Antrodoco

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Antrodoco
Wappen
Antrodoco (Italien)
Antrodoco
Staat Italien
Region Latium
Provinz Rieti (RI)
Koordinaten 42° 25′ N, 13° 5′ OKoordinaten: 42° 25′ 2″ N, 13° 4′ 47″ O
Höhe 525 m s.l.m.
Fläche 64 km²
Einwohner 2.570 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 40 Einw./km²
Postleitzahl 02013
Vorwahl 0746
ISTAT-Nummer 057003
Volksbezeichnung Antrodocani
Schutzpatron Sant’Anna
Website Antrodoco

Antrodoco ist eine Gemeinde in der Provinz Rieti in der italienischen Region Latium mit 2570 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016). Sie liegt 97 km nordöstlich von Rom und 23 km östlich von Rieti.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antrodoco liegt im Tal des Velino, an der Stelle, an der der Fluss die eindrucksvollen Gole del Velino (Schluchten des Velino) verlässt. Es ist Mitglied der Comunità Montana del Velino.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antrodoco liegt an der Via Salaria (SS 4), die von Rom an die Adria führt. In der Stadt zweigt die Via Sabina (SS 17) ab, die nach L’Aquila und weiter nach Foggia führt. Die Stadt liegt außerdem an der Bahnstrecke TerniSulmona.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antrodoco geht auf die antike Siedlung Interocrium (in Sabinischer Sprache Dorf zwischen den Bergen) zurück. Sie war ein wichtiger Knotenpunkt an der Via Salaria. Römische Inschriften, die heute in der Kirche Santa Maria extra moenia eingemauert sind, weisen auf Interocrium hin und dokumentieren seine Zugehörigkeit zum Stimmbezirk der Tribus Quirina innerhalb der römischen Volksversammlung.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1861 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 3.687 4.100 4.622 5.076 4.912 4.165 3.230 3.011 2.845

Quelle: ISTAT

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maurizio Faina (rechte Bürgerliste) wurde im April 2008 zum Bürgermeister gewählt. Er war bereits von 1992 bis 2004 Bürgermeister von Antrodoco.[2] Seine Liste stellt auch mit 8 von 12 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche Santa Maria extra moenia vor den Mauern im Südwesten Antrodocos geht bis auf das 5. Jahrhundert zurück. Sie und vor allem das im 9. Jahrhundert eigens erbaute Baptisterium enthalten bedeutende Fresken aus dem 15. Jahrhundert, welche Heilige und ein Weltengericht in der Kirchenapsis darstellen. Baulich interessant sind der hohe Glockenturm mit seinen drei Obergeschossen, die unterschiedliche Fenster besitzen, und das mit ansehnlichen Zierformen ausgestattete Kirchenportal.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Henning: Latium. Das Land um Rom. Mit Spaziergängen in der Ewigen Stadt (= DuMont-Kunst-Reiseführer). 3. aktualisierte Auflage. DuMont-Reiseverlag, Ostfildern 2006, ISBN 3-7701-6031-2.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. Interview mit Maurizio Faina, il Giornale di Rieti

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]