Sondrio (SO)
Lokale Bezeichnung Traùna
Koordinaten 46° 9′ N, 9° 31′ OKoordinaten: 46° 9′ 0″ N, 9° 31′ 0″ O
Höhe 252 m s.l.m.
Fläche 6,2 km²
Einwohner 2.715 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte 438 Einw./km²
Postleitzahl 23019
Vorwahl 0342
ISTAT-Nummer 014069
Volksbezeichnung Traonesi
Schutzpatron Alexander (Märtyrer)

Traona ist eine norditalienische Gemeinde (comune) mit 2715 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der Provinz Sondrio in der Lombardei. Die Gemeinde liegt etwa 27 Kilometer westlich von Sondrio. Die Adda bildet die südliche Gemeindegrenze.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In welcher Zeit die ersten Siedlungen in der Gemeinde entstanden, kann nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Erste Siedlungsbefunde deuten auf die Antike hin. Die Grabhügel in der Gemeinde können aber auf das fünfte nachchristliche Jahrhundert datiert werden.

Im 12. Jahrhundert reichte der Comersee bis nach Traona, womit dem Ort eine wichtige verkehrspolitische Bedeutung zukam. Es war Brückenort an der Adda und Zentrum der Communitas montanae Domopholi, aller Dörfer des äußeren rechten Talhangs. Ab 1335 war Traona unter mailändischer Herrschaft und Hauptort der rechten Squadra des unteren Terzier, Sitz eines Podestà (deutsch: Gouverneur oder Statthalter) und Zollposten beim Turm von Olonio am Comersee. Im Dorf waren die Familien Paravicini, Vertemate, Malacrida und Omodei ansässig.

Unter der Bündner Herrschaft hatte ab 1512 erneut ein Podestà seinen Sitz in Traona. Deshalb kamen ab 1545 italienische evangelische Glaubensflüchtlinge in diesen Ort, wo der reformierte Bündner Dolfino Landolfi Statthalter war.[2] Sie waren teilweise wie Camillo Renato und Augustinus a Crema auch als Prediger in der Region tätig.[3] 1589 gab es im Dorf eine kleine reformierte Gemeinschaft von 15 Familien, die mehrheitlich aus Caspano kamen und im Winter in Traona wohnten. Sie hatten einen eigenen Pfarrer und versammelten sich in der nicht mehr bestehenden Kirche S. Trinità. Im Veltliner Mord wurde 1620 ein Teil dieser Gemeinschaft getötet. 1638 befand sich in Traona das Hauptquartier des französischen Generals François Annibal d'Estrées. 1797 wurde Traona mit dem Veltlin Teil der Cisalpinischen Republik.[4]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • E. Camenisch: Geschichte der Reformation und Gegenreformation in den italienischen Südtälern Graubündens und den ehemaligen Untertanenlanden Chiavenna, Veltlin und Bormio, 1950
  • M. Gianasso (Hrg.): Guida turistica della provincia di Sondrio, 1979

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Adolf Collenberg: Landolfi, Dolfino. In: Historisches Lexikon der Schweiz
  3. Luca Baschera: Renato, Camillo. In: Historisches Lexikon der Schweiz
  4. Martin Bundi: Traona. In: Historisches Lexikon der Schweiz