Le Crotoy

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Le Crotoy (L'Crotoé)
Wappen von Le Crotoy
Le Crotoy (Frankreich)
Le Crotoy
Region Picardie
Département Somme
Arrondissement Abbeville
Kanton Rue
Gemeindeverband Authie-Maye.
Koordinaten 50° 13′ N, 1° 38′ O50.2158333333331.6256Koordinaten: 50° 13′ N, 1° 38′ O
Höhe 2–14 m
Fläche 16,32 km²
Einwohner 2.179 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 134 Einw./km²
Postleitzahl 80550
INSEE-Code
Website http://www.villeducrotoy.com/

Der Ort bei Niedrigwasser

Le Crotoy ist eine französische Gemeinde mit 2179 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Somme in der Region Picardie. Sie gehört administrativ zum Arrondissement Abbeville und zum Kanton Rue.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde befindet sich am nördlichen Ufer der Trichtermündung des Flusses Somme, die hier nicht ganz korrekt Somme-Bucht genannt wird und liegt rund 60 Kilometer nordwestlich von Amiens. Nachbargemeinden von Le Crotoy sind:

Der Ort selbst liegt im äußersten Süden des Gemeindegebietes, unmittelbar an der Küstenlinie. Das weitgehend flache Gemeindegebiet ist von einer Vielzahl von Wasserläufen und Entwässerungskanälen, wie z.B. dem Canal de la Maye und dem Canal du Marquenterre durchzogen. An der nördlichen Gemeindegrenze mündet der Fluss Maye in die Somme-Bucht.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Die Gemeinde wird hauptsächlich von der Départementsstraße D940 versorgt, die als Küstenstraße von Le Tréport bis in den Raum von Dünkirchen verläuft. Die Querung des Somme-Tals erfolgt dabei etwas weiter landeinwärts, im Bereich von Noyelles-sur-Mer.

Auch die aus dem Somme-Tal kommende und weiter nach Norden verlaufende Eisenbahnlinie verzweigt sich in Noyelles-sur-Mer, wobei eine Stichstrecke nach Le Crotoy, die andere nach Cayeux-sur-Mer führt (Chemin de fer de la Baie de la Somme).

Geschichte[Bearbeiten]

Während des Hundertjährigen Kriegs ließ König Eduard III. von England eine Festung errichten, in der auch Jeanne d’Arc vor ihrer Verbrennung im Jahr 1431 gefangengehalten worden sein soll. 1674 wurde das Schloss infolge des Friedensschlusses geschleift.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts setzte der Badebetrieb ein. Die erste Badeeinrichtung wurde 1847 eröffnet, 1850 das Grand Hotel errichtet, der Verkehrsverein 1922. Der Schriftsteller Jules Verne erwarb hier ein Haus und der Ort wurde von bekannten Malern besucht. Die Brüder Caudron eröffneten eine Pilotenschule.

Einwohner[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl
1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011
2481 2412 2429 2347 2440 2439 2331 2179

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zwei Naturschutzgebiete befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft:

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Die Kirche Saint-Pierre mit einem Fassadenturm aus dem 13. Jahrhundert.
  • Die Kirche Saint-Firmin, auf dem Friedhof ein Kriegerdenkmal.
  • Reste der Festung.
  • Denkmal für die Brüder Caudron.
  • Mehrere Künstlervillen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die bei der Sandgewinnung entstehenden Sandgruben werden nach und nach mit Wasser gefüllt. Die dabei entstandenen Seen werden dann für Sport- und Freizeitaktivitäten genutzt. Auch die Küstenregion selbst mit ihren weitläufigen Sandstränden ist ein touristischer Anziehungspunkt.

In den ufernahen Salzwiesen werden viele Schafe gehalten, weitere Einnahmequellen resultieren aus dem Fischfang.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Le Crotoy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Parc du Marquenterre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien