Orx

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Orx
Òrcs
Orx (Frankreich)
Orx
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Landes
Arrondissement Dax
Kanton Pays Tyrossais
Gemeindeverband Maremne Adour Côte Sud
Koordinaten 43° 36′ N, 1° 22′ WKoordinaten: 43° 36′ N, 1° 22′ W
Höhe 3–31 m
Fläche 11,89 km2
Einwohner 624 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 52 Einw./km2
Postleitzahl 40230
INSEE-Code

Orx (okzitanisch: Òrcs) ist eine französische Gemeinde mit 624 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Landes in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Dax und zum 2011 gegründeten Gemeindeverband Maremne Adour Côte Sud.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orx liegt etwa 15 Kilometer nordöstlich von Bayonne und ca. acht Kilometer (Luftlinie) von der Atlantikküste entfernt; weiträumiger gesehen zwischen den Wäldern der Landes de Gascogne im Norden und dem Vorland der Pyrenäen im Süden. Die angrenzenden Gemeinden sind

Zu Orx gehören die Ortsteile Bel-Air, Claous, Le Tuc und Meunier sowie zahlreiche Einzelhöfe. Das 11,89 km² umfassende Gemeindegebiet bildet faktisch eine Halbinsel, im Norden, Westen und Süden umgeben vom ca. 775 ha großen Marais d’Orx, einem Sumpfgebiet, dessen größter Teil seit 1995 als Naturreservat von nationalem Rang (Réserve naturelle nationale) geschützt ist. Das Sumpfgebiet wird auf vielen Karten als geschlossene Seefläche dargestellt, fällt aber in niederschlagsarmen Perioden teilweise trocken. Viele Versuche, das Land für den Maisanbau trockenzulegen, scheiterten und erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde durch ständiges Abpumpen des Wassers eine Polderlandschaft etabliert. Der Wasserspiegel der Marais d’Orx liegt nur zwei Meter über dem Meeresspiegel und hat keinen natürlichen Abfluss. Die Zuflüsse werden in mehreren Kanälen gesammelt und um den Sumpf herum über den Boudigau (auch Canal de Ceinture genannt) abgeführt, der dann in der nahen Küstenstadt Capbreton in den Atlantik mündet. In den 1990er Jahren war das Abpumpen des Wassers nicht mehr wirtschaftlich und man entschloss sich, das Gebiet sich selbst zu überlassen. Die nunmehr großen Wasserflächen wurden zu einem bedeutenden Rastplatz für Zugvögel – der Hauptgrund für die strengen Naturschutzbestimmungen. Landwirtschaftlich genutzt werden heute nur die Ausbuchtungen im Nordosten und Südosten des Marais d’Orx, die durch Straßendämme vom offenen Wasser getrennt sind.[1] Das Gemeindegebiet liegt zwischen 3 und 31 m über dem Meer und zeigt einen Wechsel aus Acker- Wiesen- und kleinen Waldflächen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016
338 347 320 342 370 422 454 608
Quellen: Cassini[2] und INSEE[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche St. Martin; romanischer Bau aus dem 12. Jahrhundert (der quadratische Turm wurde im 18. Jahrhundert hinzugefügt), Monument historique[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Orx sind 14 Landwirtschaftsbetriebe (Getreide- und Gemüseanbau, Pferdezucht, Schaf- und Ziegenhaltung).[5] und sieben Forstbetriebe ansässig.[6]

Durch die Gemeinde Orx verläuft die Fernstraße D 71 von Labenne nach Saubrigues. In Tarnos,15 Kilometer südwestlich von Orx, besteht ein Anschluss an die Autoroute A 63. Der nächste Bahnhof befindet sich in der sechs Kilometer westlich gelegenen Gemeinde Labenne an der Bahnstrecke Bordeaux–Irun.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Naturreservat Marais d’Orx
  2. [cassini.ehess.fr/cassini/fr/html/fiche.php?select_resultat=25826 Orx auf cassini.ehess.fr]
  3. Orx auf insee.fr
  4. Eintrag in der Base Mérimée des Kulturministeriums. Abgerufen am 21. März 2015 (französisch).
  5. Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)
  6. Forstbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Orx – Sammlung von Bildern