Neuenkirchen (bei Anklam)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Neuenkirchen führt kein Wappen
Neuenkirchen (bei Anklam)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neuenkirchen hervorgehoben
Koordinaten: 53° 48′ N, 13° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Anklam-Land
Höhe: 11 m ü. NHN
Fläche: 15,66 km2
Einwohner: 222 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17392
Vorwahl: 039727
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 101
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Rebelower Damm 2
17392 Spantekow
Webpräsenz: www.amt-anklam-land.de
Bürgermeister: René Borgwardt
Lage der Gemeinde Neuenkirchen im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Brandenburg Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Buggenhagen Krummin Lassan Wolgast Wolgast Zemitz Ahlbeck (bei Ueckermünde) Altwarp Eggesin Grambin Hintersee (Vorpommern) Leopoldshagen Liepgarten Luckow Luckow Lübs (Vorpommern) Meiersberg Mönkebude Vogelsang-Warsin Bargischow Bargischow Blesewitz Boldekow Bugewitz Butzow Ducherow Iven Krien Krusenfelde Neetzow-Liepen Medow Neetzow-Liepen Neu Kosenow Neuenkirchen (bei Anklam) Postlow Rossin Sarnow Spantekow Stolpe an der Peene Alt Tellin Bentzin Daberkow Jarmen Kruckow Tutow Völschow Behrenhoff Dargelin Dersekow Diedrichshagen Hinrichshagen (Vorpommern) Levenhagen Mesekenhagen Neuenkirchen (bei Greifswald) Weitenhagen (bei Greifswald) Bergholz Blankensee (Vorpommern) Boock (Vorpommern) Glasow (Vorpommern) Grambow (Vorpommern) Löcknitz Nadrensee Krackow Penkun Plöwen Ramin Rossow Rothenklempenow Brünzow Hanshagen Katzow Kemnitz (bei Greifswald) Kröslin Kröslin Loissin Lubmin Neu Boltenhagen Rubenow Wusterhusen Görmin Loitz Sassen-Trantow Altwigshagen Ferdinandshof Hammer a. d. Uecker Heinrichswalde Rothemühl Torgelow Torgelow Torgelow Wilhelmsburg (Vorpommern) Jatznick Brietzig Damerow (Rollwitz) Fahrenwalde Groß Luckow Jatznick Jatznick Koblentz Krugsdorf Nieden Papendorf (Vorpommern) Polzow Rollwitz Schönwalde (Vorpommern) Viereck (Vorpommern) Zerrenthin Züsedom Karlshagen Mölschow Peenemünde Trassenheide Benz (Usedom) Dargen Garz (Usedom) Kamminke Korswandt Koserow Loddin Mellenthin Pudagla Rankwitz Stolpe auf Usedom Ückeritz Usedom (Stadt) Zempin Zirchow Bandelin Gribow Groß Kiesow Groß Polzin Gützkow Gützkow Karlsburg (Vorpommern) Klein Bünzow Lühmannsdorf Murchin Rubkow Schmatzin Wrangelsburg Ziethen (bei Anklam) Züssow Heringsdorf Pasewalk Strasburg (Uckermark) Ueckermünde Wackerow Greifswald Greifswald PolenKarte
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Dorflage Müggenburg 1880 (mit Nachtrag Kleinbahn)

Neuenkirchen ist eine Gemeinde südwestlich von Anklam. Sie wird seit dem 1. Januar 2005 vom Amt Anklam-Land mit Sitz in der Gemeinde Spantekow verwaltet. Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte die Gemeinde zum Amt Spantekow.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuenkirchen liegt zwei Kilometer südlich der Bundesstraße 199. Die Stadt Anklam liegt etwa zehn Kilometer nordöstlich. Die Bundesautobahn 20 ist über den Anschluss Jarmen (ca. 27 km) zu erreichen. Die Gemeinde Neuenkirchen liegt am Peene-Südkanal.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neuenkirchen
  • Müggenburg
  • Strippow
Wohnplätze und Wüstungen im Gemeindebereich
  • Rosebarch (Wüstung)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuenkirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuenkirchen wurde 1299 als Nigenkerken urkundlich genannt. Es ist eine frühdeutsche Gründung mit dem Namen für die neue Kirche.[2] Spätestens seit der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war es der Stammsitz der Familie von Neuenkirchen, die 1641 ausstarb.

Neuenkirchen wurde seit 1897 von dem Kleinbahnabzweig Dennin - Stretense tangiert. Das Gut wurde bereits laut PUM vor 1835 angelegt. Das eingeschossige, 11-achsige Gutshaus mit einem Mittelrisalit und der ummauerte Park sind erhalten. Die gotische Pfarrkirche, eine rechteckige Feldsteinkirche mit einem Westturm mit stumpfem Zeltdach, soll 1249 existiert haben.[3]
Westlich des Dorfes stand eine 1835 erwähnte, nicht mehr erhaltene Bockwindmühle.

Müggenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Müggenburg wurde 1331 als Mughenborgh erstmals urkundlich erwähnt. 1563 wurde dann zum ersten Mal der aktuelle Name Müggenburg verwandt. Als Mügge wurde eine ins Moor reichende Landzunge genannt, auf denen als natürlicher Schutz dann solche Burgen angesiedelt wurden.[2]

Müggenburg war ein Angerdorf, das sich aber im Laufe der Zeit durch die Dominanz des Gutes zum Gutsdorf wandelte. Die nördlich vom Ort gelegene Wasserburg als Herrenhaus des Gutes zeigt in seiner Wuchtigkeit mit dem eingebauten mittelalterlichen Fangelturm die Dominanz gegenüber dem Dorf.

Geschichtlich prägend für den Ort ist die Wasserburg Müggenburg (siehe dort) mit ihrem mittelalterlichen Turm, der von einem neuzeitlichen Schloss umbaut wurde. Das Gut gehörte, wie Neuenkirchen, dem Adelsgeschlecht von Neuenkirchen. Später waren die Familien von Lepel, von Schwerin und von Hahn in dessen Besitz. 1945 war das Gut im Besitz von Karl Friedrich Holtz.

Strippow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strippow wurde als Stroppow 1313 erstmals urkundlich erwähnt, 1618 in der Lubinschen Karte dann schon mit dem aktuellen Namen. Der slawische Name wird mit Räude, aber auch mit Dachstuhl gedeutet.[2]
Der Ort war von der Form her ein Angerdorf und von der Funktion her ein Bauerndorf mit sechs Dreiseithöfen, sowie einigen Landarbeiterkaten.[4]
In den 1970er Jahren wurde am Dorf vorbei der Peene-Südkanal erbaut.

Rosebarch (Wüstung) wurde mit diesem Namen erstmals 1288 urkundlich genannt. Es war zu der Zeit im Besitz der Nienkerken und lag zwischen Neuenkirchen und Müggenburg. Danach ist es verschwunden.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Neuenkirchen (bei Anklam)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen, IV. Teils Band II, Anklam 1868, S.
  • Manfred Niemeyer: Ostvorpommern. Quellen- und Literatursammlung zu den Ortsnamen. Bd. 2: Festland. (=Greifswalder Beiträge zur Ortsnamenkunde. Bd. 2), Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Institut für Slawistik, Greifswald 2001, ISBN 3-86006-149-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c d Manfred Niemeyer: Ostvorpommern. Quellen- und Literatursammlung zu den Ortsnamen. Bd. 2: Festland. (= Greifswalder Beiträge zur Ortsnamenkunde. Bd. 2), Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Institut für Slawistik, Greifswald 2001, ISBN 3-86006-149-6. S. 92 ff
  3. Literarischen Niederschriften über das Adelsgeschlecht der Nienkerken
  4. laut MTB (Messtischblatt) 1880 bis 1945

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neuenkirchen (bei Anklam) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien