Westerholz (Kreis Schleswig-Flensburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Westerholz (Kreis Schleswig-Flensburg)
Westerholz (Kreis Schleswig-Flensburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Westerholz (Kreis Schleswig-Flensburg) hervorgehoben
Koordinaten: 54° 49′ N, 9° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Langballig
Höhe: 13 m ü. NHN
Fläche: 14,74 km2
Einwohner: 727 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24977
Vorwahl: 04636
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 178
Adresse der Amtsverwaltung: Süderende 1
24977 Langballig
Webpräsenz: www.langballig.de
Bürgermeister: Bernd Ertzinger (WGW)
Lage der Gemeinde Westerholz (Kreis Schleswig-Flensburg) im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Westerholz (dänisch: Vesterskov) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Dollerupholz (Dollerupskov) und Unewattholz (Undevadskov) liegen im Gemeindegebiet, das in seiner heutigen Form seit 1970 besteht.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westerholz liegt an einer Steilküste mit Strand an der Flensburger Außenförde und ist ein anerkannter Erholungsort.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westerholz, Ziegelsegel an der Flensburger Förde

Der Ort wurde Ende des 18. Jahrhunderts durch das Gut Lundsgaard begründet, das sich in Grundhof befindet. Dollerupholz wurde 1607 erstmals erwähnt.

Ab 1911 hat der Heimatschriftsteller Georg Asmussen (1856–1933) in Westerholz gewohnt, das schon damals ein beliebter Urlaubsort und Alterssitz für Pensionäre war. Seine Villa ist auch heute noch erhalten.

Von 1913 bis in die 1940er Jahre wohnte der expressionistische Maler und Mitbegründer der Künstlergruppe „Die BrückeErich Heckel in den Sommermonaten in der Gemeinde. Zahlreiche Bilder aus der Landschaft Angeln und von der Küste der Flensburger Förde zeugen von seinem Schaffen in dieser Zeit.

Bis 1961 befanden sich Ziegeleien in den Dörfern der Gemeinde, die bis in die 1950er Jahre ihre Produkte mit Loren zur Verschiffung an der Förde gefahren haben. Heute erinnert ein Denkmal an die Ziegeleien.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung umfasst elf Sitze. Seit der Kommunalwahl 2013 entfallen davon auf die Wählergemeinschaft WGW sechs Sitze, auf die CDU drei Sitze und auf die SPD zwei Sitze.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Über gesenktem, mit zwei silbernen Wellenfäden belegtem Wellenschildfuß von Blau und Gold schräglinks geteilt. Oben ein Eichenblatt, unten ein achtspeichiges Wagenrad in vertauschten Farben.“[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westerholz, Mühle Steinadler

In der Liste der Kulturdenkmale in Westerholz stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Seit 2011 findet der vom Naturwissenschaftlichen Museum Flensburg initiierte „Waltag“ in Westerholz am Strand statt. Er erinnert an die Strandung eines 20 m langen Finnwals an diesem Küstenabschnitt am 17. März 1911. Außerdem soll auf die heutige Situation der gefährdeten Meeressäugetiere in Nord- und Ostsee aufmerksam gemacht werden. Mitveranstalter sind neben dem Museum und der Gemeinde unter anderem das Ostseelabor der Universität Flensburg und die Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere.

Die Mühle Steinadler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1876 erbaute Windmühle „Steinadler“ ist der größte Galerieholländer in Norddeutschland. Sie liegt oberhalb des Strands und ist auch von See her weithin sichtbar. Sie steht unter Denkmalschutz. Nach einer umfangreichen Restaurierung wird sie als Restaurant und Hotel genutzt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt, aber auch der Tourismus ist ein wichtiger Teil des Einkommenerwerbs.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Westerholz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2015 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein