Ausacker

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ausacker
Ausacker
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ausacker hervorgehoben
Koordinaten: 54° 44′ N, 9° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Hürup
Höhe: 41 m ü. NHN
Fläche: 9,13 km2
Einwohner: 524 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24975
Vorwahlen: 04633 u. 04634Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 103
Adresse der Amtsverwaltung: Schulstraße 1
24975 Hürup
Webpräsenz: www.ausacker.de
Bürgermeister: Claus-Peter Richelsen (WG)
Lage der Gemeinde Ausacker im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Ausacker (dänisch: Oksager) ist eine Gemeinde am Winderatter See in Angeln im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Ausackerholz (Oksagerskov), Ausacker Westerholz (Oksager Vesterskov) und Dammende (Damende) liegen im Gemeindegebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hünengräber und Funde von Siedlungsstätten belegen, dass das Gemeindegebiet bereits zur Jungsteinzeit und Bronzezeit besiedelt war.

Ausacker wurde 1441 als Uxerager (Viehdrift, wo Ochsen gehalten werden) erwähnt. Der Ort gehörte zur Husbyharde und zum Kirchspiel Husby.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, hielt sich Heinrich Himmler zeitweise mit seinem Gefolge in Hüholz auf (Lage). Himmler war über die sogenannte Rattenlinie Nord in den Flensburger Raum gekommen, um sich an der letzten Reichsregierung in Flensburg-Mürwik zu beteiligen, doch an der Flensburger Regierung im Sonderbereich Mürwik wurde er nicht beteiligt, weshalb er sodann weiter nach Süden ins Niedersächsichen Gebiet flüchtete, wo er von britischen Soldaten gefangen genommen wurde und kurz darauf am 23. Mai 1945 in Lüneburg durch Suizid starb.[2]

Die heutige Gemeinde entstand 1970 aus den vorher selbständigen Gemeinden Ausacker und Ausackerholz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl 2013 hat die Wählergemeinschaft WG alle neun Sitze in der Gemeindevertretung.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Durch einen silbernen Wellenbalken von Blau und Rot schräglinks geteilt. Oben ein frontal gestellter goldener Ochsenkopf, unten zwei geöffnete silberne Bucheckern.“[3]

Durch den Ochsenkopf im Wappen der Gemeinde Ausacker wird der Ortsname andeutungsweise ins Bild gesetzt. Er soll die Vorstellung eines "Feldes, auf dem Ochsen weiden", vermitteln. Der Wellenbalken symbolisiert die Kielstau, einen der beiden Quellflüsse der Treene, der durch das Gebiet der Gemeinde fließt. Die zwei stilisierten Bucheckern weisen auf Restbestände einstmals ausgedehnter Buchenwälder im Gemeindegebiet hin. Die Farbgebung des Wappens orientiert sich an der geographischen Lage der Gemeinde: Das blaue Feld mit goldener Figur weist auf deren Zugehörigkeit zum Kreis Schleswig-Flensburg hin, während das rote mit silbernen Figuren die frühere Eingliederung in die Husbyharde andeuten soll, deren angebliches Wahrzeichen in der Darstellung des inoffiziellen Wappens der Landschaft Angeln bei Schlothfeldt rot-silberne Tinktur aufweist.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet befinden sich einige wenige Überreste der Turmhügelburg Böge-Schloss.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Jensen (1856–1941), Landwirt und Gemeindevorsteher

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ausacker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2015 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. sh:z Zivilkleidung, Augenklappe, neuer Name: Doch für Himmler gab es kein Entrinnen, vom 13. Mai 2015; abgerufen am 10. Mai 2017
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  4. Hans Nicolai Andreas Jensen: Versuch einer kirchlichen Statistik über das Herzogthum Schleswig, Band 3, Seite 957