Freienwill

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Freienwill
Freienwill
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Freienwill hervorgehoben
54.7283333333339.492222222222245Koordinaten: 54° 44′ N, 9° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Hürup
Höhe: 45 m ü. NHN
Fläche: 15,31 km²
Einwohner: 1554 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24991
Vorwahl: 04602
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 182
Adresse der Amtsverwaltung: Schulstraße 1
24975 Hürup
Webpräsenz: www.freienwill.de
Bürgermeister: Hans Heinrich Christiansen (KWG)
Lage der Gemeinde Freienwill im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Freienwill ist eine Gemeinde bei Flensburg im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Kleinsolt (dänisch: Lille Solt), Kleinsolt-Heidefeld, Kleinsoltholz (Lillesoltskov), Kleinwolstrup (Lille Volstrup) und Wielenberg (Vilbjerg) liegen im Gemeindegebiet.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Freienwill liegt in der Landschaft Angeln. Die Siedlungsstruktur der einzelnen Dörfer im Ortsgebiet ist unterschiedlich. Während Freienwill ein Straßendorf ist, ist Kleinwolstrup ein Haufendorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Gemeindegebiet sind Hünengräber aus der Bronzezeit erhalten.

Am 24. März 1974 wurde Freienwill als Zusammenschluss der Gemeinden Kleinsolt und Kleinwolstrup gebildet.[2] Die Gemeinde hat ihren Namen von einem traditionellen Wohnplatz in Kleinwolstrup.

Politik[Bearbeiten]

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft KWG seit der Kommunalwahl 2013 sechs Sitze, die SPD hat vier und die CDU drei Sitze.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Geteilt von Blau und Gold. Oben ein aus einem Blatt und zwei Früchten bestehender Eichenzweig zwischen zwei begrannten Getreideähren, unten eine aus Granitquadern gemauerte, oben mit einem schwarzen eisernen Geländer versehene Brücke in verwechselten Farben.“[3]

Die Teilung des Gemeindewappens in zwei gleich große Hälften nimmt Bezug auf den 1974 erfolgten Zusammenschluss der Dörfer Kleinsolt und Kleinwolstrup zu einer Gemeinde mit dem Namen Freienwill. Die neue Gemeinde nennt sich damit nicht nach einer der Ursprungsgemeinden, sondern hat sich den traditionellen Namen eines im Ortsteil Kleinwolstrup gelegenen Wohnplatzes beigelegt. Durch die Ähren wird die Landwirtschaft vertreten. Sie bildet bis heute die wesentliche wirtschaftliche Grundlage für die Gemeinde. Der Ortsteil Kleinsolt liegt an der Kielsau, über welche die im Wappen unten abgebildete historische Granitquaderbrücke im Ortsbereich führt. Der Eichenzweig charakterisiert den Ortsteil Kleinwolstrup als das Waldgebiet der Gemeinde. Die Schildfarben Gold und Blau stehen nicht nur für die Getreideernte und das Wasser der Au, sondern sind auch die traditionellen Farben des Landesteils Schleswig.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde hat sich von einer landwirtschaftlichen Prägung hin zu einem Gewerbe- und Dienstleistungszentrum entwickelt. Außerdem bestehen großflächige Wohngebiete.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Freienwill stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Der Höckeberg ist mit seinen 82 Metern die höchste Erhebung der Landschaft Angeln.

Der Fernmeldeturm Freienwill (auch als Fernmeldeturm Flensburg-Freienwill bezeichnet), ist ein in den Jahren 1974/1975 errichteter Fernmeldeturm der Deutschen Telekom in Stahlbetonbauweise Der als Typenturm vom Typ FMT 2/73 ausgeführte Turm ist mit 174 Metern Gesamthöhe einer der höchsten Typentürme überhaupt. Der Turm ist weithin sichtbar und ist sogar vom hohen Flensburger Rathaus, am Rande der Flensburger Innenstadt, noch zu erkennen.

In Kleinsoltfeld ist mit der Grühbrücke die einzige Granitquader-Einbogenbrücke in Angeln erhalten. Sie steht heute unter Denkmalschutz.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Freienwill – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 182.
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein