Schuby

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Dieser Artikel handelt von der Gemeinde Schuby bei Schleswig. Schuby heißt auch ein Ortsteil der Gemeinde Dörphof bei Damp, ebenfalls in Schleswig-Holstein.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schuby
Schuby
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schuby hervorgehoben
Koordinaten: 54° 31′ N, 9° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Arensharde
Höhe: 28 m ü. NHN
Fläche: 23,94 km²
Einwohner: 2567 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 107 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 24850,
24837 (Königswill)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 04621
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 077
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 41
24887 Silberstedt
Webpräsenz: www.schuby.de
Bürgermeister: Helmut Ketelsen (CDU)
Lage der Gemeinde Schuby im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Schuby (ausgesprochen: Schubü; dänisch: Skovby) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schuby liegt 7 km von Schleswig entfernt am Schnittpunkt der Bundesautobahn 7 von Schleswig nach Flensburg und der Bundesstraße 201 von Kappeln nach Husum. Die nächstgelegene Autobahnabfahrt hat ebenfalls den Namen Schuby. Östlich des Ortes befindet sich das Waldgebiet Pöhler Gehege.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1196 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name stammt vom dänischen „Skovby“, also Walddorf. Steinzeitliche und bronzezeitliche Funde weisen jedoch schon auf vorgeschichtliche Besiedlung hin. Vor der Völkerwanderungszeit wurde hier Raseneisenerz gewonnen. Aus der Wikingerzeit legten Archäologen 36 Häuser frei.

Schuby gehörte zur Gemeinde Friedrichsfeld, bis diese am 20. Januar 1873 aufgelöst wurde. Schuby war eine der drei Nachfolgegemeinden.[2]

2001 hat der Kreis Schleswig-Flensburg die Gemeinde als besonders kinder-, jugend- und familienfreundlich ausgezeichnet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 17 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2013 neun Sitze, die SPD sechs und der SSW zwei.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Unter silbernem Schildhaupt in Grün eine scheibenförmige Fibel mit blauem Mittelfeld, breitem goldenen Rand und vier mit ihrem Scheitel dem Mittelpunkt zugewendeten goldenen Bögen; oberhalb und unterhalb der Teilungslinie fünf Eichenblätter, die beiden äußeren gestürzt, in verwechselten Farben.“[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schuby verfügt neben der aktiven Freiwilligen Feuerwehr Schuby über ein ausgeprägtes Vereinsleben. Die Aktivitäten decken weite Felder von Sport, Kultur und Wirtschaft ab. Zu den Vereinen zählen:

  • Dee Schirrwarker
  • Handel- und Gewerbeverein im Amt Schuby e. V.
  • Männergesangsverein Schuby
  • Schleswiger Husaren e. V.
  • Schubyer Reiterverein e. V.
  • Siedlergemeinschaft Schuby
  • Sterbegilde Schuby
  • Sydslesvigsk Forening Skovby [4]
  • VfB Schuby

Open Air Schuby[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 2009 und 2011 fand jeweils im August auf dem Schubyer Sportplatz das Open Air Schuby statt, organisiert von der ortsansässigen Siedlergemeinschaft und den Betreibern des Sportlerheims. Es spielten Bands und Orchester aus der Region, wobei das Spektrum von Marschmusik über Schlager und Pop bis hin zu Death Metal und Metalcore reichte. 2009 noch eintägig[5] wurde die Veranstaltung 2011 auf zwei Tage ausgedehnt. So wurde am ersten Tag der Schwerpunkt auf Rock und Metal gelegt, während am zweiten Tag Stimmungsmusik auf dem Programm stand. Die Veranstaltung wurde ausschließlich ehrenamtlich durchgeführt, sodass auch der Eintritt in beiden Jahren kostenlos war. So besuchten 2011 rund 3500 Personen das Festivalsgelände.[6] Im August 2013 fand erneut ein zweitägiges Open Air in Schuby statt, das etwa 6000 Fans besuchten, der Eintritt war frei.[7] Neben lokalen Bands aus dem Kreis Schleswig-Flensburg traten dieses Mal auch die Kieler Heavy-Metal-Band Inner Axis und die Rammstein-Coverband Los auf. Im Zuge des Los-Auftritts wurde erstmals bei einigen Shows Pyrotechnik eingesetzt. Als Headliner des Festivals trat mit Rezet eine der Speerspitzen des deutschen Underground-Thrash-Metal auf. Die Midgaard-Skalden-Theatergruppe inszenierte gemeinsam mit der Siedlerbänd eine Torfrock-Tribute-Show. Das vierte Open Air in Schuby fand am 3. und 4. Juli 2015 statt. Das Konzept der vergangenen Jahre wurde dabei fortgesetzt, sodass es erneut einen "Hard&Heavy"-Freitag und einen "Party"-Samstag gab. Hierbei traten unter anderem Endstille, Obskura, Lichtscheu und Agrimm Doomhammer am Freitag sowie Kompliment und Ünnerrock am Samstag auf.[8] Im Gegensatz zu den letzten Jahren besuchten über 10.000 Leute das Event, darunter fiel die Altersgruppe noch um einiges weiter in den Bereich der unter 20-Jährigen.[9]

Schu-bi-du-da[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Schu-bi-du“ oder „Schu-bi-du-da“ ist eine häufig gehörte Textzeile zahlreicher Lieder. Am 22. Juli 2016 veröffentlichte das Musiker-Duo WATT aus Dollerupholz in Angeln hierzu den Song Schu-bi-du-da, gesungen in plattdeutscher Sprache. Die meisten Szenen des dazugehörigen Musikvideos entstanden allerdings nicht in Schuby, sondern in Dollerupholz.[10]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Betrieb in der Gemeinde ist ein Unternehmen, das Massivhäuser baut. Ein Büdelsdorfer Unternehmen betreibt in Schuby eine Biogasanlage, die erstmals Zuckerrüben vergärt und Biomethan ins Gasnetz einspeist. Des Weiteren gibt es in Schuby diverse Internethändler wie z.B Rum&Co[11], Klint[12], Bingoladen[13], Strandküche[14] und Dip-Fee.[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schuby – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2015 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867 – 1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 237.
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  4. Sydslesvig Forening Distrikt Skovby
  5. Festival: "Schubyer machen Musik für Schuby". In: Schleswiger Nachrichten. 9. Juli 2009, abgerufen am 25. Juli 2016.
  6. Heidi Heinzel: "Das Publikum war einfach einmalig". In: Schleswiger Nachrichten. 22. August 2011, abgerufen am 25. Juli 2016.
  7. Knapp 6000 Besucher rockten auf dem Open Air Schuby. In: Schleswiger Nachrichten. 13. August 2013, abgerufen am 25. Juli 2016.
  8. 3. und 4. Juli: Schuby Open Air: Das Programm ist komplett. In: Schleswiger Nachrichten. 8. Juni 2015, abgerufen am 25. Juli 2016.
  9. Open Air Schuby, offizielle Webpräsenz, abgerufen am 25. Juli 2016
  10. Anna Gellner: Video: Schubi-du-da: Duo aus SH setzt Schuby ein musikalisches Denkmal. In: Schleswiger Nachrichten. 24. Juli 2016, abgerufen am 25. Juli 2016.
  11. Rum&Co
  12. Klint
  13. Bingoladen
  14. Strandküche
  15. Dip-Fee