Tarnos

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Tarnos
Tarnos (Frankreich)
Tarnos
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Landes
Arrondissement Dax
Kanton Seignanx
Gemeindeverband Seignanx
Koordinaten 43° 32′ N, 1° 28′ WKoordinaten: 43° 32′ N, 1° 28′ W
Höhe 0–53 m
Fläche 26,26 km2
Einwohner 12.363 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 471 Einw./km2
Postleitzahl 40220
INSEE-Code
Website http://www.ville-tarnos.fr/

Rathaus Tarnos

Tarnos ist die fünftgrößte Stadt mit 12.363 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Landes der französischen Region Aquitanien. Sie gehört zum Kanton Seignanx.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tarnos ist die westlichste Gemeinde des Départements Landes. Sie liegt an der Côte d’Argent (Silberküste), nördlich der Mündung des Adour und damit nördlich des Labourd, 5 Kilometer nördlich von Bayonne, 7,4 Kilometer nordöstlich von Anglet und 12 Kilometer nordöstlich von Biarritz, zwischen den Nachbargemeinden Boucau im Südwesten und Ondres im Nordosten.[1] Das Gemeindegebiet umfasst 2700 Hektar, davon werden 75 % landwirtschaftlich genutzt oder sind naturbelassen, 25 % sind bebaut.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname stammt aus gallo-römischer Zeit (52 v. Chr. bis 486) und besteht aus dem Namen Tarinus und der iberischen Silbe -os, „Landgut“, er bedeutet also „Landgut des Tarinus“. Urkundlich erwähnt wurde Tarnos allerdings erst im 12. Jahrhundert. Die befestigte Kirche von Tarnos wurde im 12. Jahrhundert erbaut, sie war eine Kommende des Malteserordens. Sie war eine Anlaufstelle für Pilger des Jakobswegs, die den Voie de Soulac, eine Alternative zur Via Turonensis, benutzten.

Ursprünglich floss der Adour von Süden nach Norden durch die Stadt. Der Ingenieur und Architekt Louis de Foix (1530/1538–1602/1604) ließ einen Damm bauen, der den Adour im Norden blockierte, so dass der Fluss direkt ins Meer geleitet wurde. Der neue Verlauf des Flusses wurde am 28. Oktober 1578 eingeweiht.

1855 wurde der Bahnhof von Boucau eingeweiht, das damals noch Teil von Tarnos war. 1857 wurde Boucau selbstständig.[2] Um 1883 wurden das Eisenwerk Forges de l’Adour eingerichtet, das zu einem Aufschwung in Tarnos führte. Bis 1963 war die wirtschaftliche Situation der Stadt eng mit der eisenverarbeitenden Industrie verknüpft.[3]

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1998 unterhält Tarnos eine Städtepartnerschaft mit Serpa in Portugal.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortseingangsschilder

Tarnos ist mit zwei Blumen im Conseil national des villes et villages fleuris (Nationalrat der beblümten Städte und Dörfer) vertreten.[4] Die „Blumen“ werden im Zuge eines regionalen Wettbewerbs verliehen, wobei maximal drei Blumen erreicht werden können.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tarnos liegt an der Europastraße 70/Europastraße 5. 9,4 Kilometer südwestlich liegt der Flughafen Biarritz[1] und der nächste Handelshafen ist der Port de Bayonne.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tarnos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Tarnos auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 20. März 2010
  2. Tarnos auf cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 20. März 2010
  3. Tarnos in der Base Mérimée (französisch) Abgerufen am 20. März 2010
  4. Tarnos, Palmarès des communes labellisées@1@2Vorlage:Toter Link/www.villes-et-villages-fleuris.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (französisch) Abgerufen am 7. Oktober 2012