John Barrowman

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John Barrowman
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Another Side
  UK 22 24.11.2007 (7 Wo.)
Music Music Music
  UK 35 06.12.2008 (4 Wo.)
John Barrowman
  UK 11 13.03.2010 (4 Wo.)
Tonight's the Night – The Very Best of
  UK 12 17.09.2011 (4 Wo.)
You Raise Me Up
  UK 16 12.07.2014 (4 Wo.)
Singles[1]
I Made It Through the Rain
  UK 14 08.08.2009 (2 Wo.)

John Scot Barrowman, MBE (* 11. März 1967 in Glasgow) ist ein schottisch-US-amerikanischer Entertainer.

Er studierte Darstellende Kunst in Großbritannien und den USA und widmet sich hauptsächlich dem Schauspiel in (Musical-)Theater und Fernsehen, arbeitet aber auch als Sänger, Fernsehmoderator, Autor und Comedian sowie als Menschenrechts- und Tierschutzaktivist. Im Sinne der Unterhaltung versuchte er sich außerdem als Eiskunstläufer, Tänzer und Tierdokumentarfilmer für das britische und kanadische Kinderfernsehen. Internationale Bekanntheit außerhalb der Theaterszene erlangte Barrowman seit 2005 durch seine Darstellung des Captain Jack Harkness in der britischen Kultserie Doctor Who. Captain Jack wurde zusammen mit Rose Tyler zum beliebtesten Companion (ständiger oder wiederkehrender Begleiter und Vertrauter des Doctors) und erhielt mit Torchwood in vier Staffeln einen eigenen international erfolgreichen Ableger, gefolgt von einer Vielzahl von Hörspielen, Merchandise-Objekten (Actionfiguren u.ä.), Comicbüchern, Zeitschriften und Romanen, einiges davon aus der Feder von Barrowman und seiner Schwester Carole (* 1959), einer Professorin für Englische Literatur in Wisconsin.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John Barrowman wurde als jüngster Sohn von Marion und John Barrowman in Mount Vernon, Glasgow, geboren. Er hat zwei ältere Geschwister, Andrew (* 1962) und Carole (* 1959). Als er drei Jahre alt war, hielt sich seine Familie ein Jahr lang aus beruflichen Gründen in den Vereinigten Staaten auf, im Alter von neun Jahren emigrierte er dauerhaft, seine Großmutter Murn Anderson begleitete die Familie. In den USA lebten sie erst einige Zeit in Aurora, Illinois, es folgte ein Umzug nach Joliet, einem Vorort von Chicago.

John spricht in der Öffentlichkeit allgemein mit einem erlernten amerikanischen Akzent. Auf diese Weise konnte er den Hänseleien seiner Mitschüler – wegen seiner schottischen Aussprache – entfliehen. Mit seiner Familie, mit Landsleuten oder wenn er sich in Schottland aufhält, spricht er jedoch weiterhin schottisches Englisch. Seine Schwester kann ebenso mühelos zwischen amerikanischem und schottischem Dialekt hin- und herspringen. Mit ihr zusammen erfand er hierfür in seiner Autobiographie den Begriff „bi-dialektisch“, vergleichbar wäre der in der deutschen Sprachwissenschaft verwandte Ausdruck der Diglossie. Den Akzent seines Bruders beschreibt er als eine Mischung zwischen schottisch-britischem und US-amerikanischem Akzent, während seine Eltern nach wie vor reines Schottisch sprechen. Die Kinder und Enkel seiner Geschwister wachsen als US-Amerikaner auf, mit ihnen sprechen John und Carole amerikanisches Englisch.

Ab 1987 studierte Barrowman darstellende Kunst an der US International University in San Diego, Kalifornien. Noch vor Beendigung seines Studiums erhielt er 1989 bei einem Vorsprechen die Rolle des Billy Crocker im Musical Anything Goes an der Seite von Elaine Paige, mit dem er seinen Durchbruch im Londoner West End schaffte. Anschließend spielte er neben diversen Musical-Rollen auch klassisches Sprechtheater, erhielt Rollen in Fernsehproduktionen und einigen Kinofilmen (darunter 2004 die Cole-Porter-Biografie De-Lovely und 2005 The Producers), nahm mehrere Alben (sowohl Cast-Recordings zu Musicals als auch Solo-Alben) auf, moderierte Fernsehshows und ging auf Konzerttourneen.

Einem großen Publikum abseits der Theaterszene wurde Barrowman 2005 bekannt, als er die Rolle des Captain Jack Harkness in der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who übernahm. Von Oktober 2006 bis 2011 spielte er die gleiche Rolle in Torchwood, einem Ableger von Doctor Who. 2008 erschien seine Autobiographie Anything Goes, die er gemeinsam mit seiner Schwester Carole verfasste. Ein zweites Buch I Am What I Am erschien im September 2009. 2010 war Barrowman in fünf Episoden der Dramedy-Serie Desperate Housewives zu sehen, in welcher er die Figur des Patrick Logan verkörperte. In der Serie Arrow ist er seit 2012 als Antagonist Malcolm Merlyn zu sehen. Seit der dritten Staffel gehört er zur Hauptbesetzung.[2] Mit Doctor Who, Torchwood und Arrow sichert er sich jährlich mehrere Auftritte bei diversen internationalen Science-Fiction- und Fantasy-Conventions wie der SDCC (weltweit größte Comic-Con), ihren etwa 50 US-amerikanischen Ablegern und ihrem deutschen Equivalent in Stuttgart, sowie vielen weiteren Fan-Expos in Kanada, den USA, Großbritannien und dem europäischen Festland. Anfangs waren diese Auftritte eingerahmt in Autogramm- und Foto-OPs sowie Gruppen-Panels (einer Art Fragestunde für Fans) der jeweiligen Fernsehshow, nach kurzer Zeit erhielt Barrowman aber auch vermehrt Solo-Panels, die er über die Interview-Atmosphäre hinaus zur improvisierten Entertainment-Show umfunktioniert, Lieder und Anekdoten zum Besten gibt.

Seit seinem Durchbruch in der Fernsehindustrie durch Doctor Who / Torchwood und Dancing On Ice im Jahr 2005 nimmt Barrowman weniger Theaterrollen an. Da die meisten Projekte des Entertainers (Dreharbeiten, Konzerte) in den Wintermonaten weniger Zeit einnehmen, beschränkt er seine Theaterverträge seither auf Panto (alljährliche Comedy-Musicals für junge Familien von November bis Februar), wo er seit nun über zehn Jahren neben den Krankies (schottisches Comedy-Duo seit den 1970er Jahren) eine feste Größe darstellt. Zwar habe er nach wie vor eine tiefe Verbindung insbesondere zu den großen Musicals, allerdings lasse diese Tätigkeit über einen langen Beschäftigungszeitraum hinweg keinerlei Privatleben zu, unter den acht Auftritten pro Woche leide insbesondere der soziale Kontakt zu Freunden und Familie. Die Fülle an Angeboten gebe ihm aktuell die Möglichkeit und Notwendigkeit, unter guten Alternativen zu wählen, er könne sich aber durchaus vorstellen, in absehbarer Zeit wieder auf die Theaterbühne zurückzukehren. Diesen Wunsch erfüllte er sich bereits 2009, als sich ihm die Gelegenheit bot, für elf Wochen in der Rolle der Zaza (La Cage) ins Londoner West End zurückzukehren. Der Vertrag schloss fast unmittelbar an seine zweite Konzerttournee und die Veröffentlichung seines zweiten Buches I Am What I Am an und fügte sich zwischen den Dreh von Torchwood und Tonight’s the Night sowie seine Panto-Auftritte als Robin Hood in Cardiff zur Jahreswende.

John Barrowman lernte seinen Ehemann, den britischen Architekten Scott Gill, 1993 nach einer Aufführung von Patrick Hamiltons Rope in Chichester kennen. Das Paar lebt berufsbedingt abwechselnd in London (England), Cardiff (Wales) und Palm Springs (Kalifornien). Im Zuge ihres Umzuges nach Kalifornien holten sie Barrowmans Eltern aus Florida zu sich nach Palm Springs. Gills Familie lebt weiterhin in England. Weihnachten 2006 unterzeichneten sie in Wales den Vertrag für eine Eingetragene Partnerschaft, als erste Besiegelung ihres Lebensbündnisses bezeichnen sie allerdings die Aufnahme der ersten gemeinsamen Darlehenshypothek zwölf Jahre zuvor. Unmittelbar nach der Re-Legalisierung im Juli 2013 heirateten die beiden in Kalifornien. Mit der Eheschließung erhielt Gill durch Barrowmans doppelte Staatsbürgerschaft nach zwanzig Jahren schließlich eine permanente Aufenthaltsgenehmigung in den Vereinigten Staaten, während er zuvor visumsbedingt regelmäßig nach Großbritannien zurückkehren musste.[3]

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiederholt ruft Barrowman seine Fans zu Spenden und Unterstützung für seine Hilfsprojekte auf, hierbei liegt sein besonderes Augenmerk auf der Unterstützung transsexueller Jugendlicher in Pflegefamilien sowie der Ausbildung von Signalhunden für gehörlose Menschen. Neben Stonewall und der Human Rights Campaign hat er sich besonders dem BBC-Kinderhilfswerk Children In Need und der Tierschutzorganisation Dogs Trust verschrieben, die sich seit 1891 missbrauchten, vernachlässigten und streunenden Hunden widmet und u.a. für Slogans wie „A Dog is for Life, not just for Christmas“ (ein Hund ist fürs Leben, nicht nur fürs Weihnachtsfest) bekannt ist.

Barrowman betrachtet es als seine Lebensaufgabe, schwulen Paaren eine mögliche Lebensweise aufzuzeigen und ein authentisches Beispiel für eine funktionierende, natürliche Liebesbeziehung und lebenslange Bindung zweier Männer zu geben. Dafür erzählt und schreibt er zu vielerlei Gelegenheiten offen und ehrlich von den Höhen und Tiefen seiner Ehe und nutzt Videofunktionen der sozialen Medien (TwitCast, FacebookLive u.a.) zur Dokumentation alltäglicher Situationen seines Privat- und Berufslebens und der Beantwortung von Fragen seiner Fans in Echtzeit. Wie vor ihm beispielsweise Sir Ian McKellen legt er durch seine Karriere außerdem Zeugnis darüber ab, dass eine erfolgreiche Berufslaufbahn unter den Augen der Öffentlichkeit auch möglich ist, ohne Identität und Privatleben jemals zu leugnen. In seinem Buch I Am What I Am beschreibt er seine Motivation und Intention einmal wie folgt:

Wir leben in einer Welt, in der es eine Art allgemein akzeptierte Geschichte darüber gibt, wie nicht-homosexuelle Paare leben und sich verhalten sollen. Wenn diese Erzählung auch voller Stereotypen und Klischees sein kann – Stichwort: ‚Die Frau ist verantwortlich für das Haus und die Kinder; der Ehemann für die Finanzen und den Rasen‘ – gibt es doch immerhin eine solche Vorlage. Und diese ist voller Anekdoten und Ratschläge zur Anleitung und Unterstützung heterosexueller Paare. Frauen mögen von der Venus stammen und Männer vom Mars, aber zumindest gibt es im Sonnensystem des heterosexuellen Paares Bücher und Artikel und Talkshows und unzählige Country-Songs, die es beschreiben. Sie haben außerdem Mütter und Tanten und Omas, die ohne Bedenken einen verheirateten Sohn oder eine Tochter zur Seite nehmen, ihnen einen verbalen Klaps auf den Hinterkopf geben und ihnen sagen, sie sollen sich endlich zusammenreißen.

Die Familien vieler schwulen Paare sind viel zu beschäftigt damit, mit der Identität ihres Kindes zurecht zu kommen, als dass sie die Beziehung und die Arbeitsanteile ihres Sohnes (oder seines Partners) kommentieren könnten. Hinzu kommt – da viele Eltern von schwulen Männern selbst nicht schwul sind – eine echte Angst vor dem Unbekannten, die diese Art von Gesprächen noch schwieriger macht. In meiner Familie haben wir das Glück, dass wir seit Beginn meiner Beziehung zu Scott im Leben unserer Familie ganz genau so sichtbar waren wie meine Geschwister und ihre Partner. Das bedeutet zum Beispiel, dass Clare und Turner in ihrem Leben kaum etwas anderes kennen gelernt haben als Onkel John und Onkel Scott als Paar und sie sehen nur wenige grundlegende Unterschiede zwischen uns in dieser Rolle und ihren Eltern. Sie haben gesehen, wie wir streiten und zanken, brüllen und schreien, lachen und küssen und uns wieder vertragen. Sie wissen, […] wie sehr wir jeden von ihnen lieben – und wie sehr wir einander lieben. Carole und Kevin, Andrew und Dot, Scott und ich, Mama und Paps sind alle so unterschiedlich wie Paare in einer Familie nur sein können, und doch gleichen wir uns absolut. In jeder Partnerschaft arbeiten wir kontinuierlich an der Balance und den Entscheidungen, die die Beziehung lebendig halten.

Nur wenige Kapitel der Geschichte für homosexuelle Männer und Frauen sind bisher geschrieben, und ich habe als schwuler Mann die bewusste Entscheidung gefällt, dass ich Teil ihrer Gestaltung sein möchte. Angesichts meiner Sichtbarkeit in den Medien und in den Künsten glaube ich, dass ich eine Verantwortung wahrzunehmen habe[. Ich kann] anderen schwulen Männern helfen zu sehen, was in ihrem eigenen Leben möglich ist oder sogar, was für das Leben ihrer Brüder und Söhne möglich ist. Auch wenn die Regeln unserer Beziehung nicht immer so klar abgesteckt sind, wie wir das gerne hätten... In welcher Beziehung sind sie das denn schon wirklich, wenn man die oberflächlichen Stereotypen und falschen Wahrnehmungen dessen, was es bedeutet, in einer Beziehung zu sein – schwul oder nicht – hinter sich gelassen hat?

Neben diesem langfristigen Engagement macht Barrowman regelmäßig auf aktuelle Notsituationen aufmerksam und bittet seine ca. 2,5 Millionen Zuschauer in den sozialen Medien um Unterstützung, so zuletzt nach den verheerenden Überschwemmungen im Süden Texas’. Politisch positioniert er sich klar und übt wie sein Ehemann offene Kritik am Umgang der US-amerikanischen Staats- und Bundesregierungen sowie der britischen Regierung mit Flüchtlingen, Einwanderung, national(sozial)istischen/rassistischen Bewegungen und Mitgliedern der LGBT*-Gemeinschaft.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Schauspieler
als Synchronsprecher
  • 2011: The Super Hero Squad Show (Zeichentrickserie, Folge 2x15) … als Stranger
  • 2011: Torchwood: Web of Lies (Animationsserie, 7 Folgen) … als Captain Jack Harkness
  • 2015: Lego Dimension (Computerspiel) … als Jack Harkness
  • 2016: Tale of Timelord (Kurzfilm) … als Jack Harkness

Fernsehshows[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993–1994: Live and Kicking (Moderator)
  • 1994–1995: The Movie Game (Moderator)
  • 2006: How Do You Solve a Problem Like Maria? (Casting-Show, Juror)
  • 2006: Dancing on Ice (Reality-Show, Teilnehmer)
  • 2007: Any Dream Will Do (Casting-Show, Juror)
  • 2008: The Kids Are Alright (Moderator)
  • 2008: I’d Do Anything (Casting-Show, Juror)
  • 2008: How Do You Solve a Problem Like Maria? (Casting-Show in Kanada, Juror)
  • 2009–2011: Tonight’s the Night (Moderator)
  • 2009: Around the World in 80 Days (Doku-Serie, 3 Folgen)
  • 2010: Children in Need Rocks Scotland (Moderation)
  • 2012: Attack of the Show (Teilnehmer)
  • 2013–2014: Pressure Pad (Moderator)
  • 2014: Sing Your Face Off (Moderation)

Auf der Bühne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(in Klammern der Name seiner Rolle)

West End und Broadway[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Panto, eigentlich Pantomime, ist ein Comedy-Musical, das in Großbritannien traditionell von Dezember bis Januar aufgeführt wird und vor allem für ein jüngeres Publikum gedacht ist.)

  • 2005–2006: Cinderella (Prinz Charming) – London (New Wimbledon Theatre)
  • 2006–2007: Jack und die Bohnenstange (Jack) – Cardiff (New Theatre)
  • 2007–2008: Aladdin (Aladdin) – Birmingham (Hippodrome Theatre)
  • 2008–2009: Robin Hood (Robin) – Birmingham (Hippodrome Theatre)
  • 2009–2010: Robin Hood (Robin) – Cardiff (New Theatre)
  • 2010–2011: Aladdin (Aladdin) – Glasgow (Clyde Auditorium)
  • 2011–2012: Robinson Crusoe und die Piraten der Karibik (Robinson) – Glasgow (Clyde Auditorium)
  • 2012–2013: Jack und die Bohnenstange (Jack) – Glasgow (Clyde Auditorium)
  • 2013–2014: Dick McWhittington (Dick) – Glasgow (Clyde Auditorium)
  • 2014–2015: Cinderella (Buttons) – Glasgow (Clyde Auditorium)
  • 2016–2017: Dick Whittington (Dick) – Birmingham (Hippodrome Theatre)
  • 2017–2018: Dick Whittington (Dick) – Manchester (Opera House)

Konzerte und Tourneen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 7. bis 18. April 2008: Konzerttour durch Großbritannien
  • 11. Mai bis 1. Juni 2009: Konzerttour durch Großbritannien, Aufzeichnung An Evening with John Barrowman (DVD), Royal Concert Hall, Glasgow
  • 1. Oktober bis 2. November 2010: Konzerttour durch Großbritannien, Aufzeichnung John Barrowman: Live at the Royal Albert Hall (DVD), London

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1991: Matador, CD-Single (Titel: „I’ll Dress You in Mourning“)
  • 1993: Godspell, Studio Cast-Recording
  • 1994: Grease, Studio Cast-Recording
  • 1997: Aspects of Andrew Lloyd-Webber, erstes Solo-Album
  • 2000: Reflections from Broadway, zweites Solo-Album
  • 2004: John Barrowman Swings Cole Porter, drittes Solo-Album
  • 2007: Another Side, viertes Solo-Album
  • 2008: Music Music Music, fünftes Solo-Album
  • 2010: John Barrowman, sechstes Solo-Album
  • 2011: Tonight’s the Night – The Very Best of John Barrowman, Kompilations- und siebtes Solo-Album
  • 2014: You Raise Me Up, achtes Solo-Album

Big Finish veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Hörbücher und Hörspiele zu verschiedenen Science-Fiction-Serien, insbesondere aus dem Doctor Who-Universum. Diese werden üblicherweise von den ursprünglichen Darstellern der entsprechenden Sendung gesprochen. Barrowman war so bereits mehrfach als Captain Jack Teil der Full-Cast-Produktionen und außerdem alleiniger Sprecher einiger reiner Hörbücher des Unternehmens.

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Buchveröffentlichungen Barrowmans entstanden in Zusammenarbeit mit seiner Schwester Carole (* 1959). Sie ist Professorin für Englische Literatur in Milwaukee, Wisconsin und leitet in dieser Funktion auch den Fachbereich Kreatives Schreiben am Alverno College, einer privaten Kunsthochschule unter römisch-katholischer Trägerschaft. Außerdem ist sie für die lokale Zeitung Milwaukee Sentinel als Journalistin und Kolumnistin tätig. Sie sammelte und strukturierte die Aufzeichnungen ihres Bruders[4] und gestaltete mit ihm die beiden Memoiren

Das erste veröffentlichte fiktionale Werk der Barrowman-Geschwister war ein Torchwood-Comicstrip mit dem Titel Captain Jack and the Selkie. John kommentierte die Darstellung des Captains im Comic wie folgt: „Wir hatten uns darauf geeinigt, eine Geschichte zu erzählen, die bislang unentdeckte Aspekte von Jacks Charakter und seiner Lebensgeschichte erkunden sollte. Ich wollte den Fans etwas neues über Jack mitgeben.“[7][8]

Am 2. Februar 2012 (UK) brachte das Geschwisterpaar über den Buster Books Verlag ihren ersten Fantasy-Roman mit dem Namen Hollow Earth (hohle Erde) auf den Markt. Der Roman handelt von den Zwillingen Matt und Emily „Em“ Calder, die als sogenannte Animare in der Lage sind, Kunst durch ihre Vorstellungskraft zum Leben zu erwecken und über Kunstwerke durch Raum und Zeit zu reisen. Durch diese Fähigkeit rufen sie mächtige Antagonisten auf den Plan, welche das Tor zu Hollow Earth öffnen wollen, eine Art Unterwelt, in die vielerlei Monster und Dämonen verbannt waren.[9]

Hollow Earth wurde der erste Teil einer Trilogie, es folgten The Bone Quill (2013) und The Book of Beasts (2014). 2016 erschien Conjuror, der erste Roman einer neuen Reihe (The Orion Chronicles), angesiedelt in derselben Welt wie Hollow Earth und aufbauend auf den Abenteuern der Zwillinge. Diese sind wieder unter den Protagonisten, eigentliche Hauptperson ist nun allerdings der gehörlose Flüchtling Remy, welcher zur Familie der Conjuror (Zauberer, Taschenspieler) gehört und nicht Kunstwerke, sondern Musik zur Veränderung der Wirklichkeit nutzen kann.

2013 veröffentlichten sie neben The Bone Quill auch den Roman Exodus Code, welcher wieder im Torchwood-Universum angesiedelt ist.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mit der Nominierung für den Olivier 1998 als bester Musicaldarsteller (für seine Darbietungen als Cal Chandler in The Fix) erlangte Barrowman seine erste bedeutende Auszeichnung und die damit einhergehende steigende Aufmerksamkeit der internationalen Theaterszene.[10]
  • Für seine Darstellung des Captain Jack Harkness in Torchwood und Doctor Who zwischen 2005 und 2011 erhielt er eine Vielzahl von Auszeichnungen, so wurde er u.a.
    • 2007 für den BAFTA Cymru (Bester Schauspieler; Torchwood-Pilotfolge Everything Changes),
    • 2008 für den TV Quick Award (Bester Schauspieler; erste und zweite Torchwood-Staffel sowie diverse Auftritte in Doctor Who) und
    • 2010 erneut für den Quick Award (Bester Schauspieler; dritte Torchwood-Stafel Children of Earth) nominiert.
  • Für seine Benefizarbeit (beispielsweise für Stonewall und Children in Need) und seinen Beitrag zur leichten Unterhaltung wurde Barrowman von Queen Elizabeth im Rahmen der 2014 Birthday Honours zum Member of the Order of the British Empire ernannt, diese Ehrung bringt den Namenszusatz MBE mit sich.[11][12]
  • Im Juli 2011 wurde Barrowman von der Schauspielschule des Royal Conservatoire of Scotland die Ehrendoktorwürde verliehen.
  • Für seine Verkörperung des Captain Jack Harkness in Torchwood: Miracle Day (abschließende vierte Staffel des erfolgreichen Doktor-Who-Ablegers) wurde Barrowman bei den National Television Awards von 2012 in der Kategorie der besten männlichen Drama-Darstellungen gelistet.[13]
  • Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Campaign zeichnete ihn am 5. November 2016 mit dem Visibility Award für seinen andauernden Einsatz für die LGBTQ-Gemeinschaft aus, mit besonderer Würdigung seiner Unterstützung der LGBTQ-Jugend (insbesondere von transsexuellen Kindern und Jugendlichen) durch verschiedene Hilfsprojekte zur Förderung von Gleichberechtigung und Minderung der Suizidrate.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: John Barrowman – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: UK
  2. Adam Arndt: Arrow: Bösewicht mit Staffel 3 zur Hauptfigur befördert. Serienjunkies.de. 16. Mai 2014. Abgerufen am 27. August 2017.
  3. John Barrowman Gets Married to Scott Gill. In: usmagazine. 3. Juli 2013, abgerufen am 3. Juli 2013 (englisch).
  4. Joanne Weintraub: His own universe. In: News, Milwaukee Journal Sentinel, 4. September 2007. 
  5. Autobiography release dates confirmed. Archiviert vom Original am 9. Januar 2008. 
  6. Roll Out the Barrowman. In: The Bookseller. Nr. 5382 p. 46, 15. Mai 2009, ISSN 0006-7539.
  7. John S. Barrowman, Carole E. Barrowman, Tommy L. Edwards, Trevor Goring: Captain Jack and the Selkie. In: Titan Magazines (Hrsg.): Torchwood Magazine. 1, Nr. 14, Februar 2009.
  8. James McCarthy: Torchwood's John Barrowman gets help for comic turn. In: Western Mail (Wales), 18. Februar 2009. Abgerufen am 19. Februar 2009. 
  9. Hollow Earth. Buster Books. Abgerufen am 14. Januar 2012.
  10. 1998 Olivier Awards winners and nominations. In: Albemarle of London. Abgerufen am 21. Mai 2007.
  11. London Gazette (Supplement). Nr. 60895, HMSO, London, 14. Juni 2014, S. b16 (PDF, englisch).
  12. Queen's Birthday Honours: awards for Tom Devine, John Barrowman and hundreds of others. Herald Scotland. 13. Juni 2014. Abgerufen am 14. Juli 2014.
  13. Catriona Wightman: National Television Awards 2012: The nominees. Digital Spy. 27. September 2011.