Dittsche

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Seriendaten
Originaltitel Dittsche – Das wirklich wahre Leben
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) seit 2004
Länge 30 Minuten
Episoden 190 in 21 Staffeln
Genre Comedy, Improvisation
Titelmusik Tammy WynetteStand by Your Man
Produktion Angenehme Unterhaltungs Gesellschaft mbH
Idee Olli Dittrich
Erstausstrahlung 29. Februar 2004 auf WDR Fernsehen
Besetzung
Von links nach rechts: Jon Flemming Olsen, Olli Dittrich als Dittsche, Knut Hartmann und Franz Jarnach 2012

Dittsche – Das wirklich wahre Leben (kurz Dittsche) ist eine mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnete Improvisationskomiksendung des WDR Fernsehens mit Olli Dittrich, Jon Flemming Olsen und Franz Jarnach.

Olli Dittrich spielt den Arbeitslosen Dittsche, der am Tresen eines Hamburger Imbisses über das Leben und aktuelle Ereignisse sinniert. Weitere Hauptdarsteller sind Jon Flemming Olsen als Imbisswirt Ingo und Franz Jarnach als Stammgast Schildkröte. Daneben spielen in mehreren Folgen Gaststars mit. Die Sendung kommt ohne Drehbuch aus und wird, abgesehen von bislang zwei Ausnahmen, aus einer Imbissbude, der Eppendorfer Grill-Station im Eppendorfer Weg 172 in Hamburg, gesendet.[1][2]

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Die Figur Dittsche mimte Dittrich erstmals in Thomas Hermanns’ Anfang der 1990er Jahre in Hamburg entstandener Bühnenshow Quatsch Comedy Club. Seine erste Figur bei einem Auftritt in der Sendung war „der Mann im Bademantel“ - Dittsche.[3] Später trat er bei Gottschalk Late Night als Dittsche auf.[4]

Die ZDF-Sendung Olli, Tiere, Sensationen[5] enthielt in den Jahren 2000/2001 eine Miniserie mit dem Titel Das wirklich wahre Leben mit Dittsche als Gast und dem damals - anders als später und anders als in den Auftritten im Quatsch Comedy Club - noch Rudi benannten Imbisswirt.

Zwei Jahre lang fragte Olli Dittrich bei verschiedenen Sendern an, die Sendung zu produzieren, erst das WDR-Fernsehen war dazu bereit.[6]

Olli Dittrich sagt selber, er habe Zeiten erlebt, in denen es ihm schlecht ging und er mit wenig Geld auskommen musste, er empfinde „eine große Nähe zu diesem Milieu der Gescheiterten“. Diese Erfahrungen und vor allem zwei Personen, die er früher zufällig in Hamburg gesehen hat, inspirierten Olli Dittrich zu der Figur Dittsche.[7][8] Olli Dittrich ist wegen dieser Parallelen besonders glücklich über den Erfolg der Sendung.[3]

Figuren[Bearbeiten]

Hauptfiguren[Bearbeiten]

Der Drehort, die Eppendorfer Grillstation in Hamburg (Außenansicht)

Dittsche ist ein mit blau-weiß gestreiftem Bademantel, Jogginghose und Badelatschen („Schumiletten“) bekleideter Arbeitsloser. Er spricht mit hamburgischem Dialekt und bezieht sein Wissen im Wesentlichen aus dem Fernsehen und der Bild-Zeitung. Dittsche ist Anhänger des Hamburger SV. Olli Dittrich beschreibt Dittsche als „klassische[n] Loser, der aber nicht unbedingt dumm sein muss. Ein Typ Mensch, wie er auch im wahren Leben vorkommt: Einerseits hat er völlig vergessen, zu pflegen, wer er ist, andererseits ist er durchaus intelligent. Sein soziales Umfeld findet Dittsche in einer Welt, in der sich die Gesprächspartner nicht wehren können.“[7] Dittsche bringt in seinen Erzählungen immer wieder Nachbarn und Bekannte zu Gespräch, mit denen er teilweise aneinander gerät. Am meisten erwähnt sind seine Nachbarn Herr und Frau Karger, mit der Dittsche oft gegen den Willen ihres Mannes zusammen ist. Weitere Bezugspersonen sind Herr und Frau Westphal, Giovanni und Herr und Frau Jensen. Des Weiteren tauchen mehrere verschiedene Personen namens Onusait auf.

Ingo ist der Imbisswirt der Eppendorfer Grillstation. Ihm erzählt Dittsche seine Geschichten, die er meist verdutzt, verständnislos oder erheitert kommentiert. Ingo trägt fast immer die gleiche Kleidung. Laut den Folgen vom 6. November 2005 und 6. November 2011 hat Ingo am 6. November 1965 Geburtstag.

An einem Bistrotisch im Imbiss, mit dem Rücken zum Tresen gewandt, sitzt Schildkröte, so von Dittsche genannt, weil er stets dieselbe Jacke aus Krokodillederimitat trägt. Er beteiligt sich sehr selten an den Gesprächen, beendet aber die Sendung fast immer mit dem Satz: Halt die Klappe, ich hab Feierabend. Er trinkt Bier und raucht. Beginnend mit den seit 2008 bundesweit geltenden Rauchverboten in der Gastronomie verlässt er dafür manchmal kurzzeitig den Imbiss. Schildkrötes Berufsbezeichnung, die im Vorspann eingeblendet wird, lautet: „steht im Baumarkt an der Säge“.

Gäste[Bearbeiten]

Neben den drei Hauptakteuren spielt in den meisten Episoden ein Gast mit. Meistens bestellt dieser bei Ingo Getränke und zumeist kalte Speisen, weil der Grill während der Sendungen nie eingeschaltet ist. Einige Gäste stammen aus dem Bekanntenkreis von Olli Dittrich, andere sind Anwohner. Es gibt Gäste, die in der Sendung wiederkehrend auftreten, z. B. Rainer Heinsohn (bis Staffel 20), Oscar Umpierrez (bis Staffel 5), Knut Hartmann (siehe Franny and the Fireballs), Thomas Fürst, Jens (in der Sendung der Sohn von Schildkröte), Klaus Gerlach, Fahrrad-Michi, Peter Merz, Gerd Wetegrove, Ingrid Vetters (mit Hund Polli) und Hans Herbert Böhrs.

Ab und zu spielen Prominente in der Sendung mit. Dabei schlüpfen diese in keine Rollen, sondern spielen sich meistens selbst. Bisher dabei waren unter anderem: Marius Müller-Westernhagen, Rudi Carrell, Moritz Bleibtreu, Hans Herbert Böhrs, Anke Engelke, Wladimir Klitschko, Uwe Seeler, Thomas Gottschalk, Detlev Buck, Harald Schmidt, Aílton, Daniel Van Buyten, Bela B., Kalle Schwensen, Tim Mälzer, Matthias Egersdörfer, Rafael van der Vaart, Sylvie van der Vaart, Anja Kohl, Bastian Pastewka, Günther Jauch, Hugo Egon Balder, Pascal Hens, die Scorpions (Klaus Meine, Rudolf Schenker und Matthias Jabs), Jan Delay, Olaf Scholz, Arnd Zeigler, Badesalz, Michael Herbig, Klaas Heufer-Umlauf, David Garrett, Til Schweiger, Fahri Ogün Yardım, Howard Carpendale, Pierre M. Krause und Jürgen Vogel. Ein Wunschgast von Dittrich ist Oliver Kahn.[9]

Sonntags hat der Imbiss ganztags geschlossen. Vor, während und nach der Aufzeichnung der Sendung haben Passanten keinen Zutritt.

Stil[Bearbeiten]

Die Kameraführung ist dadurch gekennzeichnet, dass in einem Intervall von vier bis sechs Sekunden automatisch eine von sechs Kameras nach der anderen angewählt wird. Die Kameras filmen in an Überwachungskameras erinnernden Blickwinkeln. Dies ist von Olli Dittrich so gewollt.[10] Eine weitere Verfremdung ist die sepia-artige Tönung aller Aufnahmen.

Handlung[Bearbeiten]

Typischer Ablauf[Bearbeiten]

Der Drehort, die Eppendorfer Grillstation in Hamburg (Innenansicht).

In der Regel beginnen die Sendungen damit, dass Ingo Dittsche zur Tür hereinkommen sieht, dabei „Ah! Chefvisite“ murmelt und Dittsche Ingo mit einem „Mahlzeit!“ begrüßt. Dittsche gibt Ingo mitgebrachte leere Bierflaschen in einer Aldi-Plastiktüte, um neues Bier wieder mitzunehmen. Dittsche lässt jedoch schon immer auf den Zettel schreiben. Bier trinkend, meist mit den Worten „Das perlt aber heute wieder“ beginnend und die Qualität des Bieres mit dem Fingerplopp testend, verwickelt Dittsche Ingo und dessen Gäste in Gespräche über Aktuelles aus Politik, Sport, Wissenschaft und Gesellschaft, die auf dem Prinzip des Halbwissens beruhen. Dittsche weiß immer nur so viel von einem Thema, um es zur Sprache zu bringen und ihm seine eigene verdrehte Logik aufzusetzen. Dabei entwickelt er oft abstruse Theorien, während Ingo – meist vergebens – versucht, ihn zur Vernunft zu bringen. Dittsche bringt regelmäßig Nachbarn und Bekannte zur Sprache, vor allem Herrn Karger, mit dem Dittsche es sich immer wieder verscherzt.

Dittsche lässt zum Unmut Ingos regelmäßig unabsichtlich[10] sein Bier überlaufen, Dittsche nennt es „überperlen“. In seinen Gesprächen mit Ingo bemängelt Dittsche wiederholt die nach seiner Meinung mangelnde Hygiene im Imbiss. Regelmäßig erzählt Dittsche von seinen Experimenten oder präsentiert seine Erfindungen. Er schlägt Ingo manchmal Ideen vor, wie er den Imbiss verbessern könnte. Des Weiteren wiederholen sich oft viele Kleinigkeiten, beispielsweise will Dittsche seine „Schumiletten“ (Badelatschen) auf den Tresen legen oder er ziert sich lange, „Bitte“ zu sagen, um ein Bier zu bekommen.

Gegen Ende der Sendung betritt meistens ein Gast, den Dittsche sofort als Gesprächspartner ansieht, für wenige Minuten den Imbiss. Kurz vor Schluss will Dittsche zum bisherigen Gespräch mit Ingo stets Schildkrötes Meinung einholen oder teilt ihm eine interessante Neuigkeit mit. „Schildkröte“ sagt daraufhin meistens nicht mehr als: „Halt die Klappe, ich hab’ Feierabend!“

Ein grobes Konzept jeder Sendung wird drei Stunden vor Beginn in einem Brainstorming von Olli Dittrich, Marcus Weimer (siehe Rattelschneck), Dietmar Burdinski († 2010) und Albrecht Koch erstellt. Jon Flemming Olsen und Franz Jarnach sind bei diesen Vorbereitungen nicht dabei, um spontaner auf Dittsche reagieren zu können.[7]

Außergewöhnliche Ereignisse[Bearbeiten]

In der ersten Staffel tritt einmal Rudi Carrell auf.

In der ersten Folge der zweiten Staffel wird in den ersten fünf Minuten eine Reportage gezeigt, wie der Imbiss im August 2004 umgebaut wurde.

Am Ende der letzten Folge der zweiten Staffel kommt nach und nach das Dittsche-Team in den Imbiss. Als letzte Person betritt Anke Engelke den Laden, sagt „das wirklich wahre Leben macht Pause“ und stellt das Bild auf schwarz-weiß um.

In der ersten Folge der dritten Staffel erklärt Ingo am Anfang der Folge Wladimir Klitschko an einem Stadtplan den Weg zur Autobahn. Am Ende der Staffel kommt er erneut in den Imbiss und holt seine vergessenen Handschuhe ab. In dieser Folge sieht man auch zweimal wie Dittsche am Anfang der Folge vor dem Imbiss steht und auf seinen Auftritt wartet.

In der siebten Folge der dritten Staffel sitzt Uwe Seeler die ganze Sendung über an Schildkrötes Platz am Bistrotisch. Er beendet die Sendung mit dessen Stammsatz.

In der dritten Folge der vierten Staffel tritt Thomas Gottschalk in den Laden und bringt mit einer Schürze bekleidet neue, saubere Gläser.

Als Dittsche in der ersten Folge der fünften Staffel den Laden betritt, trifft er hinter dem Tresen zu seiner Überraschung auf Harald Schmidt. Dieser berichtet, dass Ingo bei einer Familienfeier in München sei und auf Grund von Schnee nicht mit dem Flieger zurückreisen konnte. Der Sender habe ihn daher gebeten, die Vertretung zu übernehmen.

In der zwölften Folge der fünften Staffel wird Dittsche von der Polizei aus dem Imbiss geführt und befragt, weil er zusammen mit Giovanni einen als Hamster verkleideten Mann mit einer Leuchtrakete beschossen hat. Sie hatten gedacht, es wäre (der als Problembär bekannt gewordene) Braunbär Bruno und sie müssten, wie in der Bild-Zeitung beschrieben, eine „Vergraulungsmaßnahme“ vornehmen. Das ist auch eine der wenigen Folgen, in denen Schildkröte wesentlich mehr als seinen Schlusssatz zum Dialog beiträgt: Während Dittsche draußen von der Polizei vernommen wird, unterhalten sich im Imbiss Schildkröte und Ingo.

In der zehnten Folge der siebten Staffel zerstört Dittsche aus Versehen, nachdem er Schildkröte erfolglos mit einem Wagenheber „aufbocken“ wollte, mit demselben die Tresenscheibe und wird daraufhin von Ingo hinausgeworfen. Deshalb spielt die elfte Folge nicht in der Eppendorfer Grillstation, sondern in dem griechischen Restaurant Athena Stuben gegenüber. Ingo und Dittsche schließen jedoch wieder Frieden, sodass die darauffolgende letzte Folge der siebten Staffel wieder im Imbiss spielt.

Am 24. Juni 2007 zeigte Das Erste am Ende der letzten Talkshow von Sabine Christiansen einen mehrminütigen Einspieler aus dem Imbiss, in dem Dittsche Ingo davon erzählt, dass er gemeinsam mit Frau Karger und anderen Bekannten die Sendung Sabine Christiansen nachgespielt habe. Im Verlauf des kurzen Gesprächs sieht man im Hintergrund Günther Jauch, von draußen an die Fensterscheibe klopfend, um um Einlass zu bitten. Ingo erklärt dem verdutzten Dittsche, dass „der Spinner“ bei ihm Hausverbot habe, was als Anspielung auf dessen Absage der Christiansen-Nachfolge zu verstehen ist.

In der letzten Folge der achten Staffel wird Dittsche wegen Geldfälschung bzw. Inverkehrbringen von Falschgeld von der Polizei vorläufig festgenommen. Die erste Folge der neunten Staffel spielt daran anknüpfend nicht wie gewohnt in der Eppendorfer Grillstation, sondern in einer Gefängniszelle. In der Zelle befindet sich ein Mitgefangener (Matthias Egersdörfer), der sich mit Dittsche, ähnlich wie sonst Ingo, über das aktuelle Geschehen unterhält. Dittsche trinkt statt Bier Apfelschorle aus einer Plastikflasche.

In der letzten Folge der neunten Staffel erzählt Dittsche gegen Ende, er hätte seinen schönsten Traum aller Zeiten geträumt. In diesem Traum habe er sich im Imbiss befunden, woraufhin die schönste Frau der Welt hereingekommen sei und ein Mann, der ihm einen Job mit einer Bezahlung von einer Million Euro angeboten habe. Kurz nachdem Dittsche das erzählt hat, betreten Sylvie und Rafael van der Vaart den Imbiss, mit denen er den Imbiss verlässt, weil er angeblich Stürmer beim Hamburger SV wird.

In der fünften Folge der zehnten Staffel versucht Dittsche, bei Uri Geller Live: Ufos und Aliens anzurufen, da er der Meinung ist, mithilfe einer von ihm konstruierten Apparatur (die im Wesentlichen aus einem alten Radio besteht) Signale von Außerirdischen empfangen zu haben, wird jedoch nicht durchgestellt. In dieser Folge erfährt man auch, dass Dittsche mit Familiennamen Dittschmann heißt.

In der siebten Folge der elften Staffel bringt Dittsche einen Teil seines Hausstands mit in den Imbiss. Er erklärt, dass er nach einem Experiment (Bau einer „Sprenkselanlage“ für den Boden zur Verhinderung eines „Schlummerbrandes“ durch seine selbstgebaute „Teppichheizung“) in seiner Wohnung aus selbiger rausgeschmissen worden ist und für einen Tag auf einem Spielplatz übernachtet hat. Ingo hat Dittsche dieses Ereignis schon lange vorhergesagt, da Dittsche immer wieder von – für Ingo und den Zuschauer offensichtlich abwegigen und gefährlichen – Experimenten berichtet.

In der folgenden Folge kommt nicht wie gewohnt Dittsche, sondern Herr Karger – gespielt von Olli Dittrich selbst – in den Imbiss. Herr Karger erzählt, dass er Dittsche sucht, weil dieser nach heimlichen Umbaumaßnahmen an Kargers Auto und anderem vermutlich mit seiner Frau verschwunden ist. Auffällig ist, dass Herr Karger fast genauso spricht wie Dittsche, sehr viel Alkohol trinkt und den Imbiss gegen Ende entsprechend betrunken verlässt. Er wird ebenfalls als ein gescheiterter Mensch am unteren Ende der Gesellschaft präsentiert.

In der vierten Folge der zwölften Staffel kommen zum Ende die Scorpions (Klaus Meine, Rudolf Schenker und Matthias Jabs) in den Imbiss und spielen kommentarlos Wind of Change. Dieser Auftritt wurde absichtlich auf das Ausstrahldatum (8. November 2009) gelegt, da an diesem Wochenende und speziell am 9. November 2009 das 20-jährige Jubiläum des Mauerfalls gefeiert wurde.

In der fünften Folge der zwölften Staffel steht Dittsche schon zu Beginn der Sendung im Imbiss und schweigt, wie auch Ingo und Schildkröte. Nach einer Minute sagt Dittsche „Er war ein Titan. Er war ein reiner Titan.“ und die drei stoßen mit ihrem Bier an. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Torwart von Hannover 96, Robert Enke, am 10. November 2009 Suizid begangen hat. Die Sendung wurde am Tag seiner Beisetzung, dem 15. November 2009, ausgestrahlt.

In der letzten Folge der zwölften Staffel tritt Olli Dittrich zusätzlich in der Rolle des Mike Hansen auf, einer fiktiven Figur aus dem Hamburger Rotlichtmilieu. Die Figur spielte Olli Dittrich bereits früher in RTL Samstag Nacht und Olli, Tiere, Sensationen. Sie gehört zu einer seiner bekannteren Figuren.

In der achten Folge der 13. Staffel tritt gegen Ende Rauch im Imbiss aus. Dittsche ist der Meinung, dass dieser von dem Vulkan Eyjafjallajökull stammt, der im April 2010 ausgebrochen ist. Nachdem Schildkröte und sein Sohn bereits kurz vorher den Imbiss verlassen, folgen kurz darauf, nach einem Anruf bei der Feuerwehr, auch Ingo und Dittsche selbst. Zum Schluss ist der Laden bereits völlig verqualmt und der Rauchmelder springt an.

In der neunten Folge der 13. Staffel ist der Imbiss auf Grund der vorherigen Geschehnisse in einem Zustand der Renovierung. Ingo erklärt, dass ein Schwelbrand des Hähnchengrills den Rauch verursacht hat. In einem anderen Zimmer im Hintergrund arbeitet Jan Delay an einem Imbissgerät. Schildkröte betritt erst später den Imbiss.

In der siebten Folge der 14. Staffel kommt Dittsche ohne seine Plastiktüte und mit einem blauen Auge in den Imbiss. Er sagt, dass sein Freund Giovanni ihm dies verpasst und ihm die Tüte weggenommen habe. Gegen Ende wird Dittsche erneut von der Polizei festgenommen, weil er einen angeblichen Sprengsatz in einer Zugtoilette befestigt habe. Er meint, dies sei als Geschenk für Frau Karger gedacht, die sich momentan nicht in Hamburg befinde.

In der achten und letzten Folge der 15. Staffel betritt der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz für wenige Minuten den Imbiss, als Dittsche gerade über die Leichtigkeit der Aufgaben eines Bürgermeisters spricht. Dittsche mokiert sich zum Ende der Sendung bei Ingo über die Einsparungen bei kleinen Fernsehproduktionen, woraufhin plötzlich das Bild verschwindet und der Abspann gezeigt wird, ohne dass Dittsche, wie sonst üblich, Schildkröte anspricht.

In der ersten Folge der 16. Staffel sitzt Arnd Zeigler im Hinterzimmer von Ingos Imbiss. Auf Dittsches Frage, was dieser dort mache, meint Ingo, dass er seine Sendung, Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs, ab sofort an verschiedenen Standorten in Deutschland senden möchte, und im Imbiss damit starten will. Wenig später zieht Dittsche ein Kabel, beschädigt damit eines von Zeiglers Übertragungsgeräten, und verhindert somit die Ausstrahlung der programmmäßig nachfolgenden Sendung (Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs). Zeigler verlässt kurz vor Schluss der Folge, sichtlich schlecht gelaunt, den Imbiss.

Die erste Folge der 16. Staffel war des Weiteren Auftakt zu einer mehrstündigen Themennacht (Lange Dittsche-Nacht, siehe auch Ausstrahlung im Fernsehen). Im unterbrechungslos an die Folge anknüpfenden 60-minütigen Heimspiel wird Dittsche erstmals auf seinem Heimweg und in seiner Wohnung gezeigt. Es werden Dittsches Schwester Püppi (gespielt von Susanne Lothar) und Dittsches neuer Nachbar Sandro Fritzsche (Stefan Zahlbaum) gezeigt. Die Sendung wurde ebenso wie Dittsche improvisiert und live gedreht.

In der fünften Folge der 17. Staffel ist Dittsche zu Sendungsbeginn bereits mit einem Gast (Gerd Wetegrove) im Imbiss und in ein Gespräch verwickelt. Es wird nicht wie üblich gezeigt, wie erst nur Ingo und Schildkröte im Imbiss sind und daraufhin Dittsche den Imbiss betritt.

In der vierten Folge der 18. Staffel betritt Bjarne Mädel in seiner Rolle als „Schotty“ aus der Fernsehserie Der Tatortreiniger nach einer anstrengenden Reinigung den Imbiss. Angeblich kennen sich Schotty und Ingo schon lange. Da der Gast Geburtstag hat, stößt ausnahmsweise auch Ingo mit Bier an.

In der vierten Folge der 19. Staffel treten Til Schweiger und Fahri Yardım, die neuen Hamburger Tatort-Kommissare, als Gäste auf.

In der fünften Folge der 19. Staffel wendet sich Dittsche am Ende wie üblich an Schildkröte, der zuerst jedoch „Hau bloß ab!“ sagt, woraufhin Dittsche sich beschwert, dass er beschimpft wird. Daraufhin beendet Schildkröte die Sendung wie gewohnt mit dem Satz „Halt die Klappe, ich hab Feierabend!“

In der fünften und letzten Folge der 20. Staffel erzählt Dittsche, dass Frau Karger ihren Mann aus der Wohnung geschmissen hat, nachdem Dittsche diesen mit einer anderen Frau erwischt hat. In der 21. Staffel sind daraufhin der ungeklärte Verbleib von Herr Karger und das zwischenzeitliche Alleinleben von Frau Karger andauernde Themen. In der sechsten und letzten Folge der 21. Staffel erzählt Dittsche, wie er beim versuchten Einbruch in Kargers Garage aus dieser seltsame Geräusche vernahm und nach Zuruf eines Schlüsseldienstes einen unterkühlten Herrn Karger auffand, der nach einem Sturz nicht mehr eigenständig aus der Garage kam. Am Ende der Folge kommt der Mitarbeiter des Schlüsseldienstes (gespielt von Jürgen Vogel) in den Imbiss und verlangt von Dittsche die Bezahlung des ausstehenden Betrages für die Öffnung der Garage, da Dittsche den Auftrag getätigt habe, aber dann ohne zu bezahlen mit Herr Karger im Krankenwagen mitgefahren ist.

Bemerkenswertes[Bearbeiten]

Von der 4. bis zur 13. Staffel wurde in der Sendung das fiktive Bier Dittschberger Pilsener verwendet. Grund dafür ist die Diskussion um Schleichwerbung in der ARD im Sommer 2005.[10] Übergangsweise wurde um das in älteren Folgen verwendete Bier Jever eine Serviette gebunden. Dem Zuschauer gegenüber wurde dies damit begründet, dass Dittsche sonst regelmäßig Bier auf Ingos Tresen tropfe. Im Vorspann sind Flaschen des Herstellers Krombacher zu sehen.

Seit der 14. Staffel heißt das Bier Burdinski Bräu, zum Andenken an den im Juli 2010 verstorbenen Dietmar Burdinski.

Mittlerweile stehen bei jeder Live-Produktion der Sendung viele Fans vor dem Imbiss, die sich nach der Sendung mit Olli Dittrich unterhalten.[8] Mitunter kann während der Sendung das Aufflackern von Blitzlichtern im Hintergrund beobachtet werden. Auch an drehfreien Tagen kommen Fans und interessierte Besucher, um den Drehort selbst zu sehen.

Am 7. Dezember 2010 setzt der Axel Springer Verlag das beliebte TV-Format zur Bewerbung der iPad-Applikation der Bild-Zeitung ein. In dem siebenminütigen Viralspot stellt Ingo die digitale Variante des Printmediums vor. Auch BILD-Chefredakteur Kai Diekmann ist mit einem Gastauftritt zu sehen, bei dem er das „vergessene iPad“ wieder an sich nimmt.[11][12]

In der dritten Staffel der Fernsehserie Der Tatortreiniger spielt Olli Dittrich als Dittsche in der Folge Carpe Diem in einer Art Cameo-Auftritt mit. Dittsche sitzt im Wartezimmer eines Hamburger Amtes und beschwert sich über das Verhalten des Tatortreinigers Heiko „Schotty“ Schotte (gespielt von Bjarne Mädel), als dieser nach dem Ziehen einer Wartenummer aus Frust gegen einen Mülleimer tritt.

Staffeln[Bearbeiten]

Ausstrahlung im Fernsehen[Bearbeiten]

Staffel Folgen Nr. Erste Folge Letzte Folge Erstausstrahlung der Folgen im WDR Fernsehen
1 11 1–11 29. Februar 2004 16. Mai 2004 sonntags, 22:30 Uhr
2 10 12–21 12. September 2004 21. November 2004
3 16 22–37 12. Februar 2005 19. Juni 2005
4 9 38–46 23. Oktober 2005 18. Dezember 2005
5 12 47–58 5. März 2006 28. Mai 2006
6 11 59–69 22. Oktober 2006 7. Januar 2007
7 12 70–81 25. Februar 2007 20. Mai 2007
8 8 82–89 28. Oktober 2007 30. Dezember 2007
9 10 90–99 16. Februar 2008 17. Mai 2008 samstags, 22:30 Uhr
10 10 100–109 11. Oktober 2008 20. Dezember 2008
11 10 110–119 1. März 2009 10. Mai 2009 sonntags, 23:30 Uhr
12 10 120–129 18. Oktober 2009 20. Dezember 2009 sonntags, 23:15 Uhr
13 9 130–138 21. Februar 2010 25. April 2010
14 10 139–148 17. Oktober 2010 19. Dezember 2010
15 8 149–156 20. März 2011 15. Mai 2011
16 8 157–164 30. Oktober 2011 18. Dezember 2011
17 5 165–169 26. Februar 2012 25. März 2012
18 5 170–174 18. November 2012 16. Dezember 2012
19 5 175–179 17. Februar 2013 17. März 2013
20 5 180–184 17. November 2013 15. Dezember 2013
21 6 185–190 9. März 2014 13. April 2014
22 6[13] 191–196 9. November 2014[14] unbekannt sonntags, 23:00 Uhr[14]


Seit der zweiten Staffel wird Dittsche live gesendet. In der ersten Staffel gab es eine etwa halbstündige Verzögerung, um eventuelle Unvorhersehbarkeiten zu vermeiden. Dies stellte sich allerdings als nicht notwendig heraus. In der achten Staffel wurde das Format der Sendung von 4:3 (1,33:1) auf 16:9 (1,78:1) umgestellt, worauf Dittsche in der ersten Folge der achten Staffel mit der Frage anspielt, ob Ingo umgebaut habe.

Ab der neunten Staffel wurde die Erstausstrahlung von Dittsche am Samstag um etwa 22:30 Uhr gesendet. Das WDR Fernsehen sagte dazu, dass man zu dieser Zeit eine größere Zuschauerzahl habe und viele Zuschauer die Ausstrahlung am Sonntag als zu spät empfanden. Olli Dittrich sagte dazu: „Ich finde das einfach sehr schade. Sonntag war Dittsche-Tag.“[15] Seit der elften Staffel wird Dittsche wieder sonntags ausgestrahlt, allerdings erst nach Zimmer frei!.

Nach der Erstausstrahlung werden die Folgen im NDR Fernsehen, im Ersten und auf EinsFestival wiederholt. Am 29. Dezember 2004 zeigte das WDR Fernsehen einen Jahresrückblick von Dittsche und am 22. Oktober 2005 eine Lange Dittsche-Nacht mit sechs ausgewählten Folgen. Eine weitere Lange Dittsche-Nacht am 30. Oktober 2011 begann mit der ersten Folge der 16. Staffel, es folgten das Heimspiel, ein Best Of, ein Making Of sowie fünf zuvor auf der offiziellen Webseite gewählte Folgen.

DVD-Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Staffel Titel der DVD Erscheinungsdatum
1 „Das perlt!“ 28. September 2006
2 „Das perlt jetzt aber!“ 30. November 2006
3 „Das perlt jetzt aber richtig!“ 1. Februar 2007
4 „Das perlt jetzt aber richtig über!“ 29. März 2007
5 „Das perlt jetzt aber richtig über, ma sagn!“ 24. April 2008
6 „Das perlt jetzt aber richtig über, ma sagn. Mach ma'!“ 23. Oktober 2009
7 „Das perlt jetzt aber richtig über, ma sagn. Mach ma' noch'n Bier!“ 23. Oktober 2009
8 „Das perlt jetzt aber richtig über, ma sagn. Mach ma' noch'n Bier! Wie heißt das?“ 23. Oktober 2009
9 „Das perlt jetzt aber richtig über, ma sagn. Mach ma' noch'n Bier! Wie heißt das? Biddä!“ 5. März 2010
10 „Das perlt jetzt aber richtig über, ma sagn. Mach ma' noch'n Bier! Wie heißt das? Biddä! Bidddää!“ 5. März 2010
11 „Das perlt jetzt aber richtig über, ma sagn. Mach ma' noch'n Bier! Wie heißt das? Biddä! Bidddää! Biddddäää!“ 29. Oktober 2010
12 „Das perlt jetzt aber richtig über, ma sagn. Mach ma' noch'n Bier! Wie heißt das? Biddä! Bidddää! Biddddäää! Reiner Weltladen!“ 10. Dezember 2010
„Dittsche Delüxe - Reine Sonder DVD“ (enthält u. A. das Dittsche-Spezial Heimspiel) 6. Dezember 2011
13 „Das perlt jetzt aber richtig über, ma sagn. Mach ma' noch'n Bier! Wie heißt das? Biddä! Bidddää! Biddddäää! Reiner Weltladen, mein Ingo!“ unbekannt

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Die Sendung wurde im Jahr 2004 mit dem Deutschen Fernsehpreis und 2005 mit dem Adolf-Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet. Dittsche war für den Deutschen Comedypreis 2005 und für die Eins Live Krone 2005 nominiert. 2009 wurde Olli Dittrich für Dittsche mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Standort Eppendorfer Grillstation:53° 34′ 49″ N, 9° 58′ 5″ O53.5802777777789.9680555555556
  2. Jens Meyer-Odewald: Groupies an der Grillstation, Hamburger Abendblatt vom 7. März 2009, aufgerufen am 8. Februar 2013
  3. a b Dittsche - „Sex And The City“ für Männer (Interview), www.wdr.de, 18. März 2005
  4. „Das perlt!“ (DVD-Erscheinung 1. Staffel), Ausschnitte der Auftritte als Bonusmaterial
  5. Nils Minkmar: Comedy als angewandte Phänomenologie, Die Zeit, Ausgabe 10/2001, S. 32
  6. Helge Hopp: „Einfach so reden!“, Welt Online, 7. März 2004
  7. a b c Zwischen Tragik und Triumph (Interview), Zeit online, 22. November 2004
  8. a b Olli Dittrich - „Donald Duck für Erwachsene“ (Interview), Stern, Ausgabe 08/2005
  9. Olli Dittrich lädt Olli Kahn ein, RP Online, 17. Mai 2006
  10. a b c Wie macht man Witze über Vogelgrippe? (Interview), Die Zeit, Ausgabe 52/2005, S. 68
  11. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatZimmer, Frank: Dittsche und Diekmann werben für iPad-"Bild". 8. Dezember 2010, abgerufen am 10. Dezember 2010.
  12. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatKaiDausB: YouTube Video: Dittsche – Die geheime Folge mit BILD-Chef Kai Diekmann. 7. Dezember 2010, abgerufen am 10. Dezember 2010.
  13. comedy.wdr.de: Dittsche. Das wirklich wahre Gästebuch. WDR, 28. April 2014, abgerufen am 19. Mai 2014.
  14. a b http://www1.wdr.de/fernsehen/unterhaltung/comedy/sendungen/dittsche/dittschefolge116.html
  15. "Dittsche" verliert Sendeplatz am Sonntag, auf Spiegel.de vom 9. Februar 2008