Orvinio

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Orvinio
Wappen
Orvinio (Italien)
Orvinio
Staat Italien
Region Latium
Provinz Rieti (RI)
Koordinaten 42° 8′ N, 12° 56′ OKoordinaten: 42° 7′ 54″ N, 12° 56′ 16″ O
Höhe 840 m s.l.m.
Fläche 24,55 km²
Einwohner 405 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte 16 Einw./km²
Postleitzahl 02035
Vorwahl 0765
ISTAT-Nummer 057047
Volksbezeichnung Orviniesi
Schutzpatron San Nicola

Orvinio ist eine Gemeinde mit 405 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der Provinz Rieti in der italienischen Region Latium. Bis 1863 hieß die Gemeinde Canemorto.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orvinio liegt 67 km nordöstlich von Rom, 42 km südlich von Rieti und 35 km nordöstlich von Tivoli. Es liegt in den Monti Lucretili, einem Vorgebirge der Sabiner Berge. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Höhendifferenz von 603 bis 1.116 m s.l.m.

Orvinio ist Mitglied der Comunità Montana dei Monti Sabini und gehört seit 2001 zur Vereinigung I borghi più belli d’Italia[2] (Die schönsten Orte Italiens).

Der westliche Teil des Gemeindegebiets gehört zum Parco Naturale dei Monti Lucretili.[3]

Die Gemeinde liegt in der Erdbebenzone 2 (mittel gefährdet).[4]

Die Nachbargemeinden sind Percile (RM), Pozzaglia Sabina, Scandriglia, Vallinfreda (RM), Vivaro Romano (RM).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orvinio liegt an der Strada Stadale SS 314 Licinese die die Via Salaria SS 4 mit der Via Tiburtina Valeria SS 5 verbindet. Die nächste Autobahnauffahrt ist Vicovaro an der A24 Strada dei Parchi in 21 km Entfernung.

Der nächste Bahnhof liegt in Arsoli an der Bahnstrecke Rom - Avezzano, in 16 km Entfernung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermutlich ist der Ort Nachfolger der sabinischen Stadt Orvinium, die von Dionysios von Halikarnassos erwähnt wurde und wohl vor der Jahrtausendwende zerstört wurde. Nach dieser Stadt wurde das mittelalterliche Canemorto 1863 umbenannt, das vermutlich im 12. Jahrhundert gegründet wurde.

Canemorto gehörte lange Zeit den Benediktinern des nahen Klosters Santa Maria del Piano bevor es im 15. Jahrhundert in den Besitz der Orsini kam. Durch die Heirat von Maria Orsini und Vincenzo Estouteville kam es an dessen Familie. Bereits 1573 verkauften diese es jedoch an die Familie Muti, die die Burg im Renaissancestil ausbauten. 1632 erwarb es Marcantonio Borghese.[5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1861 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 1.585 1.607 1.687 1.750 1.405 1.194 633 456 427

Quelle: ISTAT

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alfredo Simeoni (Bürgerliste) wurde im Juni 2009 zum Bürgermeister gewählt. Er löste Rino Fusi ab, der nicht mehr kandidierte.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf blauem Schild eine silberne Burg mit einem Baum in natürlichen Farben; darüber ein aufrechter, silberner Hund mit rotem Halsband. Das Wappen spielt auf den alten Namen des Ortes Canemorto an, der auf deutsch toter Hund bedeutet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Castello Malvezzi wurde auf den Fundamenten eines antiken Minervatempels im 12. Jahrhundert errichtet und im 16. Jahrhundert umgebaut. Es ist heute die private Residenz der Grafen Malvezzi.
  • Die Kirche San Giacomo wurde 1612 von Gian Lorenzo Bernini erbaut und birgt Fresken von Vincenzo Manenti
  • Das Santuario di Vallebona, westlich des Ortes, wurde im 17. Jahrhundert errichtet[7]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. I borghi più belli d’Italia (offizielle Webseite), abgerufen am 25. September 2016 (italienisch)
  3. Parco Lucretili
  4. Italienischer Zivilschutz
  5. ProLoco Orvinio
  6. Elezioni Amministrative 6-7 giugno 2009 - Comunali La Repubblica am 8. Juni 2009
  7. ProLoco Orvinio

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]