Malestroit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Malestroit (Malestroec)
Wappen von Malestroit
Malestroit (Frankreich)
Malestroit
Region Bretagne
Département Morbihan
Arrondissement Vannes
Kanton bis 2015 Malestroit
seit 2015 Kanton Moréac
Gemeindeverband Val d’Oust et de Lanvaux
Koordinaten 47° 49′ N, 2° 23′ WKoordinaten: 47° 49′ N, 2° 23′ W
Höhe 10–95 m
Fläche 5,81 km²
Einwohner 2.476 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 426 Einw./km²
Postleitzahl 56140
INSEE-Code
Website www.malestroit.com

Place du Bouffay in Malestroit

Malestroit (Gallo Malestroec, bretonisch Malastred) ist eine französische Gemeinde mit 2476 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Morbihan in der Region Bretagne.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malestroit liegt am rechten Ufer des Flusses Oust, der hier einen Teil des Canal de Nantes à Brest bildet. Da der Kanal von der Berufsschifffahrt nicht mehr genutzt wird, ist er heute nur mehr von Sport- und Hausbooten frequentiert. Die Gemeinde liegt rund 33 Kilometer nordöstlich von Vannes im Osten des Départements Morbihan und gehört zum Gemeindeverband Communauté de communes du Val d’Oust et de Lanvaux[1].

Nachbargemeinden sind Missiriac im Norden und Nordosten, Saint-Congard im Osten, Pleucadec im Südosten und Süden sowie Saint-Marcel im Westen.

Malestroit hatte einen Bahnhof an der Bahnstrecke Questembert–Ploërmel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man datiert die Gründung von Malestroit im Jahr 987, als sich Mönche an den Ufern des Oust niederließen. Der Ort wurde zu einem Etappenziel auf dem Jakobsweg, einem Pilgerweg nach Santiago de Compostela. 1131 wurde die Stadt urkundlich unter dem Namen Malestricum erwähnt. Im Jahr 1343 wurde im Rahmen des Hundertjährigen Krieges eine Waffenruhe in der Kapelle de la Madeleine in Malestroit vom französischen König Philipp VI. und dem englischen König Eduard III. unterzeichnet. Am Ende des Mittelalters wurde Malestroit zu einer der neun Baronien der Bretagne erhoben. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts wurde im Auftrag von Napoleon I. mit dem Bau des Canal de Nantes à Brest begonnen, anfänglich aus militärischen Gründen, später auch mit dem Ziel, die innere Bretagne an den Verkehr mit Handelsgütern anzuschließen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1793 1856 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
1600 1548 2381 2483 2506 2465 2357 2472 2479 2497
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten [2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Saint-Gilles (Ursprung aus dem 11.Jh.)
  • Kapelle de la Madeleine
  • Kreuz in der Straße Le Faubourg Saint-Michel
  • Kreuz Joubin
  • Innenstadt mit alten Fachwerk- und Steinhäusern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Offizielles Webangebot der Communauté de communes du Val d’Oust et de Lanvaux (französisch)
  2. Sehenswürdigkeiten der Gemeinde (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Malestroit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien