Troyon

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Troyon
Troyon (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Meuse (55)
Arrondissement Commercy
Kanton Saint-Mihiel
Gemeindeverband Sammiellois
Koordinaten 49° 0′ N, 5° 28′ OKoordinaten: 49° 0′ N, 5° 28′ O
Höhe 206–319 m
Fläche 13,07 km²
Einwohner 235 (1. Januar 2020)
Bevölkerungsdichte 18 Einw./km²
Postleitzahl 55300
INSEE-Code

Kirche Saint-Martin

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Troyon ist eine französische Gemeinde mit 235 Einwohnern (Stand 1. Januar 2020) im Département Meuse in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Commercy, zum Kanton Saint-Mihiel und zum Gemeindeverband Sammiellois.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Troyon liegt an der Maas, etwa 50 Kilometer westlich von Metz und auf halbem Weg zwischen Verdun und Saint-Mihiel an der ehemaligen Route nationale 64. Zu Troyon gehören die Ortsteile Liseral und Palameix. Nachbargemeinden von Troyon sind Ranzières im Norden, Vaux-lès-Palameix im Nordosten, Lacroix-sur-Meuse im Osten und Südosten, Woimbey im Süden, Bouquemont im Südwesten, Tilly-sur-Meuse im Westen sowie Ambly-sur-Meuse im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Ersten Weltkriegs starben in der Gegend von Troyon tausende Soldaten im Kampf oder anschließend in Lazaretten. Im September 1914 kämpften Truppen des Deutschen Heeres, um die Maashöhen einzunehmen und um bei St. Mihiel einen Brückenkopf westlich der Maas zu erobern. Am 8. September begannen Verbände der 5. Armee, das Fort de Troyon mit Granaten zu beschießen. Das Fort, zur Barrière de fer gehörend, war das einzige ernsthafte Hindernis auf dem Weg flussabwärts nach Verdun. Am 13. September stellten sie das Feuer ergebnislos ein.

Bald erstarrte die Front, wie an anderen Abschnitten der Westfront auch. Bis 1918 wurde ein Stellungskrieg geführt. Während der Schlacht um Verdun (Februar bis Dezember 1916) lagen im Umland von Verdun, so auch in und um Troyon, zahlreiche deutsche Truppen, die aber nicht über das Fort Troyon hinaus kamen. Truppen der American Expeditionary Forces mit französischen Verbänden griffen vom 12. bis zum 15. September in der Schlacht von St. Mihiel an und zwangen die deutschen Truppen, den dortigen Frontbogen ('la poche de Saint-Mihiel) aufzugeben. Damit endete die deutsche Besetzung dieses Gebiets.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2005 2019
Einwohner 316 290 240 201 187 213 215 244
Quellen: Cassini und INSEE

Soldatenfriedhof Troyon Vaux les Palameix[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen den Ortsteilen Liseral und Palameix gibt es einen deutschen Soldatenfriedhof. Dort sind 5590 Soldaten bestattet, die auf deutscher Seite im Ersten Weltkrieg kämpften und starben.[1][2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes de la Meuse. Flohic Editions, Band 2, Paris 1999, ISBN 2-84234-074-4, S. 849–853.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Troyon (Meuse) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge: Soldatenfriedhof Troyon
  2. Deutscher Soldatenfriedhof Troyon „Vaux les Palameix“. denkmalprojekt.org