Anna-Lena Grönefeld

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Anna-Lena Grönefeld Tennisspieler
Anna-Lena Grönefeld
Anna-Lena Grönefeld 2013 bei den French Open
Nationalität: DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag: 4. Juni 1985
Größe: 180 cm
Gewicht: 75 kg
1. Profisaison: 2003
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Dirk Dier
Preisgeld: 3.141.666 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 287:205
Karrieretitel: 1 WTA, 12 ITF
Höchste Platzierung: 14 (17. April 2006)
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 314:198
Karrieretitel: 14 WTA, 6 ITF
Höchste Platzierung: 7 (6. März 2006)
Aktuelle Platzierung: 36
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 10. November 2014
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Anna-Lena Grönefeld (* 4. Juni 1985 in Nordhorn) ist eine deutsche Tennisspielerin. In der deutschen Tennis-Bundesliga spielt sie seit der Saison 2010 für den TC Blau-Weiss Bocholt, mit dem sie 2012, 2013 und 2014 Deutsche Mannschaftsmeisterin wurde. Mit dem TC Rüppurr feierte sie 2006 und 2007 den Meistertitel.

Karriere[Bearbeiten]

Die Anfänge[Bearbeiten]

Grönefeld begann im Alter von fünf Jahren mit dem Tennissport. Sie entschloss sich 2003, Nordhorn zu verlassen und die Tennisakademie von Rafael Font de Mora in Scottsdale, Arizona, zu besuchen. Ihre Ausbildung dort wurde von ihrem Ausrüster Adidas, dem Deutschen Tennis-Bund und dem Niedersächsischen Tennisverband finanziert. Kurz nach diesem Schritt gewann sie den Junioren-Wettbewerb von Roland Garros. In der Saison 2003 war Grönefeld im Einzel und im Doppel die Nummer 1 der Juniorenweltrangliste.

Sie gewann sieben ITF-Einzeltitel und wurde im April 2003 Profispielerin. Den größten Erfolg vor ihrem eigentlichen Durchbruch feierte sie im Juli 2004 beim WTA-Turnier in Palermo, als sie dort ins Viertelfinale einzog.

Saison 2005 – Durchbruch[Bearbeiten]

Der Einzug ins Endspiel beim WTA-Turnier in Pattaya, das sie in drei Sätzen gegen Conchita Martínez verlor, ihre Halbfinalteilnahme beim WTA-Event in Stanford im Juli und der Finaleinzug in Peking und in Luxemburg im September brachten Grönefeld in der Weltrangliste weit nach vorne. Bei den Australian Open, den French Open und den US Open erreichte sie jeweils die dritte Runde.

Ihren ersten WTA-Titel im Doppel gewann Grönefeld im Februar zusammen mit Marion Bartoli beim Turnier von Pattaya. In Wimbledon und bei den US Open spielte sie an der Seite von Martina Navrátilová, mit der sie bis ins Halbfinale kam. In Montreal gewann sie mit Navratilova ihren ersten Tier-I-Titel im Doppel. Ihren dritten Doppeltitel auf der WTA Tour sicherte sie sich im September auf Bali an der Seite von Meghann Shaughnessy. Mit Tommy Haas bildete sie das deutsche Team beim Hopman Cup 2005. Dort gewann sie gegen Gisela Dulko eine von drei Einzelbegegnungen. Aufgrund einer Verletzung von Haas mussten sie gegen Argentinien aufgeben.

Bei ihrem letzten Turnier 2005 in Moskau führte Grönefeld in der zweiten Runde mit 6:1 und 4:2, als sie in der Begegnung gegen Marija Scharapowa umknickte und aufgeben musste. Im August 2005 schaffte sie erstmals den Sprung unter die Top 30 der Weltrangliste, im Oktober gehörte sie bereits zu den besten 20. Damit war Deutschland erstmals nach Anke Huber wieder mit einer Spielerin in den Top 20 vertreten.

Saison 2006[Bearbeiten]

Nach der Verletzungspause gab es zunächst Rückschläge. Grönefeld konnte auch beim Hopman Cup, dieses Mal mit Nicolas Kiefer, nicht ihre Vorjahresform erreichen. Nachdem sie im Einzel bei den Australian Open bereits in der zweiten Runde ausgeschieden war, erreichte sie mit Doppelpartnerin Shaughnessy das Halbfinale. Im Anschluss trat sie als bestplatzierte Spielerin, die je an einem ITF-Turnier teilgenommen hatte, in St. Ulrich in Gröden an und verlor in der ersten Runde gegen die 161 Plätze schlechter platzierte Qualifikantin Aravane Rezaï.

Anfang März schlug Grönefeld zurück, als sie auf ihrem Lieblingsbelag Sand in Acapulco sowohl im Einzel (gegen Flavia Pennetta in drei Sätzen) als auch im Doppel (erneut mit Shaughnessy) siegte. Beim anschließenden Turnier in Indian Wells erreichte sie erstmals auf der Tour ein Viertelfinale, einige Wochen später in Charleston das erste WTA-Halbfinale. Dort scheiterte sie an der Nummer 2 der Setzliste, Nadja Petrowa, nachdem sie im Viertelfinale die an 4 gesetzte Swetlana Kusnezowa hatte schlagen können. Nach schwächeren Auftritten zu Beginn der europäischen Sandplatzsaison fand Grönefeld Ende Mai zu alter Stärke zurück und erreichte in Istanbul das Halbfinale. An ihrem 21. Geburtstag zog sie dann ins Viertelfinale der French Open ein, das sie gegen Titelverteidigerin Justine Henin mit 5:7, 2:6 verlor.

In Eastbourne erreichte sie erstmals in ihrer Karriere das Viertelfinale eines Rasenturniers. Nach drei vergebenen Matchbällen verlor sie mit 7:5, 5:7, 6:7 gegen Swetlana Kusnezowa. In Wimbledon unterlag sie Zwetana Pironkowa mit 6:3, 3:6, 1:6. Nach einer Erstrundenniederlage bei den US Open (6:2, 0:6, 4:6 gegen Rezaï) trennte sie sich schließlich von ihrem Trainer Font de Mora. Doch lief es zunächst kaum besser – nur noch ein Sieg folgte nach der Trennung. In kürzester Zeit nahm sie stark an Gewicht zu und sie beendete die Saison auf Rang 19.

Saison 2007[Bearbeiten]

Bis Ende Februar hatte Grönefeld eine Einzelbilanz von 1:6, nur bei den Australian Open konnte sie ein Match gewinnen. Nach Erstrundenniederlagen in Antwerpen, Dubai und Doha folgte eine siebenwöchige Turnierpause; sie fiel in der Weltrangliste auf Platz 45 zurück. Danach spielte sie in der zweiten Weltgruppe für das deutsche Fed-Cup-Team, das Kroatien mit 4:1 besiegte. Grönefeld gewann beide Einzel, gegen Ivana Lisjak in drei Sätzen, gegen Jelena Kostanić Tošić mit 6:3, 6:4. Beim Turnier in Warschau unterlag sie nach einem Erstrundenerfolg über Kaia Kanepi im Achtelfinale der Weltranglistenersten Henin. In Berlin schied sie gegen Shahar Peer bereits in der ersten Runde aus, wie auch in Rom und in Istanbul. Die Pleitenserie setzte sich bei den French Open fort, wo Grönefeld in Runde eins Mathilde Johansson in zwei Sätzen unterlag. Sie fiel in der Weltrangliste aus den Top 100. Auch in Eastbourne kam gegen Lucie Šafářová das Aus im Auftaktmatch.

Im Doppel lief es besser – gleich zu Beginn der Saison gewann sie an der Seite von Shaughnessy das WTA-Turnier in Sydney. Bei den Australian Open kamen sie ins Viertelfinale, in Doha bis ins Halbfinale. Ihre Niederlagenserie im Einzel setzte sich zunächst auch in Wimbledon fort. Die 22-Jährige unterlag in ihrem Auftaktmatch der Qualifikantin Nika Ozegovic mit 3:6, 2:6 und musste damit 2007 bereits die elfte Erstrundenniederlage hinnehmen. Ihren ersten Sieg seit Warschau landete sie in Bad Gastein mit 6:4, 2:6, 6:0 über Roberta Vinci. Im Achtelfinale verlor sie trotz dreier Matchbälle gegen María José Martínez Sánchez mit 4:6, 6:1 und 6:7. In Stockholm gewann sie ihr Erstrundenspiel mit 6:0, 6:2 gegen Iveta Benešová und scheiterte im Achtelfinale erneut an Pironkowa. Am 26. November trat Grönefeld bei einem ITF-Turnier an und verlor auch dort in der ersten Runde gegen die über 400 Plätze hinter ihr notierte Ana Savic.

Saison 2008[Bearbeiten]

Bei ihrem Comeback am 3. Mai in Zagreb verlor sie beim dortigen ITF-Turnier nach drei gewonnenen Qualifikationsrunden erneut ihr Auftaktmatch. Das folgende Turnier in Zlín (Tschechien) konnte sie jedoch mit einem Endspielsieg über Jelena Kostanić Tošić für sich entscheiden. Die nächsten beiden ITF-Titel folgten in Alkmaar, wo sie im Finale Marlot Meddens beim 6:1, 6:1 keine Chance ließ, und in Périgueux, wo sie Florence Haring mit 6:3, 6:3 bezwang.

Für das Tier-IV-Turnier in Budapest erhielt Grönefeld eine Wildcard. Sie bezwang die Ungarin Palma Kiraly mit 6:0, 6:4 und die an 5 gesetzte Lucie Šafářová mit 6:1, 6:4. Beim Tier-III-Turnier Gastein Ladies besiegte sie zu Beginn Julija Wakulenko und wurde dann von der späteren Siegerin Pauline Parmentier in drei Sätzen (7:5, 4:6, 6:4) geschlagen. Anfang August konnte Grönefeld das ITF-Turnier in Rimini gewinnen. Danach unterlag sie der wiedererstarkten Jelena Bowina im Endspiel des GHI Bronx Tennis Classic (ITF) in New York.

Nach überstandener Qualifikation zeigte Grönefeld ihre neu gefundene Stärke auch in der Hauptrunde der US Open, wo sie gegen die an 11 gesetzte Daniela Hantuchová mit 6:4, 6:2, gegen die mit einer Wildcard angetretenen Jessica Moore mit 6:1, 6:3 sowie die junge Alizé Cornet mit 6:4 und 7:5 gewann. Im Achtelfinale – nach sechs gewonnenen Spielen in Folge – musste sie sich gegen Dinara Safina mit 5:7, 0:6 geschlagen geben. Im Doppel verlor Grönefeld an der Seite von Patty Schnyder die Achtelfinalpartie gegen Dominika Cibulková und Virginie Razzano.

Auch bei den Bali Open musste sie sich bereits nach Runde eins verabschieden. Sie unterlag der späteren Finalistin Tamira Paszek mit 5:7 und 4:6. Für das Turnier in Stuttgart erhielt sie eine Wildcard, unterlag jedoch gleich in Runde eins Venus Williams. Im Doppel konnte sie dagegen einen weiteren Turniersieg feiern. Mit Patty Schnyder gewann sie gegen das topgesetzte Duo Květa Peschke/Rennae Stubbs das Finale mit 6:2, 6:4.

In der Qualifikation der Zurich Open verpasste Grönefeld nach zwei gewonnenen Partien den Einzug in die Hauptrunde durch eine 3:6-, 5:7-Niederlage gegen Petra Kvitová. Im Doppel erreichte sie mit Schnyder das Endspiel, das gegen die topgesetzten Cara Black/Liezel Huber mit 1:6, 6:73 verloren ging. Im November gewann sie mit Vania King (USA) das WTA-Turnier von Québec. Im Finale besiegten die beiden Tamarine Tanasugarn und Jill Craybas mit 7:6, 6:4.

Saison 2009[Bearbeiten]

Zu Beginn des Jahres gewann Grönefeld mit Vania King die Doppelkonkurrenz der Brisbane International. Bei den Australian Open unterlag sie bereits in Runde eins der Qualifikantin Elena Baltacha. Beim Fed-Cup-Match gegen die Schweiz verlor sie gegen Patty Schnyder, besiegte aber am Tag darauf Timea Bacsinszky. In Dubai folgte gegen Alizé Cornet das Aus wiederum in Runde eins. In der Doppelkonkurrenz konnte Grönefeld nicht antreten, da ihrer Partnerin Shahar Peer ein Visum verweigert wurde (Grönefeld wurde mit rd. 8.000 Dollar entschädigt).

In Monterrey verlor sie gegen Barbora Záhlavová-Strýcová erneut in Runde eins. In Indian Wells besiegte sie Monica Niculescu, verlor aber in Runde zwei gegen Amélie Mauresmo. Beim Turnier von Miami erreichte sie die dritte Runde und verlor dann gegen Venus Williams (5:7, 3:6). Im Doppel verlor sie mit Schnyder das Halbfinale gegen Swetlana Kusnezowa und Amélie Mauresmo. In Barcelona verlor Grönefeld in der ersten Runde gegen Séverine Brémond. Im Fed-Cup-Match gegen China gewann sie ein Einzel und das Doppel – damit schaffte Deutschland den Aufstieg in die 1. Weltgruppe. In Stuttgart verlor sie ihr Auftaktmatch in drei Sätzen gegen Jelena Dementjewa. Beim Turnier von Estoril zog sie erstmals seit Istanbul 2006 ins Halbfinale eines WTA-Turniers ein, unterlag dort aber Jekaterina Makarowa.

Beim WTA-Turnier in Madrid stand sie nach zwei Siegen in der Qualifikation im Hauptfeld und bezwang in der ersten Runde Monica Niculescu. Die folgende Begegnung gegen Nadja Petrowa verlor sie knapp mit 6:4, 6:73, 6:75. Beim Turnier in Straßburg verlor sie, an 7 gesetzt, diesmal gegen die Qualifikantin Niculescu bereits in der ersten Runde mit 6:4, 2:6, 3:6. Auch in der Doppelkonkurrenz kam das Aus in Runde eins; sie unterlag mit Kristina Barrois der an 4 gesetzten Paarung Andrea Hlaváčková/Lucie Hradecká mit 3:6, 4:6.

Die French Open verliefen recht erfolgreich. Im Einzel konnte sich Grönefeld gegen die Lokalmatadorin Amélie Mauresmo mit 6:4, 6:3 durchsetzen. In einem Interview bezeichnete sie den Sieg als ihren bislang größten. In der zweiten Runde verlor sie gegen Gisela Dulko mit 6:75, 6:0, 2:6. Im Doppel erreichte sie mit Patty Schnyder das Viertelfinale, das mit 6:72, 2:6 gegen die späteren Turniersiegerinnen Anabel Medina Garrigues und Virginia Ruano Pascual verloren ging. Noch besser verlief die Mixed-Konkurrenz mit Partner Mark Knowles; erst im Halbfinale mussten sie sich den topgesetzten späteren Turniersiegern Liezel Huber und Bob Bryan 2:6, 2:6 geschlagen geben.

Beim Rasenturnier im niederländischen Rosmalen verlor sie ihre beiden Erstrundenbegegnungen: das Einzel gegen die Weltranglistenerste Dinara Safina mit 0:6, 3:6, das Doppel an der Seite von Niculescu mit 2:6, 2:6 gegen Dinara Safina/Sorana Cîrstea.

In Wimbledon gewann Grönefeld mit Mark Knowles erneut den Mixed-Titel mit einem 7:5-, 6:3-Endspielsieg über Leander Paes und Cara Black. Es war der erste deutsche Erfolg dort seit Steffi Grafs Triumph gegen Arantxa Sánchez Vicario im Jahr 1996.

Beim WTA-Turnier in Palermo erreichte sie das Halbfinale, verlor dort jedoch gegen Sara Errani (WTA 47). In Bad Gastein erreichte sie das Viertelfinale, in dem sie ihrer Fed-Cup-Teamkollegin Andrea Petković (WTA 98) in drei Sätzen unterlag.

Im Vorfeld der US Open gewann Grönefeld mit Vania King die Doppelkonkurrenz des ITF-Turniers in Bronx. Bei den US Open verlor sie bereits in Runde eins gegen die Chinesin Zheng Jie. Zusammen mit Patty Schnyder erreichte sie dort im Doppel das Achtelfinale.

Nach den US Open erreichte Grönefeld noch das Halbfinale in Seoul, wo sie Anabel Medina Garrigues in drei Sätzen unterlag. Die folgenden Turniere verliefen weniger erfolgreich. Im Doppel spielte sie dagegen wesentlich konstanter. Nach dem Viertelfinaleinzug in Seoul und in Peking gewann Grönefeld an der Seite von Katarina Srebotnik das Turnier von Linz.

Saison 2010[Bearbeiten]

Im Einzel unterlag sie in Dubai im Achtelfinale Wiktoryja Asaranka. Wegen des Anfang März diagnostizierten Ermüdungsbruchs in ihrem linken Fuß musste Grönefeld drei Monate pausieren. Nach ihrer Rückkehr verlor sie gegen Melanie Oudin ihre Erstrundenbegegnung in Wimbledon, bei den US Open konnte sie sich nicht fürs Hauptfeld qualifizieren. In Båstad schied sie im Achtelfinale gegen Jill Craybas aus, nachdem sie zuvor die besser platzierte Sofia Arvidsson besiegt hatte. Danach scheiterte sie in Palermo, Bad Gastein und Istanbul jeweils an ihren Auftaktgegnerinnen. In Kopenhagen gab es gegen Polona Hercog eine weitere Erstrundenniederlage.

An der Seite von Julia Görges gewann sie beim WTA-Turnier in Kopenhagen den Doppeltitel durch einen Zweisatzsieg im Finale über Witalija Djatschenko und Tatjana Putschek. Mit Görges erreichte sie auch das Achtelfinale der US Open, wo die beiden nach gutem Beginn gegen Cara Black und Anastassija Rodionowa im dritten Satz mit 2:6 den Kürzeren zogen. Nachdem sie und Mark Knowles das an Nummer 2 gesetzte Mixed-Doppel Cara Black/Leander Paes geschlagen hatten, verloren sie im Halbfinale gegen Květa Peschke und Aisam-ul-Haq Qureshi in zwei Tiebreak-Sätzen. Zusammen mit Vania King stand sie zudem im Finale von Monterrey und im Halbfinale von Sydney.

Saison 2011 – Beschränkung auf die Doppelkonkurrenz[Bearbeiten]

Das Jahr verlief aufgrund der hartnäckigen Fußverletzung wenig zufriedenstellend. Neben anderen Turnieren musste sie deswegen auch die French Open in Paris absagen, in Melbourne und Wimbledon gab es Erstrundenniederlagen. Nachdem sie sowohl bei den US Open als auch beim WTA-Turnier in Linz nicht über die Qualifikation hinausgekommen war, kündigte Grönefeld im Oktober 2011 an, in Zukunft nur noch in der Doppelkonkurrenz anzutreten.

Saison 2012[Bearbeiten]

Zu Saisonbeginn trat sie mit wechselnden Partnerinnen an. So spielte sie mit Kristina Barrois in Auckland und bei den Australian Open, wo jeweils im Viertelfinale bzw. in der ersten Runde Schluss war. Beim WTA-Turnier in Paris erreichte sie mit Petra Martić das Finale gegen das topgesetzte Duo Liezel Huber und Lisa Raymond, dem sie mit 6:73 und 1:6 unterlagen. Eine Woche später erreichte sie in Doha mit Barrois das Halbfinale. In Indian Wells konnte sie im Achtelfinale nicht antreten, da ihre Doppelpartnerin Vania King an einer Magen-Darm-Grippe erkrankt war. Mit Petra Martić spielte Grönefeld in Miami und Kopenhagen, wo im Achtelfinale bzw. in der ersten Runde Schluss war.

In die Sandplatzsaison startete sie mit ihrer Fed-Cup-Partnerin Julia Görges. Sie erreichten in Stuttgart das Finale, gegen Iveta Benešová und Barbora Záhlavová-Strýcová mussten sie sich dort jedoch geschlagen geben. In Madrid erreichte Grönefeld mit Zhang Shuai das Achtelfinale. In Rom war mit Petra Martić Endstation in Runde eins, bei den French Open erreichte die Paarung die zweite Runde, in Bad Gastein verloren sie das Finale gegen Jill Craybas und Julia Görges.

Die kurze Rasensaison begann Grönefeld in Eastbourne zusammen mit Klára Zakopalová, mit der sie das Halbfinale erreichte. In Wimbledon zog sie an der Seite von Petra Martić ins Achtelfinale ein; beide Male scheiterten sie an der Paarung Huber/Raymond. Bei den Olympischen Spielen in London, wo Grönefeld als Ersatzspielerin für die verletzte Andrea Petković antrat, erreichte sie mit Julia Görges die zweite Runde. In New Haven kam Grönefeld mit Květa Peschke bis ins Viertelfinale. Bei den US Open scheiterte sie mit Petra Martić schon in der ersten Runde.

Den Rest der Saison spielte Grönefeld Doppel zusammen mit Květa Peschke. In Tokio zogen sie ins Finale ein, das sie gegen das US-amerikanische Duo Abigail Spears und Raquel Kops-Jones verloren. In Peking unterlagen sie im Viertelfinale Kirilenko und Petrowa. Beim WTA-Turnier in Linz gelang dem Paar endlich der erste Turniersieg, im Finale besiegten die beiden Görges und Záhlavová-Strýcová in zwei Sätzen. Für Grönefeld war es der erste WTA-Turniersieg seit Sommer 2010. Bei ihrem letzten Saisonstart verloren Grönefeld/Peschke in Moskau bereits in Runde eins, erneut gegen Spears/Kops-Jones. In der Saison 2012 machte sie in der Doppel-Weltrangliste einen Sprung von Position 53 auf Platz 18.

Saison 2013[Bearbeiten]

Grönefeld machte ihre Ankündigung wahr und spielte die gesamte Saison 2013 an der Seite von Peschke. Sie gewannen zusammen das Sandplatzturnier von Brüssel und standen bei weiteren vier WTA-Turnieren im Endspiel (Brisbane, Nürnberg, Toronto und Cincinnati); in Wimbledon zogen sie ins Halbfinale ein, in dem sie den Australierinnen Ashleigh Barty/Casey Dellacqua mit 6:7 und 2:6 unterlagen. Bei den US Open kam das Aus für sie im Achtelfinale. Grönefeld beendete die Saison auf Rang 15 der Doppel-Weltrangliste.

Training[Bearbeiten]

Als Grönefeld 2003 die French Open der Juniorinnen gewonnen hatte, entschloss sie sich mit dem Einverständnis ihrer Eltern, fortan in der Tennisakademie des früheren Tennisprofis Rafael Font de Mora in Scottsdale (Arizona) zu trainieren. Die Zusammenarbeit, die später auch in einen Managementvertrag mündete, war zwar mit sportlichem Erfolg, aber auch mit großen Entbehrungen verbunden, die Grönefeld mit der Zeit nicht mehr hinnehmen wollte. 2006 beendete Font de Mora nach den US Open die Zusammenarbeit und die Athletin stürzte sportlich ab, auch wegen Übergewicht und fehlender Fitness.

Grönefeld arbeitet seit dem WTA-Turnier von Stuttgart im Oktober 2006 bis auf eine kurze Unterbrechung (Juli-Oktober 2010) mit dem früheren saarländischen Verbandscoach und ehemaligen Tennisprofi Dirk Dier zusammen.

Persönliches[Bearbeiten]

Vor ihrem Wechsel nach Arizona war Grönefeld bis 2001 Schülerin des örtlichen Gymnasiums in Nordhorn, das sie nach der Mittleren Reife verließ. In der Tennis-Bundesliga spielte sie für den TV Sparta 87 Nordhorn. In ihrer Freizeit spielt Grönefeld gerne Klavier und macht Gymnastik. Sie hat zwei Brüder, Bastian und Philipp. Bastian Grönefeld, der ebenfalls Tennisprofi war, studierte ab 2007 Medizin an der Universität Göttingen. Der Vater, Dr. Hans Grönefeld, war Chefarzt der Chirurgischen Abteilung am Nordhorner Marienkrankenhaus.

Erfolge[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 4. März 2006 MexikoMexiko Acapulco WTA Tier III Sand ItalienItalien Flavia Pennetta 6:1, 4:6, 6:2

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Turniersiegerin Ergebnis
1. 6. Februar 2005 ThailandThailand Pattaya WTA Tier IV Hartplatz SpanienSpanien Conchita Martínez 3:6, 6:3, 3:6
2. 25. September 2005 China VolksrepublikChina Peking WTA Tier II Hartplatz RusslandRussland Marija Kirilenko 3:6, 4:6
3. 2. Oktober 2005 LuxemburgLuxemburg Luxemburg WTA Tier II Hartplatz (Halle) BelgienBelgien Kim Clijsters 2:6, 4:6

Doppel[Bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 6. Februar 2005 ThailandThailand Pattaya WTA Tier IV Hartplatz FrankreichFrankreich Marion Bartoli PolenPolen Marta Domachowska
KroatienKroatien Silvija Talaja
6:3, 6:2
2. 21. August 2005 KanadaKanada Montreal WTA Tier I Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Martina Navrátilová SpanienSpanien Conchita Martínez
SpanienSpanien Virginia Ruano Pascual
5:7, 6:3, 6:4
3. 18. September 2005 IndonesienIndonesien Bali WTA Tier III Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Meghann Shaughnessy China VolksrepublikChina Yan Zi
China VolksrepublikChina Zheng Jie
6:3, 6:3
4. 4. März 2006 MexikoMexiko Acapulco WTA Tier III Sand Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Meghann Shaughnessy FrankreichFrankreich Émilie Loit
JapanJapan Shinobu Asagoe
6:1, 6:3
5. 30. Juli 2006 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Stanford WTA Tier II Hartplatz IsraelIsrael Shahar Peer ItalienItalien Maria Elena Camerin
ArgentinienArgentinien Gisela Dulko
6:1, 6:4
6. 13. Januar 2007 AustralienAustralien Sydney WTA Tier II Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Meghann Shaughnessy FrankreichFrankreich Marion Bartoli
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Meilen Tu
6:3, 3:6, 7:62
7. 5. Oktober 2008 DeutschlandDeutschland Stuttgart WTA Tier II Hartplatz (Halle) SchweizSchweiz Patty Schnyder TschechienTschechien Květa Peschke
AustralienAustralien Rennae Stubbs
6:2, 6:4
8. 2. November 2008 KanadaKanada Québec WTA Tier III Hartplatz (Halle) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vania King Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jill Craybas
ThailandThailand Tamarine Tanasugarn
7:63, 6:4
9. 11. Januar 2009 AustralienAustralien Brisbane WTA International Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vania King PolenPolen Klaudia Jans
PolenPolen Alicja Rosolska
3:6, 7:5, [10:5]
10. 18. Oktober 2009 OsterreichÖsterreich Linz WTA International Hartplatz (Halle) SlowenienSlowenien Katarina Srebotnik PolenPolen Klaudia Jans
PolenPolen Alicja Rosolska
6:1, 6:4
11. 8. August 2010 DanemarkDänemark Kopenhagen WTA International Hartplatz DeutschlandDeutschland Julia Görges RusslandRussland Witalija Djatschenko
WeissrusslandWeißrussland Tazzjana Putschak
6:4, 6:4
12. 14. Oktober 2012 OsterreichÖsterreich Linz WTA International Hartplatz (Halle) TschechienTschechien Květa Peschke DeutschlandDeutschland Julia Görges
TschechienTschechien Barbora Záhlavová-Strýcová
6:3, 6:4
13. 25. Mai 2013 BelgienBelgien Brüssel WTA Premier Sand TschechienTschechien Květa Peschke IsraelIsrael Shahar Peer
KanadaKanada Gabriela Dabrowski
6:0, 6:3
14. 2. Februar 2014 FrankreichFrankreich Paris WTA Premier Hartplatz (Halle) TschechienTschechien Květa Peschke UngarnUngarn Tímea Babos
FrankreichFrankreich Kristina Mladenovic
7:67, 4:6, [10:5]

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Turniersiegerinnen Ergebnis
1. 8. August 2004 SchwedenSchweden Stockholm WTA Tier IV Hartplatz SchweizSchweiz Emmanuelle Gagliardi AustralienAustralien Alicia Molik
OsterreichÖsterreich Barbara Schett
3:6, 3:6
2. 15. August 2004 KanadaKanada Vancouver WTA Tier V Hartplatz BelgienBelgien Els Callens Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bethanie Mattek
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Abigail Spears
3:6, 3:6
3. 22. August 2004 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cincinnati WTA Tier III Hartplatz SchweizSchweiz Emmanuelle Gagliardi Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jill Craybas
DeutschlandDeutschland Marlene Weingärtner
6:72, 5:7
4. 10. Oktober 2004 DeutschlandDeutschland Filderstadt WTA Tier II Hartplatz (Halle) DeutschlandDeutschland Julia Schruff SimbabweSimbabwe Cara Black
AustralienAustralien Rennae Stubbs
3:6, 2:6
5. 6. August 2006 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten San Diego WTA Tier I Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Meghann Shaughnessy SimbabweSimbabwe Cara Black
AustralienAustralien Rennae Stubbs
2:6, 2:6
6. 20. August 2006 KanadaKanada Montreal WTA Tier I Hartplatz SimbabweSimbabwe Cara Black RusslandRussland Nadja Petrowa
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Martina Navrátilová
1:6, 2:6
7. 1. Oktober 2006 LuxemburgLuxemburg Luxemburg WTA Tier II Hartplatz (Halle) SudafrikaSüdafrika Liezel Huber TschechienTschechien Květa Peschke
ItalienItalien Francesca Schiavone
6:2, 4:6, 1:6
8. 19. Oktober 2008 SchweizSchweiz Zürich WTA Tier II Hartplatz (Halle) SchweizSchweiz Patty Schnyder SimbabweSimbabwe Cara Black
SudafrikaSüdafrika Liezel Huber
1:6, 6:73
9. 16. Oktober 2011 OsterreichÖsterreich Linz WTA International Hartplatz (Halle) DeutschlandDeutschland Julia Görges NeuseelandNeuseeland Marina Eraković
RusslandRussland Jelena Wesnina
5:7, 1:6
10. 12. Februar 2012 FrankreichFrankreich Paris WTA Premier Hartplatz (Halle) KroatienKroatien Petra Martić Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Liezel Huber
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lisa Raymond
6:73, 1:6
11. 29. April 2012 DeutschlandDeutschland Stuttgart WTA Premier Sand (Halle) DeutschlandDeutschland Julia Görges TschechienTschechien Iveta Benešová
TschechienTschechien Barbora Záhlavová-Strýcová
4:6, 5:7
12. 17. Juni 2012 OsterreichÖsterreich Bad Gastein WTA International Sand SlowenienSlowenien Petra Martić DeutschlandDeutschland Julia Görges
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jill Craybas
7:64, 4:6, [9:11]
13. 5. Januar 2013 AustralienAustralien Brisbane WTA Premier Hartplatz TschechienTschechien Květa Peschke Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bethanie Mattek-Sands
IndienIndien Sania Mirza
6:4, 4:6, [7:10]
14. 15. Juni 2013 DeutschlandDeutschland Nürnberg WTA International Sand TschechienTschechien Květa Peschke RumänienRumänien Ioana Raluca Olaru
RusslandRussland Walerija Solowjowa
6:2, 6:73 [9:11]
15. 11. August 2013 KanadaKanada Toronto WTA Premier 5 Hartplatz TschechienTschechien Květa Peschke SerbienSerbien Jelena Janković
SlowenienSlowenien Katarina Srebotnik
7:5, 2:6, [6:10]
16. 18. August 2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cincinnati WTA Premier 5 Hartplatz TschechienTschechien Květa Peschke Chinese TaipeiChinese Taipei Hsieh Su-wei
China VolksrepublikChina Peng Shuai
6:2, 3:6, [10:12]

Mixed[Bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 5. Juli 2009 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wimbledon Grand Slam Rasen BahamasBahamas Mark Knowles IndienIndien Leander Paes
SimbabweSimbabwe Cara Black
7:5, 6:3
2. 5. Juni 2014 FrankreichFrankreich French Open Grand Slam Sand NiederlandeNiederlande Jean-Julien Rojer SerbienSerbien Nenad Zimonjić
DeutschlandDeutschland Julia Görges
4:6, 6:2, [10:7]

Mannschaft[Bearbeiten]

Mit ihrem damaligen Bundesligaverein TC Rüppurr wurde Grönefeld 2006 und 2007 Deutsche Mannschaftsmeisterin.

2012, 2013 und 2014 gewann sie mit dem TC Blau-Weiss Bocholt drei weitere Meistertitel.

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Turnier 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Karriere
Australian Open Q3 3 2 2 1 1 Q2 3
French Open 2 3 VF 1 2 VF
Wimbledon 1 1 1 1 1 1 Q1 1
US Open 1 3 1 AF 1 Q2 Q1 AF

Doppel[Bearbeiten]

Turnier 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Karriere
Australian Open AF HF VF VF 2 AF 1 2 2 HF
French Open AF 2 1 VF 2 2 2 1 VF
Wimbledon HF VF 2 VF 2 AF HF VF HF
US Open 2 HF 2 AF AF AF 2 1 AF 1 HF

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Anna-Lena Grönefeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien