Böel

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Böel
Böel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Böel hervorgehoben
Koordinaten: 54° 39′ N, 9° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Süderbrarup
Höhe: 21 m ü. NHN
Fläche: 13,66 km2
Einwohner: 738 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 24401,
24405 (Böelnorderfeld, Borrishaag, Stoltoft, Thiesholz),
24891 (Rabenholzlück)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 04641 und 04646Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 006
Adresse der Amtsverwaltung: Königstraße 5
24392 Süderbrarup
Webpräsenz: www.boeel.de
Bürgermeister: Rainer Stahmer (FWG)
Lage der Gemeinde Böel im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Böel (dänisch: Bøl) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Sie entstand durch die Zusammenlegung von Böel und Böelschuby (dän. Bøl und Bøl Skovby).

St. Ursula

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde teilt sich in folgende Ortsteile und Orte:[2]

  • PLZ 24401: Billmoor, Billwatt (dän. Bilvad), Böel (Bøl), Böelkamp, Böelschuby (Bøl Skovby), Böelschubyhof (Bølskovbygaard), Böelschubymühle, Böelstamm, Böelulegraff (Ulvegrav), Böelwesterfeld (Bølvestermark), Hattschau (Hatskov), Lehmberg, Möllmoos (Møllemose), Neuböelschuby
  • PLZ 24405: Borrieshaag, Böelnorderfeld, Stoltoft, Thiesholz (Tisholt)
  • PLZ 24891: Dingwatt (Tingvad), Rabenholzlück (Ravnholtløkke)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde Böel 1231 als Böla. Zeitweise kamen die Bezeichnungen Boel oder Bohl vor. Der Name stammt vom altdänischen boeli (Wohnstätte) ab.

Die spätromanische Backsteinkirche St.-Ursula-Kirche wurde im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts gebaut. Der Turm hat mit dem achteckigen Zeltdach wurde im 15. Jahrhundert hinzugefügt. Christian I. übereignete die Kirche 1477 dem Mohrkircher Antoniter-Klosters, das nach Einführung der Reformation in Schleswig-Holstein 1544 aufgelöst wurde.[3]

1478 wurde das Gut Böelschubyhof erstmals als Bole Schowby erwähnt. Das heutige Herrenhaus, das von einem unregelmäßig rechteckigen Wassergraben umgeben ist, wurde 1864 erbaut.

Der Fluss Oxbek bildete in der Periode von 1850 bis 1864 im Ort Böel eine Sprachgrenze. In dieser Zeit wurde dort südlich der Oxbek Deutsch gesprochen, nördlich der Oxbek war jedoch Dänisch Pflichtsprache in Schule und Kirche, auf Grund sogenannter dänischer Sprachreskripte die auch in Gemeinden angewendet wurden in denen überwiegend deutsch gesprochen wurde. Manche Eltern meldeten daher ihre Kinder nicht in der Volksschule Böel an, sondern auf der Südseite, um diesen eingeführten Sprachdiktat zu entgehen.[4][5][6]

Am 1. Januar 1974 wurde die Gemeinde Böelschuby eingegliedert.[7]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft FWG seit der Kommunalwahl 2013 sechs Sitze und die CDU fünf.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Durch einen blau-goldenen Wellenpfahl von Gold und Grün gespalten. Rechts ein grünes Flügelkreuz einer Windmühle, links ein goldener Lindenfruchtstand.“[8]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt, weist jedoch auch viele Wohngebiete auf.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: St. Ursula (Böel)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Böel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Böel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2015 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Böel beim Genealogischen Ortsverzeichnis (Mohrkirchmühle gehört aber zu Mohrkirch)
  3. Ursula-Kirche Böel
  4. Homepage der Gemeinde Böel; abgerufen am: 26. Juli 2017
  5. Nationale Entwicklung im 19. Jahrhundert. Die dänische Bewegung in Südschleswig, abgerufen am: 26. Juli 2017
  6. Frank Jung. 1864. Der Krieg um Schleswig-Holstein, 2014
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/ Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 184.
  8. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein