Festival des deutschen Films

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Logo des Festivals 2018

Das Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein fand erstmals im Jahr 2005 auf der Ludwigshafener Parkinsel in zwei Kinozelten statt. 2018 gab es erstmals ein drittes Kinozelt, wo Beiträge des Kinderfilmfests und der Reihe Salon – Internationaler Film gezeigt wurden.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Festival wurde durch die „Zukunftsinitiative Metropolregion Rhein-Neckar“ und durch die Unterstützung der BASF AG ermöglicht. Im ersten Jahr zählte das Festival des deutschen Films an die 10.000 Besucher. Es wurde mit seinen „Strandgesprächen“ zu einem Treffpunkt junger deutscher Regisseure, Produzenten, Verleiher und Schauspieler. Resultat davon ist die „Ludwigshafener Position“ – Aus intensiven Gesprächen zwischen den anwesenden Regisseuren und Produzenten mit der Themenstellung „Was braucht der deutsche Film?“ entstand eine gemeinsame Resolution,[2] die 2005 von 22 Filmregisseuren, Schauspielern und Produzenten unterzeichnet wurde. Sie forderte eine primär künstlerische Ausrichtung des deutschen Films.

Im zweiten Jahr zählte das Festival des deutschen Films 17.000 Besucher. Erstmals fand eine Sommerakademie statt. Sie ging hervor aus den Strandgesprächen des letzten Jahres. Eine Meisterschule, bei der deutsche Filmemacher sich austauschen konnten. Die Sparkasse Vorderpfalz und die GAG Ludwigshafen beteiligten sich erstmals an der Finanzierung des Festivals. 20.000 Besucher waren es 2007.

Die Stadt Ludwigshafen sicherte erstmals zusammen mit den bisherigen Sponsoren den Fortbestand des Festivals: Mit großer Mehrheit stimmte der Gemeinderat dem Wunsch der Oberbürgermeisterin Eva Lohse einer Mitfinanzierung zu. Ab 2008 sponserte auch das Klinikum der Stadt Ludwigshafen das Festival.

Im fünften Jahr wurde die Besucherzahl verdreifacht: Über 30.000 Besucher kamen 2009 auf die Parkinsel. Besucher waren unter anderem Hannelore Elsner, die den „Preis für Schauspielkunst“ entgegennimmt, Senta Berger, die ihren neuen Film vorstellte und Werner Schroeter. Dies war einer seiner letzten Auftritte, denn Werner Schroeter verstarb im April 2010.

Seit 2011 kann der Filmkunstpreis gleichberechtigt nicht nur an reine Kinoproduktionen und Kino-Fernseh-Misch-Produktionen gehen, sondern auch an reine Fernsehproduktionen in Deutschland. Im Jahr 2010 erhielt Moritz Bleibtreu den „Preis für Schauspielkunst“. Im siebten Jahr kamen 39.000 Besucher und TWL stieg als neuer Sponsor ein.

Das 8. Festival erreichte im Jahr 2012 50.000 Kinobesucher. Der Filmkunstpreis ging an Für Elise von Wolfgang Dinslage. Der „Preis für Schauspielkunst“ ging an Otto Sander sowie Sandra Hüller.

Auf dem Roten Teppich des Jubiläums Festivals 2014 (Von links nach rechts Golo Euler, Lucie Heinze, Programm-Managerin Daniela Kötz, Ulrich Matthes, Festivaldirektor Michael Kötz, Ulrich Tukur, Barbara Philipp und Anatole Taubmann)

Mit rund 64.000 Zuschauern erreichte das 9. Festival im Jahr 2013 eine erneute Steigerung der Besucherzahl. Wegen des Rheinhochwassers Ende Mai/Anfang Juni 2013 wurde das Festival-Gelände kurzfristig auf eine Brachfläche am Luitpoldhafen, gegenüber der Parkinsel, verlegt.[3] Die Vorführungen des 22. Juni mussten aufgrund eines Großbrandes einer Lagerhalle in unmittelbarer Nähe aus Sicherheitsgründen abgesagt werden.[4]

Bei der 10. Auflage vergab das Festival 2014 erstmals den „Medienkulturpreis von Ludwigshafen am Rhein“ und zeichnete damit eine Fernsehredaktion aus, die hauptverantwortlich für eine besonders gelungene neue Fernsehfilm-Produktion (Fernsehspiel) ist, die vorbildhaft für den Erhalt einer Medienkultur in Deutschland ist und der es unabhängig von Einschaltquoten um Qualitätsfernsehen im Bereich des Fernsehspiels geht.

2016 wurden 112.000 Tickets verkauft gegenüber 88.000 im Vorjahr. Ca. 500 Fachbesucher waren anwesend. Präsentiert wurden 245 Vorführungen und 90 Filmgespräche.[5]

2017 fand das Festivals erstmals im Spätsommer statt, vom 30. August bis 17. September, um den immer wiederkehrenden Überschwemmungen der Parkinsel auszuweichen. 41 Regisseure, 88 Produzenten und andere Branchenvertreter sowie 62 Schauspieler waren mit über 60 neuen Filmwerken zu Gast. Seit dem Frühjahr hat das Festival auch sein Büro in Ludwigshafen und den Namen der Stadt voll in sein neues Logo integriert. Es kamen wieder mehr als 100.000 Besucher, die erstmals Filme in einem Open-Air-Kino direkt am Rheinufer sehen konnten.

Festivalleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Filmkunstpreis – Dotiert mit 50.000 € (gestiftet von der BASF SE). Er wird von einer Fachjury an „den besten deutschen Film mit Mut und Persönlichkeit“ vergeben. 10.000 Euro gehen an die Regie, weitere 10.000 Euro an den Produzenten und 30.000 Euro an den deutschen Filmverleih, der den Film ins Kino bringt. Es ist ein Förderpreis, der das Risiko belohnt – sowohl des Regisseurs wie des Produzenten – und beim nächsten gemeinsamen Werk helfen will. Eine unabhängige, jährlich neu berufene Jury anerkannter Persönlichkeiten des deutschen Films vergibt den Preis. [6]
  • Preis für Schauspielkunst – Seit 2005 wird ein undotierter Preis von derselben Jury an Schauspieler vergeben, die im deutschen Film „Charakter und Persönlichkeit“ gezeigt haben.[7]
  • Publikumspreis – Bis 2017 dotiert mit 10.000 € (gestiftet vom Förderverein Freunde des Festivals). Teilnahmeberechtigt sind alle Filme, die für den „Publikumspreis“ nominiert und eingeladen werden. Das Publikum entscheidet durch Abstimmung (Bewertung pro Vorstellung in Relation zur Anzahl pro Vorstellung).[8] 2018 wurde der Preis erstmals mit 20.000 Euro dotiert und erhielt den Namen Rheingold.[1]
  • Verleihförderung – dotiert mit 30.000 € (gestiftet von der BASF SE). Teilnahmeberechtigt sind alle Filme, die für die Verleihförderung nominiert und eingeladen werden. Voraussetzung ist, dass eine Kinoauswertung in relevantem Ausmaß innerhalb eines Jahres nach Preisvergabe möglich ist. Die Fördersumme geht an den Kinofilmverleiher des „Filmkunstpreises“. Sollte bei diesem Film eine Kinoauswertung nicht möglich sein, geht die Verleihfördersumme automatisch an den Kinofilmverleiher des „Publikumspreises“. Sollte auch bei diesem eine Kinoauswertung nicht möglich sein, so geht die Fördersumme an den Kinofilmverleiher des beim Publikum zweit-beliebtesten Film des Festivals und/oder einen der Träger der „Lobenden Erwähnungen“ der Jury. Diese Entscheidung trifft dann die Festivaldirektion.[9]
  • Ludwigshafener Drehbuchpreis – 2013 erstmals undotiert vergeben
  • Medienkulturpreis von Ludwigshafen am Rhein – Wettbewerb für reine Fernsehfilm-Produktionen.[10]
  • Der Kinderfilmpreis Der goldene Nils wird seit 2014 vergeben. Die Jury besteht aus Kindern im Alter zwischen acht und zwölf Jahren sowie Redakteuren der Rheinpfalz und dem Kurator Rolf-Rüdiger Hamacher.[11]
  • Regiepreis Ludwigshafen – 2018 erstmals vergeben[1]

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß Preisträgerliste des Festivals.[12]

Filmkunstpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preis für Schauspielkunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikumspreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwigshafener Drehbuchpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medienkulturpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Preisträger 2017:
    • Lucia Keuter (WDR)
  • Preisträger 2018:
    • Frankfurt, Dezember 17 (Petra K. Wagner/Fernsehspielredaktion des Hessischen Rundfunks)

Der goldene Nils[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regiepreis Ludwigshafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Festival des deutschen Films – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Filmfestival Ludwigshafen: Iris Berben erhält Preis für Schauspielkunst. Artikel vom 10. Juli 2018, abgerufen am 10. Juli 2018.
  2. Ludwigshafener Position (Memento des Originals vom 25. April 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.festival-des-deutschen-films.de, abgerufen am 19. Juni 2010.
  3. Filmfestival im Trockenen!, abgerufen am 6. Juni 2013.
  4. Ludwigshafen: Feuerwehr bringt Großbrand unter Kontrolle. auf: Spiegel Online. 23. Juni 2013.
  5. Geschichte. Festival des deutschen Films, abgerufen am 9. Juli 2017.
  6. Filmkunstpreis des Festivals des deutschen Films: Preisträger, abgerufen am 6. Juni 2013.
  7. Preis für Schauspielkunst. Festival des deutschen Films, archiviert vom Original am 24. Juli 2017; abgerufen am 19. Juli 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.festival-des-deutschen-films.de
  8. a b Publikumspreis. (Nicht mehr online verfügbar.) Festival des deutschen Films, ehemals im Original; abgerufen am 19. Juli 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.festival-des-deutschen-films.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  9. Verleihförderung. Festival des deutschen Films, archiviert vom Original am 24. Juli 2017; abgerufen am 19. Juli 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.festival-des-deutschen-films.de
  10. Medienkulturpreis. Festival des deutschen Films, archiviert vom Original am 24. Juli 2017; abgerufen am 19. Juli 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.festival-des-deutschen-films.de
  11. a b Goldener Nils. Festival des deutschen Films, archiviert vom Original am 24. Juli 2017; abgerufen am 19. Juli 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.festival-des-deutschen-films.de
  12. Alle Preisträger seit 2005. Festival des deutschen Films, archiviert vom Original am 24. Juli 2017; abgerufen am 19. Juli 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.festival-des-deutschen-films.de
  13. a b Ludwigshafener Preis geht an zwei Filme. Artikel vom 16. September 2017, abgerufen am 16. September 2017.
  14. Der Filmkunstpreis 2018 des 14. FESTIVALS DES DEUTSCHEN FILMS LUDWIGSHAFEN AM RHEIN geht an „Murot und das Murmeltier“ von Dietrich Brüggemann. Artikel vom 8. September 2018, abgerufen am 9. September 2018.
  15. Murot-"Tatort" gewinnt Filmpreis in Ludwigshafen. Artikel vom 8. September 2018, abgerufen am 9. September 2018.