Nordhackstedt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nordhackstedt
Nordhackstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nordhackstedt hervorgehoben

Koordinaten: 54° 44′ N, 9° 10′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Schafflund
Höhe: 13 m ü. NHN
Fläche: 12,47 km2
Einwohner: 499 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24980
Vorwahl: 04639
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 149
Adresse der Amtsverwaltung: Tannenweg 1
24980 Schafflund
Website: www.nordhackstedt.de
Bürgermeisterin: Anja Stoetzel (KWGN)
Lage der Gemeinde Nordhackstedt im Kreis Schleswig-Flensburg
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Nordhackstedt (dänisch: Nørre Haksted) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist erstmals 1352 schriftlich dokumentiert (Reg. cap.). Der Name leitet sich von Siedlung des Hakki oder Hakkar ab, ein Beiname, der zu dän. hak (≈Einschnitt) gehört[2][3]. Bis zum Deutsch-Dänischen Krieg 1864 gehörte der Ort als Mittelpunkt des Kirchspiels Nordhackstedt (Nørre Haksted Sogn) zur Uggelharde (Ugle Herred≈Eulenharde), Flensburg Amt (Flensborg Amt) im Herzogtum Schleswig (Sønderjylland).

Die St.-Jürgen-Kirche, eine Feldsteinkirche, wurde im 12. Jahrhundert errichtet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl 2013 hat die Wählergemeinschaft KWGN alle neun Sitze in der Gemeindevertretung.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Unter goldenem Schildhaupt, darin ein linksgewendeter, vorgeschichtlicher blauer Hakenpflug, in Blau ein deckelloses goldenes Butterfaß mit darin stehendem goldenen Karnstock.“[4]

Die volksetymologische Auslegung des Ortsnamens bringt „Hackstedt“ mit „Haken“ zusammen. Der Hakenpflug als heraldische Figur repräsentiert nicht nur bildlich den Ortsnamen in einem somit „redenden“ Wappen, sondern ebenfalls die traditionelle Landwirtschaft. Im Gegensatz zur umgebenden, meist sandigen Geest verfügt das Ortsgebiet über Lehmboden, der sich besonders für den Getreideanbau eignet. Das Butterfass als zweite Wappenfigur zeigt an, dass der Ort schon sehr früh Standort einer Meierei gewesen ist. Im Unterschied zur hauswirtschaftlichen, am Eigenbedarf orientierten Milchwirtschaft produzierten die Meiereien für den Verkauf. Zunächst bestand nur eine private Büttenmeierei; diese wurde 1885 in einen Genossenschaftsbetrieb umgewandelt. Das Wappen ist in den schleswigschen Farben blau und gelb gesetzt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Milchwirtschaft ist mit 18 Vollerwerbsbetrieben der wichtigste Erwerbszweig der Gemeinde. Das gilt sowohl für die landwirtschaftlichen Betriebe als auch für die DMK (ehemals Nordmilch), das größte im Ort vertretene Unternehmen, das in Nordhackstedt ausschließlich Käse herstellt. Eine Meierei besteht schon seit 1875 im Ort.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Nordhackstedt stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auguste Margarethe Feddersen (* 21. August 1823 in Nordhackstedt; † 17. September 1896 in Kalifornien), Malerin
  • Walter Göbell (* 22. Juli 1911 in Nordhackstedt; † 22. Januar 1988 in Kiel), evangelisch-lutherischer Pastor und Hochschullehrer

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Nordhackstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2020 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein. 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 488
  3. Johannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland, Band 2, København 1867, S. 162
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein