Nieby

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nieby
Nieby
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nieby hervorgehoben
54.77259.93444444444449Koordinaten: 54° 46′ N, 9° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Geltinger Bucht
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 8,07 km²
Einwohner: 153 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24395
Vorwahl: 04643
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 147
Adresse der Amtsverwaltung: Holmlück 2
24972 Steinbergkirche
Webpräsenz: www.nieby.de
Bürgermeister: Volker Lippert (KWG)
Lage der Gemeinde Nieby im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Nieby (dänisch: Nyby) ist eine Gemeinde an der Ostsee im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein mit den Ortsteilen Nieby, Falshöft (Falshoved), Beveroe (Bæverø) und Niebywesterfeld, sowie fast das gesamte Naturschutzgebiet Geltinger Birk.

Geographie[Bearbeiten]

Die „Osterinsel-Statue“ am neuen Schutzdeich von Falshöft

Nieby liegt etwa fünf Kilometer entfernt von Gelting direkt an der freien Ostsee auf einer Halbinsel am Ausgang der Flensburger Förde im nördlichen Teil des Angelner Landes.

Nördlich des Orts liegt das Vogelschutzgebiet Geltinger Birk mit seinen Schilfsümpfen, Dünen und Seegraswiesen, in dem über 200 Vogelarten beobachtet werden können. Es ist das größte Naturschutzgebiet im Kreis. Große Teile der anschließenden Flächen sind als Natura 2000- Gebiete Schutzflächen mit gesamteuropäischer Bedeutung.

Geschichte[Bearbeiten]

Aus der Jungsteinzeit stammt das Großsteingrab Nieby.

Der Ort Nieby wurde im 15. Jahrhundert erstmals erwähnt. Wahrscheinlich entstand das neue Dorf (so der Name) seinerzeit als Nachfolger des bei der großen Pest entvölkerten Dorfes Solby. Im 15. Jahrhundert wurde das Gebiet Teil des Gutes Düttebüll, kleinere Besitzungen gehörten zeitweise zu den Gütern Rundhof und Gelting.

Seit 1867/71 ist Nieby eine eigenständige Landgemeinde, die 1928 um den dort gelegenen Teil des Gutsbezirks Gelting vergrößert wurde.

In den 1970er Jahren wurde Nieby in einer unabhängigen Untersuchung des TÜV Hannover zum Favoriten für ein Atommüll-Endlager erklärt. Diese Pläne wurden jedoch zugunsten von Gorleben aufgegeben.[2]

Politik[Bearbeiten]

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft KWG seit der Kommunalwahl 2013 fünf Sitze und die Wählergemeinschaft FWN vier.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau über goldenem Winkelschildfuß, darin ein mittenausgebrochenes blaues Schragenkreuz, vorn übereinander vier stilisierte silberne Möwen im Flug, hinten eine silberne hersehende Eule.“[3]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Ort, in dem sich eine Lotsenstation für die Flensburger Förde befindet, ist von Landwirtschaft, Fischerei, Gewerbe und Tourismus geprägt. Der Ortsteil Falshöft ist bekannt durch einen sanften Tourismus und geprägt von Reet- und Holzhäusern.

Bis 1996 befand sich in Nieby eine Kaserne der deutschen Marine. Der Fernmeldeturm ist heute (2008) noch in Betrieb. Seit Schließung der Kaserne liegt das Gelände brach und wird nicht genutzt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Nieby stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nieby – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Presseerklärung von Greenpeace vom 13. April 2010
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein