Januar 2004

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Tagesgeschehen[Bearbeiten]

Donnerstag, 1. Januar[Bearbeiten]

  • Port-au-Prince/Haiti. Am 200. Unabhängigkeitstag kam es zu schweren Unruhen, die mit Schüssen gegen den Präsidenten Jean Bertrand Aristide und seinen südafrikanischen Amtskollegen Thabo Mbeki begannen, Polizisten beider Länder erwiderten das Feuer. Wie viele Menschen ums Leben kamen, ist bislang unklar.
  • Aceh/Indonesien. Bei einem Bombenattentat auf eine Silvesterparty kamen neun Menschen ums Leben, etwa 40 wurden verletzt. Die Rebellenorganisation "Freies Aceh" und die Armee schieben sich die Schuld daran gegenseitig zu.
  • Kolumbien. Bei Kämpfen zwischen Rebellen und Paramilitärs wurden im Norden Kolumbiens mindestens 40 Menschen getötet, darunter auch einige Zivilisten.
  • Dublin/Irland. Die Ratspräsidentschaft der EU ging turnusmäßig an Irland. Ministerpräsident Bertie Ahern äußerte sich zuversichtlich zu künftigen Aufgaben und Problemen, wenngleich er nicht damit gerechnet hatte, die Verabschiedung der Europäischen Verfassung auf der Tagesordnung zu haben.
  • Kiribati. Wie jedes Jahr waren die Bewohner der Pazifikinsel Kiribati die ersten, die das neue Jahr begrüßen durften. Eine Stunde später schlug es in Wellington (Neuseeland) und nochmals zwei Stunden später auch in Sydney (Australien) Mitternacht.
  • Deutschland.
  • Schweiz. Joseph Deiss wird Bundespräsident der Schweiz.

Freitag, 2. Januar[Bearbeiten]

Samstag, 3. Januar[Bearbeiten]

Sonntag, 4. Januar[Bearbeiten]

  • Kabul/Afghanistan. Die afghanische Loya Dschirga verabschiedet die neue afghanische Verfassung.
  • Georgien. Micheil Saakaschwili wird mit 96 % zum neuen Staatspräsident Georgiens gewählt, nachdem Eduard Schewardnadse im November 2003 gestürzt worden war.
  • Mars. Nach einer über 480 Millionen Kilometer langen Reise, die sieben Monate dauerte, landet um 5.35 Uhr MEZ die 173 Kilogramm schwere NASA-Sonde Spirit (MER-A) südlich des Äquators im Krater Gusev. Spirit soll drei Monate lang nach Spuren von Wasser und damit nach der Möglichkeit von Leben auf dem Mars suchen.

Montag, 5. Januar[Bearbeiten]

Jaap de Hoop Scheffer
  • Brüssel. Der Niederländer Jaap de Hoop Scheffer tritt sein Amt als neuer NATO-Generalsekretär an. Er löst den Briten George Robertson ab.
  • Mehrere EU-Parlamentarier erhalten Briefbomben. Sie explodieren, ohne Personen zu verletzen. Hinter den Attentaten werden italienische Anarchisten vermutet.

Dienstag, 6. Januar[Bearbeiten]

Mittwoch, 7. Januar[Bearbeiten]

Donnerstag, 8. Januar[Bearbeiten]

Freitag, 9. Januar[Bearbeiten]

Samstag, 10. Januar[Bearbeiten]

  • Irak. Dänische Besatzungstruppen finden im Irak Munitionsreste, in denen Nervengas vermutet wird. Genauere Untersuchungen widerlegen diese Vermutung allerdings einige Tage später.

Sonntag, 11. Januar[Bearbeiten]

Montag, 12. Januar[Bearbeiten]

  • Brüssel/Belgien. Nach den Plänen der EU-Kommission sollen die Markenzeichen Made in Germany, Made in Italy geprüft werden. Diese sollen dann durch das Label Made in the European Union ersetzt werden. Die Industrie protestiert bereits heftig gegen die Pläne von EU-Kommissar Lamy.

Dienstag, 13. Januar[Bearbeiten]

Mittwoch, 14. Januar[Bearbeiten]

Donnerstag, 15. Januar[Bearbeiten]

  • Basra/Irak. Zehntausende Schiiten demonstrieren in Basra für die Abhaltung von Wahlen im Irak. Sowohl die UN als auch die USA erklären dagegen, die Sicherheitslage erlaube Wahlen frühestens im Juli.

Freitag, 16. Januar[Bearbeiten]

Samstag, 17. Januar[Bearbeiten]

Sonntag, 18. Januar[Bearbeiten]

Montag, 19. Januar[Bearbeiten]

  • Bergen/Norwegen. Der Frachter MS Rocknes kentert vor der norwegischen Küste bei Bergen. Von der rund 30-köpfigen Besatzung können 12 Menschen gerettet werden.
  • Mars. Die ESA veröffentlicht die ersten Farbfotos ihrer Mars-Sonde Mars Express.

Dienstag, 20. Januar[Bearbeiten]

  • Iowa/USA. In der ersten Vorwahl um die Kandidatur des demokratischen Präsidentschaftskandidaten gewinnt Senator John Kerry vor John Edwards und dem bisher als Favorit geltenden Howard Dean. Dick Gephardt auf Rang vier gab seine Aufgabe bekannt.
  • Bagdad/Irak. Seit Tagen demonstrieren Iraker für baldige Wahlen und eine Übergabe des Ex-Präsidenten Saddam Hussein an irakische Behörden.
  • Kenia. Bei einem Treffen in Nairobi verspricht Bundeskanzler Gerhard Schröder Kenias Präsident Mwai Kibaki eine Verdopplung der Finanzhilfen auf 50 Mio. EUR für 2004 und 2005.
  • UNO. UNO-Generalsekretär Kofi Annan will prüfen lassen, ob vorgezogene Wahlen im Irak noch in diesem Jahr möglich sind. Damit engagiert sich die UNO zwar wieder mehr, jedoch anders als von US-Präsident George W. Bush gefordert.
  • Tetovo/Mazedonien. Mazedonien beschließt per Gesetz die Gründung einer staatlichen Universität in Tetovo.

Mittwoch, 21. Januar[Bearbeiten]

Donnerstag, 22. Januar[Bearbeiten]

  • Xinjiang/Volksrepublik China. Tausende Menschen sind aus der Umgebung eines Staudamms evakuiert worden, durch den Wasser aus einem acht Meter großen Loch schoss. Äcker und Häuser wurden überflutet. Nach Behördenangaben gab es bisher keine Opfer in der zu Zeit sehr kalten Provinz Xinjiang.
  • Teheran/Iran. Der konservative Wächterrat im Iran hat weitere reformorientierte Kandidaten für die Parlamentswahlen im Februar zugelassen. Damit gab der aus Klerikern bestehenden Rat dem Druck der Regierung Chātemī und von reformerischen Abgeordneten nach.

Freitag, 23. Januar[Bearbeiten]

  • Madras/Indien. Bei einem Brand in einem Festsaal in Indien sind bis zu 45 Gäste einer Hochzeitsfeier ums Leben gekommen. Auch der Bräutigam starb bei dem Feuer. Mehr als 100 Menschen erlitten Verletzungen.
  • Darmstadt/Deutschland. Die europäische Raumsonde Mars Express hat auf dem Mars Eis und Wasser entdeckt. Instrumente an Bord der Sonde haben Wasserdampf in der Atmosphäre nachgewiesen. Außerdem sei Eis am Südpol des Mars ausgemacht worden.
  • Erstmals hat mit Atal Behari Vajpayee heute ein indischer Premierminister Rebellen aus Kaschmir empfangen. Das Gespräch soll ein Ende der Gewalt in der umstrittenen Region bringen.

Samstag, 24. Januar[Bearbeiten]

Sonntag, 25. Januar[Bearbeiten]

Montag, 26. Januar[Bearbeiten]

  • In den USA erklärte eine Richterin Teile des Patriot Act für verfassungswidrig. Das Justizministerium prüfte gleichzeitig die Möglichkeit eines Einspruches.
  • Der Computerwurm Mydoom verbreitete sich weltweit in schnellem Ausmaß und führte für ein paar Stunden zu einer durchschnittlich 10-prozentigen Verlangsamung des Internetverkehrs und einer doppelt so langen Ladezeit der Webseiten.
  • Deutschland/Berlin. Das Abgeordnetenhaus beschließt ein neues Schulgesetz, dass im Februar 2004 in Kraft tritt.

Dienstag, 27. Januar[Bearbeiten]

  • Guangdong/China. Die chinesische Regierung meldet den Ausbruch der Vogelgrippe H5N1 in der südchinesischen Provinz Guangdong. China ist das 10. Land, in dem Vogelgrippe-Fälle verzeichnet werden.

Mittwoch, 28. Januar[Bearbeiten]

  • London/Großbritannien. Der Hutton-Bericht der Untersuchungskommission, die die Umstände des Selbstmordes des Biowaffenexperten David Kelly im Juli des Vorjahres beleuchten sollte, kommt zu dem Schluss, dass die britische Regierung unter Tony Blair keine Mitschuld am Tod Kellys trage. Kelly hatte gegenüber der BBC erklärt, die Regierung hätte die drohende Gefahr, die von möglichen Massenvernichtungswaffen des Irak ausgehe, aufgebauscht. Nachdem die Regierung Blairs, die beschlossen hatte, auf entsprechende Anfragen den Namen Kellys zu bestätigen, die BBC gedrängt hatte, ihre Quelle zu offenbaren, nannte diese Kellys Namen, der sich daraufhin tötete.

Donnerstag, 29. Januar[Bearbeiten]

Freitag, 30. Januar[Bearbeiten]

  • Frankreich. Der frühere französische Ministerpräsident Alain Juppé wird von einem Gericht der Korruption für schuldig befunden und zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt; zugleich wird ihm die Ausübung politischer Ämter auf 10 Jahre verboten. Juppé legt gegen das Urteil Berufung ein, doch das Berufungsgericht bestätigt das Urteil schließlich im Dezember.
  • Rotenburg an der Fulda/Deutschland. Armin Meiwes, der im Jahre 2001 eigenen Angaben zufolge einen Mann auf dessen Einwilligung grausam getötet und verspeist hatte, wird wegen Totschlags zu 8 1/2 Jahren Haft verurteilt. Das Verfahren wird 2006 erneut aufgerollt, wobei das Strafmaß für Meiwes wegen Mordes zu lebenslänglich angehoben wird.

Samstag, 31. Januar[Bearbeiten]

  • China. Nach weiteren Fällen von Vogelgrippe H5N1 beschließt die chinesische Regierung für Geflügel aus mehreren südchinesischen Provinzen ein Exportverbot.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Januar 2004 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien