Krackow

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Krackow führt kein Wappen
Krackow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Krackow hervorgehoben
Koordinaten: 53° 20′ N, 14° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Löcknitz-Penkun
Höhe: 34 m ü. NHN
Fläche: 44,18 km2
Einwohner: 671 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 17329,
17322 (Lebehn),
17328 (Battinsthal, Schuckmannshöhe)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 039746
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 067
Adresse der Amtsverwaltung: Chausseestraße 30
17321 Löcknitz
Webpräsenz: www.amt-loecknitz-penkun.de
Bürgermeister: Gerd Sauder
Lage der Gemeinde Krackow im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Brandenburg Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Buggenhagen Krummin Lassan Wolgast Wolgast Zemitz Ahlbeck (bei Ueckermünde) Altwarp Eggesin Grambin Hintersee (Vorpommern) Leopoldshagen Liepgarten Luckow Luckow Lübs (Vorpommern) Meiersberg Mönkebude Vogelsang-Warsin Bargischow Bargischow Blesewitz Boldekow Bugewitz Butzow Ducherow Iven Krien Krusenfelde Neetzow-Liepen Medow Neetzow-Liepen Neu Kosenow Neuenkirchen (bei Anklam) Postlow Rossin Sarnow Spantekow Stolpe an der Peene Alt Tellin Bentzin Daberkow Jarmen Kruckow Tutow Völschow Behrenhoff Dargelin Dersekow Diedrichshagen Hinrichshagen (Vorpommern) Levenhagen Mesekenhagen Neuenkirchen (bei Greifswald) Weitenhagen (bei Greifswald) Bergholz Blankensee (Vorpommern) Boock (Vorpommern) Glasow (Vorpommern) Grambow (Vorpommern) Löcknitz Nadrensee Krackow Penkun Plöwen Ramin Rossow Rothenklempenow Brünzow Hanshagen Katzow Kemnitz (bei Greifswald) Kröslin Kröslin Loissin Lubmin Neu Boltenhagen Rubenow Wusterhusen Görmin Loitz Sassen-Trantow Altwigshagen Ferdinandshof Hammer a. d. Uecker Heinrichswalde Rothemühl Torgelow Torgelow Torgelow Wilhelmsburg (Vorpommern) Jatznick Brietzig Damerow (Rollwitz) Fahrenwalde Groß Luckow Jatznick Jatznick Koblentz Krugsdorf Nieden Papendorf (Vorpommern) Polzow Rollwitz Schönwalde (Vorpommern) Viereck (Vorpommern) Zerrenthin Züsedom Karlshagen Mölschow Peenemünde Trassenheide Benz (Usedom) Dargen Garz (Usedom) Kamminke Korswandt Koserow Loddin Mellenthin Pudagla Rankwitz Stolpe auf Usedom Ückeritz Usedom (Stadt) Zempin Zirchow Bandelin Gribow Groß Kiesow Groß Polzin Gützkow Gützkow Karlsburg (Vorpommern) Klein Bünzow Lühmannsdorf Murchin Rubkow Schmatzin Wrangelsburg Ziethen (bei Anklam) Züssow Heringsdorf Pasewalk Strasburg (Uckermark) Ueckermünde Wackerow Greifswald Greifswald PolenKarte
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Krackow [ˈkraːko] ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald im äußersten Südosten Mecklenburg-Vorpommerns (Deutschland). Die Gemeinde gehört zum Amt Löcknitz-Penkun mit Sitz in der Gemeinde Löcknitz.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krackow befindet sich im Südostzipfel des Landes Mecklenburg-Vorpommern zwischen der Randow (Landesgrenze zu Brandenburg und auf 4 km Gemeindegrenze) und der 10–15 km entfernten Oder im Osten. Krackow liegt 25 km südöstlich der Stadt Pasewalk und 20 km südwestlich des Stadtzentrums von Stettin (Szczecin, Polen). Im Westen hat das Gemeindegebiet Anteil am Randowbruch. Der größere Teil aber liegt auf dem hügeligen Grundmoränenrücken. Hier gibt es, vor allem im Osten der Gemeinde, mehrere kleine Seen; der flächenmäßig größte ist der Lebehnsche See im Nordosten. Nahe dem Ortsteil Schuckmannshöhe befindet sich mit dem Düsteren See ein Badesee. Der Wasserspiegel des Seegrabens, der einen See südlich der Gemeinde zur Randow hin entwässert, liegt in Krackow 14 m über dem der Randow. Die Höhen der Hügelkuppen liegen etwa 40 m über NN.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile[2]
Eingemeindungen
  • Battinsthal mit Schuckmannshöhe und Hohenholz wurden am 15. Oktober 1950 als ein Ortsteil eingemeindet.[3]
  • Lebehn mit Kyritz wurden am 13. Juni 2004 als ein Ortsteil eingemeindet.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krackow: Der Name ist slawischen Ursprungs und könnte Ort der Krähen bedeuten (Kracac = krächzen) oder von krk = Hals abgeleitet sein und sich auf die geografische Lage in einem Bachtal zwischen Seen und dem breiten Randowtal beziehen. Nach archäologischen Erkenntnissen fand die slawische Ortsgründung um nach 600 n. Chr. statt. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes war 1271 als Otto von Ramin den Franziskanern zu Stettin aus seinen Gütern zu Krackow eine Hebung schenkte.

Battinsthal wurde im 17. Jahrhundert als Vorwerk angelegt, im Gutspark befindet sich eine Grabkapelle.

Schuckmannshöhe wurde 1824 von Kammerherr Carl Friedrich von Schuckmann als Vorwerk von Battinsthal angelegt.

Hohenholz ist über 700 Jahre alt und war früher ein Rittergut. Die örtliche Feldsteinkirche mit Fachwerkturm wurde saniert. Das Gutshaus, ein zweigeschossiger verputzter Backsteinbau, wurde 1840 im Stil des Barock für die Familie von Eickstedt errichtet, die das Gut von 1280 bis 1945 besaß.

Lebehn wurde 1490 erstmals erwähnt. Zusammen mit dem Ort Kyritz (erste Erwähnung 1523) liegt Lebehn in einem Seengebiet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Krackow Battinsthal Schuckmannshöhe Hohenholz Lebehn Kyritz Quelle[5]
1900 401 204 356 155 29 [6]
1925 595 468 244 [7]
1933 739 218 275 [7]
1939 756 211 268 [7]
1990 742 --- --- --- 189
1995 707 --- --- --- 174
2000 693 --- --- --- 160
2003 644 --- --- --- 154
2005 776 --- --- --- --- ---
2010 724 --- --- --- --- ---
2015 671 --- --- --- --- ---

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • vor 2006 bis Juli 2016 Alfred Hopfinger (zurückgetreten)
  • Juli bis November 2016 Hans-Peter Bobrowski (amtierend)
  • seit November 2016 Gerd Sauder

Sehenswürdigkeiten, Kultur und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Krackow

  • Krackow
    • Historische Nutzgarten
    • Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert
    • Gutshaus: Zweigeschossiger, 13-achsiger Putzbau mit Mittelrisalit
    • Gutshaus: Eingeschossiger, 8-achsiger Putzbau mit Krüppelwalmdach und Mittelrisalit sowie dem großen Stallspeicher; Gutsbesitz u.a. der Familien von Krakevitz (13. Jh.) und Moltke (14. Jh.)
    • Oldtimermuseum mit Kutschen, Schlitten und Oldtimer als Zwei - und Vierräder aus den 1920er bis 1970er Jahren
  • Battinsthal: Gutshaus sowie Gutspark mit Friedhof und Grabkapelle
  • Hohenholz:
  • Gutshaus Lebehn: Zweigeschossiger Putzbau von 1910 mit Park

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alljährlich veranstaltet der Oldtimerverein eine Ausfahrt und lädt zum Treffen ein.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Krackow befindet sich die Kindertagesstätte Kinderland.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krackow liegt an der Bundesstraße 113, 3,5 Kilometer nördlich der Autobahnauffahrt Penkun an der Bundesautobahn 11 (BerlinStettin). Die Grenzübergänge nach Polen sind nur wenige Kilometer entfernt (Mescherin, Rosow, Pomellen, Linken). Touristisch ist die Gemeinde durch den Oder-Neiße-Radweg angebunden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Krackow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Krackow. 27. Februar 2014, § 8, S. 4 (amt-loecknitz-penkun.de [PDF; 3,2 MB; abgerufen am 8. September 2017]).
  3. genealogy.net: Landkreis Randow
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
  5. Der Bevölkerungsstand nach Gemeinden und Kreisen in Mecklenburg-Vorpommern, zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres, in: SIS-Datenbank des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommerns.
  6. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900. Kreis Randow.
  7. a b c Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichsgründung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Kreis Greifenhagen.