Monte San Giovanni in Sabina

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Monte San Giovanni in Sabina
Monte San Giovanni in Sabina (Italien)
Staat Italien
Region Latium
Provinz Rieti (RI)
Koordinaten 42° 20′ N, 12° 47′ OKoordinaten: 42° 19′ 42″ N, 12° 46′ 39″ O
Höhe 728 m s.l.m.
Fläche 31 km²
Einwohner 658 (31. Dez. 2019)[1]
Postleitzahl 02040
Vorwahl 0765
ISTAT-Nummer 057043
Bezeichnung der Bewohner Sangiovannesi
Schutzpatron San Giovanni
Website Monte San Giovanni in Sabina

Monte San Giovanni in Sabina ist eine Gemeinde mit 658 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019) in der Provinz Rieti in der italienischen Region Latium.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monte San Giovanni in Sabina liegt 76 km nördlich von Rom und 20 km südwestlich von Rieti auf einem Hügel in den Sabiner Bergen. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Höhendifferenz von 420 bis 1292 m s.l.m. Monte San Giovanni in Sabina ist Mitglied der Comunità Montana Montepiano Reatino.

Die Gemeinde befindet sich in der Erdbebenzone 2 (mittel gefährdet).[2]

Die Nachbargemeinden sind Mompeo, Montenero Sabino, Rieti, Roccantica und Salisano.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nächste Bahnhof ist in Contigliano an der Bahnstrecke TerniSulmona in 15 km Entfernung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1240 vermachte Giovanna de Radolfis den Ort samt Poggio Perugino und Montenero an Napoleone Orsini, den Stammvater der Familienlinien von Tagliacozzo und Bracciano. Um 1610 verkauften die Orsini aus Geldmangel ihn an die Camera Apostolica. Im Jahre 1882 wurde ihm der Beiname in Sabina verliehen, um ihn von anderen Orten dieses Namens zu unterscheiden. Am 7. April 1944 fand in der Umgebung ein Feuerwechsel zwischen Soldaten der Division Hermann Göring und Partisanen statt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1861 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 1042 1172 1351 1350 1070 1013 626 665 728

Quelle: ISTAT

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salvatore Mei (Lista Civica: Tra La Gente) wurde am 26. Mai 2019 zum neuen Bürgermeister gewählt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Pfarrkirche San Giovanni Evangelista wurde nach einem Erdbeben von 1650 wieder hergerichtet. Im Inneren sind eine Sacra Conversazione der Madonna mit Kind und den heiligen Johannes dem Evangelisten und Sebastianus aus dem Spätbarock, eine Rosenkranzmadonna und ein heiliger Michael aus derselben Epoche zu sehen. Dazu kommt die Grabplatte eines Ritters des toskanischen Ordens von Santo Stefano.
  • Als Rest der früheren Burganlage ist ein hoher Turm erhalten, der als Uhrturm und Campanile der darunter befindlichen Kirche dient.
  • Im Südosten von Monte San Giovanni ist die Kapelle San Sebastiano Martire vorhanden, die erstmals 1182 erwähnt wurde und das Gemälde einer Madonna della Latte bewahrt.
  • Auf dem Gemeindegebiet gibt es zudem im Westen die Grotta di San Michele zu sehen, die als Kalksteinhöhle mit Stalaktiten versehen ist und die Fresken eines Erzengels Michael in Rüstung und der Madonna mit Kind neben einem Ziborium mit zwei Säulen enthält.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. Italienischer Zivilschutz (Memento des Originals vom 8. Mai 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.protezionecivile.gov.it

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]