Bundesautobahn 23

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Bundesautobahn 23 in Deutschland
Bundesautobahn 23
Karte
Verlauf der A 23
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Norderwöhrden
(54° 11′ N, 9° 3′ O54.1899508682159.0464043617249)
Straßenende: Hamburg
(53° 37′ N, 9° 55′ O53.6169756333099.910569190979)
Gesamtlänge: 96 km
  davon in Betrieb: 91 km
  davon in Bau: 5 km

Bundesland:

Ausbauzustand: vierstreifig
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing

Die Bundesautobahn 23 (Abkürzung: BAB 23) – Kurzform: Autobahn 23 (Abkürzung: A 23) – ist eine vierstreifige Autobahn von 91 Kilometern Länge zwischen dem schleswig-holsteinischen Heide und der Bundesautobahn 7 in Hamburg. Sie wird manchmal auch Westküstenautobahn genannt.

Verlauf[Bearbeiten]

Die A 23 beginnt am Autobahndreieck Hamburg-Nordwest, die erste Anschlussstelle ist Eidelstedt. Kurz darauf überquert die A 23 die Grenze nach Schleswig-Holstein und durchquert Krupunder. Sie umfährt die Innenstädte von Pinneberg und Elmshorns und führt weiter an Lägerdorf vorbei bis zum südlichen Stadtrand von Itzehoe. Danach wird die Autobahn durch die Bundesstraßen 204 und 5 im Bereich der Störbrücke unterbrochen. Dieser Abschnitt ist Kraftfahrstraße. Im weiteren Verlauf quert sie den Nord-Ostsee-Kanal in Höhe der Gemeinde Schafstedt, passiert Albersdorf und führt in nordwestlicher Richtung bis Heide (Holstein), das südwestlich umfahren wird. Nordwestlich von Heide geht die Autobahn in die Bundesstraße 5(n) über.

Geschichte[Bearbeiten]

Der erste Streckenabschnitt wurde 1964 von der heutigen Anschlussstelle Hamburg-Stellingen als Umgehung von Hamburg-Eidelstedt bis zur Landesgrenze Hamburgs freigegeben. Dieser Abschnitt zwischen Stellingen und Krupunder wurde gleichzeitig mit dem Neubau der B 4 Richtung Neumünster und Kiel (heute Teilstück der A 7) in diesem Bereich geplant und gebaut, das heutige Autobahndreieck Hamburg-Nordwest markiert die Trennung beider damaligen Bundesstraßentrassen. 1968 war die vierstreifige Durchfahrung von Halstenbek (mit ampelgeregelten Kreuzungen) und Umgehung von Pinneberg fertig, beides damals als Neubau der Bundesstraße 5, in deren damalige Trasse sie ab 1968 nördlich der Anschlussstelle Pinneberg-Nord bei Kummerfeld überging. Es folgten 1975 die Strecke bis Elmshorn und 1981 bis Itzehoe. Der letzte Abschnitt von Itzehoe nach Heide wurde 1990 fertiggestellt. Seit 1975 wurde die Strecke als A 23 bezeichnet, zunächst noch mit der Lücke in Halstenbek (hier noch, bis zum kreuzungsfreien Ausbau 1986, weiterhin als Bundesstraße 5).[1]

Seit den frühen 1960er Jahren hatten Vertreter der Westküste gefordert, diesen Landesabschnitt besser an das deutsche Straßenverkehrsnetz anzuschließen. Allerdings lag die Geburtsstunde der Autobahn bereits wesentlich früher. Denn bereits in den 1930er Jahren hatte man die Notwendigkeit zur Verbesserung der Verkehrsbedingungen auf der damaligen Reichsstraße 5 erkannt und unter anderem die Ortsumgehung Elmshorn vorbereitet, die zwischen 1947 und 1950 vollendet wurde.

Am 12. Mai 1969 kündigte der damalige Bundesverkehrsminister Georg Leber einen vierstreifigen Ausbau der Bundesstraße 204 zwischen Itzehoe und Heide (einer „Abkürzung“ zwischen diesen Städten der B 5, die in einem weiten Bogen direkt an der Westküste Schleswig-Holsteins verläuft) an. Im Februar 1984 schließlich erfolgte ein erster Spatenstich zwischen Schafstedt und der Kanalfähre Hohenhörn. Am 20./21. Mai 1989 wurde die 360 Meter lange und 56 Meter hohe Hochbrücke Hohenhörn über den Nord-Ostsee-Kanal eingeweiht. Erstes eröffnetes Teilstück war die Stadtumgehung in Heide, die am 30. Juni 1989 freigegeben wurde, vorerst letztes Stück am 1. Oktober 1990 die acht Kilometer lange Strecke zwischen den Anschlussstellen Schenefeld und Itzehoe-Nord. Der Bau des 45 Kilometer langen Abschnittes von Itzehoe nach Heide kostete 402 Millionen Mark (heute: rund 325.276.000 Euro). Die Autobahn überquert in diesem Bereich insgesamt 70 Brücken.

Geplanter Ausbau[Bearbeiten]

Störbrücke der A 23 zu Beginn der Bauarbeiten;
zu beachten ist die schon seit Jahren vorhandene stählerne Abstützung rechts und links der Flussüberquerung.

Es laufen Bauarbeiten bis zum Jahr 2015, um die B 5/B 204 auch zwischen den Anschlussstellen Itzehoe-Nord und Itzehoe-Süd vierstreifig auszubauen und diesen Abschnitt zur A 23 aufzuwerten. Die hier von 1965 bis 1967 gebaute Störbrücke war nur noch bis 2013 für den Verkehr zugelassen, eine Sanierung wegen der im inneren verrosteten Stahlseile und der von Beginn an eher fragwürdigen Qualität der Baumaterialien[2] erschien nicht sinnvoll. Sie wird durch zwei neue zweistreifige Brücken ersetzt, die die gesamte A 23 vierstreifig machen werden. Zunächst wurde nordöstlich eine erste neue Brücke gebaut, nach der Verkehrsfreigabe im Juni 2010 wurde die alte Brücke abgerissen und an gleicher Stelle eine zweite neue Brücke für die Südfahrtrichtung errichtet. Das Design der neuen Brücke orientiert sich dabei an Paul Klees Gemälde Revolution des Viaduktes. Insgesamt werden sich die Kosten auf 35 Millionen Euro belaufen.[3]. Zusätzlich zum Projekt „Störbrücke“ wird auch der Abschnitt zwischen dem südlichen Ende der Störbrücke und dem derzeitigen Autobahnende kurz nach der Anschlussstelle „Itzehoe Süd“ ausgebaut, um die Lücke in der Autobahn zu schließen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesautobahn 23 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Henning Maruhn: Geschichte der A 23. autobahn-online.de, abgerufen am 19. Juni 2011.
  2.  Claus Reese, Landesamt Straßenbau (Hrsg.): Die haben da irgendeinen Zement genommen und Sand aus der nächsten Kiesgrube. 8. Februar 2008 (Zitat nach Dithmarscher Landeszeitung).
  3.  Kay Müller: Die größte Brücken-Baustelle im Norden. In: Dithmarscher Landeszeitung. Boyens, 8. Februar 2008, S. 6.