Kropp

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Ort Kropp in Schleswig-Holstein. Für weitere Bedeutungen siehe Kropp (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kropp
Kropp
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kropp hervorgehoben
54.4111111111119.513333333333315Koordinaten: 54° 25′ N, 9° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Kropp-Stapelholm
Höhe: 15 m ü. NHN
Fläche: 31,94 km²
Einwohner: 6382 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 200 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24848
Vorwahl: 04624
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 053
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 10
24848 Kropp
Webpräsenz: www.kropp.de
Bürgermeister: Reinhard Müller (SPD)
Lage der Gemeinde Kropp im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Kropp (dänisch: Krop) ist eine Gemeinde am Ochsenweg im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Der Ort ist seit 1986 ein Unterzentrum und wurde 2002 als kinder-, jugend- und familienfreundliche Gemeinde ausgezeichnet.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Kropp liegt etwa 12 km südlich von Schleswig an der Bundesstraße 77. Weiter östlich verläuft die Bundesautobahn 7.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1285 erstmals als Croop (Kropf) erwähnt. Der Ortsname bezieht sich auf die flache Wölbung des Sanders, auf dem der Ort liegt.

Kropp gehörte zur Gemeinde Friedrichswiese, bis diese am 1. April 1938 aufgelöst wurde. Kropp war eine der drei Nachfolgegemeinden.[2]

Politik[Bearbeiten]

Kropp besitzt eine hauptamtliche Verwaltung, die die Verwaltungsgeschäfte für das Amt Kropp-Stapelholm durchführt.

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Von den 19 Sitzen in der Gemeindevertretung hatte die CDU seit der Kommunalwahl 2008 neun Sitze, die SPD sechs und die Wählergemeinschaft AWK vier. Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2013 erhielt die CDU 49,2 Prozent und acht Sitze. Die SPD kam auf 36,6 Prozent und sieben Sitze. Die AWK erreichte 19,2 Prozent und vier Sitze. Die Wahlbeteiligung betrug 44,1 Prozent.

Für die Wahlperiode 2013–2018 wurde Klaus Lorenzen (CDU) erneut zum Bürgervorsteher gewählt. Er ist bereits seit 2003 im Amt.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Von Gold und Grün schräglinks geteilt. Oben ein frontal gestellter roter Ochsenkopf, unten drei silberne Eichenblätter nebeneinander.“[3]

Durch den roten Ochsenkopf deutet das Wappen an, dass die Gemeinde Kropp unweit des alten Heerweges liegt, über den früher die im Herzogtum Schleswig und in Jütland gemästeten Ochsen jährlich in großen Wanderzügen auf die südlich gelegenen Märkte getrieben wurden. Deshalb wird der Heerweg im populären Sprachgebrauch gern als Ochsenweg bezeichnet. Die silbernen, in der Flagge goldenen Eichenblätter erinnern daran, dass das Gemeindegebiet und die angrenzenden Flächen der so genannten Kropper Heide in historischer Zeit mit Eichenwäldern bewachsen waren. Es wird behauptet, dass das frühneuzeitliche Amsterdam auf Pfählen errichtet worden sei, die aus den Kropper Eichenbeständen stammten.

Flagge[Bearbeiten]

Blasonierung: „Im Liek das Gemeindewappen ohne Schild, mit gelben Eichenblättern; das fliegende Ende ist in elf abwechselnd grüne und gelbe Streifen waagerecht geteilt.“[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Im Ort befindet sich die Kai-Uwe-von-Hassel-Kaserne, sie gehört zum Aufklärungsgeschwader 51 Immelmann in Jagel, ursprünglich Marinefliegergeschwader 1.

Der Pastor Johannes Paulsen gründete bereits im 19. Jahrhundert das Diakoniewerk Kropp.

In Kropp gibt es eine Reihe von klein- und mittelständischen Betrieben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Kropp stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kropp – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867 – 1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 237.
  3. a b Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein