November 2003

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Tagesgeschehen[Bearbeiten]

Samstag, 1. November[Bearbeiten]

Sonntag, 2. November[Bearbeiten]

  • Bagdad/Irak. In der irakischen Hauptstadt Bagdad wurde am Sonntagmorgen ein Hubschrauber der US-Armee abgeschossen. 15 Soldaten wurden sofort getötet, 21 weitere verletzt, davon starb einer später an seinen Verletzungen.
  • Georgien. In Georgien fanden Parlamentswahlen statt, deren ordentliche Durchführung u.a. wegen langer Wartezeiten vor den Wahllokalen und dem Fehlen von Wahlberechtigten auf den Wählerlisten bezweifelt wurde.
  • Sumatra/Indonesien. Auf der indonesischen Insel Sumatra wurden durch eine Springflut mindestens 101 Menschen getötet. Über 100 weitere Personen werden vermisst, sie sind wahrscheinlich ebenfalls tot.
  • Durham/USA. Zum ersten Mal in der Geschichte der anglikanischen Kirche ist ein bekennender Homosexueller zum Bischof geweiht worden. In Durham im US-Bundesstaat New Hampshire wurde Gene Robinson zum Bischof. Kritik kam von konservativen Teilen der Kirche.

Montag, 3. November[Bearbeiten]

  • Israel. Das öffentliche Leben in Israel wurde durch einen Generalstreik stark beeinträchtigt. Die Gewerkschaften hatten dazu aufgerufen, um gegen Sparmaßnahmen der Regierung Ariel Scharon zu protestieren. Ein Arbeitsgericht hat jedoch nur einen Streik von 4 Stunden erlaubt.
  • Palästina. Die Hamas hat gegenüber dem palästinensischen Ministerpräsidenten Ahmad Qurai das Zugeständnis gemacht, in Zukunft möglicherweise die Zivilbevölkerung zu verschonen. Frühere Waffenstillstandsvereinbarungen scheiterten an den gezielten Tötungen der israelischen Armee.
  • Afghanistan. Die afghanische Regierung hat den Entwurf für eine neue Verfassung vorgelegt. Der Entwurf sieht den Namen 'Islamische Republik Afghanistan' vor- Der Entwurf muss nun von der Loja Dschirga ratifiziert werden.
  • Mekka/Saudi-Arabien. In einer Polizeiaktion, bei der 2 Menschen ums Leben kommen, gehen saudische Einheiten gegen Terrorverdächtige vor, die vermutlich während des Ramadan einen Anschlag auf die heiligen Stätten geplant haben

Dienstag, 4. November[Bearbeiten]

  • USA. Der Netzwerkspezialist Novell gibt die Übernahme der SuSE Linux AG zum Preis von 210 Millionen US-Dollar bekannt. Die Transaktion soll bis Februar 2004 abgeschlossen sein. Damit wird Novell einer der größten Anbieter für Lösungen um das freie Betriebssystem Linux.
  • Tiflis/Georgien. 10.000 Menschen haben in der georgischen Hauptstadt Tiblissi gegen den schleppenden Verlauf bei Stimmauszählung von der Wahl am Wochenende demonstriert. Es wird Manipulation befürchtet, zumal auch die in Umfragen abgeschlagene Regierungspartei bei den vorläufigen Auszählungen vorne liegt.
  • Hessen/Deutschland. Gegen den Sparkurs des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch gingen mehr als 10.000 Menschen auf die Straße.
  • Österreich. Die Mitarbeiter der Österreichischen Bundesbahnen demonstrierten mit einem Warnstreik von 0 bis 12 Uhr gegen die Privatisierung der ÖBB und gegen gesetzliche Änderungen der Dienstverträge.

Mittwoch, 5. November[Bearbeiten]

  • Irak. Die Türkei erklärt, sie werde keine Truppen in den Irak schicken, solange die Sicherheitslage sich dort nicht verbessere.
  • Sonne. Astronomen verzeichnen seit Tagen eine extreme Sonnenaktivität mit den heftigsten Flares, die je beobachtet wurden. Mehrere Satelliten fallen daraufhin aus, in Skandinavien kommt es zu Stromausfällen, die Besatzung der ISS wird in den am besten abgeschirmten Teil der Station verlegt.

Donnerstag, 6. November[Bearbeiten]

  • Sonneberg/Deutschland. In der thüringischen Stadt Sonneberg ist ein Brand in einem Asylbewerberheim gelegt worden. Der Brandstifter ist bislang unbekannt.
  • Dresden/Deutschland. Mit dem CDU-Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche verursacht ein weiterer Abgeordneter der CDU einen Skandal, indem er in einem Zeitungsinterview die Behauptung aufstellt, dass eher "Muslimen der Arm abfault, als dass sie bei der CDU ein Kreuz machen".
  • New York/USA. Bei der UNO entscheidet sich der Rechtsausschuss gegen eine Entscheidung zum Thema Klonverbot. Möglich macht dies die Stimme der Bundesregierung, die sich damit nach Kommentatorenansicht gegen eine ausdrückliche Entscheidung des Bundestages stellt.
  • Irak. Associated Press gibt die Zahl der im Irak getöteten US-Soldaten mit 2.664 an, daneben starben 117 britische, 32 italienische, 18 ukrainische, 17 polnische, 13 bulgarische und 11 spanische Soldaten.
  • London/Großbritannien. Michael Howard wird Chef der britischen Konservativen.

Freitag, 7. November[Bearbeiten]

  • Manila/Philippinen. Unbekannte haben den Tower des Flughafens unter ihre Kontrolle gebracht.

Samstag, 8. November[Bearbeiten]

  • Riad/Saudi-Arabien. In der saudi-arabischen Hauptstadt Riad wurde in der Nacht zum Sonntag ein schwerer Sprengstoffanschlag in einem Wohngebiet verübt. 122 Menschen wurden verletzt 11 getötet. Der Anschlag wurde von einem Selbstmordattentäter in einem Auto ausgeführt. Die Regierungen in Saudi-Arabien und den USA vermuten die Terrororganisation Al-Qaida hinter den Anschlägen.
  • Irak. Im Irak wurden bislang 260 Massengräber entdeckt, die die Überreste von mindestens 300.000 Opfern des Saddam-Regimes enthalten.
  • Irak. Auf Grund der Sicherheitslage schließt das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) seine irakischen Büros in Basra und Bagdad.

Sonntag, 9. November[Bearbeiten]

  • Japan. Bei den Unterhauswahlen in Japan hat die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) Verluste hinnehmen müssen und besitzt nicht mehr die absolute Mehrheit der Sitze im Unterhaus. Sie kann jedoch die Regierungskoalition mit zwei kleineren Parteien fortsetzen. Die oppositionelle Demokratische Partei konnte hingegen große Stimmgewinne verbuchen.
  • Gorleben/Deutschland. Rund ein Dutzend Atomkraftgegner der Umweltschutzorganisation Robin Wood haben um 6 Uhr 30 den Turm des Erkundungslagers in Gorleben besetzt. Sie fordern den Stopp der Castor-Transporte, die endgültige Absage an ein atomares Endlager Gorleben und den sofortigen Atomausstieg. Die Polizei, die zu diesem Zeitpunkt bereits in großer Zahl wegen des bevorstehenden Castor-Transports auf dem Gelände des Bergwerks einquartiert war, konnte die Aktion nicht verhindern. Die Aktivisten beendeten Ihre Aktion nach ca. 12 Stunden.

Montag, 10. November[Bearbeiten]

Dienstag, 11. November[Bearbeiten]

  • Berlin/Deutschland. Die CDU-Fraktionsführung erwägt den Ausschluss Martin Hohmanns. Gleichzeitig kündigt Roland Koch den Parteiausschluss an. Daraufhin kommt es im Internetforum der CDU zu heftigen Protesten.
  • Birresborn/Deutschland. Der Birresborner Phönix Sprudel muss wegen verunreinigter Quellen schließen. Alle Angestellten verlieren den Arbeitsplatz.

Mittwoch, 12. November[Bearbeiten]

Donnerstag, 13. November[Bearbeiten]

  • Irak. Anders als geplant wird Japan nun doch keine Truppen zum Wiederaufbau des Iraks senden. Portugal hingegen hält am Plan, 128 Polizisten als Ausbilder zu schicken, fest.
  • USA, Irak. Die Vereinigten Staaten wollen die Oberhoheit über den Irak schneller als geplant an demokratisch legitimierte Volksvertreter abgeben. Innerhalb der nächsten 6 Monate sollen Wahlen stattfinden. Diese Planänderung wird als Antwort der USA auf zahlreiche Anschläge in den letzten Monaten gesehen.
  • Deutschland. Die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus sollen ein bundesdeutsches Denkmal bekommen, wie andere Opfergruppen zuvor. Dies beschloss der Kulturausschuss des Bundestages gegen die Stimmen der Union. Für die Gestaltung wird ein künstlerischer Wettbewerb ausgeschrieben. Mit der Errichtung eines offiziellen Mahnmals gäbe es in Berlin drei Gedenkstätten für homosexuelle Opfer des NS-Regimes. [2]

Freitag, 14. November[Bearbeiten]

Samstag, 15. November[Bearbeiten]

  • Istanbul/Türkei. Bei zwei Anschlägen mit Autobomben auf Synagogen im Zentrum der Stadt sind 22 Menschen getötet worden. Über 300 Menschen wurden verletzt. Zu den Anschlägen bekannte sich die Front der Kämpfer für den Islamischen Großen Osten. Behörden vermuten allerdings Al-Qaida hinter den Anschlägen.
  • St-Nazaire/Frankreich. Bei einem Zusammenbruch der Landungsbrücke zum Luxusschiff Queen Mary II starben 16 Personen, 32 weitere wurden verletzt. Die Opfer des Unglücks waren Angehörige der Arbeiter, die das unfertige Schiff besichtigen wollten. Unter ihnen befanden sich auch viele Kinder.
  • Mossul/Irak. Bei einem Gefecht mit irakischen Widerstandskämpfern stießen zwei Hubschrauber der US-Armee zusammen, nachdem auf sie gefeuert wurde. 17 Soldaten starben.

Sonntag, 16. November[Bearbeiten]

  • Serbien. Die Präsidentschaftswahlen in Serbien scheitern auch im dritten Anlauf, da bei einer Wahlbeteiligung von 38 % die erforderlichen 50 % klar verfehlt werden. Von den Wahlberechtigten stimmen 18 % für den rechtsgerichteten Tomislav Nikolić und 14 % für Dragoljub Micunović. Die Wahl muss zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden.
Arnold Schwarzenegger mit George W. Bush

Montag, 17. November[Bearbeiten]

Dienstag, 18. November[Bearbeiten]

Mittwoch, 19. November[Bearbeiten]

Donnerstag, 20. November[Bearbeiten]

Freitag, 21. November[Bearbeiten]

  • Parbhani/Indien. Im Parbhani im westindischen Bundesstaat Maharashtra wurde direkt nach dem Freitagsgebet ein Bombenanschlag auf eine Moschee verübt. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt.
  • Bagdad/Irak. Das Ölministerium und zwei Hotels wurden mit zehn Raketen beschossen. Ein US-Soldat wurde bei einem Anschlag auf einen US-Konvoi getötet.

Samstag, 22. November[Bearbeiten]

  • Tiflis/Georgien. Bei der ersten Parlamentssitzung nach den umstrittenen Wahlen kommt es zu einem Sturm von Demonstranten auf das Parlementsgebäude. Zuvor hatten sich 25.000 Demonstranten vor dem Gebäude versammelt und den Rücktritt von Präsident Eduard Schewardnadse gefordert.
  • Irak. Am Morgen wurden 5 irakische Polizisten und 5 Zivilisten in Chan Bani Saad (nördlich von Bagdad) bei einem Sprengstoffanschlag mit einer Autobombe getötet. 13 weitere Menschen wurden verletzt. Vor der Polizeizentrale in Baquba gab es ebenfalls einen Bombenanschlag. Dort starben 6 Polizisten.

Sonntag, 23. November[Bearbeiten]

Eduard Schewardnadse

Montag, 24. November[Bearbeiten]

Dienstag, 25. November[Bearbeiten]

  • USA. Das Bruttoinlandsprodukt in den USA erreicht ein Wachstum von über 8 %; ein Wert, der zuletzt unter Ronald Reagan erreicht wurde.
  • Commonwealth. Robert Mugabe, Präsident von Simbabwe, wird nicht zum Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs des Commonwealth in Nigeria eingeladen.
  • UNAIDS berichtet, dass allein im Jahr 2003 rund 3 Mio. Menschen an AIDS gestorben seien und dass mit einem weiteren Anstieg der Zahlen, vor allem in Osteuropa und Zentralasien, zu rechnen sei. Rund 40 Mio. Menschen seien weltweit mit dem Virus infiziert, davon 2,5 Mio. Kinder. Allein in Afrika sind 26,6 Mio. Menschen betroffen.

Mittwoch, 26. November[Bearbeiten]

Donnerstag, 27. November[Bearbeiten]

  • Bagdad/Irak. US-Präsident George W. Bush trifft überraschend zu einem Kurzbesuch bei den US-amerikanischen Truppen in Bagdad ein und feiert mit ihnen Thanksgiving.

Freitag, 28. November[Bearbeiten]

Samstag, 29. November[Bearbeiten]

  • Berlin/Deutschland. Studenten protestieren gegen die Kürzungen im Bildungsetat und besetzen dabei unter anderem die PDS-Zentrale im Berliner Karl-Liebknecht-Haus.
  • Irak. Bei Angriffen Aufständischer werden südlich von Bagdad 7 spanische Geheimdienstmitarbeiter getötet. Bei Tikrit kommen 2 japanische Diplomaten ums Leben. In Bagdad sterben 2 US-Soldaten und ein kolumbianischer Zivilangestellter.

Sonntag, 30. November[Bearbeiten]

  • Cincinnati/USA. In Cincinnati kommt der 41-jährige Schwarzafrikaner Nathaniel Jones ums Leben, nachdem er von Polizisten mit Schlagstöcken verprügelt wird. Die Szene wird zufällig von einer Kamera festgehalten und sorgt in der Folge in der Stadt für ein Wiederaufflammen von Rassenunruhen.
  • Israel. Der israelische Premierminister Ariel Sharon wird vom israelischen Armeechef Mosche Jaalon und mehreren ehemaligen Geheimdienstchefs für seine Abkehr von der Genfer Initiative kritisiert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: November 2003 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien