Malansac

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Malansac
Malañseg
Malansac (Frankreich)
Malansac
Region Bretagne
Département Morbihan
Arrondissement Vannes
Kanton Questembert
Gemeindeverband Questembert Communauté
Koordinaten 47° 41′ N, 2° 18′ WKoordinaten: 47° 41′ N, 2° 18′ W
Höhe 6–97 m
Fläche 36,18 km2
Einwohner 2.167 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 60 Einw./km2
Postleitzahl 56220
INSEE-Code
Website http://www.malansac.fr/

Das Dorfzentrum mit dem Kirchplatz

Malansac (bretonisch Malañseg) ist eine französische Gemeinde mit 2.212 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Morbihan in der Region Bretagne.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malansac liegt weniger als 20 km westlich der Kleinstadt Redon im Osten des Départements Morbihan. Nachbargemeinden sind Saint-Gravé im Norden, Peillac im Nordosten, Saint-Jacut-les-Pins im Osten, Caden und Limerzel im Süden, Questembert im Südwesten sowie Pluherlin und Rochefort-en-Terre im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Frühgeschichte der Gemeinde gibt es kaum Belege. Es gibt Überreste aus prähistorischer und gallo-römischer Zeit. Erste namentliche Erwähnung findet der Ort 847 in der Urkundensammlung von Redon. Die Gemeinde war im Mittelalter Teil verschiedener Lehensherrschaften. Zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert wurden mehrere Klöster und Kirchen gebaut. Von ihnen sind nur wenige Reste geblieben. Historisch gehört die Gemeinde zum Pays de Redon (Bretonisch:Bro-Redon). Nach der Französischen Revolution war sie Kampfgebiet zwischen Republikanischen Truppen und den Chouans. Politisch wurde Malansac 1790 eine Gemeinde. Von 1793 an gehörte Malansac zum Kanton Roche des Trois und zum Distrikt Rochefort. Ab 1801 war sie Teil des Arrondissements Vannes und als Gemeinde von 1801 bis 2015 zum Kanton Rochefort-en-Terre (bis 1892 Kanton Rochefort).

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahl blieb lange Zeit etwa auf dem gleichen Stand von rund 2000 Menschen (1793–1856). Dann folgte eine Wachstumsphase, die mit dem historischen Bevölkerungshöchststand 1886 endete. Zwischen 1886 und 1911 ging die Anzahl Bewohner leicht zurück. Wegen der Grippe und den Kriegsverlusten sank sie innerhalb eines Jahrzehnts leicht (1911–1921: −6,3 %). Zwischen 1921 und 1962 gab es immer einen leichten Bevölkerungsrückgang. Danach verblieb die Zahl der Einwohner jahrzehntelang stets bei rund 1900 Personen. Seit 1999 wächst die Einwohnerschaft wieder und erreicht mittlerweile wieder das Niveau von 1921. Die Entwicklung:

Jahr 1793 1856 1886 1911 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
Einwohner 1921 2020 2421 2307 1906 1899 1913 1896 1894 1889 1985 2145

Sehenswürdigkeiten [1][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen:

  • das Schloss La Grationnaye (15.–19. Jahrhundert), mit Schlosskapelle, Pavillon ouest aus dem Jahr 1637 und Taubenschlag
  • die Mairie (Gemeindeverwaltung), ursprünglich das Pfarrhaus der Kirchgemeinde (1630–1887 erbaut)
  • die Dorfkirche La Nativité-de-Notre-Dame (Kirche aus dem 17. Jahrhundert; Glockenturm in heutiger Form aus dem Jahr 1858)
  • die Kapelle Saint-Jean-Baptiste in L'Hôpital aus dem 16. Jahrhundert
  • die Kapelle Chapelle Sainte-Renée in Carpehaie (15. Jahrhundert; restauriert und erneuert im 20. Jahrhundert)
  • die Site des Ardoisières, Landschaftsschutzgebiet, vom 16.–20. Jahrhundert ein Abbaugebiet für Steine
  • der Bahnhof mit Wartesaal aus dem Jahr 1862
  • der Themenpark Parc de préhistoire de Bretagne
  • der 14 ha große Teich Étang du Moulin neuf
  • der Landschaftspark Parc de Bodélio, eine Waldreserve, entstanden im 15. Jahrhundert; mit Herrenhaus
  • das Herrenhaus von Le Vau d'Arz
  • das Herrenhaus von La Ville-Aubert mit Privatkapelle
  • das Herrenhaus von La Fuyer
  • das Herrenhaus von Saint-Fiacre mit Kapelle, im gleichnamigen Ort
  • ein Kalvarienberg auf dem Kirchplatz (von 1807)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Infos zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Malansac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien