Fahrenwalde

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Fahrenwalde führt kein Wappen
Fahrenwalde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fahrenwalde hervorgehoben
Koordinaten: 53° 26′ N, 14° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Uecker-Randow-Tal
Höhe: 70 m ü. NHN
Fläche: 26,1 km2
Einwohner: 297 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 11 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17309
Vorwahl: 039747
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 032
Adresse der Amtsverwaltung: Lindenstraße 32
17309 Pasewalk
Webpräsenz: www.amt-uecker-randow-tal.de
Bürgermeister: Dag Senßfelder (CDU)
Lage der Gemeinde Fahrenwalde im Landkreis Vorpommern-Greifswald
BrandenburgLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-RügenBuggenhagenKrumminLassanWolgastWolgastZemitzAhlbeck (bei Ueckermünde)AltwarpEggesinGrambinHintersee (Vorpommern)LeopoldshagenLiepgartenLuckowLuckowLübs (Vorpommern)MeiersbergMönkebudeVogelsang-WarsinBargischowBargischowBlesewitzBoldekowBugewitzButzowDucherowIvenKrienKrusenfeldeNeetzow-LiepenMedowNeetzow-LiepenNeu KosenowNeuenkirchen (bei Anklam)PostlowRossinSarnowSpantekowStolpe an der PeeneAlt TellinBentzinDaberkowJarmenKruckowTutowVölschowBehrenhoffDargelinDersekowDiedrichshagenHinrichshagen (Vorpommern)LevenhagenMesekenhagenNeuenkirchen (bei Greifswald)Weitenhagen (bei Greifswald)BergholzBlankensee (Vorpommern)Boock (Vorpommern)Glasow (Vorpommern)Grambow (Vorpommern)LöcknitzNadrenseeKrackowPenkunPlöwenRaminRossowRothenklempenowBrünzowHanshagenKatzowKemnitz (bei Greifswald)KröslinKröslinLoissinLubminNeu BoltenhagenRubenowWusterhusenGörminLoitzSassen-TrantowAltwigshagenFerdinandshofHammer a. d. UeckerHeinrichswaldeRothemühlTorgelowTorgelowTorgelowWilhelmsburg (Vorpommern)JatznickBrietzigDamerow (Rollwitz)FahrenwaldeGroß LuckowJatznickJatznickKoblentzKrugsdorfNiedenPapendorf (Vorpommern)PolzowRollwitzSchönwalde (Vorpommern)Viereck (Vorpommern)ZerrenthinZüsedomKarlshagenMölschowPeenemündeTrassenheideBenz (Usedom)DargenGarz (Usedom)KamminkeKorswandtKoserowLoddinMellenthinPudaglaRankwitzStolpe auf UsedomÜckeritzUsedom (Stadt)ZempinZirchowBandelinGribowGroß KiesowGroß PolzinGützkowGützkowKarlsburg (Vorpommern)Klein BünzowLühmannsdorfMurchinRubkowSchmatzinWrangelsburgZiethen (bei Anklam)ZüssowHeringsdorfPasewalkStrasburg (Uckermark)UeckermündeWackerowGreifswaldGreifswaldPolenKarte
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Fahrenwalde ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald im Osten Mecklenburg-Vorpommerns (Deutschland). Sie wird vom Amt Uecker-Randow-Tal mit Sitz in der Stadt Pasewalk verwaltet.

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Bröllin, Friedrichshof und Karlsruh.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde an der Landesgrenze zu Brandenburg liegt auf einer Hochfläche, die nach Nordosten zum Randowbruch abfällt. Die Umgebung zwischen der Stadt Pasewalk und der uckermärkischen Kleinstadt Brüssow ist hügelig (Höhen bis 99 m ü. NN). Zwischen dem Kernort Fahrenwalde und dem Ortsteil Bröllin sowie nordöstlich des Ortsteiles Friedrichshof befinden sich mehrere kleine Sölle (unter anderem „Ziegeleipfuhl“ und „Kleiner Roetpfuhl“).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Juli 1952 wurde Fahrenwalde zusammen mit anderen Gemeinden aus dem brandenburgischen, bis 1945 preußischen Landkreis Prenzlau herausgelöst und dem Kreis Pasewalk im Bezirk Neubrandenburg zugeordnet.

Alte Bauernhäuser mit ihren Nebengebäuden bestimmen das Bild des Angerdorfes Fahrenwalde.

Im Ortsteil Bröllin befindet sich ein früheres Rittergut und die zugehörigen Gutsanlagen, das heute als Schloss Bröllin bezeichnet wird, und dessen Ursprünge mindestens bis 1233 datiert werden können.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl 2014 waren 7 Sitze in der Gemeindevertretung zu besetzen. Auf Grund eines Mangels an Bewerbern konnten nur 6 Mandate vergeben werden.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Fahrenwalde findet jährlich ein Schaupflügen statt

Im Jahre 1847 wurde als gemeinschaftliche Anlage u. a. das Gebiet des Stadtbrooks (Richtung Broellin), das des „Schwarzen Graben“ (Richtung Caselow) und das des Röt-Pools bzw. Rötpfuhls beschrieben. Es wurde erstmals eine Baumschule „Zum Dorfe“ bzw. „zum Gebrauch sämtlicher Fahrenwalder Einwohner“ erwähnt, diese hatte eine Größe von 45 Ruten. Im Dorf existierten drei Schneider. In dieser Zeit war auch die Windmühle am Ortsausgang nach Broellin (Müller Beschoren) gebaut worden, sie wurde 1847 noch als Baustelle bezeichnet. 1860 gab es eine zweite Ziegelei und zwei Getreidemühlen. 1892 gründete sich die dörfliche Molkereigenossenschaft aus acht Mitgliedern. (Hauptartikel: → Dampfmolkerei Fahrenwalde)

Im Jahre 1957 entwickelte sich die MAS (Maschinen-Ausleih-Station) zur MTS (Maschinen-Traktoren-Station), ihr Fuhrpark erweiterte sich stark und auch ein Mähdrescher gehörte dazu. 1958 wurde am westlichen Ortsausgang eine große Schweinemastanlage gebaut und mit Wasser versorgt. 1968–1969 baute die Maurerbrigade der LPG einen zusätzlichen Schweinestall im Ortsteil Karlsruh. Damit verfügte sie mit Fahrenwalde West und dem Ortsteil Herrmannshof über drei große und mehrere kleinere Mastanlagen.

1972 wurde im Dorfzentrum eine neue Gaststätte mit Saal und eine Verkaufsstelle gebaut. Hier zog 1973 auch die „Konsum-Verkaufsstelle“, die sich lange Jahre auf dem Holz´schen Grundstück an der Eckkreuzung befand, ein. In diesem Jahr besaß die LPG etwa 600 Kühe (35 je ha, Milchleistung 3400 kg pro Jahr und Kuh).

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In neun Kilometer Entfernung liegt der Autobahnanschluss Pasewalk-Ost (Ostseeautobahn A 20), Bahnanschluss besteht im zehn Kilometer entfernten Pasewalk.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. Mai 1875 wurde im alten Schulhaus der uckermärkische Heimatdichter Max Lindow geboren. Er verbrachte hier seine Jugend und der Schöpfer des „Uckermärkerliedes“ erinnerte daran auch in seinen Erzählungen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VIII, Uckermark, Weimar 1986, ISBN 3-7400-0042-2
  • Johannes Schultze (Hrsg.): Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375, Veröffentlichung der Historischen Kommission für die Provinz Brandenburg und die Reichshauptstadt Berlin, VIII, 2, Berlin 1940

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2016 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wahlergebnis 2014