Liepgarten

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Liepgarten
Liepgarten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Liepgarten hervorgehoben
Koordinaten: 53° 43′ N, 14° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Am Stettiner Haff
Höhe: 12 m ü. NHN
Fläche: 32,81 km2
Einwohner: 760 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17375
Vorwahl: 039771
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 078
Adresse der Amtsverwaltung: Stettiner Straße 1
17367 Eggesin
Webpräsenz: www.liepgarten.de
Bürgermeisterin: Katja Kaps
Lage der Gemeinde Liepgarten im Landkreis Vorpommern-Greifswald
BrandenburgLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-RügenBuggenhagenKrumminLassanWolgastWolgastZemitzAhlbeck (bei Ueckermünde)AltwarpEggesinGrambinHintersee (Vorpommern)LeopoldshagenLiepgartenLuckowLuckowLübs (Vorpommern)MeiersbergMönkebudeVogelsang-WarsinBargischowBargischowBlesewitzBoldekowBugewitzButzowDucherowIvenKrienKrusenfeldeNeetzow-LiepenMedowNeetzow-LiepenNeu KosenowNeuenkirchen (bei Anklam)PostlowRossinSarnowSpantekowStolpe an der PeeneAlt TellinBentzinDaberkowJarmenKruckowTutowVölschowBehrenhoffDargelinDersekowDiedrichshagenHinrichshagen (Vorpommern)LevenhagenMesekenhagenNeuenkirchen (bei Greifswald)Weitenhagen (bei Greifswald)BergholzBlankensee (Vorpommern)Boock (Vorpommern)Glasow (Vorpommern)Grambow (Vorpommern)LöcknitzNadrenseeKrackowPenkunPlöwenRaminRossowRothenklempenowBrünzowHanshagenKatzowKemnitz (bei Greifswald)KröslinKröslinLoissinLubminNeu BoltenhagenRubenowWusterhusenGörminLoitzSassen-TrantowAltwigshagenFerdinandshofHammer a. d. UeckerHeinrichswaldeRothemühlTorgelowTorgelowTorgelowWilhelmsburg (Vorpommern)JatznickBrietzigDamerow (Rollwitz)FahrenwaldeGroß LuckowJatznickJatznickKoblentzKrugsdorfNiedenPapendorf (Vorpommern)PolzowRollwitzSchönwalde (Vorpommern)Viereck (Vorpommern)ZerrenthinZüsedomKarlshagenMölschowPeenemündeTrassenheideBenz (Usedom)DargenGarz (Usedom)KamminkeKorswandtKoserowLoddinMellenthinPudaglaRankwitzStolpe auf UsedomÜckeritzUsedom (Stadt)ZempinZirchowBandelinGribowGroß KiesowGroß PolzinGützkowGützkowKarlsburg (Vorpommern)Klein BünzowLühmannsdorfMurchinRubkowSchmatzinWrangelsburgZiethen (bei Anklam)ZüssowHeringsdorfPasewalkStrasburg (Uckermark)UeckermündeWackerowGreifswaldGreifswaldPolenKarte
Über dieses Bild

Liepgarten ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald im Osten des deutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Die Gemeinde wird vom Amt Am Stettiner Haff mit Sitz in Eggesin verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Liepgarten schließt an den südwestlichen Ortsausgang der Stadt Ueckermünde direkt an. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Westufer der unteren Uecker bis in die Ueckermünder Heide hinein. Am Rand der Gemeinde liegt der Apothekerberg, mit 24 m ü. NN die höchste Erhebung zwischen Uecker und der Friedländer Großen Wiese.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Liepgarten
  • Jädkemühl
  • Starkenloch

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liepgarten

Gegenüber anderen Orten des Gebietes hat Liepgarten eine deutlich längere Geschichte. Vor der Germanisierung im Zuge der Ostexpansion gab es an der Stelle eine slawische Siedlung namens Lipagor (zu deutsch: Lindenberg; erste Erwähnung 1241). Die Eigentümer der Ortschaft wechselten häufig, ab 1270 gehörte sie zur neu gegründeten Stadt Ueckermünde. Ab 1496 war Liepgarten wieder herzoglicher Besitz. In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges war der Ort sogar zeitweise unbewohnt. Nach und nach erholte sich das gesamte Gebiet und den Bewohnern öffneten sich neben der Landwirtschaft neue Erwerbszweige.

Ab dem Anfang des 18. Jahrhunderts wurde Teer gebrannt, Ende des 19. Jahrhunderts entstanden viele Ziegeleien, in Liepgarten, das 1895 1.072 Einwohner hatte, waren allein drei in Betrieb. In der kalten Jahreszeit wurde der Ton gestochen, ab dem Frühjahr wurde er getrocknet und gebrannt. Eine Besonderheit war der Farbunterschied: die westlich der Uecker hergestellten Ziegel waren rot, die von der gegenüberliegenden Seite gelb. In Liepgarten lebten bis zum Zweiten Weltkrieg einige Familien von der Kahnschifferei. 1933 erreichte die Einwohnerzahl mit 1.220 Bewohnern einen Höhepunkt.

Das Bild Liepgartens hat sich seit der politischen Wende gewandelt. Ein neuer Straßenbelag löste 1993 die alte Pflasterung der Ortsstraße ab und neue Bäume wurden gepflanzt. In der Mitte Liepgartens steht die im 15. Jahrhundert gebaute Kirche. Einige Häuser aus der Gründerzeit sind erhalten geblieben, die heute noch das Ortsbild prägen.

Jädkemühl

Jädkemühl hieß früher Gödeke Möhlen, was auf eine ehemalige Mühle hindeutet.

Starkenloch

Starkenloch entstand als eine der sogenannten Holländereien, was von der Siedlungsweise abgeleitet worden ist (der Nachbarort südlich Liepgartens trägt den Namen Torgelow-Holländerei). Zwischen den beiden Ortsteilen lag das heute entwässerte Weiße Moor. Dank einer Umweltschutzgruppe blüht inzwischen wieder das Weiße Wollgras, das dem Gebiet einst den Namen gab.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 2. Mai 2001 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 242 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Über einem silbernen Schildfuß, darin ein blauer Wellenbalken, in Gold ein grüner Dreiberg, belegt mit einem goldenen Samenstand der Linde mit fünf Samenkapseln; auf dem Dreiberg eine rote Linde mit grünen Blättern.“

Das Wappen wurde von dem Liepgartener Dieter Pahl gestaltet.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist quer zur Längsachse des Flaggentuchs von Gold (Gelb)-Grün-Gold (Gelb) gestreift. Die goldenen (gelben) Streifen nehmen jeweils ein Viertel und der grüne Mittelstreifen die Hälfte der Länge des Flaggentuchs ein. In der Mitte des grünen Streifens liegt das Gemeindewappen, das zwei Drittel der Höhe und ein Drittel der Länge des Flaggentuchs einnimmt. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.

Patenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liepgarten unterhält seit 2002 eine Patenschaft zur Stabs- und Versorgungskompanie des Panzerbataillon 413, bald Jägerbataillon 413, der Bundeswehr in Torgelow-Spechtberg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Liepgarten

  • Aussichtsturm Apothekerberg Liepgarten
  • Erdholländer Windmühle Liepgarten
  • Reste der Ziegelei in der Torgelower Straße – von ehemals 4 Ziegeleien in Liepgarten, die Tongruben sind in der Feldmark noch zu sehen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Auswahl)

  • Floßfahrten-Veranstalter
  • Pension
  • Gaststätte
  • Renovierungsservice
  • Mineralölhandel
  • Hoch- Tief- und Wasserbau
  • Autolackiererei
  • Fuhrunternehmen
  • Bauunternehmen
  • Humusproduktion
  • Dentallabor
  • Planungs- und Entwicklungsgesellschaft

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Verbindungsstraße von Ueckermünde nach Torgelow. In Ferdinandshof, 16 km von Liepgarten entfernt, besteht Anschluss an das Bundesstraßennetz (B 109 von Pasewalk nach Anklam). Der nächste Bahnhof befindet sich im angrenzenden Ueckermünde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Liepgarten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).