Collalto Sabino

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Collalto Sabino
Collalto Sabino (Italien)
Staat Italien
Region Latium
Provinz Rieti (RI)
Koordinaten 42° 8′ N, 13° 3′ OKoordinaten: 42° 8′ 11″ N, 13° 2′ 53″ O
Höhe 980 m s.l.m.
Fläche 22 km²
Einwohner 398 (31. Dez. 2019)[1]
Postleitzahl 02022
Vorwahl 0765
ISTAT-Nummer 057018
Bezeichnung der Bewohner Collaltesi
Schutzpatron San Gregorio Magno
Website Collalto Sabino

Panorama von Collalto Sabino

Collalto Sabino ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Rieti in der Region Latium mit 398 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019). Sie liegt 73 km nordöstlich von Rom und 46 km südöstlich von Rieti.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Collalto Sabino liegt oberhalb des Lago di Turano und des Tals des Turano sowie unterhalb des Monte Navegna in den Sabiner Bergen. Ein großer Teil des Gemeindegebiets gehört zum Naturreservat Monti Navegna e Cervia. Die Ortsteile sind Ricetto und San Lorenzo.

Die Nachbarorte sind Carsoli (AQ), Collegiove, Marcetelli, Nespolo, Pescorocchiano, Turania. Collalto Sabino ist Mitglied der Comunità Montana del Turano und der Vereinigung I borghi più belli d’Italia[2] (Die schönsten Orte Italiens).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Collalto ist ein Nachfolgeort des antiken Carseoli. Im 10. Jahrhundert wurde das Turanotal von den Arabern verwüstet. Vermutlich gründeten überlebende Bewohner darauf Collalto auf einem Felsvorsprung, das in dieser Zeit erstmals als Collis Altus in Dokumenten auftauchte. Damals zählte es zu den Besitzungen der Abtei Farfa, die sie den Grafen Mareri überließ. Im Jahre 1297 trat König Karl II. von Neapel den Ort an den Kirchenstaat ab. Später folgten als Lehensinhaber die Familien Savelli sowie die Florentiner Strozzi und Soderini. 1641 kaufte Kardinal Francesco Barberini Collalto für 102000 Scudi. Im Jahre 1858 veräußerten diese die Burg an den polnischen Grafen Corvin-Prendowski, der sie im romantischen Stil umgestaltete. Auf dem Erbwege kam sie an die Marchesi Cavaletti und schließlich 1988 an die einheimische Familie Rinaldi. Vorher wurde der Ort 1861 von versprengten bourbonischen Soldaten angegriffen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1861 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001 2011
Einwohner 1520 1429 1601 1607 1337 1222 810 539 497 440

Quelle ISTAT[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maria Pia Mercuri (Bürgerliste) wurde im Juni 2016 zur Bürgermeisterin gewählt. Ihre Bürgerliste stellt auch 7 der 10 Gemeinderäte.[4] Ihr Vorgänger Cesare D'Eliseo kandidierte nicht mehr.

Partnergemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das mächtige Castello Baronale wurde im 12. Jahrhundert gegründet.
  • Im mittelalterlichen Dorf stehen rund um die Piazza della Podesteria noch Häuser aus dem 12. Jahrhundert.
  • In der Nähe liegt die Ruine des Castello di Montagliano, das im 15. Jahrhundert zerstört wurde.

Töchter und Söhne der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Henning: Latium. Das Land um Rom. Mit Spaziergängen in der Ewigen Stadt (= DuMont-Kunst-Reiseführer). 3. aktualisierte Auflage. DuMont-Reiseverlag, Ostfildern 2006, ISBN 3-7701-6031-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. I borghi più belli d’Italia. Borghipiubelliditalia.it, abgerufen am 31. August 2017 (italienisch).
  3. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2011.
  4. La Repubblica, 6. Juni 2016, abgerufen am 23. September 2016