Colle di Tora

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Colle di Tora
Wappen
Colle di Tora (Italien)
Colle di Tora
Staat Italien
Region Latium
Provinz Rieti (RI)
Koordinaten 42° 13′ N, 12° 57′ OKoordinaten: 42° 12′ 53″ N, 12° 56′ 52″ O
Höhe 542 m s.l.m.
Fläche 14 km²
Einwohner 359 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte 26 Einw./km²
Postleitzahl 02020
Vorwahl 0765
ISTAT-Nummer 057019
Volksbezeichnung Collepiccolesi
Schutzpatron San Lorenzo

Colle di Tora ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Rieti in der Region Latium mit 359 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2018). Sie liegt 73 km nordöstlich von Rom und 29 km südöstlich von Rieti.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Colle di Tora liegt auf einer Halbinsel im Stausee Lago del Turano, der vom Turano durchflossen wird. Es ist Mitglied der Comunità Montana del Turano.

Die Nachbarorte sind Castel di Tora, Poggio Moiano, Pozzaglia Sabina und Rocca Sinibalda.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 10. Jahrhundert wurde das Turanotal von den Sarazenen verwüstet. Vermutlich gründeten überlebende Bewohner darauf Colle di Tora auf einem leicht zu verteidigenden Felsvorsprung oberhalb des Turano.

Im 11. Jahrhundert gehörte es der Abtei Farfa, bevor es im 13. Jahrhundert zur Familie der Brancaleoni kam. Im 16. Jahrhundert erwarb es die Familie Orsini, die den Ort 1634 für 43.000 Scudi an Marcantonio Borghese verkaufte.

Bis 1864 hieß der Ort Collepiccolo und wurde dann nach der (vermeintlich) hier gelegenen antiken Stadt Thora der Sabiner umbenannt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1861 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 509 523 667 646 676 628 481 412 383

Quelle: ISTAT

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leonello Silvestri (Bürgerliste Crescere insieme) wurde im Juni 2009 zum Bürgermeister gewählt.[2] Sein Vorgänger Maurizio Rossini Gentili (Bürgerliste) (2004–2009) trat nicht mehr zur Wahl an.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Henning: Latium. Das Land um Rom. Mit Spaziergängen in der Ewigen Stadt (= DuMont-Kunst-Reiseführer). 3. aktualisierte Auflage. DuMont-Reiseverlag, Ostfildern 2006, ISBN 3-7701-6031-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2018.
  2. Italienisches Innenministerium