Treia

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Dieser Artikel steht für die Gemeinde Treia in Schleswig-Holstein, für die italienische Gemeinde in der Provinz Macerata siehe Treia (Marken).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Treia
Treia
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Treia hervorgehoben
54.5183333333339.31638888888893Koordinaten: 54° 31′ N, 9° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Arensharde
Höhe: 3 m ü. NHN
Fläche: 21,73 km²
Einwohner: 1519 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 24896,
24887 (Schwittschau)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 04626
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 092
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 41
24887 Silberstedt
Webpräsenz: www.treia.de
Bürgermeister: Johann Nissen (CDU)
Lage der Gemeinde Treia im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Treia (dänisch: Treja) ist eine Gemeinde in einem waldreichen Gebiet an der Treene im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Zum Gemeindegebiet gehören Ipland, Goosholz, Grüft (Grøft), Harenburg, Nedderwatt (Nedervad) und Schwienholz (Svinholt) sowie der Bremsburger Wald.

Nikolaikirche
Gedenkstein zur Märzrevolution vor der Nikolaikirche

Etymologie[Bearbeiten]

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Treia ist eine Zusammensetzung aus den beiden dänischen Worten Trae (Holz) und Aa (Au, Fluss), heißt also wörtlich "Holzau". Daraus ergibt sich, dass Treia zunächst der Flussname gewesen ist, wie denn auch nachweislich in alten Urkunden der Ort als to der Treya. (1406 u. 1463), oder tor Treya (1509 u. 1528), lateinisch apud Traem, bezeichnet wird. Später ist dann im Laufe der Zeit Traeaa als Treya oder Treia der Name des Ortes geworden, während sich der Name für den Fluss in Treene abwandelte.

Geschichte[Bearbeiten]

Treia wurde 1262 als Traeaa erwähnt. Seit dieser Zeit war der Ort im Besitz des Bischofs von Schleswig, der hier eine befestigte Burganlage unterhielt. Zugleich ließ der Bischof in Treia einen Zoll zweifacher Art erheben:[2]

  1. Brückenzoll für den Landweg zwischen Schleswig und Husum (Ost-West-Richtung)
  2. Schiffszoll für die Treene (Nord-Süd-Richtung).[3]

Der Stapelholmer Weg, der als ein historischer Handelsweg den Ochsenweg bei Oeversee mit der Eider bei Süderstapel verband, führte auch durch Treia.

Die Nicolaikirche trägt an ihrem Westende die Jahreszahl 1757, den Zeitpunkt ihrer Vergrößerung. Errichtet wurde sie vermutlich um 1400. Die Kirche ist dem heiligen Nikolaus geweiht, dem Schutzpatron der Schiffer. So ist anzunehmen, dass auch die Treianer Kirche zu einer Zeit entstanden ist, als die Treene noch schiffbar war. Die Schiffer wollten eine Andachtstätte haben, um den Schutz ihres Schirmherrn anzuflehen, oder ihm für seine Hilfe zu danken. Daraus erklärt sich auch die Lage der Kirche in unmittelbarer Nähe der Treene und der Stelle, wo sie den Weg kreuzt. Hier dürfte ein Lade- und Lagerplatz gewesen sein, wo deshalb auch die Schiffer ihren Aufenthalt hatten. Anfänglich war dies wohl nur eine kleine hölzerne Kapelle, die man aus dem reichlichen Holz der Umgebung erbaut hat. Nach Prof. Haupt, Bau- und Kunstdenkmäler, stammt das Kruzifix in der jetzigen Kirche an der Südwand bei der Kanzel aus der Zeit um 1300, womit es sich wohl um ein Stück aus der ersten Kirche handelt, das damit einen Anhalt für die Zeit ihrer Entstehung gibt. In alten Urkunden ist jedoch von dem Erbauungsjahr 1400 die Rede, womit der Bau der Steinkirche und nicht der ursprünglichen Holzkapelle gemeint ist. Die Kirche wurde 1912 mit einem hölzernen Glockenturm versehen.

Die ehemalige Burg Harenburg (auch Friesenburg) wurde 1415 von König Erich von Pommern als Turmhügelburg erbaut und schon im folgenden Jahr von den Friesen zerstört. Dabei fiel auch der dänische Burghauptmann Knappe Reimer Ottossohn v. Sehestedt (*13?? , †1416) auf Maasleben. Nach dem Knappen ist ein in der Nähe gelegener Hof benannt.

Politik[Bearbeiten]

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung haben die CDU und die Wählergemeinschaft FWT seit der Kommunalwahl 2008 je fünf Sitze, die SPD hat zwei und der SSW einen Sitz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold ein blauer Wellenpfahl, überdeckt mit einem in der Mitte beidseitig eingekerbten schwarzen Balken. Rechts oben ein schwebender roter Zinnenbalken, links unten ein grünes Eichenblatt.“[4]

Kulturdenkmale[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Treia stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Gabriel Wedderkop (1644–1696), deutscher evangelisch-lutherischer Geistlicher und Autor der Barockzeit, 1668–1671 Pastor an der Nikolaikirche in Treia
  • Bernhard Werenberg (1577–1643), deutscher Pädagoge und Philosoph, in Treia geboren

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Treia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein.
  3. Uwe Nagel: Landschaftsanalyse Treene zwischen Oeversee und Friedrichstadt. Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schleswig-Holstein, Kiel 1987, S. 189.
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein