Carola Häggkvist

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Carola, 2009

Carola Maria Häggkvist (* 8. September 1966 in Hägersten bei Stockholm), bekannt unter dem Künstlernamen Carola, gilt als eine der bedeutendsten Popsängerinnen und Medienpersönlichkeiten in Schweden. Auch in Norwegen ist sie sehr populär.

Sie ist nicht zu verwechseln mit ihrer finnischen Namensvetterin Carola, die in den 1960er und 1970er Jahren ebenfalls eine berühmte Sängerin war.

Karriere[Bearbeiten]

Sie gelangte in Schweden zu erster Bekanntheit mit dem Schlager „Främling“ (Fremder) im Jahre 1983, mit dem sie Dritte beim Eurovision Song Contest wurde. Die englische Version "Love Isn't Love" erreichte in Deutschland Platz 68 der Verkaufscharts. Das Album „Främling“ ist bis heute das meistverkaufte Album in Schweden. 1986 veröffentlichte sie das englischsprachige Album „Runaway“, das von Maurice Gibb produziert wurde.

1990 war sie Zweite in der schwedischen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest mit dem Titel „Mitt i ett äventyr“. Ein großer internationaler Erfolg gelang ihr mit dem Sieg beim Eurovision Song Contest im Jahre 1991, wo ihr Lied „Fångad av en stormvind“ den ersten Platz erreichte. Einen weiteren Erfolg bescherte ihr 1995 eine Rolle im Musical The Sound of Music , indem sie gemeinsam mit Tommy Körberg auftrat. 1999 veröffentlichte sie das Weihnachtsalbum „Jul i Betlehem“, das zum bestverkauften Album des Jahres in Schweden wurde und jedes Jahr zur Weihnachtszeit erneut in die Charts einsteigt. Auch ihre Weihnachtstourneen sind jedes Jahr sehr erfolgreich. 2003 veröffentlichte Carola, zu ihrem zwanzigjährigen Bühnenjubiläum, das Album „Guld, platina och passion“, das Platz 1 der schwedischen Albumcharts erreichte.

Im Vorfeld des Eurovision Song Contest 2006 machte Carola, durch negative Kommentare über Homosexuelle, von sich reden. Carola, die als gläubige Christin gilt, griff den Einfluss der "Homolobby" beim Song Contest an und sagte in anderen Gesprächen, dass Homosexualität "heilbar" sei. Gegenüber einer schwedischen Zeitung sagte sie unter anderem, "Wenn jemand aufrichtig genug betet, so kann Dieser von seiner Homosexualität erlöst werden".[1] Da der Eurovision Song Contest unter Homosexuellen sehr beliebt ist, war die Entrüstung unter den Fans über Carolas Aussage umso größer. Sie wurde als "Donna Summer des Eurovision Song Contest" bezeichnet. Carola selbst versuchte stets, in Pressekonferenzen während des Song Contests, die Vorwürfe zu entkräften und argumentierte, sie hätte jene Aussage so nicht getroffen. Die Wut unter den Fans des Eurovision Song Contests blieb jedoch ungezähmt.[2]

Im Jahr 2006 vertritt sie Schweden nochmals beim Eurovision Song Contest mit ihrem Song Invincible (schwedische Fassung „Evighet“). In der nationalen schwedischen Vorausscheidung gewann sie zunächst in der Vorrunde in Göteborg und durfte direkt zum Finale am 18. März in Stockholm. Sie wurde im Vorfeld als Favoritin gehandelt und erhielt über 437.000 Telefonstimmen und damit rund 70.000 mehr als der Zweitplatzierte. Damit konnte sie das Finale vor der Gruppe BWO und Andreas Johnson für sich entscheiden, obwohl letzterer von der Jury die meisten Punkte bekam. Am 18. Mai kam sie in Athen im Halbfinale auf Platz 4 (214 Punkte) und qualifizierte sich damit für die Endrunde. Sie belegte dort am 20. Mai den fünften Platz (170 Punkte). Mit den Plätzen 3, 1 und 5 zählt sie zu den erfolgreichsten Teilnehmern in der Geschichte des Eurovision Song Contests.

Ebenfalls im Mai 2006 erschien in Skandinavien ihr Album Från nu till evighet, welches sich in Finnland, Norwegen und Schweden in den Charts platzieren konnte. In Schweden erreichte die CD bereits zwei Tage nach Veröffentlichung Platin-Status. Im Juli 2006 startete Carola eine große Tournee durch Schweden und nahm ein Duett mit Andrea Bocelli auf, das „Because we believe“ heißt. Im August 2006 wurde sie von den Fernsehzuschauern der beliebten Fernsehsendung „Folktoppen“ zur besten Sängerin Schwedens gewählt.

Im Februar und März 2008 hat Carola erneut am schwedischen Melodiefestival teilgenommen, mit dem Ziel, Schweden beim Eurovision Song Contest in Belgrad zu vertreten. Sie sang im Duo mit Andreas Johnson den Titel „One Love“. Obwohl mit einer Direktqualifizierung des Titels für das schwedische Finale gerechnet wurde, konnte er sich im Vorentscheid und der zweiten Chance nicht gegen die Konkurrenz durchsetzen.

2013 präsentierte sie im Finale des Melodifestivalen eine neue, modernisierte Dancepop-Version von "Främling" ("Främling (30 år)) zum 30-jährigen Jubiläum des Titels.

Carola fing schon als Kind mit dem Singen an. Sie hat Gesangsunterricht genommen und an vielen Wettbewerben teilgenommen. Im Alter von 11 Jahren gewann sie einen Wettbewerb für Kinder, ein Erfolg, den sie mehrere Jahre nacheinander wiederholen konnte. Im Anschluss daran wurden ihr zahlreiche Fernsehauftritte ermöglicht. Zur Zeit des großen Durchbruchs 1983 besuchte sie das Musikgymnasium „Adolf Fredrik“ in Stockholm.

Bei Bibelstudien in Norwegen lernte sie den Prediger Runar Søgaard 1987 kennen, den sie später heiratete. Aus der nicht lange währenden Ehe entstammt ein Sohn.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.aftonbladet.se/nojesbladet/article359958.ab
  2. http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:gplafFullqkJ:www.rfsl.se/%3Fp%3D3815%26aid%3D11000+Carola+mer+r%C3%A4ttigheter+f%C3%B6r+homosexuella&cd=3&hl=en&ct=clnk&gl=us&source=www.google.com

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carola Häggkvist – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien