Hermann von Neuenahr der Jüngere

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Graf Hermann von Neuenahr und Moers, Standbild in Krefeld neben dem Hauptportal der Alten Kirche

Hermann Graf von Neuenahr (Nuenar, a Nvenar, de Nova Aquila[A 1], van Nieuwenar) und Moers (Meurß, Mörsch), Herr von Bedburg (Bedbur), Krefeld und Cracau (* 28. Oktober 1520[1][2] vermutlich in Köln; † 4. Dezember 1578 vermutlich in Bedburg, Friemersheim oder Moers) war ein deutscher humanistisch gebildeter Staatsmann und Förderer der Reformation am Niederrhein.

Leben[Bearbeiten]

Hermann von Neuenahr war der Sohn von Graf Wilhelm II. von Neuenahr (* um 1485/91; † 1552) und der Erbtochter der Grafschaft Moers, Gräfin Anna von Wied (* um 1500; † 1528), einer Nichte des Kölner Erzbischofs und Kurfürsten Hermann V. von Wied (1477–1552, reg. 1515–1547) und des Münsteraner Bischofs Friedrich III. von Wied († 1551; reg. 1522–1532) sowie Cousine des Kölner Erzbischofs Graf Friedrich IV. von Wied (* um 1518; † 1568; reg. 1562–1567). Der Kölner Dompropst und Universitätskanzler Graf Hermann von Neuenahr der Ältere (1492–1530) war sein Onkel. Getauft wurde Hermann von Johannes IV. Middels († 1524) aus Hüls, der von 1504 bis 1524 Abt des Zisterzienserklosters Kamp war.

Vorfahren des Hermann von Neuenahr und Moers
Urgroßeltern

Gumprecht II. Graf von Neuenahr (* um 1400; † 1484), Erbvogt zu Köln, Herr zu Alpen, 1459 Mitgraf von Limburg
∞ 1425
Margareta Gräfin von Limburg (vor 1419−um 1459[3]), Herrin zu Bedburg und Hackenbroich

Kuno (Konrad) I. Graf von Manderscheid (* um 1444; † 1489), Herr zu Schleiden, Neuenstein und Kasselburg[A 2]
∞ 1459
Walpurgis Gräfin von Horn (* um 1443; † 1476), Herrin von Altena

Friedrich IV. von Runkel († 1487), ab 1454 Graf Friedrich I. zu Wied, Herr zu Braunsberg, Dierdorf und Ysenburg
∞ 1454
Agnes von Virneburg (* um 1436; † 1478)

Friedrich V. Junggraf von Moers und Saarwerden (* um 1445; † um 1472)
∞ 1462
Elisabeth von Rodemachern (* um 1445; † nach 1503), Herrin zu Bolchen (Boulay)[A 3]

Großeltern

Wilhelm I. Graf von Neuenahr (* um 1447–1497), Herr zu Bedburg
∞ 1484
Walburga Gräfin von Manderscheid (1468–nach 1530), Herrin zu Schleiden[A 4]

Wilhelm III. Graf zu Wied (* um 1475; † 1519/26), Herr zu Ysenburg und Runkel
∞ 1481
Margareta Gräfin von Moers (* um 1470; † 1515)

Eltern

Wilhelm II. Graf von Neuenahr (* um 1485/91; † 1552)
∞ 1518
Anna Gräfin zu Wied und Moers (* um 1500; † 1528), Herrin zu Rodemachern und Boulay

Hermann Graf von Neuenahr und Moers (1520–1578)

Ausbildung, Heirat, Kriegsdienst und Reisen[Bearbeiten]

Hermann von Neuenahr genoss eine humanistische Bildung bei Johannes Caesarius (1468–1550)[4] und seinem Onkel Hermann von Neuenahr. Er sprach gut Latein und Französisch, wie 1539 der englische Diplomat Nicholas Wotton († 1567) an Thomas Cromwell, 1. Earl of Essex († 1540) berichtete,[5] und hatte auch Kenntnis des Altgriechischen.[4] Graf Hermann hat vermutlich in Frankreich studiert.

1538 heiratete er Gräfin Magdalena von Nassau-Dillenburg (1522–1567), Tochter von Wilhelm dem Reichen von Nassau (1487–1559), eine Halbschwester von Wilhelm I. von Oranien (1533–1584).

Um die Jahreswende 1539/40 standen Wirich V. von Daun-Falkenstein (1473–1546), „the yong Erle of Nuenare and Roussenbergh[6], with xiij. persons[7], der kursächsische Hofmarschall Hans von Doltzig († 1551) und der klevische Kanzler Heinrich Bars genannt Olisleger († 1575)[8] an der Spitze einer 263-köpfigen Delegation, die Anna von Kleve (1515–1557) auf ihrer Reise zur Hochzeit mit Heinrich VIII. von England (1491–1547) über Antwerpen und Calais nach London begleitete.[5][9]

1542 wurde sein Vater Graf Wilhelm II. von Neuenahr von Herzog Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg und Geldern (1516–1592) mit Krefeld und der Burg Cracau belehnt. Dieses Gebiet gehörte später auch zu Hermann von Neuenahrs Herrschaftsbereich. Die Grafschaft Moers hatte gleichzeitig durch Anerkennung der jülich-klevischen Lehnshoheit (Mediatisierung) ihre Reichsstandschaft aufgegeben.

Am 27. April 1542 immatrikulierte sich „Hermannus Neuenar Coloniensis“ an der Universität Wittenberg. Allerdings war Graf Herrmann von Neuenahr – sofern es sich bei dem Studenten nicht um einen bürgerlichen Namensvetter handelt – zu diesem Zeitpunkt bereits verheiratet und trat kurz darauf in Kriegsdienste, so dass er kaum intensiv studiert, sondern eher Martin Luther (1483–1546) und Philipp Melanchthon (1497–1560) besucht haben wird. Im Mai 1542 hielten sich auch Landgraf Philipp I. von Hessen (1504–1567) und Petrus Medmann (1507–1584) zu Besuchen in Wittenberg auf.[10]

Hermann von Neuenahr, der sich 1543 wieder im Rheinland aufgehalten hatte,[11] diente 1543/44 Kaiser Karl V. (1500–1558) im Dritten Feldzug gegen Frankreich. Franz von Manderscheid (1514–1548) und er warteten mit ihren Reitern und Fußsoldaten in Nancy („Maasbrück“), bis die Subsidien des Reiches eintrafen, die der kaiserliche Schatzmeister Hugo Angelo (Angelite, Engelino, Engele)[12] eingeworben hatte. Bei der Musterung der Truppen in Saint-Dizier am 24. Juli 1544 führte Hermann von Neuenahr 200 leichte Reiter (equites; Lanzierer), die sein Vater gestellt hatte.[13]

1547/48 übernahmen Wilhelm II. und sein Sohn Hermann von Neuenahr Schulden des früheren Erzbischofs Hermann V. von Wied in Höhe von 15.000 Gulden bei Hauprecht von Dinslaken, Bürger von Köln, und Alheid von Dinslaken, Witwe des Johann Key von Dinslaken,[14] für die zunächst Ludwig von Stolberg-Königstein (1505–1574) und sein Bruder Heinrich (1509–1572) zusammen mit einigen Kölner Bürgern aus der „Gesellschaft der edlen lebendigen selbst gehenden Wasserkunst“[15] gebürgt hatten, bis sie 1554 von Ludwig von Stolberg bis auf einen Restbetrag von 4000 Gulden abgelöst wurden.[16]

1547/48 nahm Hermann von Neuenahr als Rat des Kölner Kurfürsten am Augsburger Reichstag teil.[17] Im Frühjahr 1548 trat er die Rückreise an zusammen mit Feldmarschall Johann Hilchen von Lorch (1484−1548), unter dem er im Feldzug gegen Frankreich gedient hatte,[13] aus dem Gefolge des Grafen Wilhelm von Nassau-Dillenburg, Hermanns Schwiegervater; Johann Hilchen verstarb kurz darauf.[18] Hermann von Neuenahr hatte vor dem Augsburger Reichstag ein Kapital von 1000 Gulden an sich genommen, das der verstorbene Prior Robert Hülß († 1546) des Karmeliten-Klosters in Moers zurückgelassen hatte. Nach dem Augsburger Interim 1548 musste sein Vater Wilhelm II. dem Orden einen jährlichen Zins für diese Summe zahlen.[19]

1548 hielt Hermann sich bei dem kaiserlichen Feldherrn Maximilian von Egmond (1500–1548), Graf von Buren, einem Stiefcousin seines Vaters, auf. Im Auftrag Wilhelms I. von Oranien, der sich mit dessen Tochter Anna von Egmond (1533–1558) verloben wollte (∞ 1551), führte er Verhandlungen mit Maximilian von Egmonds Testamentsvollstreckern.[20]

Wilhelm II. und Hermann von Neuenahr verkauften 1548/49 für insgesamt 8000 Goldgulden an die Familie Dinslaken jährliche Gülten von 400 Gulden aus den Gefällen und Einkünften ihrer Herrschaften Bedburg und Rösberg sowie aus dem ihnen vom Erzstift Köln verpfändeten Amt Hülchrath.[21] Lic. Konrad Dinslaken, ein Sohn Alheids von Dinslaken, versuchte später, diese Schuldforderungen bei Hermann von Neuenahr einzutreiben.[22] 1552 verschrieben Hermann von Neuenahr und sein Vater Wilhelm II. für 3000 Goldgulden eine jährliche Rente von 150 Goldgulden aus einem jülich-klevischen Lehen über 300 Goldgulden auf den Zoll zu Orsoy an den klevischen Rat Dr. Jakob Omphal (1500–1567) und seine Frau Elisabeth von Bellinghausen.[23] Dieselbe Summe aus dem Orsoyer Zoll wurde Hermann von Neuenahr 1553 von Herzog Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg verschrieben.[24]

Am 28. Juli 1550 geriet er anlässlich eines Hoffestes des Erzbischofs Adolf von Schaumburg (1511–1556) in Köln in einen Streit mit dem kurkölner Hofmeister Graf Bernhard von Nassau-Beilstein († 1556), der nach langwierigen Vermittlungen erst am 8. November 1550 beigelegt werden konnte.[25]

Regierender Graf[Bearbeiten]

Grafschaft Moers (1633)

Seit 1552 war Hermann nach dem Tod seines Vaters regierender Graf von Neuenahr und Moers und Herr von Bedburg sowie Erbhofmeister von Kurköln. Mit der Devise „Non plus“ (= „Nicht weiter so“) soll er nach seinem Regierungsantritt Trinkhorn und Würfel entsagt haben. Ein Erbfolgestreit wegen der Grafschaft Moers mit den Brüdern Johann III./IV. (1511–1574) und Adolf von Nassau-Saarbrücken (1526–1559) und ihren Erben, in dem ab 1555 im kaiserlichen Auftrag die Pfalzgrafen vermitteln sollten, war bis zu Hermanns Tod nicht abgeschlossen.[26] Zum 15. Dezember 1578, als Hermann von Neuenahr bereits verstorben war, hatte Ludwig VI. von der Pfalz (1539–1583) ihn und die Grafen Albrecht von Nassau-Weilburg-Ottweiler (1537–1593) und Philipp III. von Nassau-Saarbrücken (1542–1602) zu einem Entscheidungstermin nach Heidelberg eingeladen.[27]

Reichstaler des Grafen Hermann von Neuenahr und Moers, 1562; Holzschnitt um 1571 (Umschrift fehlerhaft wiedergegeben, lies: NVENAR statt: AVRNA•R)

Aufgrund eines Münzprivilegs ließ Hermann von Neuenahr 1552, 1557, 1562, 1567, 1569 und 1570 silberne Reichstaler und Sechs-Heller-Stücke schlagen. Dies führte 1562 zu einem Konflikt mit dem kaiserlichen Kammermeister, dem das Privileg offenbar zunächst nicht bekannt war.[28] Graf Hermann war Gewerke der Grube Rhonard bei Olpe, an der er, Graf Johann VI. von Nassau-Dillenburg (1536–1606) und Graf Hermann von Hatzfeld (1527–1600) zu je einem Drittel beteiligt waren.[29]

Im Frühjahr 1553 erwog Kaiser Karl V., Graf Hermann von Neuenahr zu einem der neuen Reichshofräte zu ernennen.[30] Er beauftragte ihn im Juli zusammen mit Rat Karel Tisnack (Charles de Tisnacq) († 1573) und General Lazarus von Schwendi (1522–1583), in Eger Bündnisverhandlungen mit Kurfürst Moritz von Sachsen (1521–1553) zu führen.[31] Der venetianische Gesandte Marcantonio Amulio (1506–1572) berichtete dem Dogen, die Delegation habe den geheimen Auftrag, Markgraf Albrecht II. Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach (1522–1557) zu einem Raubzug gegen Frankreich zu bewegen.[32] Ein am 24. Juli 1553 geplanter Tag in Eger kam jedoch nicht mehr zustande, weil Moritz von Sachsen wenige Tage zuvor an den Folgen einer in der Schlacht bei Sievershausen erlittenen Verletzung starb. An der schließlich nach Zeitz in den Oktober 1553 verlegten Konferenz mit Kursachsen nahm Hermann von Neuenahr nicht teil.[33]

1553 verschrieb Graf Hermann eine jährliche Rente von 200 Gulden aus den Einnahmen von Bedburg an den jülisch-klevischen Hofmeister Werner von Hochsteden-Niederzier (1499–1565) zu Nothausen, Amtmann von Kaster, Grevenbroich und Gladbach, und seine Frau, die Liederbuch-Verfasserin Katharina von Hatzfeld-Wildenburg (* um 1521; † 1578).[34]

Kaiser Karl V. belehnte Hermann von Neuenahr 1554 mit den Zöllen auf der Maas.[35] Hermann verpachtete sie 1560 an seine Schwester Anna Walburga.[36]

Nach 1555 nahm Graf Hermann die Kinder Amalia (1539–1602) - spätere Kurfürstin von der Pfalz -, Magdalena (1550–1626) - spätere Gräfin von Tecklenburg - und Adolf (* um 1554; † 1589) seines verstorbenen Cousins 2. Grades Graf Gumprecht II. von Neuenahr und Limburg (* um 1503; † 1555) bei sich in Moerser Schloss auf und wurde ihr Vormund. Bis zur Volljährigkeit seines Neffen Adolf 1570 übernahm er die Regentschaft in der Grafschaft Limburg. Für seine Mündel machte er nach dem Tod von Graf Michael III. von Wertheim (1529–1556) neuenahrische Ansprüche gegen Graf Ludwig zu Stolberg-Königstein auf die Erbschaft ihres Urgroßvaters Wilhelm I. von Wertheim (1421–1482) geltend, zu der u. a. die Herrschaft Breuberg im Odenwald gehörte.[37]

Von der Abtei Werden wurde Hermann wie sein Vater mit der Herrschaft Friemersheim belehnt.[38] 1556 appellierte Hermann an die geldrischen Landstände, ihm die entzogenen Einkünfte aus seinen Pfandschaften in der Grafschaft Kessel und im Amt Krickenbeck sowie den Besitz des Zolls in Tiel wieder zu verschaffen,[26][39] die bereits sein Vater aus dem Erbe des Grafen Vincenz von Moers-Saarwerden († 1499) beansprucht hatte. Die Intervention scheint erfolgreich gewesen zu sein, denn Herrmann verpfändete später Renten im Amt Krickenbeck gegen ein Kapital von 3000 Gulden an Jakob Omphal.[40] Für Johann Georg I. (1515-1579) und Hans Albrecht von Mansfeld-Vorderort (1522-1586) verbürgte er sich 1556 beim Kölner Domkapitel für eine Schuld von 8000 Gulden und hinterlegte als Sicherheit die Pfandbriefe auf Hülchrath und den Hof Morken.[41] 1557 übergab er Hof Morken gegen einen jährlichen Zins an Jakob von Harff (* um 1534; † 1566/74) zu Empel und Friesheim.[42]

Zusammen mit seinem Schwager Philippe de Montmorency, Graf von Horn (1518/26–1568) führte Hermann von Neuenahr einen Rechtsstreit, in den bereits sein Vater involviert gewesen war, gegen Graf Ludwig von Stolberg-Königstein um das Heiratsgut der Ännchen von Rodemachern, einer Schwester seiner Urgroßmutter, aus ihrer 1467 geschlossenen Ehe[43] mit Graf Ludwig I. von der Marck († 1498), Herrn von Rochefort.[44] Wegen dieser strittigen Besitzungen der Herren von Rochefort in den Ardennen, zu denen Chassepierre, Ivois, Florenville und Termes gehörten, riefen Hermann von Neuenahr und Philippe von Horn das luxemburgische Rittergericht an.[45]

Nach dem Tod seines Schwiegervaters Wilhelm von Nassau-Dillenburg 1559 war Hermann von Neuenahr zusammen mit ihrem ältesten Bruder Wilhelm I. von Oranien (1533–1584) auch einer der beiden Vormünder der Grafen Johann VI. (1536–1606), Ludwig (1538–1574), Adolf (1540–1568) und Heinrich von Nassau-Dillenburg (1550–1574) und ihrer Schwestern.[46] Im Mai 1560 war Hermann bei der Taufe von Wilhelm Ludwig von Nassau-Dillenburg (1560–1620) in der Nikolaikirche zu Siegen zugegen.[47] 1562 bat er darum, von der Vormundschaft entbunden zu werden.[48] Allerdings trat er weiterhin als gerichtlicher Kurator der Halbwaisen auf.[49]

Mit dem Drost zu Linn Dr. jur. Degenhard von Haes († 1584)[50] zu Sollbrüggen stritt sich Hermann von Neuenahr über angeblich unberechtigte Eingriffe in seine Erbgüter zu Linn, Uerdingen und Kempen.[51] 1560 erwirkte er ein Lehnsgerichts-Urteil gegen das Kartäuserkloster St. Beatus in Koblenz, das ihm den Lehensempfang mit Wein von Gefällen in Maasbommel entzogen hatte.[52] Gegen Valenus von Geldern († 1565) prozessierte Hermann 1561 um den Kirchensatz und den Zehnten zu Arcen.[53] Mit Äbtissin und Konvent von Kloster Graefenthal setzte er sich 1562 wegen Gütern in Angeren und Gent auseinander.[54] Gegen Petrus Medmann führte er ab 1565 einen Prozess um Güter in Fliesteden.[55]

Seit Ende der 1550iger Jahre führte Hermann von Neuenahr einen umfangreichen Briefwechsel mit seinem Verwandten Graf Wilhelm IV. von dem Bergh ’s-Heerenberg (1537–1586),[56] der 1556 im Moerser Schloss seine Schwägerin Maria von Nassau-Dillenburg (1539–1599) geheiratet hatte. Hermann bemühte sich 1561 bei Wilhelm IV. von dem Bergh auch, einem gewissen „Frans van Newenahr“ das Amt eines Schultheißen in Stevensweert zu verschaffen, das aber schon vergeben war.[57] Es liegt nahe, hierbei an einen natürlichen Sohn seines Vaters Wilhelms II. zu denken.

1560 erhielt Graf Herrmann von Kaiser Ferdinand I. (1503–1564) ein Privilegium de non appellando limitatum für Prozesse mit Streitwerten unter 100 Gulden,[58] das nach einem Prozess vor dem Reichskammergericht 1566 von Kaiser Maximilian II. (1527–1576) auf 200 Gulden erhöht wurde.

Der Kölner Erzbischof Gebhard von Mansfeld (1524–1562; reg. 1558) erneuerte 1561 die Belehnung mit Bedburg, Garsdorf, Hof Morken (Mörick), Rösberg und dem Erbhofmeisteramt des Erzstiftes.[59]

Nach dem Tod von Johann IX. von Salm-Reifferscheid-Dyck (1513–1559) unterstützte Hermann 1561 dessen Witwe Gräfin Elisabeth von Henneberg-Schleusingen (1517–1577) und ihre Söhne Wilhelm, Werner und Johann im Streit mit Wilhelm Scheiffart von Merode († 1577) um den Besitz der Herrschaften Alfter und Bornheim.[60] Mit der Herrschaft Alfter war das kurkölner Erbmarschallamt verbunden.

Im August 1561 nahm Hermann von Neuenahr an der Hochzeit von Wilhelm I. von Oranien mit Anna von Sachsen (1544–1577) in Leipzig teil.[61]

Im Oktober 1562 hielt sich Hermann in Kloster Bredelar auf.[62] Vermutlich stand die Reise in Zusammenhang mit dem hohen Engagement des Klosters im Bergbau des kurkölnischen Sauerlandes, etwa in seinen Besitzungen Giershagen oder Bleiwäsche.[63] Im November 1562 nahm Hermann von Neuenahr und Moers in Frankfurt am Main im Gefolge des Kölner Kurfürsten an der Wahl und Krönung von Maximilian II. zum deutschen König teil.[64]

1562 verschenkten Hermann und seine Schwester Anna Walburga von Neuenahr (1522–1600) ihre Schlösser und Herrschaften Rodemachern, Reichersberg, Hesperingen, Useldingen und die Hälfte von Esch an der Sauer an Walburgas ersten Ehemann Philippe von Horn.

1565 korrespondierte Hermann von Neuenahr mit Armgard von Rietberg († 1584), einer Enkeltochter seiner Cousine Walburga von Brederode (1512–1567) und Urenkelin seiner Tante Anna von Neuenahr († 1535), über ihre Belehnung mit der Grafschaft Rietberg, die von Landgraf Philipp I. von Hessen nach dem Tod ihres Vaters eingezogen worden war. Ihren Sekretär und späteren Kanzler im Harlingerland Jost Wetter († um 1582), den Hermann in Verdacht hatte, die Briefe Armgards zu entwerfen, nannte er einen „böszwicht“.

Kaiserlicher Rat Maximilians II.[Bearbeiten]

Maximilian II. ernannte Hermann von Neuenahr 1566 zum Kaiserlichen Rat und erhöhte die Summe seines Privilegium de non appellando limitatum. Als Mitglied des Hofrates nahm „Herman von Newena“ im Frühjahr dieses Jahres im Gefolge des Kaisers am Augsburger Reichstag teil.[65]

Im September 1566 soll Hermann von Neuenahr nach einem Bericht von Hermann von Weinsberg (1518–1597) dem flüchtigen Tilmann Iserenheuft (Isenhäupt, Eisernhaubt), der nach einem Streit mit dem Kölner Buchhändler Jacob Butterweck um die Bezahlung einer Ausgabe der – päpstlich verbotenen – Colloquia familiaria des Erasmus von Rotterdam Körperverletzungen im Dom begangen hatte und dem Scharfrichter auf Melaten entkommen war, in Bedburg Unterschlupf gewährt haben. Nach Gerichtsakten wurde Tillmann wegen Geisteskrankheit dort im Augustinerkloster verwahrt.[66] Weinsberg kolportiert das Gerücht, seine Mutter „were ein bastart van Nuwenar“,[67] demnach Hermanns Halbschwester oder Cousine.

Zu der großen Religions-Konferenz vom 12. bis 21. Januar 1567 in Düsseldorf unter Vorsitz von Wilhelm Ketteler (1512–1582), an der 28 römisch-katholische, erasmische, lutherische und reformierte Politiker und Theologen teilnahmen,[68] wurde Hermann von Neuenahr, der seine Teilnahme geplant hatte, weil er „Gottesz und Seines Wortts eher hett helffen mögen beförderen“, von Herzog Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg nicht eingeladen. Ihm wurde mitgeteilt, dass er „auff geruerten[A 5] tagh nicht werdt erfördert werden“. Da er „woll langhs gewust dasz mich viell leuth daselbst nicht gern sehen wurden“ und er kein klevischer Hofrat sei, wollte er auch nicht ungerufen dort erscheinen.[69]

Hermann von Neuenahr erließ am 3. April 1567 eine Gerichtsordnung für die Grafschaft Moers. Am 18. August 1567 verstarb Hermann von Neuenahrs Ehefrau Magdalena.

Bei den Verhandlungen zur Resignation (Abdankung) des Kölner Kurfürsten Friedrich IV. von Wied fungierten 1567 Hermann von Neuenahr, Philipp I. von Winneburg-Beilstein († 1583) und der kaiserliche Hofkanzler Dr. Johann Hegenmüller († 1584) als kaiserliche Kommissare, die zwischen dem Erzbischof und dem Domkapitel vermittelten.[70] Friedrich IV. von Wied war ein Cousin von Hermanns Mutter Anna von Wied.

Nach dem Tod der Ehefrau Magdalena von Nassau und des Schwagers Philippe von Horn[Bearbeiten]

Über Einnahmen aus der Pfandschaft Cracau kam es ab 1568/69 zu einer Auseinandersetzung mit der Drostin Maria von Vlodrop (Flodorp), Witwe des Drosten Wilhelm von der Lipp gen. Hoen († um 1568), und ihrem zweiten Ehemann Dietrich II. von Mirlaer genannt Myllendonk-Drachenfels, Reuland und Heyden (* um 1520; † 1585), die auch militärisch mit einer Besetzung des Krefelder Landes durch Hermann von Neuenahr und vor dem Reichskammergericht ausgetragen wurde.[71]

Mit Landgraf Wilhelm IV. von Hessen-Kassel (1532–1592) unterhielt Hermann von Neuenahr eine ausgiebige Korrespondenz und vermittelte ihm mehrfach Blumen aus den Niederlanden und einen Gärtner[72] oder bot ihm 1563 ein Astrolabium an.[73] Auch mit Herzog Wilhelm d. J. zu Braunschweig-Lüneburg (1535–1592) tauschte er Pflanzen.[74]

Im Herbst 1570 besuchte Hermann von Neuenahr als Kaiserlicher Rat den Speyerer Reichstag. Nach einem Tagebucheintrag des Reichshofrates Graf Ludwig I. von Wittgenstein (1532–1605) feierte er in Speyer am 28. Oktober seinen 50. Geburtstag mit einem „Prandium“.[1] Auf dem Reichstag bat Margareta von Loë († 1590), die 1568 in einer Doppelwahl zur Äbtissin des Quirinusstiftes in Neuss gewählt worden war, Hermann von Neuenahr und den kurkölner Erbmarschall Werner von Salm-Reifferscheid-Dyck (1545–1629) um Unterstützung.[75] Graf Johann IV. von Wied-Runkel und Ysenburg († 1581), der mit Ludwig von Stolberg-Königstein 1562 wegen einer Schuld von 20.000 Gulden bei Hermann von Neuenahr zu einer Buße von 40 Mark lotigen Goldes verurteilt worden war, wurde auf Bitten Hermanns und des Pfalzgrafen Georg Johann I. von Veldenz-Lützelstein (1543–1592) hin begnadigt.[76] In der Auseinandersetzung mit Ludwig von Stolberg-Königstein lehnte Hermann eine gütliche Einigung ab.[77] Eine Verfahrensbeschwerde der Elsgen von der Bruck genannt Mommersloch gegen ihn in einem Prozess wegen Ausübung des Spolienrechtes wurde an das Reichskammergericht zurückverwiesen.[78] Kaiser Maximilian II. bestätigte Hermann von Neuenahr in Speyer am 3. November 1570 die Markt- und Stadtrechte von Krefeld.

Karte von Weert, Stift Thorn und Grafschaft Horn (18. Jahrhundert)

Nach der Enthauptung seines Schwagers Philippe de Montmorency, Graf von Horn, 1568 durch Herzog Alba (1507–1582) in Brüssel hatte Graf Hermann den Titel eines Herrn zu Rodemachern wieder angenommen. Er bemühte sich beim Großen Rat der habsburgischen Niederlande in Mechelen, in den Besitz der hornschen Herrschaft Weert zu gelangen,[79] die 1486 an Hermanns und Walburgas Vorfahren verpfändet worden war. 1576 erhielt Hermann die drei geldrischen Lehen Weert, Wessem und die Vogtei über das Reichsstift Thorn, die Graf Johann II. von Hoorn († 1540) seinem Adoptivsohn Philippe von Horn und dessen späterer Frau Anna Walburga von Neuenahr – einer hornschen Urenkelin – schon vor ihrer Hochzeit vermacht hatte.[80] Hermann versuchte seit 1571 auch, eine Belehnung mit der holländischen Herrschaft Altena in Nordbrabant zu erreichen,[81] was ihm 1577 auch gelang. Eine seiner Urgroßmütter war Herrin von Altena gewesen. Die Herrschaft wurde 1590 von Hermanns Schwester Anna Walburga von Neuenahr zusammen mit Woudrichem für 92.000 Gulden an die Generalstaaten verkauft.[82]

Für seinen Gefolgsmann Dietrich von Eyll und dessen Frau stellte Graf Hermann 1573 einen Rentenbrief über 300 Goldgulden aus, während ihm gleichzeitig eine Rente über dieselbe Summe von seinen Mündeln Ludwig und Heinrich von Nassau verschrieben worden war.[83]

Am 15. Mai 1574 erließ Graf Hermann eine neue Polizeiordnung.[84]

Kaiser Maximilian II. ernannte Bischof Gerard van Groesbeeck (1517–1580) von Lüttich und Hermann von Neuenahr zu seinen Kommissaren im Streit zwischen dem Kölner Erzbischof Salentin von Isenburg (1532–1610; reg. 1567–1577) und dem Kölner Domkapitel um den Besitz von Zons. Graf Hermann wurde im April 1575 beauftragt, die Einkünfte von Zons im Namen des Kaisers zugunsten des Erzbischofs zu sequestrieren.[85]

1576 handelten Hermann von Neuenahr und Landgraf Wilhelm IV. von Hessen-Kassel als Verwandte den Heiratsvertrag von Graf Hermann I. von Wied-Runkel († 1591) und Gräfin Walburga von Bentheim-Steinfurt (1555–1628) aus.[86]

Im Februar 1577 war Hermann gefährlich erkrankt.[87] Von Erzbischof Salentin von Isenburg wurde Hermann von Neuenahr 1577 mit 100 Goldgulden auf den Zoll zu Bonn belehnt.[88] Hermann von Neuenahr hatte 1577 entscheidenden Anteil an der Wahl von Gebhard Truchseß zu Waldburg (1547–1601; reg. 1577–1583) zu dessen Nachfolger als Kölner Erzbischof.

Im August 1578 besuchte Johann Kasimir von Pfalz-Simmern (1543–1592) auf dem Feldzug in die Spanischen Niederlande Graf Herrmann kurz vor dessen Tod mit einem großen Gefolge in Moers.[89]

Tod und Erbfolgestreit[Bearbeiten]

Graf Hermann von Neuenahr und Moers verbrachte einen großen Teil seiner letzten Lebensjahre von schwerer Krankheit (Gicht) gezeichnet[90] im Friemersheimer Jagdschloss (heute: Werthschenhof in Duisburg-Rheinhausen) auf einer ehemaligen Rheininsel.[26] Er hatte Schloss und Herrschaft 1560 seiner Schwester Anna Walburga geschenkt. Hermann von Neuenahr soll sich nach Hermann von Weinsberg „dem Trunk ergeben“ haben und starb am 4. Dezember 1578[91] an „der zehrenden Krankheit, daran er etliche Jahre gegangen“[92] ohne Nachkommen. Sein Grab befand sich in der im 17. Jh. zerstörten Bonifatiuskirche (jetzt steht an dem Ort die Kapelle des Friedhofs an der Rheinberger Straße) in Moers.

Nach seinem Tod kam es zu einem Erbfolgestreit zwischen Graf Werner von Salm-Reifferscheid-Dyck und Graf Adolf von Neuenahr und Limburg.

Bedeutung[Bearbeiten]

Förderer der Reformation[Bearbeiten]

Schon Hermanns Vater Wilhelm II. von Neuenahr hatte die Reformation vorsichtig unterstützt. Graf Hermann von Neuenahr bekannte sich immer offener zur evangelischen Lehre.

Der lutherische Prediger Hermann Hamelmann (1526–1595) besuchte 1553/54 Moers und widmete Graf Hermann 1557 die Ausarbeitung De Ecclesia [= Über die Kirche].[93]

Mit Gotthardt von Mirlaer-Milendonk († 1589) auf Haus Frohnenbruch schloss Hermann von Neuenahr 1557 einen Vergleich, nach dem Hoerstgen und 12 Höfe aus dem Kirchspiel Repelen ausgepfarrt wurden. In der Reichsherrschaft Frohnenbruch-Hoerstgen wurde anschließend die Reformation eingeführt.[94]

Hermann von Neuenahr und Moers führte 1560 die Reformation in seinen Gebieten ein und erließ 1561 eine lutherisch-melanchthonische Kirchenordnung für die Grafschaft Moers und die Herrschaft Bedburg[A 6]. Er gewährte darüber hinaus auch reformierten Glaubensflüchtlingen aus den Niederlanden Unterschlupf wie ab etwa 1562 dem ehemaligen Genter Bürgermeister Karl von Utenhove d. Ä. (* um 1500; † 1580) auf seinem Jagdschloss Friemersheim. 1565 setzte sich Graf Hermann beim Rat der Stadt Köln erfolgreich für Clara von Fliesteden ein, Witwe des Bonner Vogtes Johann Richwin, sowie für Ehefrau Hilgin (Helena) und Tochter Margaretha des Johann Wirich (Winrich) von Flystein (Fliesteden)[95], die als Täuferinnen (Mennoniten) inhaftiert worden waren.[96] Die Unterherrschaft Fliesteden lag in der Herrschaft Bedburg.

Hermann von Neuenahr installierte in seinem Einflussbereich bei Neuberufungen viele protestantische Prediger,[97] so in Moers (1560), Friemersheim (1558/60), Hochemmerich (1561), Baerl (1561), Repelen (um 1561), Kapellen (1561), Krefeld (1565), Niederbudberg (1568) oder Halen-Homberg (1549/71). Dabei kam es verschiedentlich zu Konflikten mit beteiligten Klöstern, Stiften und Kondominatsherren, denen er den Pfarrsatz streitig machte.

Seit 1570 traten in Hüchelhoven, später in Bedburg Synoden zusammen, an denen auch Vertreter aus den Herzogtümern Kleve-Jülich-Berg teilnahmen. 1571 veröffentlichte Hermann in einer Sammlung seines Freundes Joachim Camerarius (1500–1574) anonym Nachdichtungen der sieben Bußpsalmen und des 64. Psalms, die von seiner lutherischen Frömmigkeit geprägt sind. Bereits 1558 hatte er mit Georg Cassander (1513–1566) über seine Psalmennachdichtungen korrespondiert.[98] Cassander widmete Hermann 1565 eine Schrift über die Kindertaufe.[99]

Über die Besetzung der Pfarrstellen in Friemersheim und Hochemmerich mit lutherischen Pfarrern kam es 1573 zu einem Streit mit Abt Heinrich Duden († 1601) von Werden, der im April 1574 mit einem Vergleich beigelegt wurde, nachdem Hermann noch im Februar dem klevischen Kanzler Heinrich Bars genannt Olisleger geschrieben hatte: „Wenn Gott den Menschen, dann hat der Teufel die Mönche erschaffen“.[100]

Ungeachtet seiner protestantischen Gesinnung fungierte Hermann von Neuenahr weiterhin etwa als Pate bei der - altgläubigen - Taufe einer Tochter des Kurkölnischen Rates Dr. Michael Glaser (* um 1529; † 1592) in St. Kunibert[101] oder stellte Adelszeugnisse für die Aufnahme von altgläubigen Verwandten in geistliche Kapitel aus.

Mit dem Regierungsantritt von Hermanns Neffen Graf Adolf von Neuenahr (* um 1554; †  1589), Herr von Limburg, Hackenbroich und Alpen, dem zweiten Ehemann seiner Schwester Walburga, wurde 1578 das reformierte Bekenntnis in der Grafschaft eingeführt.

Humanismus[Bearbeiten]

1532 gab Hermann von Neuenahr im Alter von 12 Jahren – vermutlich mit Hilfe seines Lehrers Johannes Caesarius – aus dem Nachlass seines Onkels Hermann von Neuenahr d. Ä. medizinische Schriften des Theodorus Priscianus (um 400) und des Abu l-Qasim (936–1013) sowie einen Sammelband mit Psalmenübertragungen heraus.

Seite aus dem Codex Argenteus

In Hermann von Neuenahrs Kölner Haus „Neuenahrer Hof“ in der Langgasse (heute: Neven-DuMont-Straße) wohnten seit 1549 für einige Zeit die niederländischen Humanisten Georg Cassander und Cornelis Wouters (Cornelius Gualterus) (1512-1582/84). Dort entdeckten sie Anfang der 1550er Jahre den gotischen Charakter des Codex Argenteus, der offenbar aus der Abtei Werden in den Besitz von Graf Hermann gelangt war,[102] wie aus Berichten von Philips van Marnix (1540–1598)[103] und Theodor Pütz (Phraraeus)[A 7] († nach 1609) geschlossen werden kann.[104]

Anfang der 1560er Jahre unterstützte Graf Hermann Cassander und Jean Matal (* um 1517; † 1597) bei dem Versuch, die Iguvinischen Tafeln (Tabulae Eugubinae), die in etruskischer Schrift geschrieben sind, zu entziffern.[105] Der Humanist und Pädagoge Franz Fabricius (1527–1573)[106] widmete Hermann von Neuenahr 1563 die Schrift Ciceronis historia per consules descipta et in annos LXIV distincta.[107]

1565 widmete der Paracelsist Michael Toxites (1514–1581) Hermann von Neuenahr eine von ihm herausgegebene Ausgabe der Chrysopoeia des Giovanni Aurelio Augurello (1441–1524).[108] Der schlesische Arzt und Naturphilosoph Balthasar Flöter († nach 1567)[A 8], der 1567 in Köln drei Ausgaben des Paracelsus (* um 1493; † 1541) im Verlag von Arnold Birckmann Erben besorgte, widmete dem „Kaiserlichen Hofrat“ Hermann von Neuenahr eine Vorrede.[109]

Johannes Eschenfelder aus Siegen, für den Philipp Melanchthon 1557 ein Empfehlungsschreiben ausstellte,[110] ein Enkel des Bopparder Humanisten Christoph Eschenfelder d. Ä († nach 1546), war 1565 Sekretär Hermanns von Neuenahr.[111] Der humanistische Gelehrte und Dichter Karl von Utenhove (1536–1600), dessen Vater Karl von Utenhove der Ä. bei Graf Hermann Asyl gefunden hatte, verfasste auf ihn und seine verstorbene Frau Magdalena 1568 sechs Gedichte.[112]

1574 ließ Graf Hermann in Moers eine Lateinschule errichten, aus der nach seinem Tod 1582 eine Schola illustris, das heutige Gymnasium Adolfinum Moers, hervorging. Noch kurz vor seinem Tod hatte Graf Hermann Heinrich Castritius Geldorp (1522–1585) mit der Erstellung eines Gutachtens zu einem solchen Schulprojekt beauftragt, das 1580 veröffentlicht wurde.[113]

Der Kritiker der Hexenprozesse Johann Weyer (1515–1588) lobte 1577 die Klugheit „Comes à Niuwenar D. Hermannus“, weil er eine geständige als Hexe angeklagte Frau - zu ihrem eigenen Schutz - lediglich des Landes verwiesen habe[114], und widmete ihm im gleichen Jahr seine Schrift „De irae morbo“ (= „Über die Zornkrankheit“).[115] Johann Weyers Bruder Arnt (Arnold) Wyer († nach 1562) war Küchenmeister von Graf Hermann.[116]

Der niederländische Humanist Gerhard Falkenburg (* um 1538; † 1578) lebte bei Hermann von Neuenahr, bis er bei einem Ritt im dessen Gefolge nach einem Sturz vom Pferd im September 1578 in Steinfurt verstarb.[117]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Schild geviert; in 1 und 4 (Neuenahr) in Gold ein rechtssehender schwarzer Aar (Adler), in 2 und 3 (Moers) in Gold ein schwarzer Balken.

Quellen[Bearbeiten]

  • Herzog Wilhelm v. Jülich, Geldern, Cleve und Berg vergleicht sich mit dem Grafen Wilhelm v. Neuenahr und Mörs und dessen Sohne Hermann über die verschiedenen gegenseitigen Forderungen. sowie wegen der Lehen Crefeld, Crackau und der Grafschaft Mörs - 1541, den 30. November. In: Theodor Joseph Lacomblet: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins, Bd. IV. Gustav Hermann Voß, Düsseldorf 1858, S. 669–674 (Nr. 541) (Google-Books)
  • Schieds-Urkunde in dem Ehrenstreite Graf Bernhards von Nassau mit Graf Hermann zu Neuwenar und Mörs. (1550). In: Ernst Münch: Geschichte des Hauses Nassau-Oranien, Bd. II. Jakob Anton Mayer, Aachen / Leipzig 1832, S. 364–368 (Google-Books)
  • Regest Ksr. Karls Instruktion für Gf. Hermann von Neuenahr, Dr. Karl Tisnac und Lazarus von Schwendi nach Eger (4. Juli 1553). In: August von Druffel, Karl Brandi (Bearb.): Beiträge zur Reichsgeschichte 1553–1555. (Briefe und Akten zur Geschichte des sechzehnten Jahrhunderts mit besonderer Rücksicht auf Bayerns Fürstenhaus 4). M. Rieger, München 1896, S. 196f (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)
  • Brief Hermannus Comes à Niweenaer Georg. Cassandro vom 18. August 1558 aus Moers. In: Petrus Bertius(Hrsg.): Illustrium & clarorum Virorum epistolae selectiores, Superiore saeculo scriptae vel à Belgis, vel ad Belgas, Centuria I. Ludwig Elzevir, Leiden 1617, S. 82 (Google-Books)
  • Hermann, Graf zu Neuenahr und Mörs schenkt auf seinen kinderlosen Todesfall die Herrlichkeit Friemersheim seiner Schwester Walpurg … - 1560, den 25. März. In: Theodor Joseph Lacomblet: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins, Bd. IV. Gustav Hermann Voß, Düsseldorf 1858, S. 706 (Google-Books)
  • Lehnbrief über die Herrschaften Bedbur Gastorp Mörick etc. sammt dem Erbhofmeisteramte, für Graf Hermann von Nuenaar etc. (1561). In: Justus Friedrich Runde: Ausführliche Darstellung der gerechten Ansprüche des regierenden Herrn Grafen zu Bentheim-Tecklenburg auf die Herrschaft Bedbur. Johann Christian Dieterich, Göttingen 1788, Beilage S. 25 (Google-Books)
  • Briefe von Hermann von Neuenahr an die Nonnen von Kloster Meer vom 10. Oktober 1561, 10. November 1561 und 16. Januar 1565 aus Moers und an Heinrich Castritius Geldorp vom 4. Juli 1571 aus Bedburg. In: Karl Ludwig Philipp Troß (Hrsg.): J. P. Berg's … Reformationsgeschichte der Länder Jülich, Cleve, Berg, Mark, Ravensberg und Lippe. Schulz, Hamm 1826, S. 176–187 (Google-Books)
  • Briefe Le Comte de Nuenar au Prince d'Orange. Guerre entre la Suède et le Danemark (8. November 1563 aus Moers; französisch und deutsch) und Herman, Comte de Nuenar, à la Comtesse de Bentheim. Relative à l'héritière de Rittbergen (10. März 1565 aus Moers; deutsch). In: Guillaume Groen van Prinsterer (Hrsg.): Archives ou correspondence inédite de la Maison d'Orange-Nassau, Bd. I 1552–1565. 2. Aufl., S. u. E. Luchtmans, Leiden 1841, S. 182f und S. 366f (Google-Books)
  • Briefe Le Comte H. de Nuenar au Comte Jean de Nassau. Sur une assemblée à Dusseldorp et un Edit du Duc de Clèves contre les Calvinistes (7. Januar 1567 aus Moers; deutsch und lateinisch), Le comte H. de Nuenar au Comte Jean de Nassau. Il ne peut se rendre à la journée de Dusseldorp (11. Januar 1567 aus Bedburg; deutsch), Le Comte de Nuenar au Prince d'Orange. Il lui mande le décès de son épouse, la Comtesse Madeleine de Nassau (19. August 1567 aus Friemersheim; französisch), Le Comte H. de Nuenar au Comte Louis de Nassau. Nouvelles diverses relatives aux Pays-Bas (13. Januar 1568 aus Köln; deutsch) und Le Comte de Nuenar au Prince d'Orange. Relative à l'envoi des troupes par le Duc d'Albe sur les terres du Comte de Hornes (29. Mai 1568 aus Hülchrath; französisch und latein). In: Guillaume Groen van Prinsterer (Hrsg.): Archives ou correspondence inédite de la Maison d'Orange-Nassau, Bd. III 1567–1572. S. u. E. Luchtmans, Leiden 1836, S. 10–12, 15–17, 118f, 153–155 und S. 224f (Google-Books)
  • Anton Hermann Rein (Bearb.): Urkunde Hermanns Grafen von Neuenar und Moers über die Markt- und Stadtrechte von Crefeld mit den Verleihungs- und Bestätigungsurkunden der Kaiser Karl IV. und Maximilian II. aus den Jahren 1361, 1373, 1570 und 1575. Gustav Kühler, Krefeld 1852 (Google-Books)
  • Johann Friedrich Wening, Registrator der Kaiserlichen Reichs-Hof-Cantzley-Registratur in Wien: Designatio Actorum beim Reichs-Hof-Rat in Sachen Nassau contra Newenar Commissionis, die Grafschaft Mörs betreffend (1702). In: Wilhelm Martin Dienstbach: Nassau-Saarbrücken und Mörs. Ein Beitrag zur Geschichte des oranischen Successionsstreites (diss. phil. Zürich). Voigt & Gleiber, Frankfurt am Main 1905, S. 234f (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)
  • Günter Aders (Bearb.): Urkunden und Akten der Neuenahrer Herrschaften und Besitzungen Alpen, Bedburg, Hackenbroich, Helpenstein, Linnep, Wevelinghoven und Wülfrath sowie der Erbvogtei Köln. (Inventare nichtstaatlicher Archive 21). Landschaftsverband Rheinland, Köln 1977
  • Hermann Keussen (Bearb.): Urkundenbuch der Stadt und Herrlichkeit Krefeld und der Grafschaft Moers, Bd. IV 1541-1600, Urkunden Nr. 5299-6183a. A. Fürst, Krefeld 1940

Werke[Bearbeiten]

Darstellung in der Kunst[Bearbeiten]

Ein Gemälde Hermanns von Neuenahr von einem unbekannten Meister (Öl auf Holz, 27,5 x 17,9 cm) befindet sich im Landschaftsmuseum des Niederrhein, Krefeld - Burg Linn, ein weiteres von einem unbekannten Meister im Grafschafter Museum im Moerser Schloss (Kopie um 1900)

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann Keussen: Geschichte der Stadt und Herrlichkeit Crefeld mit steter Bezugnahme auf die Geschichte der Grafschaft Moers. J. B. Klein, Krefeld 1865, bes. S. 301–313 und 316 (Google-Books)
  • Max Lossen: Neuenahr, Hermann der Jüngere Graf von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 23, Duncker & Humblot, Leipzig 1886, S. 486–488.
  • Carl Hirschberg: Hermann. In: Geschichte der Grafschaft Moers. 2. Aufl August Steiger, Moers 1892, S. 76–89 (Digitalisat der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf)
  • Hugo Altmann: Neuenahr, Hermann d. J. v. N. und Moers. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 19, Duncker & Humblot, Berlin 1999, ISBN 3-428-00200-8, S. 109 (Digitalisat).
  • J. F. Gerhard Goeters: Ein Brief des Grafen Hermann von Neuenahr an den lutherischen Theologen Matthias Flacius Illyricus. In: Monatshefte für evangelische Kirchengeschichte des Rheinlandes 9 (1960), S. 54-58
  • Heiner Faulenbach: Hermann von Neuenahr (1520-1578). In: Rheinische Lebensbilder. 8 (1980), S. 105-111
  • Thomas B. Becker: Moers im Zeitalter der Reformation (1500–1600). In: Margret Wensky (Hrsg.): Moers. Die Geschichte einer Stadt von der Frühzeit bis zur Gegenwart, Bd. I Von der Frühzeit bis zum Ende der oranischen Zeit (bis 1702). Böhlau, Köln / Weimar / Wien 2000, S. 159–269

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Lateinisch „aquila“ ist der „Aar“ (Adler).
  2. Kuno I. von Manderscheid heiratete II. 1476 Mechthild von Virneburg († nach 1506).
  3. Elisabeth von Rodemachern heiratete II. Diepolt (Thiebolt) II. von Hohen-Geroldseck (1449–1493 oder 1498/1500).
  4. Walburga von Manderscheid heiratete II. 1502 Friedrich von Egmond, Graf zu Büren und Leerdam (1440−1521), der zuvor (∞ I. 1464) mit Aleida von Culemburg († 1471) verheiratet gewesen war.
  5. „Gerührter“ im Sinne von „angerührter“, „berührter“ bzw. „erwähnter Tag“.
  6. Erhalten nur in der – reformierten – Fassung von 1603.
  7. Aus Valkenburg aan de Geul, Lic. theol., 1586 bis 1609 Pfarrer an St. Aposteln in Köln, Professor für griechische Sprache.
  8. Aus Sagan, auch Philalethes (Pseudonym).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Vgl. Diarivm Lvdovici Comitis Witgensteinii … Anni MDLXX. In: Heinrich Christian von Senckenberg (Hrsg.): Sammlung von ungedruckt- und raren Schriften, zu Erläuterung … der Geschichten von Teutschland, Bd. II. Johann Friedrich Fleischer, Frankfurt am Main 1745, S. 1–104, bes. S. 45, vgl. auch S. 34, 61, 64, 73, 74, 80 und 98 (Google-Books).
  2. Verschiedentlich wird fälschlich 1514 (vgl. Werner Teschenmacher: Annales Cliviae-Juliae-Montiae, Marchiae, Ravensbvrgiae Antiquae et Modernae. Jacob van Biesen, Arnheim 1638, S. 345 (Google-Books)) oder 1519 als Geburtsjahr angeben.
  3. Vgl. Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 250 Mariengarten, U 1/76).
  4. a b Brief von Johannes Caesarius an Heinrich Bullinger vom März 1546 aus Köln; Carl Krafft (Bearb.): Mitteilungen aus der niederrheinischen Reformationsgeschichte. In: Zeitschrift des bergischen Geschichtsverein 6 (1869), S. 193–340, bes. S. 329 (Google-Books).
  5. a b Vgl. Bericht von Nicholas Wotton an Thomas Cromwell vom 4. Dezember 1539: „The young earl of Nuenare … speaks Latin and French well“; Regest bei Letters and Papers, Foreign and Domestic, Henry VIII, Bd. XIV/2 August-December 1539 (1895), S. 226-233 (Digitalisat bei British History online).
  6. Edmund von Reuschenberg (* 1495; † nach 1545), Herr von Setterich, Amtmann („governor“) von Bedburg (vgl. Brief von Wilhelm II. von Neuenahr an Johann Friedrich I. von Sachsen (1503–1554) vom 6. Juni 1532 aus Bedburg; Carl Adolph Cornelius: Briefwechsel zwischen Herzog Johann Friedrich von Sachsen und Graf Wilhelm von Nuenar in den Jahren 1529 bis 1536. In: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins 10 (1874), S. 129–158, bes. S. 140).
  7. Vgl. Brief von Gregory Cromwell, 1st Baron Cromwell († 1551) an seine Frau Elizabeth Seymour, Lady Cromwell († 1568) aus Calais (dort verlesen „Nueuare“). In: Henry Ellis (Hrsg.): Original letters, illustrative of English history, Bd. III/3. Richard Bentley, London 1846, S. 251f, bes. S. 252 (Google-Books); British Museum London (Harleian MS. 296, Blatt 169f); Regest bei Letters and Papers, Foreign and Domestic, Henry VIII, Bd. XV 1540 (1896), S. 1-19 (Digitalisat bei British History online).
  8. Vgl. Woldemar Harleß: Olisleger, Heinrich Bars. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 24, Duncker & Humblot, Leipzig 1887, S. 303–305.
  9. Vgl. Bericht von William Fitzwilliam, 1. Earl of Southampton und Nicholas Wotton an Heinrich VIII. vom 13. Dezember 1539; Regest bei Letters and Papers, Foreign and Domestic, Henry VIII, Bd. XIV/2 August-December 1539 (1895), S. 243-255 (Digitalisat bei British History online).
  10. Vgl. Philipp Melanchthon: Opera quae supersunt omnia, Bd. IV. (CR 4). C. A. Schwetschke, Halle/S. 1837, S. xiv und Sp. 810f (Google-Books).
  11. Vgl. Schreiben aus Bedburg 1543 über Kölner und Kaiserliche Angelegenheiten; Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt Magdeburg (Z 6 Anhaltisches Gesamtarchiv 1. A - Z (1307-1603), Nr. 1141).
  12. Vgl. Hermann Kellenbenz: Hugo Angelo - Bürger von Augsburg und kaiserlicher Agent. In: Ferdinand Seibt (Hrsg.): Gesellschaftsgeschichte. Festschrift für Karl Bosl, Bd. II. Oldenbourg, München 1988, S. 115–130.
  13. a b Bericht von Kriegskommissar Antonius de Musica aus Antwerpen: Commentariolus rerum gestarum apud S. Digerium ab Imperatore Carolo V. ad Regem Angliæ Henricum VIII. (1544). In: Johann Burckhardt Mencke (Hrsg.): Scriptores rerum Germanicarum praecipue Saxonicarum, Bd. I. Johann Christian Martin, Leipzig 1728, S. 1289-1314, bes. S. 1298, 1305 „Hermannus a Nonaquila“ und 1311: „Herm. Comes a Nuenarn (ergänze: is proprios equites habebat) CC“ (Pdf; 122MB); Regest bei Letters and Papers, Foreign and Domestic, Henry VIII, Bd. XIX/2 August-December 1544 (1905), S. 272-321 (Digitalisat bei British History online); vgl. Ordo militiæ Cæsareæ majestatis in expeditione adversus Regem Galliæ, anno 1544 … Ordo et numerus exercitus, juxta delectus habiti mensi Julii: „Hermanus comes Nove Aquilæ 200“; ebenda, S. 439-458 (Digitalisat bei British History online).
  14. Vgl. Urkunden vom 9. Mai 1547, 2. Februar 1548 (nicht erhalten) und 26. Mai 1549; Historisches Archiv der Stadt Köln (U 3/17059 und 2/17060); Hessisches Staatsarchiv Darmstadt (B 11 Urkunden der Grafschaft Stolberg-Königstein, Nr. 89).
  15. Vgl. Jörg Brückner: Adel und Bergbau. Die Grafen zu Stolberg als frühe Montanunternehmer zu Beginn der Frühen Neuzeit. In: Eva Labouvie (Hrsg.): Adel in Sachsen-Anhalt. Böhlau, Köln 2007, S. 269–292, bes. S. 280f.
  16. Vgl. Urkunde vom 14. Mai 1554; Hessisches Staatsarchiv Darmstadt (B 11 Urkunden der Grafschaft Stolberg-Königstein, Nr. 103).
  17. Vgl. Nikolaus Mameranus: Catalogvs familiae totivs avlae Caesareae … vsq[ue] Augustam Rhetica[m], omniumq[ue] … Anno 1547. & 1548. praesentium. Heinrich Mameranus, Köln 1550, S. 65 (Google-Books).
  18. Vgl. Carl Ludwig Philipp Tross (Hrsg.): Des Grafen Wolrad von Waldeck Tagebuch während des Reichstages zu Augsburg 1548. Literarischer Verein, Stuttgart 1861, S. 43 (Google-Books); Friedrich Otto: Johann Hilchen von Lorch. In: Nassauer Annalen 24 (1892), S. 1-23, bes. S 19.
  19. Vgl. Brief von Wilhelm II. von Neuenahr an Eberhard Billick vom 8. Oktober 1548 aus Hülchrath; vgl. Alois Postina: Der Karmelit Eberhard Billick. Ein Lebensbild aus dem 16. Jahrhundert. (Erläuterungen und Ergänzungen zu Janssens Geschichte des Deutschen Volkes 2/2-3). Herder, Freiburg i. Br. 1901, Regest Nr. 74, S. 186; vgl. Nr. 43, S. 172 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  20. Vgl. Klaus Vetter: Wilhelm von Oranien. Eine Biographie. Akademie-Verlag, Berlin 1987, S. 25.
  21. Urkunden vom 9. Mai 1548 (2mal) und 7. August 1549; vgl. Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 1 Haupturkundenarchiv, U S/16881); Hessisches Staatsarchiv Darmstadt (B 11 Urkunden der Grafschaft Stolberg-Königstein, Nr. 91, 92 und 112 [falsches Datum: 1558 war Wilhelm II. bereits verstorben, richtig: 1548] = 186); Staatsarchiv Magdeburg (Rep. H, VI Nr. 33).
  22. Vgl. Urkunden vom 16. März und 18. Mai 1560; Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 228 Karmeliter, U 3/228 und 229).
  23. Vgl. H. Keussen (Bearb.): Urkundenbuch (a. a. O.), S. 46 (Nr. 5473) und 53 (Nr. 5495).
  24. Urkunde vom 19. Juni 1553; vgl. H. Keussen (Bearb.): Urkundenbuch (a. a. O.), S. 60 (Nr. 5505).
  25. Vgl. Schieds-Urkunde (a. a. O.).
  26. a b c Vgl. Hermann Altgelt: Graf Hermann von Nüenar, 1553–1579. In: Geschichte der Grafen und Herren von Moers. August Bötticher, Düsseldorf / Utrecht 1846, S. 92–103 (Google-Books).
  27. Vgl. H. Keussen (Bearb.): Urkundenbuch (a. a. O.), S. 177 (Nr. 5951).
  28. Vgl. Thomas P. Becker: a. a. O., S. 249-251.
  29. Vgl. Karl Wilhelm Nose: Beyträge zu den Vorstellungsarten über vulkanische Gegenstände. Gebhard / Körber, Frankfurt am Main 1792, S. 160.
  30. Vgl. A. von Druffel, K. Brandi (Bearb.): Beiträge (a. a. O.), S. 124.
  31. Vgl. Instruktion vom 4. Juli 1553, Brüssel; Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien (Reichskanzlei, Reichsakten in genere 18, Blätter 307–314).
  32. Vgl. Brief von Marcantonio Damula an den Dogen. Brüssel, 9. Juli 1553. In: Gustav Turba (Hrsg.): Venetianische Depeschen vom Kaiserhofe (Dispacci di Germania), hrsg. von der Historischen Commission der Akademie der Wissenschaften in Wien, Bd. II. F. Tempsky, Wien 1892, S. 614–617, bes. S. 616.
  33. Vgl. Jacques V. Pollet: Julius Pflug. Correspondance, Bd. III. Brill, Leiden 1977, S. 594 (Google-Books).
  34. Vgl. Graf Hermanns von Nuenar Verschreibung … aus der Kelnerey Bedbur … 1553. Octobr. 24. In: Justus Friedrich Runde: Ausführliche Darstellung der gerechten Ansprüche des regierenden Herrn Grafen zu Bentheim-Tecklenburg auf die Herrschaft Bedbur. Johann Christian Dieterich, Göttingen 1788, Beilage S. 25 (Google-Books).
  35. Regest von 1554; Fürstliches Archiv Burgsteinfurt (Inventar des Moerser Archivs von 1600); G. Aders (Bearb.): Urkunden (a.a.O.), Nr. 1006.
  36. Regest einer Urkunde vom 5. März 1560, dort bezeichnet als „Anna van Egmond gravin van Horn“; Fürstliches Archiv Burgsteinfurt (Inventar des Moerser Archivs von 1600); G. Aders (Bearb.): Urkunden (a.a.O.), Nr. 1022; vgl. Gemeentearchief Roermond Regesten Nr. 2015.
  37. Vgl. Staatsarchiv Wertheim (R-Rep. 67r Privata domus: Fürstliche Haussachen, Nr. 106; G-Rep. 36 Gemeinschaftliches Archiv, Nr. 1 a-b und Nr. 3; vgl. R-US Rosenbergisches Archiv, 1532 März 25).
  38. Regest einer Urkunde des Abtes Hermann von Holten († 1572) vom 28. Januar 1556; vgl. H. Keussen (Bearb.): Urkundenbuch (a. a. O.), Nr. 5570.
  39. Vgl. auch Stukken betreffende de kwestie gerezen tussen de stad Arnhem en de graaf van Nuwenaer als pandheer van de tol te Tiel over de … tolvrijheid aldaar, 1565; Regionaal Archief Zutphen (0001 - 2406); Een verklaring van Paul de Noyelle in een zaak van hem tegen Herman graaf toe Nuwenaer und Moers, aangaande de Tol te Tiel, 1575; Fries Historisch en Letterkundig Centrum Leeuwarden (326 - 1897).
  40. Vgl. Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 3100 Reichskammergericht - Buchstabe O, A 11).
  41. Vgl. G. Aders (Bearb.): Urkunden (a. a. O.), S. 268.
  42. Urkunde vom 10. Oktober 1557; Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen Münster (Grafschaft Tecklenburg - Rheinische Urkunden, Nr. 107); vgl. G. Aders (Bearb.): Urkunden (a. a. O.), S. 56f.
  43. Vgl. G. Aders (Bearb.): Urkunden (a. a. O.), S. 200.
  44. Vgl. Akten von 1532, 1557 und 1569 im Staatsarchiv Wertheim (R-Rep. 67r Privata domus. Fürstliche Haussachen, Nr. 62 und Nr. 106; G-Rep. 26 Gemeinschaftliches Archiv, Nr. 19; G-Rep. 36 Grafen von Neuenahr, Nr. 2); Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden (Bestand 171 Fürstentum Nassau-Oranien: Akten (Altes Dillenburger Archiv), M 418); Algemeen Rijksarchief - Archives générales du Royaume Brüssel (BE-A0510.265 - 487).
  45. Vgl. Akten 1562–1577; Luxemburgisches Staatsarchiv Arlon (Conseil de Luxembourg. Affaires politiques et administratives, AEA 062, Nr. 53).
  46. Vgl. Koninklijk huisarchief Den Haag (707a); Hauptstaatsarchiv Münster (Fürstentum Siegen, Urkunden Nr. 324 bis 328); Universitätsbibliothek Leipzig (Sammlung Kestner/II/A/I); Urkunde vom 8. September 1561, Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main (Holzhausen-Archiv, Urkunden, 996).
  47. Vgl. Brief von Wilhelm I. von Oranien an Juliana von Stolberg vom 28. März 1560 aus Breda und deren Antwort vom 6. April 1560. In: Eduard Jacobs: Juliana von Stolberg. Ahnfrau des Hauses Nassau-Oranien. Otto Hendel, Halle a. d. S. / Wernigerode 1889, S. 90f und 430f.
  48. Vgl. E. Jacobs: Juliana von Stolberg (a. a. O.), S. 76.
  49. Vgl. etwa Urkunde vom 8. September 1564; Staatsarchiv Ludwigsburg (Bestand 139 a I von Sturmfeder zu Oppenweiler, Urkunde 93), Regest vom 2. August 1564 bei Anonymus: Analyse critique de la Collection des Diplomes … du cabinet de Mr. le comte C. W. de Renesse-Breidbach. (Collection de Diplomes). Ancelle, Antwerpen 1836, S. 271 (Nr. 2427) oder Urkunde vom 1. März 1565; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 655,012 Gemünden Bürgermeisterei, U 9).
  50. Vgl. Historisch Centrum Overijssel Zwolle (0224.1 Huis Rechteren bij Dalfsen, 2.1.3. Stukken betreffende aanverwante geslachten, 21. Haes).
  51. Vier Briefe zwischen 1552 und 1575 im Stadtarchiv Krefeld; Armin Tille (Bearb.): Übersicht über den Inhalt der kleineren Archive der Rheinprovinz, Bd. I. (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde 19). Hermann Behrendt, Bonn 1899, S. 30.
  52. Vgl. Urkunde vom 25. Oktober 1561; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 108 Koblenz … Kartäuserkloster auf dem Beatusberg, Urkunde 1172 031).
  53. Vgl. Gelders Archief (Huis Vornholz, 1172 - 601).
  54. Vgl. Gelders Archief (0404 - 44).
  55. Vgl. Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Duisburg (Reichskammergericht, 3673 - Az. M 602/1648).
  56. Vgl. Erfgoedcentrum Achterhoek en Liemers Doetinchem (0214 Briefregestenlijst Huis Bergh, diverse Nummern); Online-Recherche unter den Stichworten „Neuenahr“, „Newenar“, „Nuenar“ u. ä. in den Regesten
  57. Briefe von Wilhelm IV. von dem Bergh an Hermann von Neuenahr, ohne Datum, und an seinen „Vetter“ vom 11. April 1561; Erfgoedcentrum Achterhoek en Liemers (Briefregestenlijst Huis Bergh, 5246 und 5408).
  58. Vgl. Appellations-Privilegien oder Freyheiten. Johann Carl Unkel, Frankfurt am Main 1618, S. 319–324 (Google-Books).
  59. Vgl. Lehnbrief über die Herrschaften Bedbur Gastorp Mörick etc. In: J. F. Runde: Ausführliche Darstellung (a. a. O.).
  60. Vgl. Thüringisches Staatsarchiv Meiningen (Gemeinschaftliches Hennebergisches Archiv I, 19 Briefwechsel der Grafen mit Beamten und Privatpersonen, 1476 und 2513).
  61. Vgl. Schreiben Hermanns vom 17. Juli 1561 aus Moers an Irmgard von Wisch († 1583), Erbin von Bronkhorst und Borculo, Witwe des Grafen Georg von Limburg-Styrum († 1552); Erfgoedcentrum Achterhoek en Liemers Doetinchem (0214 Briefregestenlijst Huis Bergh, Nr. 5477).
  62. Vgl. Helmut Müller: Die Zisterzienserabtei Bredelar. (Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Das Bistum Paderborn 1). Walter de Gruyter, Berlin / New York 2013, S. 85.
  63. Vgl. dazu Wilfried Reininghaus: Bergbaustädte im kölnischen Sauerland. Brilon, Hagen, Endorf und Silbach im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. In: Karl Heinrich Kaufhold, Wilfried Reininghaus (Hrsg.): Stadt und Bergbau. Böhlau Köln / Weimar 2004, S. 39–72, bes. S. 42f u. a.
  64. Vgl. Gebhard Florian, Achilles August von Lersner: Der Weit-berühmten Freyen Reichs-Wahl-und Handels-Stadt Franckfurt Chronica. Frankfurt am Main 1706, S. 186 und 192 (Google-Books).
  65. Vgl. Nicolaus Mameranus: Kurtze un[d] eigentliche verzeychnus … aller …, so auff dem Reichßtag zu Augspurg, im Jar 1566 … erschienen seind. Matthias Franck, Augsburg 1566 (Google-Books).
  66. Vgl. Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 310E Reichskammergericht - Buchstabe E, A 28).
  67. Vgl. Eintrag von Hermann von Weinsberg zum 6. September 1566 im Liber Iuventutis; Konstantin Höhlbaum (Bearb.): Das Buch Weinsberg, Bd. II (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde 4). Alphons Dürr, Leipzig 1887, S. 153–155, bes. S. 155 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  68. Zu Teilnehmern und Verhandlungsgegenständen vgl. Heinrich Heppe: Zur Geschichte der Evangelischen Kirche Rheinlands und Westphalens, Bd. J. Bädeker, Iserlohn 1867, S. 93f (Google-Books).
  69. Vgl. Briefe vom 7. und 11. Januar 1567 aus Moers an Graf Johann VI. von Nassau-Dillenburg, einen Teilnehmer der Konferenz. In: G Groen van Prinsterer (Hrsg.): Archives ou correspondence (a. a. O.), Bd. I, S. 11 und 16.
  70. Vgl. Hans Erich Feine: Die Besetzung der Reichsbistümer vom Westfälischen Frieden bis zur Säkularisation 1648–1803. (Kirchenrechtliche Abhandlungen 97–98). Ferdinand Enke, Stuttgart 1921, S. 94f.
  71. Vgl. Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Duisburg (Reichskammergericht, 3832 - Az. M 1074/2820; 4554 - Az. R 42/98); H. Keussen: Geschichte (a. a. O.), S. 306–313.
  72. Vgl. Schriftwechsel von 1568 bis 1577; Hessisches Staatsarchiv Marburg (Staatenabteilung Bentheim 10, 29; Brabant 1; Frankreich 264, 282, 293, 342; Nassau-Dillenburg 20; Niederlande 38, 59, 66, 104, 106, 141, 155, 174, 190, 201, 212; Neuenahr 1 – 5; Pfalz 61; Polen 12, 85).
  73. Vgl. John H. Leopold: Astronomen, Sterne, Geräte. Landgraf Wilhelm IV. und seine sich selbst bewegenden Globen. Joseph Fremersdorf, Luzern 1986, S. 217.
  74. Vgl. Akte von 1571; Hauptstaatsarchiv Hannover (Auswärtige Mächte: Verschiedene Fürsten, Grafen, (Frei-)Herren, Nr. 56).
  75. Ebenda, S. 58, vgl. S. 13.
  76. Ebenda, S. 65 und 79.
  77. Ebenda, S. 92f.
  78. Ebenda, S. 69.
  79. Vgl. Belgisches Staatsarchiv Mons (Archives de la Maison de Chimay, bes. Nr. 1762 und 1794); Fürstliches Archiv Burgsteinfurt (Regest im Inventar des Moerser Archivs von 1600, Neuenahr 1037); Diarivm Lvdovici Comitis Witgensteinii (a. a. O.), S. 80.
  80. Vgl. Mathias Joseph Wolters: Notice historique sur l'ancien Comté de Hornes et sur les anciennes Seigneuries de Weert, Wessem, Ghoor et Kessenich. F. u. E. Gyselynch, Gent 1850, S. 108, vgl. S. 62f, 67, 70f und 78f (Google-Books).
  81. Vgl. Nationaal Archief Den Haag (Inventaris van het archief van de Heren van Altena, 3.19.02-64).
  82. Vgl. Jan Wagenaar: Allgemeine Geschichte der Vereinigten Niederlande, übersetzt von Eobald Toze, Bd. IV. Weidmann, Leipzig 1760, S. 41.
  83. Vgl. Historisch Centrum Overijssel (0224.1 - 349).
  84. Vgl. H. Keussen (Bearb.): Urkundenbuch (a. a. O.), S. 168ff (Nr. 5919).
  85. Vgl. Eintrag von Hermann von Weinsberg zum 30. April 1575 im Liber Iuventutis; Konstantin Höhlbaum (Bearb.): Das Buch Weinsberg. Kölner Denkwürdigkeiten aus dem 16. Jahrhundert, Bd. I. (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde 3). Alphons Dürr, Leipzig 1886, S. 297; Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien (Akten des Kaiserlichen Reichshofrats, Alte Prager Akten, 2386); Max Lossen: Der Kölnische Krieg, Bd. I Vorgeschichte 1565–1581. Friedrich Andreas Perthes, Gotha 1888, S. 415.
  86. Vgl. Landeshauptarchiv Koblenz(Bestand 35 Reichsgrafschaft Wied Runkel Wied Isenburg, Sachakte 1115).
  87. Vgl. Brief von Adolf von Neuenahr an Johann Kasimir von Pfalz-Simmern vom 2. Februar 1577 aus Bedburg. In: Friedrich von Bezold (Bearb.): Briefe des Pfalzgrafen Johann Casimir mit verwandten Schriftstücken. Bd. I 1576—1582. M. Rieger, München 1882, S. 234f (Nr. 24).
  88. Urkunde von 1577; H. Keussen (Bearb.): Urkundenbuch (a. a. O.), S. 173 (Nr. 5953).
  89. Vgl. Johann Hildebrand Withof: Die Chronik der Stadt Duisburg - von den Anfängen bis zum Jahre 1742 (1777–1782), hrsg. von Albrecht Blank. Netphen 2008, S. 226f, dort fälschlich „Johann Casimir von Nassau“, wohl eine Verwechselung mit Hermanns Schwager Johann VI. von Nassau-Dillenburg. Vgl. zum Aufenthalt des Pfalzgrafen 1578 in Moers Carl Ludwig Klose: Wilhelm I. von Oranien, hrsg. von Heinrich Wuttke. Friedrich Fleischer, Leipzig 1864, S. 211.
  90. Vgl. Akte Erkrankung Graf Hermanns v. Neuenahr von 1573; Hessisches Staatsarchiv Marburg (Staatenabteilung, Bentheim 10).
  91. Vgl. Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Duisburg (Reichskammergericht, 4083 - Az. N 311/903).
  92. Vgl. Leonard Ennen: Aus dem Gedenkbuch des Hermann Weinsberg. In: Zeitschrift für deutsche Kulturgeschichte N. F. 1 (1872), S. 554—570, 613—636 und 764—775; 3 (1874), S. 46—56, 294—316, 359—368, 489—503 und 731—765, bes. 3 (1874), S. 737.
  93. In: Hermann Hamelmann: Cum scriptura sacra consensus undecim Conciliorum, aliquot historiarum … in perpetuo utriusque speciei Eucharistiae … porrigendae usu. Peter Braubach, Frankfurt am Main 1557 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München).
  94. Vgl. K. L. Ph. Troß: Reformationsgeschichte (a. a. O.), S. 182f.
  95. Vielleicht aus der Familie Raitz von Frentz, die seit 1534 mit Fliesteden belehnt war; vgl. Vereinigte Westfälische Adelsarchive e.V. (Familien von Vlysteden, von Rode, von Raitz zu Frenz, Urkunden 157, 160 und 161).
  96. Vgl. Leonard Ennen: Geschichte der Stadt Köln, meist aus den Quellen des Kölner Stadt-Archivs, Bd. IV. Schwann, Düsseldorf 1875, S. 821 (Digitalisat bei OpenLibrary); Mathilde Monge: Überleben durch Vernetzung. Die täuferischen Gruppen in Köln und am Niederrhein im 16. Jahrhundert. In: Anselm Schubert, Astrid von Schlachta, Michael Driedger (Hrsg.): Grenzen des Täufertums / Boundaries of Anabaptism. (Schriften des Vereins für Reformationsgeschichte 20). Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2009, S. 214–231, bes. S. 221, 224f und 228.
  97. Vgl. K. L. Ph. Troß: Reformationsgeschichte (a. a. O.); Albert Rosenkranz: Das Evangelische Rheinland, Bd I Die Gemeinden. Presseverband, Düsseldorf 1956, S. 271, 447–455, 459.
  98. Vgl. Brief vom 18. August 1558. In: P. Bertius(Hrsg.): Epistolae (a .a. O.).
  99. Georg Cassander: De Baptismo Infantium (Doctrina catholicae Ecclesiae … explicata 2). Arnold Birckmann, Köln 1565 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München).
  100. Regesten vom 4. Februar und 4. April 1574; vgl. H. Keussen (Bearb.): Urkundenbuch (a. a. O.), Nr. 5911 und 5915a; Wilhelm Stüwer (Bearb.): Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln. Das Erzbistum Köln, Bd. III. Die Reichsabtei Werden an der Ruhr. (Germania Sacra N. F. 12). Walter de Gruyter, Berlin / New York 1980, S. 175f.
  101. Vgl. Eintrag von Hermann von Weinsberg zum 12. August 1571 im Liber Iuventutis; Michael Glaser war ein Schwiegersohn von Gertrud (Drutgin) Bars, der Frau Weinsbergs.
  102. Vgl. Brief von James Ussher (1581–1656) aus London an Franciscus Junius (1589–1677) vom 3. Juli 1651. In: Charles Richard Elrington (Hrsg.): The whole works of the most Rev. James Ussher, D.D., Lord Archbishop of Armagh, and primate of all Ireland, Bd. XVI. Hodges and Smith, Dublin 1847, S. 189-191, bes. S. 190 („in bibliotheca Hermanni Comitis Nervenarii“) (Digitalisat bei OpenLibrary).
  103. Vgl. Sibrand Lubbert: De principiis Christianorum dogmatum libri septem. Aegidius Radaeus, Franeker 1591, S. 279 [falsch paginiert: 179] (Google-Books).
  104. Vgl. Peter Arnold Heuser: Zur Geschichte des Codex Argenteus im 16. Jahrhundert. In: Rheinische Viertelsjahrsblätter 69 (2005), S. 133-152, bes. S. 145; Reinhard Staats: Der Codex Argenteus und Philipp Melanchthon in Helmstedt. In: Daphnis 40 (2011), S. 377-409, bes. S. 379-381.
  105. Vgl. Brief von Matal an Cassander in Duisburg vom 6. Juni 1564 (British Library London, Add. MS 5158, Blatt 3).
  106. Zu ihm vgl. Leonhard Ennen: Fabricius, Franz. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 6, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 507.
  107. Maternus Cholinus, Köln 1563.
  108. Michael Toxites (Hrsg.): Chrysopoeiae Ioannis Avreli Avgvrelli P. Arminensis Libri Tres. Christian Mylius, Straßburg 1565, S. 3 A.
  109. In: Paracelsus: Philosophiae Magnae, Des Edlen, Hochgelährten, Vielerfarnen und weitberhümeten Herrn, D. Aureoli Theophrasti von Hohenhaim, Paracelsi genandt, &c. Tractatus aliquot. Arnold Birckmann Erben, Köln 1567 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München); vgl. Wilhelm Kühlmann, Joachim Telle: Corpus Paracelsisticum. Dokumente frühneuzeitlicher Naturphilosophie in Deutschland, Bd. II/2, Tübingen: M. Niemeyer 2004, S. 617ff.
  110. Vgl. Heinz Scheible (Hrsg.): Melanchthons Briefwechsel, Bd. VIII Regesten 8072-9301 (1557-1560). Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1995, S. 51 (Nr. 8167).
  111. Vgl. Urkunde vom 9. April 1565; Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 1 Haupturkundenarchiv, U 2/17689). 1572, 1579 war er Schultheiß von Moers; vgl. Erfgoedcentrum Achterhoek en Liemers Doetinchem (0214 Briefregestenlijst Huis Bergh, Nr. 6633).
  112. Vgl. Hermannus. Comes à Noua Aquila. & Mursa, D. in Bedbur, &c., Aliud in Aquilam Nieunariae gentis insignia. τετράστικον, Epitaphium in obitum Magdalenae à Nassavv. Illustr. Comitis à Nieunaer & Mursa pientissimae coniugis, &c. quae obijt Anno 1567. Hendecasyllabi, das Akrostichon In eiusdem obitum Acrostichis, und die Chronogramme Distichon Numerum anni 1567 quo Mursae obijt comprehendens = L'Incarnation de l'année qu'elle trespassa. In: Xenia seu Ad illustrium aliquot Europae hominum nomina, Allusionum, Bd. I. s. n. [Thomas Guarinus], Basel 1568, S. 44f, 44, 45f und 46f und 47 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München).
  113. Vgl. Heinrich Castritius Geldorp: Scholarvm ex monasticis opibus institvtio. Illvstrissimi et doctissimi principis D. Hermanni Comitis Nuenarici & Morsensis mandato descripta, s. n., Leiden 1580 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München).
  114. Johann Weyer: De praestigiis daemonum et incantationibus ac veneficiis. 2. Aufl. Johann Oporinus Nachfolger, Basel 1577, S. 715 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München); vgl. Christoph Meiners: Historische Vergleichung der Sitten und Verfassungen, der Gesetze und Gewerbe des Handels und der Religion, der Wissenschaften und Lehranstalten des Mittelalters mit denen unsers Jahrhunderts, Bd. III, Hannover: Helwing 1794, S. 369.
  115. Ioannes Vuier: De irae morbo, eiusdem curatione Philosophica, Media & Theologica, Liber. Irascimini sine peccato. Johann Oporinus Nachfolger, Basel 1577 (Google-Books in der Ausgabe der Opera Omnia. Amsterdam 1660).
  116. Vgl. Regest einer Urkunde vom 12. Oktober 1562 in: Ottomar Friedrich Kleine, Heinrich Averdunk: Das Stadtarchiv zu Duisburg. In: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein, insbesondere das Alte Erzbistum Köln 59 (1894), S. 171–229, bes. S. 227 (Google-Books); Carl Binz: Doctor Johann Weyer, ein rheinischer Arzt, der erste Bekämpfer des Hexenwahns. Ein Beitrag zur Geschichte der Aufklärung und der Heilkunde. Hirschwald, 2. Aufl. Berlin 1896 (Nachdrucke Sändig, Wiesbaden 1969 und Arno Press, New York 1975), S. 178f (OpenLibrary).
  117. Vgl. Friedrich August Eckstein: Nomenclator philologorum, Leipzig: B. G Teubner 1871, S. 152.
Vorgänger Amt Nachfolger
Wilhelm II. von Neuenahr Graf von Moers
1552–1578
Adolf von Neuenahr
Gumprecht II. von Neuenahr-Alpen Graf von Limburg (Regentschaft)
1555–1570
Adolf von Neuenahr