Jörl

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Jörl
Jörl
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Jörl hervorgehoben
Koordinaten: 54° 37′ N, 9° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Eggebek
Höhe: 23 m ü. NHN
Fläche: 19,68 km2
Einwohner: 732 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24992
Vorwahl: 04607
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 132
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 2
24852 Eggebek
Webpräsenz: www.joerl.de
Bürgermeisterin: Silke Hünefeld (KWJ)
Lage der Gemeinde Jörl im Kreis Schleswig-Flensburg
AhnebyAlt BennebekArnisAusackerBergenhusenBöelBöklungBollingstedtBorenBorgwedelBörmBöxlundBrodersby-GoltoftBusdorfDannewerkDollerupDörpstedtEggebekEllingstedtErfdeEsgrusFahrdorfFreienwillGeltingGeltorfGlücksburg (Ostsee)GrödersbyGroß RheideGroßenwieheGroßsoltGrundhofHandewittHarrisleeHasselbergHavetoftHollingstedtHoltHörupHürupHusbyHüsbyIdstedtJagelJannebyJardelundJerrishoeJörlJübekKappelnKlappholzKlein BennebekKlein RheideKronsgaardKroppLangballigLangstedtLindewittLoitLottorfLürschauMaasbüllMaasholmMedelbyMeggerdorfMeynMittelangelnMohrkirchMunkbrarupNeuberendNiebyNiesgrauNorderbrarupNordhackstedtNottfeldNübelOersbergOeverseeOsterbyPommerbyRabelRabenholzRabenkirchen-FaulückRingsbergRüggeSaustrupSchaalbySchafflundScheggerottSchleswigSchnarup-ThumbySchubySelkSieverstedtSilberstedtSollerupSörupStangheckStapelSteinbergSteinbergkircheSteinfeldSterupStolkStoltebüllStruxdorfSüderbrarupSüderfahrenstedtSüderhackstedtTaarstedtTarpTastrupTetenhusenTielenTolkTreiaTwedtUelsbyUlsnisWagersrottWallsbüllWanderupWeesWeesbyWesterholzWohldeFlensburgKarte
Über dieses Bild

Jörl (dänisch: Jørl, auch Hjørdel[2]) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Jörl liegt im nördlichen Schleswig-Holstein (Südschleswig) auf der Schleswigschen Geest. Nächste größere Städte sind Schleswig, Flensburg und Husum.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großjörl (Store Jørl), Kleinjörl (Lille Jørl), Paulsgabe (Povlsgab[3]), Rimmelsberg (Rimmelsbjerg), Rupel (Rubøl oder Rugbøl[4]), Stieglund (Stiglund) und Südermoor liegen im Gemeindegebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1240 erstmals als Jorlum erwähnt, 1462 findet sich die Form Iorle. Im Den Danske Atlas aus dem 18. Jh. heißt es Jordel. Der Name geht auf die altdänische Form iørul (entsprechend altnordisch jǫrvi) zurück und bedeutet Grus, Sandhöhe[5]. Rupel (dän. Rubøl) könnte auf den altnordischen Tiernamen hrútr für Widder[6], auf den Rufnamen Ruki oder auf nordfriesisch Ruuke für Sandhaufen zurückgehen. Die Endung -pel entspricht der dänischen Endung -bøl, dt. -büll[7].

Die St.-Katharinen-Kirche wurde im 14. Jahrhundert errichtet. Der Glockenturm von 1914 ersetzte einen älteren Turm, der separat von der Kirche stand. Bis zum Deutsch-Dänischen Krieg bildete Jörl das Zentrum des Kirchspiels Jörl (dän. Jørl Sogn oder auch Hjørdel Sogn) innerhalb der Uggelharde.

Von 1889 bis 1968 war Jörl Sitz der Verwaltung des Amtsbezirks bzw. des Amtes Jörl. Seit dessen Auflösung gehört Jörl zum Amt Eggebek.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle elf Mitglieder der Gemeindevertretung gehören seit der Kommunalwahl 2013 der Wählergemeinschaft KWJ an.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold ein dreiteiliger grüner Wacholderzweig mit sieben schwarzen Früchten (Beeren).“[8]

Das Wappen weist auf das Naturschutzgebiet Rimmelsberg hin, wo es eine Vielzahl Wacholderbüsche gibt. Die sieben Beeren sollen die Ortsteile darstellen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Jörl stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Der Pobüller Bauernwald und die Binnendüne am Rimmelsberg sind ausgewiesene Naturschutzgebiete.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt, wobei die Milchwirtschaft überwiegt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jörl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2016 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. John Kousgård Sørensen: Danske sø- og ånavne: T-Å, Akademisk Forlag 1989, S. 108
  3. Foreningen Danmarks folkeminder: Danmarks folkeminder 67, 1957, Seite 184
  4. Johannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland, Band 2, Kopenhagen 1867, S. 325
  5. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 365
  6. Anders Bjerrum, ‎Kristian Hald, ‎Peter Jørgensen: Sydslesvigs stednavne, Band 7, Kopenhagen 1948, S. 69
  7. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 365
  8. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein