Gundabooka-Nationalpark

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Gundabooka-Nationalpark
Gundabooka-Nationalpark (New South Wales)
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-30.502777777778145.71388888889Koordinaten: 30° 30′ 10″ S, 145° 42′ 50″ O
Lage: New South Wales, Australien
Besonderheit: Grasiges Waldland, Petroglyphen, Schafstationen
Nächste Stadt: Bourke
Fläche: 639,02 km²
Gründung: April 1996
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Der Gundabooka-Nationalpark ist ein Nationalpark im Nordwesten des australischen Bundesstaates New South Wales. Er liegt 70 Kilometer südlich von Bourke. Der Mount Gunderbooka[1] liegt im Park.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich war dieses Gebiet von Aboriginesstämmen der Ngemba und Paakandji bewohnt, die vermutlich auch die Petroglyphen geschaffen haben und Zeremonien an bestimmten Stellen im Park abhielten. Die Überreste kann man heute noch besichtigen.[2]

Besonders zu Trockenzeiten suchten die Aborigines das Gebiet der Gunderbooka Range auf, wo es in Verbindung mit dem nahegelegenen Yanda Creek, einem Nebenfluss des Darling River, im Norden des Parks, noch am ehesten Wasser gab.[2]

Im 19. Jahrhundert wurde das Tal des Darling River von Charles Sturt erkundet, der 1829 auch die Gunderbooka Range entdeckte. 1857 wurde am Darling River unterhalb des Gebirges eine Schafzuchtstation errichtet. In die Gunderbooka Range kamen immer nur wenige Schäfer. Erst nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Land im Gebirge an auf dem Krieg zurückkehrende Soldaten verteilt, die dort ihre eigenen kleinen Schafzuchtstationen errichteten. Drei dieser Stationen, Ben Lomond, Belah und Mulgowan, sind heute im Nationalpark integriert.[2]

1996 wurde das Gebiet der Gunderbooka Range zum Nationalpark erklärt.[2]

Flora[Bearbeiten]

Im Park findet sich offenes, grasiges Waldland, das vornehmlich aus Eukalypten (Eucalyptus populnea spp. bimble, Eucalyptus intertexta, Corymbia terminalis und Eucalyptus morrisii), Akazien (Acacia excelsa) und Callitris collumelaris besteht. Auch zwei seltene Buscharten (Pheballium glandulosum und Prostanthera stricta) finden sich hier.[3]

Fauna[Bearbeiten]

Im Park sind drei bedrohte Fledermausarten heimisch (Chalinolobus picatus, Saccolaimus flaviventris und Antechinomys lantier). Auch verschiedene Känguruarten sind zu finden (Macropus rufus, Macropus gigantius, Macropus fuliginosus, Macropus robustus erubescens).[4]

Im Park können auch drei bedrohte Vogelarten, der Inka-Kakadu und zwei Honigfresserarten gesehen werden.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Man beachte die unterschiedliche Schreibweise von Park und Berg.
  2. a b c d Gundabooka National Park – Culture and History. NSW Environment & Heritage Office
  3. Gundabooka National Park – Native Vegetation. NSW Environment & Heritage Office
  4. a b Gundabooka National Park – Native Animals. NSW Environment & Heritage Office