Wanderup

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Wappen Deutschlandkarte
Wanderup
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wanderup hervorgehoben

Koordinaten: 54° 41′ N, 9° 20′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Eggebek
Höhe: 27 m ü. NHN
Fläche: 28,64 km2
Einwohner: 2613 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24997
Vorwahl: 04606
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 174
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 2
24852 Eggebek
Website: www.wanderup.de
Bürgermeisterin: Ulrike Carstens (CDU)
Lage der Gemeinde Wanderup im Kreis Schleswig-Flensburg
AhnebyAlt BennebekArnisAusackerBergenhusenBöelBöklundBollingstedtBorenBorgwedelBörmBöxlundBrodersby-GoltoftBusdorfDannewerkDollerupDörpstedtEggebekEllingstedtErfdeEsgrusFahrdorfFreienwillGeltingGeltorfGlücksburg (Ostsee)GrödersbyGroß RheideGroßenwieheGroßsoltGrundhofHandewittHarrisleeHasselbergHavetoftHollingstedtHoltHörupHürupHusbyHüsbyIdstedtJagelJannebyJardelundJerrishoeJörlJübekKappelnKlappholzKlein BennebekKlein RheideKronsgaardKroppLangballigLangstedtLindewittLoitLottorfLürschauMaasbüllMaasholmMedelbyMeggerdorfMeynMittelangelnMohrkirchMunkbrarupNeuberendNiebyNiesgrauNorderbrarupNordhackstedtNottfeldNübelOersbergOeverseeOsterbyPommerbyRabelRabenholzRabenkirchen-FaulückRingsbergRüggeSaustrupSchaalbySchafflundScheggerottSchleswigSchnarup-ThumbySchubySelkSieverstedtSilberstedtSollerupSörupStangheckStapelSteinbergSteinbergkircheSteinfeldSterupStolkStoltebüllStruxdorfSüderbrarupSüderfahrenstedtSüderhackstedtTaarstedtTarpTastrupTetenhusenTielenTolkTreiaTwedtUelsbyUlsnisWagersrottWallsbüllWanderupWeesWeesbyWesterholzWohldeFlensburgKarte
Über dieses Bild

Wanderup (dänisch: Vanderup) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Wanderup erstreckt sich in der zur Region Schleswigsche Geest zählenden naturräumlichen Haupteinheit Schleswiger Vorgeest.[2] Im Gemeindegebiet entspringt der Fluss Linnau.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Dorf gleichen Namens, ein Kirchdorf, befinden sich auch die Häusergruppe Birkwang (dänisch Birkvang), sowie die Streusiedlungen Friesick (dänisch Frøsig[3]), Grünberg (dänisch Grønbjerg), Kellerholm, Kieracker (dänisch Kærager), Kragstedt (dänisch Kragsted) und Westerkjer (dänisch Vesterkær) als weitere Wohnplätze im Gemeindegebiet.[4]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direkt angrenzende Gemeindegebiete von Wanderup sind:[5]

Handewitt
Großenwiehe Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Oeversee
Jörl Jerrishoe

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Wanderup wurde erstmals 1377–1484 (Dipl. Flensb.) erwähnt. Das Präfix Wander- leitet sich möglicherweise vom Personennamen *Wambi ab, der sich wieder vom altnordischen vǫmb (entsprechend im Dt. umgangssprachlich Wampe, vgl. älteres Dänisch vom) ableitet, von der Bedeutung her gleicht der Name dem Ortsnamen Vamdrup bei Kolding.[6][7] Nach einer anderen Deutung kann der Name auf Wasser (dän. vand) hinweisen.[8] Friesik, schriftlich dokumentiert 1801, setzt sich aus dän. frøkorn für Samen oder frø für Frosch und -sig bzw. siek für eine sumpfige Niederung zusammen.[9][10]

Wanderup wurde im 14. Jahrhundert erstmals als Wompsdorf erwähnt. Die Kirche Wanderup ist eine romanische Feldsteinkirche. Sie wurde vermutlich schon im 12. Jahrhundert errichtet.[11]

Mitte des 18. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung Wanderups und seiner Umgebung auf 300 Menschen an. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts erhöhte sich die Bevölkerungsanzahl auf 400 Menschen.[12]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2018 sechs Sitze, der SSW hat drei, die Wählergemeinschaft DGW zwei und die SPD zwei Sitze.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 22. Oktober 1964 genehmigt.

Blasonierung: „Geteilt von Gold und Grün. Oben eine stehende schwarzbunte Kuh, unten eine goldene Kette von acht Gliedern.“[13]

Wanderup entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einem der Zentren der „Schwarz-bunten-Zucht“ in Schleswig-Holstein. Die in schwarz-silberner Tinktur lebhaft gezeichnete Kuh im Wappen gibt ein Bild dieser beliebten Rinderrasse, die für ihre hohe Milchleistung bekannt ist und im Sommer die Agrarlandschaft sichtlich belebt. Das im Ort besonders gepflegte landwirtschaftliche Genossenschaftswesen wird durch die andere heraldische Figur, die goldene Kette, versinnbildlicht. Die acht Kettenglieder stehen für die acht Ortsteile Birkwang, Friesik, Grünberg, Kellerholm, Kieracker, Kragstedt, Osterkjer und Westerkjer. Zugleich spricht dieses Symbol für die Zusammenarbeit der Genossenschaften mit der Gemeinde, dem Amt und den Verbänden. Die ausschließlich agrarwirtschaftliche Prägung des Ortes wird durch die Schildfarben Gold und Grün noch einmal hervorgehoben. Ein Bildsiegel mit einer schwarzbunten Kuh wurde bereits 1946 von der britischen Militärregierung genehmigt.

Das Wappen wurde von dem Brunsbütteler Heraldiker Willy „Horsa“ Lippert gestaltet.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge wurde am 19. Oktober 2004 genehmigt.

Auf dem waagerecht geteilten, grün-gelben Flaggentuch das Gemeindewappen in flaggengerechter Tinktur.[13]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Wanderup stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Im alten Schulgebäude ist das Dorfmuseum eingerichtet. Es zeigt, wie in den letzten zwei Jahrhunderten in der Geest gelebt wurde und wie sich die Gemeinde entwickelt hat.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt, wobei die aktiven Betriebe jedoch nicht im Dorf liegen, sondern in den Randgebieten.

Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesstraße 200 von Husum nach Flensburg. In der Dorf­lage zweigt in östliche Richtung die schleswig-holsteinische Landesstraße 15 in Richtung Tarp zur Anbindung an der gleichnamigen Autobahnanschlussstelle (Nr. 4) der Bundesautobahn 7 ab.

Etwas nördlich vom Dorf zweigt in westlicher Richtung die Landesstraße 12 ab. Sie führt zur Bundesstraße 5 in Bredstedt.

Im Ortsteil Kragstedt zweigt die Landesstraße 14 ab und führt von dort weiter bis zur Bundesstraße 199 in Wallsbüll.

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anja Werner: Vom Vorzug einer Bundesstraße. In: Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 10: Timmaspe - Ziethen. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2008, ISBN 978-3-926055-92-7, S. 143–145.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wanderup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2021 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Liste: Zuordnung der Gemeinden zu den Naturräumen. (PDF) S. 13, abgerufen am 17. September 2021.
  3. Anders Bjerrum: Sydslesvigs Stednavne. Bd. 4, 1979–1986, S. 279
  4. Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987. (PDF) Statistische Landesamt Schleswig-Holstein, 1992, S. 101, abgerufen am 17. September 2021.
  5. Relation: Wanderup (1156126) bei OpenStreetMap. Abgerufen am 17. September 2021.
  6. Anders Bjerrum: Sydslesvigs stednavne. Bd. 4, Kopenhagen 1979–1984. S. 279
  7. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein. 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 676
  8. Johannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland. Bd. 2, Kopenhagen 1867, S. 430
  9. Anders Bjerrum: Sydslesvigs stednavne. Bd. 4, Kopenhagen 1979–1984. S. 279 und 283
  10. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein. 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 260
  11. Ev.-Luth. Kirchengemeinde Wanderup. Willkommen in der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Wanderup, abgerufen am: 27. September 2020
  12. Gemeinde Wanderup. Kirche Wanderup, abgerufen am: 27. September 2020
  13. a b Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein