Neukirchen-Vluyn
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Düsseldorf | |
| Kreis: | Wesel | |
| Höhe: | 15 m ü. NN | |
| Fläche: | 43,48 km² | |
| Einwohner: |
27.689 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 637 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 47506 | |
| Vorwahl: | 02845 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WES, DIN, MO | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 1 70 028 | |
| LOCODE: | DE NVL | |
| NUTS: | DEA1F | |
| Stadtgliederung: | 4 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Hans-Böckler-Straße 26 47506 Neukirchen-Vluyn |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Harald Lenßen (CDU) | |
| Lage der Stadt Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel | ||
Die Stadt Neukirchen-Vluyn ([-flyːn]) liegt am unteren Niederrhein im Westen des Ruhrgebiets in Nordrhein-Westfalen und ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Wesel im Regierungsbezirk Düsseldorf.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Räumliche Lage [Bearbeiten]
Neukirchen-Vluyn liegt im Süden des Kreises Wesel, fünf Kilometer westlich von Moers. Die Stadt liegt in der niederrheinischen Tiefebene zwischen dem Rhein und dem Niederrheinischen Höhenzug, einer Reihe von Moränenhügeln, die sich nördlich von Hüls nach Norden erstrecken. Durch das westliche Stadtgebiet zieht sich die Nieper Altrheinrinne mit mehreren Naturschutzgebieten.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die Stadt Neukirchen-Vluyn gliedert sich in die vier Stadtteile Neukirchen, Niep, Vluynbusch und Vluyn.[2] Zu diesen gehören weitere Wohnplätze wie Dong, Luit, Hochkamer und Rayen.
Nachbargemeinden/-städte [Bearbeiten]
| Stadt Kamp-Lintfort | ||
| Gemeinde Rheurdt (Kreis Kleve) |
Stadt Moers | |
| Stadt Kempen (Kreis Viersen) |
Stadt Krefeld |
Geschichte [Bearbeiten]
Mittelalter und frühe Neuzeit [Bearbeiten]
Im 9. Jahrhundert gab es die erste urkundliche Erwähnung von Vluyn. Ab 900 wurden weite Landschaftsgebiete westlich von Moers bereits mit „Fliunnia“ und „In den Flunen“ bezeichnet. Neukirchen wird hingegen erst 1230 das erste Mal erwähnt: in einer Urkunde der Abtei Kamp wird Arnoldus de Nyenkirken als Zeuge für einen Landhandel benannt, und Neukirchen wird darin als Kirchspiel einer Kirche erwähnt, die im Hinblick auf den älteren Kirchenbau in Repelen „Neue Kirche – nova ecclesia“ genannt wird.
Das Siedlungsgebiet Vluyn wurde am 29. April 1297 erstmals erwähnt. 1560 wurde die Grafschaft Moers, der Neukirchen und Vluyn angehörten, von Graf Adolf von Neuenahr und Moers zum evangelischen Land erklärt.
Oranische Herrschaft
Von 1594 bis 1702 standen die beiden Orte unter oranischer Herrschaft. Gräfin Walpurgis, die Witwe Graf Adolfs, vererbte 1594 die Grafschaft dem Prinzen Moritz von Oranien-Nassau, da direkte Erben fehlten. Prinz Moritz war der militärische Führer der Niederlande, die sich gegen die Herrschaft des katholischen Spaniens erhoben hatten. Dadurch geriet die Grafschaft zunehmend in den Einzugsbereich der kriegerischen Auseinandersetzungen.
Im Jahre 1614 wurde aus dem Kirchspiel von Neukirchen die eigenständige Pfarre der Vluyner Kapelle ausgegliedert. Damit entstanden die Ortsteile Neukirchen und Vluyn als getrennte Gemeinden.
Preußische Herrschaft [Bearbeiten]
Erste preußische Herrschaft
Nach dem Tod des letzten oranischen Landesherrn Wilhelm III. kam die Grafschaft 1702 in preußischen Besitz. In dieser Zeit wurde die Grafschaft zum Fürstentum erhoben. Nach den guten Jahren unter den Oraniern kam die preußische Herrschaft der Bevölkerung gegenüber jedoch fast einer Besatzung gleich. Plünderungen in den ersten Besatzungsjahren waren an der Tagesordnung. Selbst die Religionsausübung und die Befugnisse der Gemeindeverwaltungen wurden stark eingeschränkt.
Französische Herrschaft
Mit der Besetzung des linken Niederrheinufers durch die französischen Revolutionsarmeen im Jahre 1794 nahm die erste preußische Herrschaft ihr Ende. In den besetzten Gebieten kamen die gesellschaftspolitischen Errungenschaften der französischen Revolution zur Geltung.
Zweite Herrschaft Preußens
Es folgte im Jahre 1815 eine Wiedereingliederung von Neukirchen und Vluyn in die preußische Rheinprovinz. Ein Jahr später wurden die Gemeinden zunächst dem Kreis Rheinberg im Regierungsbezirk Kleve und schließlich ab 1823 dem Kreis Geldern im Regierungsbezirk Düsseldorf zugeordnet. In einer Aufstellung von 1836 wurden die Bürgermeistereien Neukirchen und Vluyn von der Bürgermeisterei Repelen mit verwaltet. Zu dieser Zeit umfasste Neukirchen: das Pfarrdorf Neukirchen mit den Weilern Laßforderfeld, Neukircherfeld, Dong, Boschheide und Mühlefeld. Unter Vluyn waren erfasst: das Kirchdorf Vluyn mit den Weilern Dickscheheide, Süsselheide, Niep und Rittergut Blumerheim.[3]
Neukirchen und Vluyn wurden ab 1857 dem Landkreis Moers zugeordnet. 33 Jahre nach der Gründung des Erziehungsvereins gründete 1878 Ludwig Doll das Waisenhaus und 1882 die Neukirchener Mission.
Wirtschaftliche Entwicklung [Bearbeiten]
Einzug des Kohlebergbaus
Bereits 1854 wurden durch Bohrungen von Franz Haniel abbaufähige Kohleflöze am linken Niederrhein nachgewiesen. Zunächst war deren Nutzung durch die geologischen Verhältnisse stark behindert. Erst mit der Einführung des Gefrierverfahrens für den Schachtbau konnten die Probleme behoben werden. Es folgten deshalb in den 1870er Jahren die Gründung diverser Bergwerksunternehmungen. Die hierzu gehörenden drei Einzelgewerkschaften mit ihren Grubenfelder Großherzog von Baden, Ernst Moritz Arndt und Süddeutschland einigten sich am 16. September 1911, über eine gemeinsamen Tochter, der Niederrheinische Bergwerks-Aktiengesellschaft in Neukirchen, Ihre Grubenfelder zusammen auszubeuten. Dafür wurde 1913 von der Niederrheinische Bergwerks-Aktiengesellschaft mit dem Abteufen der Schächte begonnen. Das Abteufen von Schacht I begann am 1. Oktober 1913 und wurde bis zum 1. Oktober 1917 in 490m Tiefe beendet. Die Daten für Schacht II lauten: Beginn 10. Juni 1914 und Ende 22. Oktober 1917 bei 433m. Mit dem ersten geringen Abbau wurde am 1. Oktober 1917 begonnen. Die Nettoförderung betrug 1918 36.521t und stieg bis 1927 auf 274.165t.[4] Mit der Abteufung des ersten Zechenschachtes des Bergwerks Niederberg begann für die beiden Gemeinden eine neue Epoche. Mit dem Einzug des Steinkohlenbergbaus veränderte sich der Charakter der örtlichen Wirtschaft, die Bevölkerungszahl, die Beschäftigungs- und Siedlungsstruktur.
Die Reduzierung der Kohleförderung in Deutschland führte schließlich im Jahre 2001 zur Schließung der Zeche Niederberg und zum Abriss des Großteils der oberirdischen Zechengebäude. Die Kohleförderung unter dem Stadtgebiet wurde durch das Bergwerk West vom benachbarten Kamp-Lintfort noch bis zum 21. Dezember 2012 weiter betrieben.
Neuzeit [Bearbeiten]
Vereinigung von Neukirchen und Vluyn
Von großer Bedeutung für die Entwicklung der Stadt war die Zusammenlegung der Gemeinden Neukirchen und Vluyn, zwischen deren Ortskernen in Dickscheheide das Betriebsgelände des Bergwerks lag. Der Antrag auf Zusammenschluss wurde im April 1928 von den beiden Gemeindevertretungen gestellt und im selben Monat durch Beschluss des preußischen Staatsministeriums in Kraft gesetzt.
Seit dem 1. Januar 1975 gehört Neukirchen-Vluyn infolge der kommunalen Neugliederung zum Kreis Wesel, in dem der frühere Kreis Moers aufging.[5] 1981 überschritt Neukirchen-Vluyn die 25.000-Einwohner-Marke und erhielt die Stadtrechte.[6]
Nach der Stilllegung des Bergwerks Niederberg am 31. Dezember 2001, stand die 100 Hektar große Industriefläche zwischen Neukirchen und Vluyn fast zehn Jahre brach. Am 21. Juli 2011 erfolgte dann aber der Spatenstich zur Erschließung und Entwicklung des Geländes.
Den größten Teil der Fläche nimmt ein neues Wohngebiet im nördlichen Abschnitt ein. Das ehemalige Zentrum des Bergwerks soll auch die Mitte des neuen Projektes werden. Hier sollen sich Einkaufsmöglichkeiten, Freizeit- und Kultureinrichtungen und Gastronomie ansiedeln. Des Weiteren sollen die Industriedenkmäler, wie die alten Fördertürme in das ganze eingebunden werden. Der südliche Abschnitt soll nach den Planungen für den Gewerbesektor entwickelt werden.
Eine wichtige Säule für die Entwicklung der Fläche soll die Bepflanzung werden. Der neue Landschaftsbau wird mit mehr als zwei Millionen Euro geschaffen.
Religionen [Bearbeiten]
Das älteste Gotteshaus für die Gegend des heutigen Neukirchen-Vluyns war die im 10. oder 11. Jahrhundert in Moers erbaute Bonifatiuskirche. Moers gehörte anfangs zum Erzbistum Köln und war dem Archidiakonat Xanten unterstellt.
Das Ortsbild von Neukirchen wird durch die heute evangelische Dorfkirche geprägt. Bereits 1230 wurde die Neukirchener Dorfkirche urkundlich erwähnt. Bis ins 16. Jahrhundert war sie Mutterkirche für Kapellen und Vluyn.
1560 führte Graf Hermann von Neuenahr-Moers (1520–1578) in Moers die Reformation ein und 1556 in Neukirchen und Vluyn.
Danach war Moers über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Vorherrschend war das reformierte Bekenntnis. Die Spanier beschädigten im 17. Jahrhundert die Dorfkirche schwer.
Mit dem Übergang an Preußen unterstanden die reformierten Gemeindeglieder dem preußischen reformierten Konsistorium in Berlin und gehörten somit zu der Evangelischen Kirche in Preußen (die ab 1817 eine unierte Kirche war) bzw. zu deren rheinischer Provinzialkirche. 1947 die Kirchenprovinz als Evangelische Kirche im Rheinland eine selbständige Landeskirche. Moers wurde Sitz eines Superintendenten, aus dem später der Kirchenkreis Moers innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland hervorging. Heute gehören alle evangelischen / reformierten Kirchengemeinden der Stadt Moers sowie der umliegenden Städte und Gemeinden zum Kirchenkreis Moers.
1845 gründete Andreas Bräm, der Pfarrer der Neukirchener Dorfkirche den Neukirchener Erziehungsverein als „Verein zur Erziehung armer, verlassener und verwahrloster Kinder“. Zusätzlich wurde ab 1878 ein Waisenhaus betrieben, für das im Februar 1881 ein neues Gebäude fertiggestellt wurde. 1880 folgte die Gründung der ‚Anstalt Elim‘ für sittlich gefährtdete Mädchen. Unter dem Nachfolger von A. Bräm, Pastor Ludwig Doll, wurde am 27. August 1882 zusätzlich ein neues Missionshaus eingeweiht, in dem als Lehrer J. Stursberg aus Barmen, Zöglinge für die christliche Mission in Übersee ausbildete. Die diversen Aktivitäten wurden am 16. November 1907 mit der Gründung eines eingetragenen Vereins der ‚Waisen- und Missionsanstalt‘ zusammengefasst.[7]
Im 19. Jahrhundert gründeten Rayener Bürger einen Kirchbauverein und weihten 1894 die evangelische Johanniskirche ein. Durch den Bergbau in Neukirchen-Vluyn in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts siedelten viele Bergleute im südlichen Teil Neukirchens. Ihnen wurde erst eine Notkirche und nach dem Zweiten Weltkrieg die Friedenskirche gebaut, im typischen Stil der Kirchbau-Architektur der 60er Jahre.
Die Niederrheinische Bergwerks-Aktiengesellschaft beschloss 1911 ihre Grubenfelder auszubeuten und die hierfür notwendigen Schächte abzuteufen. Dadurch zogen Arbeitskräfte hinzu, so dass Neukirchen und Vluyn wieder einen katholischen Bevölkerungsanteil erhielten. Die neu angesiedelten Katholiken in Neukirchen gehörten kirchlich zu St. Joseph in Moers, währende die Katholiken im Ortsteil Vluyn zu St. Hubertus in Schaephuysen gehörten. Im Jahr 1920 konnte mit Unterstützung der Niederrheinische Bergwerks-Aktiengesellschaft, die ein altes Gebäude zur Verfügung stellte, in der Notkirche das erste heilige Messopfer gefeiert werden
Heute gehört Neukirchen-Vluyn zum Bistum Münster. Die neueste Kirche des Bistums Münster befindet sich in Vluyn. Während überall Kirchen geschlossen werden, wurde die katholische St. Antonius-Kirche am Vluyner Nordring erst 1997 geweiht. Die Kirche fällt von außen durch einen mächtigen freistehenden runden Turm und ein nach menschlichen Maßen gefertigtes Kreuz auf. Jede Woche werden fünf Messen gefeiert sowie zusätzlich jeden Abend in der Woche die Vesper gebetet.
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister [Bearbeiten]
Bürgermeister der Stadt Neukirchen-Vluyn ist seit dem 21. Oktober 2009 Harald Lenßen (CDU).
Bürgermeister seit 1836:
- 1836-1875 Gustav Haarbeck
- 1875-1923 Hermann Haarbeck
- 1923-1928 Dr. Baehr
- 1928-1945 Erich Neumann (NSDAP)
- 1945-1946 Wilhelm Schneider (durch Militärregierung eingesetzt)
- 1946-1950 Tillmann Bongardt (CDU)
- 1950-1952 Oskar Kühnel (SPD)
- 1952-1956 Johann Kaiser (SPD)
- 1956–1963 Oskar Kühnel (SPD)
- 1963-1975 Gerhard Haastert (CDU)
- 1975–1989 Oskar Böhm (SPD)
- 1989-1994 Kornelia Kuhn (CDU)
- 1994-1999 Peter Wermke (SPD) (letzter ehrenamtlicher Bürgermeister)
- 1999-2009 Bernd Böing (parteilos) (erster hauptamtlicher Bürgermeister)
- seit 2009 Harald Lenßen (CDU)
Stadtrat [Bearbeiten]
Die 37 Sitze im Stadtrat verteilen sich nach dem Ergebnis der Kommunalwahl 2009 folgendermaßen auf die einzelnen Parteien:[9]
|
Partei
|
Sitze
|
| Christlich Demokratische Union |
15
|
| Sozialdemokratische Partei Deutschlands |
14
|
| Bündnis 90/Die Grünen |
4
|
| Freie Demokratische Partei |
2
|
| NV AUF geht’s |
2
|
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Neukirchen-Vluyn hat seit 1991 Städtepartnerschaften mit Ustroń (Polen) und Mouvaux (Frankreich). Seit 2012 besteht eine Städtefreundschaft mit der englischen Stadt Buckingham.
Demografie [Bearbeiten]
Bevölkerungsstruktur [Bearbeiten]
(Stand: 31. Dezember 2005)
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Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]
Amtliche Einwohnerzahlen am 31. Dezember:
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Bildung [Bearbeiten]
Die Stadt Neukirchen-Vluyn hat für eine Mittlere kreisangehörige Stadt ein großes und attraktives Bildungsangebot.
Schulen [Bearbeiten]
Neukirchen-Vluyn gibt vier Grundschulen mit fünf Standorten. Alle Grundschulen halten ein offenes Ganztagsangebot vor und die Friedensreich-Hundertwasser-Grundschule führt zudem eine Montessori-Gruppe.
An weiterführenden Schulen wurden das Julius-Stursberg-Gymnasium, die Theodor-Heuss-Realschule und die Haarbeck-Hauptschule im Schulzentrum angesiedelt.
Des Weiteren gibt es ein Berufskolleg, eine Musikschule, eine Volkshochschule und zwei Förderschulen.
Kindertagesstätten und Familieneinrichtungen [Bearbeiten]
Elf Kindertagesstätten gibt es im Stadtgebiet. Drei davon sind städtische Einrichtungen, die anderen acht werden von der katholischen Kirche, der evangelischen Kirche, der AWO und dem DRK geführt. Für familienweite Zusammenkünfte befinden sich unter den Kindertagesstätten zwei Familienzentren, außerdem existiert eine Familienbildungsstätte im Stadtgebiet.
Stadtbücherei [Bearbeiten]
Die Stadtbücherei ist in den Ortsteilen Neukirchen und Vluyn vertreten.
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
Freizeit- und Sportanlagen [Bearbeiten]
- Schwimmbad
- Golfplatz
- Tennisanlage am Planckendicksweg
- Fußballhalle
- Skateranlage
- Inline-Skate-Rundkurs (10 km)
- Halde Norddeutschland
- Jugendzentrum Klingerhuf
- Naturschutzzentrum Neukirchen-Vluyn
- Sport- und Freizeitpark Klingerhuf
Museen [Bearbeiten]
Bauwerke [Bearbeiten]
- Dorfkirche Neukirchen (13. Jahrhundert)
- Schloss Bloemersheim (16. Jahrhundert)
- Windmühle Dong (19. Jahrhundert)
- Dorfkirche Vluyn (19. Jahrhundert)
- Katholische St. Antonius-Kirche Vluyn (1997)
- Katholische St. Quirinus-Kirche Neukirchen (1956–1958)
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
- Stadtmarketing-Veranstaltungen:
- Weihnachtsmarkt Schloss Bloemersheim
- Vluyner Mai
- Erntedankfest im "Dorf Neukirchen" (jeweils am 3. Wochenende im September)
- Vluyner Kirmes mit Klompenball (immer am Wochenende nach Pfingsten)
- Die bunte Achzehn im "Dorf Neukirchen" (jeweils 2 Wochen vor Ostern)
- Missionshoffete im "Dorf Neukirchen"
- Ausstellung 'RUND UMS EI' jeweils 2 Wochen vor Ostern.
- Traditionelles Osterfeuer "Blocke Poschen" der Jungen Union am Schloss Bloemersheim, samstags nach dem Osterwochenende.
- 30. April, Aufhängen des Maikranzes am Handwerkerbaum in Vluyn vom Heimat und Verkehrsverein Vluyn e. V.
- 30. April, Aufstellen des Maibaums im "Dorf Neukirchen", anschließend Tanz in den Mai mit dem Heimat- und Verkehrsverein Neukirchen
- Jeden 1. Mai findet beim Löschzug Vluyn der Brandschutztag statt.
- Seit 2001 findet jährlich das Metal-Festival „Dong Open Air“ statt. 2005 wurde es von etwa 2.000 Gästen besucht.
- Jeden 2. Samstag im September Tag der offenen Tür des Löschzuges Neukirchen.
- Landmarkt an der Littard – immer am 1. Novemberwochenende auf den Höfen am Littardweg.
- alle 2 Jahre am ersten Wochenende im Dezember: Weihnachtsmarkt auf Schloss Bloemersheim.
Infrastruktur und Wirtschaft [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Schienen- und Busverkehr [Bearbeiten]
Der Städteschnellbus SB 10 verbindet Neukirchen-Vluyn auf direktem Weg mit Duisburg. Weitere Linien führen nach Rheurdt, sowie über Moers bis Duisburg-Homberg und Rheinhausen. Die Linie 929 verkehrt von Montags bis Freitags, dreimal täglich, Samstags zwei mal in die Niederlande nach Venlo. Betrieben werden die Linien von der NIAG. Die Linie 6 verbindet die Ortsteile Luit, Niep und Süsselheide mit Vluyn. Die Linie verkehrt als Taxibus mit Ausnahme einzelner Schülerfahrten, welche von/bis Moers-Kapellen verkehren. Mit der RVN-Linie 076 erreicht man Kamp-Lintfort und Krefeld.
Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
Linienverzeichnis (Stand: Juni 2011) [Bearbeiten]
| Linie | Linienweg | Takt Mo-Fr (HVZ) |
Takt Sa (HVZ) |
Takt So (HVZ) |
Betreiber |
|---|---|---|---|---|---|
| 6(Taxibus) | (Tersteegen Schule – Neukirchen Schulzentrum) – Vluyner Platz – Vluyner Südring – Süsselheide – Niep – Luit (- Moers-Kapellen) | 120 | 120 | 120 | NIAG |
| 7 | Moers – Neukirchen Sparkasse – Rathaus – Vluyner Südring – Rheurdt – Kamp-Lintfort | 60/120 | 60/120 | – | NIAG |
| SB10 | Duisburg Hbf – Moers-Hülsdonk – Neukirchen Sparkasse – Rathaus – Vluyner Südring | 60 | 60 | – | NIAG |
| 076 | Krefeld Hbf – KR-Inrath – KR-Hüls – Kempen-Tönisberg – Rheurdt-Neufeld – Vluyner Südring – Hochkamer – Rayen – Kamp-Lintfort | 120 | 120 | 2 Fahrten | RVN |
| 912 | Vluyner Südring – Trox – Disterwegschule – Rathaus – Beethovenstr. – Sparkasse – MO-Hülsdonk – Moers – DU-Homberg – DU-Rheinhausen | 30 | 30/60 | 60 | NIAG |
| 929 | Venlo Station – Straelen-Herongen - Vluyner Südring – Schulzentrum – Gewerbegebiet Nord – Sparkasse – MO-Hülsdonk – Moers – DU-Homberg – DU-Ruhrort – Duisburg Hbf | 30 | 30/60 | 60 | NIAG |
Neukirchen-Vluyn verfügt zudem über einen Schienenanschluss, der von der NIAG betrieben wird. Die Strecke Moers – Neukirchen – Dickscheheide – Vluyn – Schaephuysen – Rheurdt – Oermter Berg – Hoerstgen-Sevelen wird seit der Schließung des Steinkohlebergwerkes Niederberg in Neukirchen-Vluyn nicht mehr regelmäßig befahren. Jedoch wurde der Abschnitt zwischen Moers Kreisbahnhof und Vluyn 2008 offiziell für Güterverkehre reaktiviert. 2007 gab es sporadisch Schienenbuspendelfahrten auf der Strecke von Moers bis zum Haltepunkt Neukirchen-Rathaus, welche im Jahr 2008 erstmals seit 2001 wieder den Bahnhof Vluyn erreichten. Zudem gibt es eine Initiative, welche die Bedienung der Bahnstrecke von Vluyn nach Moers im regelmäßigen SPNV durchsetzen möchte. Allerdings fehlt dem Initiatorenkreis der Investor. Die Bahnstrecke ist begehbar, jedoch durch stark bewachsene Abschnitte hinter Vluyn zurzeit nicht mehr befahrbar. Jährlich wird ein Zurückschnitt der Bewachsungen bis Vluyn durchgeführt.
Straßen [Bearbeiten]
Neukirchen-Vluyn ist durch die Bundesautobahnen 40 (auch E 34, von Venlo (NL) nach Dortmund) und 57 (auch E 31, von Nimwegen (NL) nach Köln) an das Autobahnnetz angebunden. Durch Neukirchen und Vluyn verläuft die Landstraße 140, die ehemalige Bundesstraße 60.
Wirtschaft [Bearbeiten]
Die Wirtschaft der ehemaligen Zechenstadt ist geprägt durch Handwerk, Groß- und Einzelhandel, Klimatechnik, Hotel- und Gastronomie, Dienstleistungen, Kommunalmaschinenbau, Verfahrenstechnik, Textil- und Druckindustrie, Computer-Hard- und Software.
Mit der TROX GROUP hat ein Technologieführer in der Herstellung, Entwicklung und Vermarktung von Systemen und Komponenten zur Raumbelüftung und -klimatisierung seinen Sitz in der Stadt. Die Gruppe erzielte nach eigenen Angaben im Jahr 2008 einen Umsatz von mehr als 380 Mio. Euro und beschäftigt weltweit circa 3000 Mitarbeiter.[11] Die TROX GROUP ist zudem der zweitgrößte Arbeitgeber nach dem Erziehungsverein von Neukirchen-Vluyn (Stand: Oktober 2007).[12]
Mit der Erschließung des ehemaligen Betriebsgeländes des Bergwerks Niederberg wird ein neues Gewerbegebiet geschaffen. Hier sollen sich neue Gewerbetreibende ansiedeln. Und des Weiteren werden auf dem Gelände Flächen für den Einzelhandel, die Gastronomie und für Freizeit- und Kultureinrichtungen geschaffen.
Medien [Bearbeiten]
In den regionalen Tageszeitungen der Rheinischen Post, der NRZ und der WAZ existieren Lokalbeilagen für die Bereiche Moers, Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn. Außerdem gibt es in der Stadt eine von sechs Radiowerkstätten des Lokalradios Radio K.W. In diesen Studios wird der größte Teil der Sendungen des Bürgerfunks produziert.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
in Neukirchen-Vluyn geboren [Bearbeiten]
- Heinrich Averdunk (1840–1927), Autor
- Karl-Heinz Florenz (* 1947), Politiker, seit 1989 Europa-Abgeordneter
- Michael Hirz (* 1952), Programmgeschäftsführer des Fernsehsenders Phoenix
- Peter Engel (* 1954), deutscher Tischtennis-Meister im Einzel und im Doppel
- Gerd Hörnemann (1957–2005), Verwaltungswissenschaftler, Dozent und Publizist
- Thomas Nöcker (* 1958), Vorstandsmitglied der K+S AG
- Christopher Lutz (* 1971), Schachgroßmeister
mit Neukirchen-Vluyn verbunden [Bearbeiten]
- Friedrich Heinrich von Friedrich von der Leyen (1769–1825), Industrieller, Besitzer von Schloss Bloemersheim
- Andreas Bräm (1797–1882), Gründer des Erziehungsvereins
- Paul Ernst Ruppel (* 1913–2006), Komponist, Kantor, Organist und Chorleiter
- Rudolf Weth (* 1937), Theologe, Autor, 1973–2002 Direktor des Neukirchener Erziehungsvereins
- Siegmund Ehrmann (* 1952), Politiker, Mitglied des Bundestages, ehemaliges Ratsmitglied
- Franjo Terhart (* 1954), Autor, seit 1991 Kulturbeauftragter der Stadt Neukirchen-Vluyn
- Dirk Schauenberg (* 1969), Karate-Weltmeister und Landestrainer NRW
- Hilmi Sözer (* 1970), Schauspieler und Komödiant
- Rüdiger Oppers (* 1960), NRZ-Chefredakteur
- Konstantinos Mitroglou (* 1988), griechischer Fußballspieler
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 4. Juli 2012. (Hilfe dazu)
- ↑ Stadt Neukirchen-Vluyn: Zahlen und Daten, abgerufen am 24. September 2012
- ↑ J. G. von Vierbahn, Statistik und Topographie des Regierungs-Bezirks Düsseldorf, 1836, Erster Teil, S. 107.
- ↑ P.Caumanns: In: Neukirchen b. Moers: Sein geschichtlicher Werdegang bis zur Gegenwart, 1925, Selbstverlag, S. 65–69.
- ↑ Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
- ↑ Geschichte von Neukirchen-Vluyn vom 31. Oktober 2010
- ↑ P.Caumanns: Neukirchen b. Moers: Sein geschichtlicher Werdegang bis zur Gegenwart, 1925, Selbstverlag, S. 63+64.
- ↑ Stadtarchiv Neukirchen-Vluyn.
- ↑ http://www.neukirchen-vluyn.de/C12576540024DF00/html/E29FD87D0C30E4B5C1257674003D0D7A?opendocument&nid1=64429
- ↑ Bevölkerung im Regierungsbezirk Düsseldorf abgerufen am 25. Juli 2011
- ↑ Website von TROX: TROX GROUP
- ↑ IHK Niederrhein: Ausgabe Oktober 2007, Seite 10 (PDF 683 KB)
Weblinks [Bearbeiten]
Alpen | Dinslaken | Hamminkeln | Hünxe | Kamp-Lintfort | Moers | Neukirchen-Vluyn | Rheinberg | Schermbeck | Sonsbeck | Voerde (Niederrhein) | Wesel | Xanten
