Estadi Olímpic Lluís Companys
| Der Olympiapark mit dem Estadi Olímpic Lluís Companys und der Olympiahalle Palau Sant Jordi (hinten links) | |
| Frühere Namen | |
|---|---|
| Estadi Olímpic de Montjuïc | |
| Daten | |
| Ort | |
| Koordinaten | 41° 21′ 53″ N, 2° 9′ 20″ O41.3647222222222.1555555555556Koordinaten: 41° 21′ 53″ N, 2° 9′ 20″ O |
| Klassifikation | Elitestadion |
| Eigentümer | Stadt Barcelona |
| Eröffnung | 1929 |
| Erstes Spiel | 20. Mai 1929 Katalanische Auswahl - Bolton Wanderers 4:0[1] |
| Renovierungen | 1989, 2010 |
| Oberfläche | Naturrasen |
| Architekt | Pere Domènech i Roura |
| Kapazität | 55.000 Plätze |
| Spielfläche | 105 x 70 m |
| Verein(e) | |
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| Veranstaltungen | |
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Das Estadi Olímpic Lluís Companys [əsˈtaði uˈlimpik ʎuˈis kumˈpaɲs] (katalanisch für Lluís-Companys-Olympiastadion), früher Estadi Olímpic de Montjuïc, ist ein Leichtathletikstadion in der spanischen Metropole Barcelona. Die Sportstätte wird von der UEFA als Elitestadion klassifiziert.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Das Estadi wurde für die Weltausstellung des Jahres 1929 gebaut, gemeinsam mit einem Großteil der Sehenswürdigkeiten des Montjuïc (Barcelonas Hausberg). Das Stadion war als Hauptstätte für die Olympischen Sommerspiele 1936 vorgesehen; die Spiele wurden jedoch nach einer Stichwahl mit Berlin in die deutsche Hauptstadt vergeben.
Während der Olympischen Sommerspiele 1992 wurde das Stadion für Eröffnungs- und Schlussfeier sowie für die Leichtathletik-Wettbewerbe genutzt. Zu dieser Zeit hatte das Estadi eine Kapazität von 60.000 Sitzplätzen.
Nach Beendigung der Spiele in Barcelona wurde das Stadion ein weiteres Mal einer umfangreichen Modernisierung unterzogen, das Marathon-Tor geschlossen und durch weitere Sitzreihen ersetzt. Es hatte nun eine Kapazität von 55.000 Plätzen (ausschließlich Sitzplätze). Zwischen 1997 und 2009 wurde das Stadion vom spanischen Fußball-Erstligisten Espanyol Barcelona (Reial Club Deportiu Espanyol de Barcelona) für seine Heimspiele genutzt, danach zog der Klub jedoch ins neu errichtete Estadi Cornellà-El-Prat. Im März 2007 richtete zudem die Nationalmannschaft von Andorra ihr EM-Qualifikationsspiel gegen England hier aus, da das sehr kleine Nationalstadion in Andorra la Vella wegen der in großer Zahl erwarteten Gästeanhänger von der UEFA für dieses Spiel nicht genehmigt wurde. Die Begegnung endete 0:3. Nur eineinhalb Jahre später trafen die beiden Teams erneut im Estadi aufeinander, diesmal im Rahmen der Qualifikation zur WM 2010. Andorra unterlag erneut, diesmal jedoch nur mit 0:2.
Ende Juli 2010 fanden die 20. Leichtathletik-Europameisterschaften im Olympiastadion von Barcelona statt. Im April 2011 wird es für ein Viertelfinalspiel im Heineken Cup, dem höchsten europäischen Pokalwettbewerb im Rugby Union genutzt; dabei trifft USA Perpignan aus Nordkatalonien auf RC Toulon. Die Leichtathletik-Juniorenweltmeisterschaften wurden vom 10. bis 15. Juli 2012 im Olympiastadion von 1992 ausgetragen.
Welche Sportereignisse in den nächsten Jahren im Stadion stattfinden ist noch nicht geklärt, da ein Leichtathletikstadion wie das Estadi Olímpic ohne eine Vollüberdachung der Sitzplätze zu wenig Anreize bietet.
Seinen Namen hat das Stadion vom langjährigen Präsidenten der Generalitat de Catalunya, Lluís Companys i Jover, dem Führer der Esquerra Republicana de Catalunya, der republikanischen Linken Kataloniens. Im Anschluss an den spanischen Bürgerkrieg floh er ins französische Exil, wurde dort nach der Eroberung durch die Deutschen im Zweiten Weltkrieg von der Gestapo verhaftet und an Spanien ausgeliefert. Anschließend wurde er von den Franco-Putschisten auf dem Montjuïc hingerichtet.
Konzerte [Bearbeiten]
Die Anlage wird auch gerne als Veranstaltungsort für Konzerte genutzt. So traten u.a. folgende Künstler und Gruppen im Stadion auf.
- Michael Jackson, Bruce Springsteen, Guns N’ Roses, Jean Michel Jarre, Marilyn Manson
- U2, Metallica, RBD, Coldplay, Tina Turner, AC/DC, Pink Floyd, The Prodigy
- David Bowie, Prince, Madonna, The Rolling Stones, Bon Jovi, The Police
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- euro.stades.ch: Ausführliche Bildergalerie (September 2006) (französisch)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ barcelonaturisme.com: Stadion auf der Tourismus-Homepage der Stadt Barcelona (englisch, spanisch, katalan)
Athen 1896 | Paris 1900 | St. Louis 1904 | London 1908 | Stockholm 1912 | Antwerpen 1920 | Paris 1924 | Amsterdam 1928 | Los Angeles 1932 | Berlin 1936 | London 1948 | Helsinki 1952 | Melbourne 1956 | Rom 1960 | Tokio 1964 | Mexiko-Stadt 1968 | München 1972 | Montreal 1976 | Moskau 1980 | Los Angeles 1984 | Seoul 1988 | Barcelona 1992 | Atlanta 1996 | Sydney 2000 | Athen 2004 | Peking 2008 | London 2012 | Rio de Janeiro 2016