ISS-Expedition 63

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Missionsemblem
ISS Expedition 63 Patch.png
Missionsdaten
Mission: ISS-Expedition 63
Besatzung: 5 (zeitweise bis 7)
Rettungsschiffe: Sojus MS-16
SpX-DM2
USCV-1 (geplant)
Raumstation: ISS
Beginn: 17. April 2020, 03:53 UTC[1]
Begonnen durch: Abkopplung von Sojus MS-15
Ende: 21. Oktober 2020 (geplant)[2][3]
Beendet durch: Abkopplung von Sojus MS-16
Dauer: 187 Tage (geplant)
Mannschaftsfoto
v. l. n. r.: Chris Cassidy, Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner
v. l. n. r.: Chris Cassidy, Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner
v. l. n. r.: Douglas G. Hurley, Robert L. Behnken
v. l. n. r.: Douglas G. Hurley, Robert L. Behnken
Navigation
Vorherige
Mission:
ISS-Expedition 62
Nachfolgende
Mission:
ISS-Expedition 64

ISS-Expedition 63 ist die Missionsbezeichnung für die 63. Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation (ISS). Die Mission begann mit dem Abkoppeln des Raumschiffs Sojus MS-15 von der ISS am 17. April 2020 und wird voraussichtlich mit dem Abkoppeln von Sojus MS-16 im Oktober 2020 enden.

Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptbesatzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Expedition 20 im Jahr 2009 besteht die Stammbesatzung der ISS aus sechs Raumfahrern, die jeweils an zwei aufeinanderfolgenden Expeditionen teilnehmen. Wegen Verzögerungen bei der Fertigstellung der neuen US-Raumschiffe Crew Dragon und CST-100 Starliner ist die ISS jedoch seit dem 6. Februar 2020 nur noch mit mindestens drei Personen besetzt.

Die dreiköpfige Stammmannschaft der Expedition 63 erreichte die Raumstation bereits eine Woche vor Expeditionsbeginn mit dem russischen Zubringerflug Sojus MS-16:

Ende Mai 2020 brachte der NASA-Flug SpX-DM2 zwei weitere Astronauten zur ISS. Diese gehörten nur bis Anfang August 2020 der Expedition 63 an, da das verwendete Raumschiff für höchstens 110 Tage Flugdauer ausgelegt ist:[4]

Falls der nächste Zubringerflug USCV-1 planmäßig stattfindet, werden damit Ende August 2020 vier weitere Raumfahrer auf der ISS eintreffen:[5]

Ersatzmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Expedition 20 wird wegen des permanenten Trainings für die Sechs-Personen-Besatzungen keine offizielle Ersatzmannschaft mehr bekanntgegeben. Inoffiziell gelten die Backup-Crews der jeweiligen Zubringerraumschiffe (siehe dort) als Ersatzmannschaft. In der Regel kommen diese Crews dann jeweils zwei Missionen später selbst zum Einsatz.

Missionsbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit einer geplanten Dauer von gut einem halben Jahr ist die Expedition 63 die längste seit der Expedition 17 im Jahr 2008.

Frachtverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als erster Versorgungsflug während der Expedition 63 erreichte am 25. April 2020 der russische Raumfrachter Progress MS-14 die ISS. Gut zwei Wochen später wurde der US-amerikanische Frachter Cygnus NG-13 „Robert H. Lawrence“ mit dem „Canadarm“-Greifarm von der Station abgekoppelt und für den Rückweg zur Erde freigegeben.[6]

Am 25. Mai koppelte mit der Mission HTV-9 das letzte Exemplar des japanischen Versorgungsraumschiffs H-2 Transfer Vehicle „Kounotori“ an.[7] Es brachte 6,2 Tonnen Fracht zur ISS, darunter das Gerät Solid Combustion Experiment Module zur Untersuchung von Verbrennungsvorgängen in der Schwerelosigkeit und neue Lithium-Ionen-Akkumulatoren für die Stromversorgung der Station.[8] Das HTV wird künftig von dem neu entwickelten HTV-X abgelöst.Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren Der russische Raumfrachter Progress MS-13 legte am 8. Juli ab[9] und wurde am 23. Juli durch Progress MS-15 ersetzt.[10]

Weitere geplante Flugbewegungen sind:

  • Ablegen von HTV-9 im August
  • Ankunft des US-amerikanischen Raumfrachters Cygnus NG-14 im Oktober[11]

Für die zweite Jahreshälfte ist auch ein unbemannter Testflug des Raumschiffs CST-100 Starliner geplant. Dieses kann ebenfalls kleinere Mengen an Fracht zur ISS bringen.

Außenbordeinsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Expedition 63 sind auf der ISS mehrere Außenbordeinsätze geplant. Unter anderem sind im Segment S6 Batterien auszutauschen und am europäischen Columbus-Modul Upgrades vorzunehmen.[3][12] Da zumindest zeitweise nur ein US-Astronaut an Bord ist, probte sicherheitshalber auch Anatoli Iwanischin die Benutzung der amerikanischen Raumanzüge.[13]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: ISS Expedition 63 – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Touchdown! Expedition 62 Returns to Earth, Completes Station Mission. NASA, 17. April 2020 (englisch).
  2. SMSR Intergrated Master Schedule. NASA, 27. April 2020.
  3. a b Kirk Shireman: International Space Station Status (PDF, 52 MB), Seite 5. NASA, Mai 2020.
  4. NASA, SpaceX to Launch First Astronauts to Space Station from U.S. Since 2011. NASA, 17. April 2020
  5. Michael Sheetz: How NASA and SpaceX plan to launch astronauts in May despite a pandemic. CNBC, 3. April 2020.
  6. Stephen Clark: Cygnus departs space station, beginning extended experimental mission . Spaceflight Now, 11. Mai 2020.
  7. HTV-9 arrives at ISS on final mission. Nasaspaceflight.com, 25. Mai 2020.
  8. HTV9 Payload. JAXA, zuletzt aktualisiert am 14. März 2020, abgerufen am 26. Mai 2020.
  9. TASS: Russia’s Progress MS-13 cargo spacecraft buried in Pacific — Roscosmos. 9. Juli 2020, abgerufen am 7. August 2020 (englisch).
  10. Joseph Navin, Chris Gebhardt: Progress MS-15 arrives at Station with eventful automated docking. nasaspaceflight.com, 23. Juli 2020, abgerufen am 7. August 2020 (englisch).
  11. Launch Schedule. Spaceflight Now, 4. August 2020, abgerufen am 7. August 2020 (englisch).
  12. Marcel-Garcia Spacesuit Work and Heart Research Fill Crew Day. NASA-ISS-Blog, 29. April 2020.
  13. Russian Cosmonauts May Conduct Spacewalk In US-Made Spacesuits In 2020 - Training Center. Urdu Point, 28. Oktober 2019.