Großsolt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Großsolt
Großsolt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Großsolt hervorgehoben
54.79.516666666666729Koordinaten: 54° 42′ N, 9° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Hürup
Höhe: 29 m ü. NHN
Fläche: 25,07 km²
Einwohner: 1777 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24991
Vorwahlen: 04602, 04633
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 116
Adresse der Amtsverwaltung: Schulstraße 1
24975 Hürup
Webpräsenz: www.grosssolt.de
Bürgermeister: Wilfried Surrey (CDU)
Lage der Gemeinde Großsolt im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Großsolt (dänisch: Store Solt) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Großsolt liegt rund zehn Kilometer südlich von Flensburg und besteht aus den Ortschaften Großsoltholz (Store Soltskov), Großsoltwesterholz, Großsoltbrück (Store Soltbro), Bistoft, Estrup, Kollerup, Mühlenbrück (Møllebro) und Großsolt selbst.

Die Bondenau und ihr Zufluss, die Kielstau, durchfließen die Gemeinde von Ost nach West und münden im Treßsee, aus dem wiederum die Treene entspringt.

Geprägt ist die hügelige Endmoränenlandschaft Angeln durch die Saaleeiszeit und die Weichseleiszeit.

Geschichte[Bearbeiten]

Großsolt wurde 1352 erstmals erwähnt. Der Name entstand aus dem ursprünglichen Namen der heutigen Bondenau und der Ablautform von „salt“ (= Salz). Solt bedeutet zudem „sumpfiges Land“.

Bis in das 20. Jahrhundert fischte man in Großsolt. Durch die Flussregulierung der Kielstau und der Bondenau 1925 und der Flurbereinigung in den 1960er und 1970er Jahren wurde der ursprünglich mehr als einhundert Hektar große Treßsee trockengelegt. Die Lachse starben aus und die Fischereirechte, einst Garant für Wohlstand, wurden bedeutungslos.

Die bäuerliche Prägung ist im Ortsbild mit über zwanzig Betrieben erhalten geblieben. Besonders stattliche landwirtschaftliche Anwesen mit großem Baumbestand und Alleen sind insbesondere in Estrup und Kollerup zu finden.

Auf vielen Höfen wird „Urlaub auf dem Bauernhof“ angeboten oder sie präsentieren sich als Reiterhof.

Politik[Bearbeiten]

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft KWG seit der Kommunalwahl 2013 sieben Sitze, die CDU sechs.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Grün eine goldene Hausmarke in Form eines gestürzten, aus sechs Rauten bestehenden lateinischen Gitterkreuzes, von denen diejenige, welche die Kreuzungsstelle bildet, vergrößert ist.“[2]

Das Großsolter Wappen enthält einen Schmuck aus der Wikingerzeit - ein lateinisches Gitterkreuz. Die sechs gelben Rauten auf grünem Grund symbolisieren die sechs ehemals selbstständigen Gemeinden.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Das erste Schulgebäude in Großsolt wurde 1757 erbaut und bis ca. 1790 genutzt. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Schule Großsolt ihren Standort einige Male gewechselt. Seit 1971 ist sie unweit der Kirche beheimatet.

Die Grundschule Großsolt wird von Kindern und Jugendlichen aus den Gemeinden Großsolt und Freienwill besucht, der Hauptschulteil lief 2011 aus.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]

Der nahe Holmark-See stellt im Sommer als Freibad unter Aufsicht der DLRG einen beliebten Treffpunkt dar. Sportplatz, Sporthalle und Tennisplätze stehen zur Freizeitgestaltung zur Verfügung. Das rege Vereinsleben mit Sportverein, Landfrauen, Männergesangsverein, Freiwillige Feuerwehr, Westangler Reiterverein und Ortskulturring prägt das Miteinander im Ort.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Großsolt stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Großsolter Kirche wurde 1970 durchgreifend restauriert. Sie ist ein romanischer Feldsteinbau aus dem späten 12. Jahrhundert mit eingezogenem Chor. Das Nord- und Südportal ist mit Granitquadern gebaut. Durch die Halle des erst 1920 errichteten Kirchturms gelangt man in den Kirchenraum. Auf dem Friedhof gibt es noch einige Grabsteine aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Großsolt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein