Erfde

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Erfde
Erfde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Erfde hervorgehoben
54.3105555555569.31805555555567Koordinaten: 54° 19′ N, 9° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Kropp-Stapelholm
Höhe: 7 m ü. NHN
Fläche: 33,95 km²
Einwohner: 1906 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24803
Vorwahl: 04333
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 024
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 10
24848 Kropp
Webpräsenz: www.erfde.de
Bürgermeister: Thomas Klömmer (CDU)
Lage der Gemeinde Erfde im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Erfde (dänisch: Ervde, niederdeutsch: "Arf") ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. In ihrer heutigen Form besteht die Gemeinde seit 1971.

Geographie[Bearbeiten]

Erfde liegt auf einer Geestinsel, die als eine Altmoräne während der Eiszeit von Schmelzwasser umströmt war. Durch das Steigen des Grundwasserspiegels nach der Eiszeit befinden sich heute viele Moore und Feuchtgebiete im Umkreis.

Erfde ist als südlichster ländlicher Zentralort des Kreisgebietes auch die größte Gemeinde in der Region Stapelholm. Das an der Eider gelegene Bargen, Ekel, Erfderfeld, Grevenhorst und Scheppern befinden sich ebenfalls im Gemeindegebiet.

Geschichte[Bearbeiten]

Kirche Erfde

Auf der Geestinsel wurden Gegenstände gefunden, die darauf hindeuten, dass diese bereits um 2800 v. Chr. besiedelt war.

Die St.-Marien-Magdalenen-Kirche im Ortszentrum wurde im 12. Jahrhundert als romanische Feldsteinkirche errichtet. In der Kirche befindet sich ein Votivschiff, das an die Schifffahrt auf der Eider erinnert. Die Dithmarscher zerstörten die Kirche bei einem Überfall 1402 teilweise, so dass ihr Dach in der heutigen Form erst beim Wiederaufbau entstand[2].

Da Herzog Adolf I. von Schleswig-Holstein-Gottorf die Treene 1570 bei Friedrichstadt abdämmen ließ, veränderte sich der Wasserhaushalt der Region und die Region um Erfde wurde noch bis 1935 bei Sturmfluten unter Wasser gesetzt.

Der Ort Erfde wurde zweimal von großen Bränden heimgesucht: 1698 wurden 42 Gebäude und das Pastorat zerstört und bei einem Feuer 1768, das sogar drei Tage lang andauerte, fast das ganze Dorf.

Im Ort befindet sich eine der für die Landschaft Stapelholm typischen Bauernglocken, mit der der Bauernvogt die Einwohner zu Versammlungen oder zum Verdingen von Arbeit gerufen hat. Bei Gefahr dienten die Glocken als Warnsignal.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. September 1971 wurde die Gemeinde Bargen eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten]

Von den seit der Kommunalwahl 2013 noch 13 statt zuvor 17 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft EWG sechs Sitze, die CDU fünf und die SPD zwei.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Grün eine goldene Bauernglocke, bestehend aus einem wachsenden, oben gegabelten Stamm, verziertem Riegel und dem an diesem befestigten Glockenkörper; dem Stamm hinterlegt zwei silberne Wellenleisten.“[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt und weist als ländlicher Zentralort gleichzeitig ein reichhaltiges Gewerbe- und Dienstleistungsangebot auf. An der Eider gibt es jedoch auch einige touristische Nutzungen.

Erfde verfügt über zwei Ortsfeuerwehren, neben einer Ortsfeuerwehr in Erfde gibt es auch noch eine im Ortsteil Bargen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • G. Sürig: Bargen, Erfde. Einblicke in das Leben zweier Dörfer. Hrsg. von der Gemeinde Erfde. Husum 1999

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Erfde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Martin Becker und Gert Kaster: Kulturlandschaft Eider-Treene-Sorge - Wachholtz Verlag Neumünster 2005 S. 48
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 184.
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein