Ellingstedt

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Wappen Deutschlandkarte
Ellingstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ellingstedt hervorgehoben

Koordinaten: 54° 29′ N, 9° 24′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Arensharde
Höhe: 12 m ü. NHN
Fläche: 21,49 km2
Einwohner: 733 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24870
Vorwahl: 04627
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 023
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 41
24887 Silberstedt
Website: www.ellingstedt.de
Bürgermeisterin: Petra Bargheer-Nielsen (AWGE)
Lage der Gemeinde Ellingstedt im Kreis Schleswig-Flensburg
AhnebyAlt BennebekArnisAusackerBergenhusenBöelBöklundBollingstedtBorenBorgwedelBörmBöxlundBrodersby-GoltoftBusdorfDannewerkDollerupDörpstedtEggebekEllingstedtErfdeEsgrusFahrdorfFreienwillGeltingGeltorfGlücksburg (Ostsee)GrödersbyGroß RheideGroßenwieheGroßsoltGrundhofHandewittHarrisleeHasselbergHavetoftHollingstedtHoltHörupHürupHusbyHüsbyIdstedtJagelJannebyJardelundJerrishoeJörlJübekKappelnKlappholzKlein BennebekKlein RheideKronsgaardKroppLangballigLangstedtLindewittLoitLottorfLürschauMaasbüllMaasholmMedelbyMeggerdorfMeynMittelangelnMohrkirchMunkbrarupNeuberendNiebyNiesgrauNorderbrarupNordhackstedtNottfeldNübelOersbergOeverseeOsterbyPommerbyRabelRabenholzRabenkirchen-FaulückRingsbergRüggeSaustrupSchaalbySchafflundScheggerottSchleswigSchnarup-ThumbySchubySelkSieverstedtSilberstedtSollerupSörupStangheckStapelSteinbergSteinbergkircheSteinfeldSterupStolkStoltebüllStruxdorfSüderbrarupSüderfahrenstedtSüderhackstedtTaarstedtTarpTastrupTetenhusenTielenTolkTreiaTwedtUelsbyUlsnisWagersrottWallsbüllWanderupWeesWeesbyWesterholzWohldeFlensburgKarte
Über dieses Bild

Ellingstedt (dänisch: Ellingsted) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Ellingstedt erstreckt sich im Naturraum Schleswiger Vorgeest etwa 13 km westsüdwestlich von Schleswig zwischen der Silberstedter Au im Norden und Teilen der Rheider Au im Süden. Beide Fließgewässer sind linke Zuflüsse der Treene.[2][3]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Ellingstedt besteht siedlungsgeografisch aus mehreren Wohnplätzen. Neben dem namenstiftenden Dorf befinden sich ebenfalls die Häusergruppen Busholm, Morgenstern, Rott und Schellund (dänisch Skellund), sowie die Hof/Höfesiedlungen Aussiedlung, Beek (dänisch Ellingsted Bæk), Bockhöft (dänisch Boghoved) und Nord im Gemeindegebiet.[4]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benachbarte Gemeindegebiete von Ellingstedt sind:[3]

Treia Silberstedt Schuby,
Hüsby
Hollingstedt Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Groß Rheide Dannewerk

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt am Margarethenwall, einem Teil des Danewerks, und wurde 934 erstmals erwähnt.[5] Der Ortsname setzt sich aus dem Personennamen Elli oder Erling (Elling) und dem altdänischen stath zusammen.[6][7]

Archäologische Funde aus der Wikingerzeit an der Rheider Au seit dem Herbst 2013 belegen, dass eine heute sumpfige Niederung vom 8. bis 9./10. Jahrhundert besiedelt war.[8] Möglicherweise handelte es sich bei den gefundenen Gebäuden um eine Raststation zwischen Haithabu und Hollingstedt.[9]

Bis zum 29. Dezember 1869 hatte Ellingstedt Anschluss an den Bahnverkehr auf der Bahnstrecke Oster-Ohrstedt–Klosterkrug–Rendsburg.

Zwischen 1958 und 1977 wurde die Gemeinde zwölfmal im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ ausgezeichnet. Bis zum 31. Dezember 2007 gehörte Ellingstedt zum aufgelösten Amt Silberstedt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft AWGE seit der Kommunalwahl 2013 alle elf Sitze.[10]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Geteilt von Gold und Blau. Oben ein grünes Erlenblatt zwischen einem grünen Fruchtstand rechts und einem grünen Blütenstand links, unten eine schreitende silberne Ente mit goldenem Schnabel und roten Füßen.“[11]

Die Figuren des Gemeindewappens, Erle und Ente, beziehen sich beide auf den Namen der Gemeinde. Die Wahl der Figur für die obere Hälfte des Wappens stützt sich auf die niederdeutsche (Eller, Ellerboom) und dänische (el, elle) Bezeichnungsform der Erle, die der unteren nimmt die von Pastor J. R. F. Augustiny aus Hollingstedt 1852 in seiner Chronik des Kirchspiels Hollingstedt vorgeschlagene Ableitung des Ortsnamens von „Elling“ oder „Alling“ als dänische Bezeichnung für kleine Ente auf. Wildenten waren den Nachrichten des Chronisten zufolge an der das Gemeindegebiet berührenden Rheider Au als Brutvögel sehr verbreitet. Die Erle ist noch heute die für die Gemeinde typische Baumart, die nicht nur im Niederungsgebiet der Rheider Au häufig anzutreffen ist, sondern neuerdings auch als Knickbepflanzung weitgehend Verwendung gefunden hat.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaft im Gemeindegebiet wird überwiegend von der Urproduktion der Landwirtschaft geprägt.

Die Systemgastronomiekette Gosch Sylt betreibt in Ellingstedt ihren zentralen Veredelungs­betrieb.[12]

Nördlich der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 201 von Kappeln nach Husum. Die Dorflage wird über die schleswig-flensbuerger Kreisstraße 23 erreicht, die im Ortsteil Jägerkrug von Schuby in südlicher Richtung abzweigt. Südlich der Dorflage passiert die Kreisstraße 39 in Ost-West-Richtung das Gemeindegebiet.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben einer Freiwilligen Feuerwehr und dem Sportverein gibt es in Ellingstedt auch eine Schützengilde, einen Frauenchor, eine Theatergruppe und die Arbeitsgruppe "Ellingstedt-damals".[13] Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist ebenfalls im Ort aktiv vertreten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ellingstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

http://ellingstedt-damals.jimdo.com/ Dokumente, Berichte und Bilder aus der Vergangenheit von Ellingstedt

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2021 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Liste: Zuordnung der Gemeinden zu den Naturräumen. (PDF) S. 11, abgerufen am 14. Januar 2022.
  3. a b Relation: Ellingstedt (1156154) bei OpenStreetMap (Version #11). Abgerufen am 14. Januar 2022.
  4. Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987. (PDF) Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, 1992, S. 88, abgerufen am 14. Januar 2022.
  5. Erwin Mauderer: Aufzeichnungen aus dem Kirchspiel Hollingstedt bis zum Jahre 1890. Arbeitsgruppe Ellingstedt-damals, abgerufen am 30. Juli 2019.
  6. Johannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland, 2. Band, København 1867, S. 120
  7. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 235
  8. Das liegt doch auf dem Weg! – Eine reiche wikingerzeitliche Siedlung zwischen Hollingstedt und Haithabu (Memento des Originals vom 26. Oktober 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schleswig-holstein.de
  9. Naturschützer retten Wikingerstätte, shz.de vom 2. Juni 2014
  10. Sitzverteilung nach Kommunalwahl 2013
  11. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  12. EllingstedtEchte Handarbeit in unserer Fisch-Feinkostmanufaktur. Abgerufen am 14. Januar 2022.
  13. Ellingstedt-damals. Arbeitsgruppe "Ellingstedt-damals", abgerufen am 30. Juli 2019 (deutsch).