Morbegno

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Morbegno
Kein Wappen vorhanden.
Morbegno (Italien)
Morbegno
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Sondrio (SO)
Koordinaten 46° 8′ N, 9° 34′ OKoordinaten: 46° 8′ 0″ N, 9° 34′ 0″ O
Höhe 262 m s.l.m.
Fläche 15 km²
Einwohner 12.407 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 827 Einw./km²
Postleitzahl 23017
Vorwahl 0342
ISTAT-Nummer 014045
Volksbezeichnung Morbegnesi
Schutzpatron San Pietro und Paolo (29. Juni)
Website Morbegno
Morbegno Panorama.jpg
Gemeinde Morbegno in der Provinz Sondrio

Morbegno (deutsch Morbend) ist eine Gemeinde der italienischen Provinz Sondrio in der Lombardei mit 12.407 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017). Im März 2019 wurde sie zur Alpenstadt des Jahres 2019 ernannt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im unteren Veltlin, etwa 15 Kilometer östlich des Comer Sees auf einer Höhe von 262 m s.l.m. Die Nachbargemeinden sind Albaredo per San Marco, Bema, Civo, Cosio Valtellino, Dazio, Talamona und Traona.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stiftskirche San Giovanni Battista Pfarrkirche seit 1560, sie beherbergt ein Reliquiar des Heiligen Dorn (der Krone Christi) und die Überreste der Seligen Andrea Grego da Peschiera. Es ist das wichtigste Barockgebäude im Veltlin und gehört zu den interessantesten in der Lombardei. Sie enthält wichtige Werke wie: Die Madonna mit Kind und San Filippo Neri von dem Venezianer Maler Giovan Battista Pittoni, 36 ovale Gemälde, von denen einige der Tessiner Maler Giuseppe Antonio Petrini aus Carona, der Tod des heiligen Josef durch den Mailänder Andrea Lanzani und viele Werke der Künstler Pietro und Cesare Ligari. Unter den Skulpturen befinden sich die Statuen der Fassade von Stefano Salterio und die schönen betenden Engel, die an den Seiten des Hauptaltars von Elia Vincenzo Buzzi sind, sowie eine Statue der Madonna von Giovanni Angelo Del Maino.
  • Kirche San Pietro wurde zwischen 1337 und 1341 erbaut und war bis 1560 Pfarrsitz, bis sie für den protestantischen Ritus umgebaut wurde. Nach dem Wiederaufbau erfolgte nach 1620, als die Kirche zum protestantischen Kult zurückkehrte, um dem katholischen Gottesdienst geweiht zu werden. Bemerkenswert sind die barocken Fresken des Gewölbes von Pietro Bianchi, genannt il Bustino und die Gemälde von Giacomo Parravicini il Gianolo.
  • Kirche San Martino enthält interessante Gemälde, darunter das Altarbild von Giacomo Parravicini, das auf dem Hauptaltar steht und den Titelheiligen darstellt; auf der rechten Seite wird eine zarte Madonna mit Kind, die im frühen 16. Jahrhundert mit Fresken bemalt wurde, sehr verehrt.
  • Wallfahrtskirche Maria Assunta ist eine glückliche Verbindung von Renaissance (außen) und barocker Kunst (innen). Das Äußere - dessen gegenwärtiges Aussehen ist auf die Interventionen zurückzuführen, die um 1503 von Giovanni Antonio Amadeo und seinen Studenten, die den Stil der lombardischen Renaissance anwandten, gemacht wurden - präsentiert sich in seiner ganzen nüchternen Eleganz. Im Inneren enthält die prächtige hölzerne Ancona aus den Jahren 1516–1519, Werk der Schnitzer Giovan Angelo und Tiburzio Del Maino und der Maler Gaudenzio Ferrari und Fermo Stella, in den Predella sind Darstellungen direkt aus einigen Stichen von Albrecht Dürer, ein Gemälde Geburt der Jungfrau Maria von Gaudenzio Ferrari und ein Gemälde aus dem 17. Jahrhundert Kopie von Luca Giordano.
  • Palast Malacrida, mit Fresko Die Entführung von Ganimede des Malers Giovan Pietro Romegialli (1761), Salon mit Fresko Triumph der Wahrheit durch die Künste und Wissenschaften über Ignoranz von Cesare Ligari mit exquisitem venezianischem Geschmack interpretiertes Thema der Aufklärung; Quadraturen von Giuseppe Coduri genannt il Vignoli, auch bei Ligari ist das Fresko der Drei Grazien im angrenzenden Saloncello erwähnenswert.
  • Ganda Brücke, projektiert vom Architekten Giovanni Antonio Amadeo, wurde 1772 vom Fluss Adda zerstört, dann am 2. Oktober 1778 vom Ingenieur Francesco Ferrari umgebaut.
  • Propsteikirche della Visitazione in der Fraktion Campovico.
  • Kirche Madonna delle Grazie in der Fraktion Paniga.
  • Kirche Santa Maria Maddalena in der Fraktion Desco.
  • Kirche San Giovanni Battista in der Fraktion Arzo.
  • Kirche San Matteo in der Fraktion Valle.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Bundi: Morbegno. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 7. Januar 2009.
  • Marco Albetario: Spunti per la lettura dell’ancona. In: «Tota enitet auro». L’ancona dell’Assunta nel santuario di Morbegno, Morbegno 2007, S. 65–85; derselben: Una scheda su Giovanni Angelo Del Maino. (Tra il 1500 e il 1515). In: «Rassegna di Studi e di Notizie», XXXI, 2007–2008, S. 13–36.
  • Marco Albetario, Giulio Perotti: Ritrovata un’opera di Giovanni Angelo Del Maino. La Madonna del «Compianto» di Morbegno. In «Le Vie del Bene», 10, 2007, S. 9–15; derselbe: Giovanni Angelo Del Maino. 1517–1518: La Madonna del Compianto di Morbegno. In: «Rassegna di Studi e Notizie», XXXIII, 2010, S. 127–179.
  • Lorenz Joos: Morbegno. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 5, Monopole – Neuenkirch., Attinger, Neuenburg 1921, S. 662 (Digitalisat).
  • Giulio Perotti: Morbegno. Cooperativa Turistica PAN, Morbegno 1992.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Morbegno – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Antonio da Morbegno auf archive.org/stream (abgerufen am 27. Dezember 2016).
  3. Giovanni Francesco Cotta auf archive.org/stream (abgerufen am 1. Januar 2017).
  4. Giovanni Francesco Cotta (italienisch) auf treccani.it/enciclopedia (abgerufen am 27. Dezember 2016).
  5. Giovanni Francesco Cotta. In: Sikart (abgerufen am: 18. August 2015)
  6. Giovan Pietro Romegialli Werke (abgerufen am 27. Dezember 2016).
  7. Giuseppe Romegialli (italienisch) auf provincia.so.it/ente/storia/dizionario%20biografico (abgerufen am 27. Dezember 2016).