Berenberg Bank
| Berenberg Bank | |
|---|---|
| Sitz | Hamburg, Deutschland |
| Rechtsform | Kommanditgesellschaft |
| Bankleitzahl | 201 200 00[1] |
| BIC | BEGO DEHH XXX[1] |
| Gründung | 1590 |
| Website | www.berenberg.de |
| Geschäftsdaten | |
| Bilanzsumme | 3,4 Mrd. Euro |
| Mitarbeiter | ca. 1000 |
| Leitung | |
|
Unternehmensleitung |
Dr. Hans-Walter Peters |
Die Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG, kurz Berenberg Bank, ist eine deutsche Privatbank in Rechtsform einer Kommanditgesellschaft mit Sitz in Hamburg.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die Bank führt ihre Ursprünge auf das im Jahre 1590 durch die Niederländer Hans und Paul (II) Berenberg gegründete Handelsgeschäft zurück und ist somit das älteste noch existierende deutsche Bankhaus. Johann Hinrich Gossler, Schwiegersohn Johann Berenbergs, tritt 1769 in das Unternehmen ein, das somit zu Johann Berenberg & Gossler umfirmiert. 1772 sterben die Berenbergs in der männlichen Linie aus, ihr Name lebt jedoch in der Familie Gossler weiter, der 1880 die Erlaubnis erteilt wird, sich in Berenberg-Gossler umzubenennen. Kern des Unternehmens ist die Handelsfinanzierung.
Im 19. Jahrhundert finanziert die Bank die hamburgische Industrialisierung und das Transportwesen, unter anderem die HAPAG, den Norddeutschen Lloyd und die Ilseder Hütte.
Zwischen 1973 und 2010 war die Nord-LB mit einem Anteil von 25% an der Berenberg Bank beteiligt. Am 2. Februar 2010 gab die Nord-LB bekannt, ihren Anteil an die persönlich haftenden Gesellschafter und die Familie von Berenberg verkaufen zu wollen.
[Bearbeiten] Niederlassungen und Tochtergesellschaften
Die Berenberg Bank hat ihren Hauptsitz in Hamburg und unterhält Niederlassungen in Bielefeld, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt am Main, München, Stuttgart, London, Luxemburg, Paris, Salzburg und Wien sowie Repräsentanzen und Vertretungen in Braunschweig, Wiesbaden, Zürich und Shanghai. In Zürich befindet sich außerdem die Tochtergesellschaft Berenberg Bank (Schweiz), die eine Niederlassung in Genf unterhält. Die Tochtergesellschaft Berenberg Lux Invest S.A. hat zusätzlich zu ihrem Hauptsitz in Luxemburg auch eine Niederlassung in Hamburg. [2] Daneben bestehen weitere Tochtergesellschaften: Berenberg Art Advice GmbH in Düsseldorf [3], sowie in Hamburg die Berenberg Private Capital GmbH [4], die Berenberg Treuhand GmbH [5] und die Consilisto Berenberg Privat-Treuhand GmbH [6]. Darüber hinaus ist das Bankhaus gemeinsam mit drei weiteren Finanzinstituten an der Frankfurter Universal-Investment-Gesellschaft beteiligt.
[Bearbeiten] Gesellschafter
Die Gesellschafterstruktur stellt sich folgendermaßen dar:
- Familie v. Berenberg 25%,
- PetRie Beteiligungsgesellschaft mbH (Dr. Hans Walter Peters (GF), Hendrik Riehmer) und persönlich haftende Gesellschafter 25%,
- Christian Erbprinz zu Fürstenberg 15%,
- Jan Philipp Reemtsma 15%,
- Compagnie du Bois Sauvage S.A. 12%.
Die Berenberg Bank wird von den drei Partnern Dr. Hans-Walter Peters, Andreas Brodtmann und Hendrik Riehmer geführt.
[Bearbeiten] Geschäftsfelder
Die Bank ist auf folgenden Geschäftsfeldern tätig:
- Private Banking,
- Investment Banking,
- Institutionelle Vermögensverwaltung und
- Commercial Banking.
[Bearbeiten] Literatur
- Christoph Schenck: Berenberg, Deutschlands älteste Bank. In: Heritage. Nr. 2, 2004, ISSN 1613-2068, S. 32–33.
[Bearbeiten] Weblinks
-
Commons: Berenberg Bank – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
- ↑ Berenberg Lux Invest S.A.
- ↑ Berenberg Art Advice GmbH
- ↑ Berenberg Private Capital GmbH
- ↑ Berenberg Treuhand GmbH"
- ↑ Consilisto Berenberg Privat-Treuhand GmbH
Joh. Berenberg, Gossler & Co. (1590) | Hamburger Bank (1619) | Parish & Co. (1761) | Hesse Newman & Co. (1777) | Heckscher & Co. (1797) | M. M. Warburg & Co. (1798) | Conrad Hinrich Donner (1798) in Altona | H. J. Merck & Co. (1799) | L. Behrens & Söhne (1806) | Lutteroth & Co. (1815) | H.A. Jonas Söhne & Co. (1826) | Hamburger Sparcasse von 1827 (1827) | Münchmeyer & Co. (1846) | Schröder Gebr. & Co. (1846) | Vereinsbank (1856) | Norddeutsche Bank AG (1856) | Hamburger Bank von 1861 (1861) | Neue Sparcasse von 1864 (1864) | Commerz- und Disconto-Bank AG (1870) | Hypothekenbank in Hamburg (1871)