Straßenbahn Schöneiche bei Berlin

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Straßenbahn
Schöneiche bei Berlin
Bild
Triebwagen der SRS am Bahnhof Friedrichshagen (2011)
Basisinformationen
Staat Deutschland
Stadt Schöneiche bei Berlin
Eröffnung 28. August 1910
Elektrifizierung 5. November 1914
Betreiber Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn GmbH
Verkehrsverbund VBB
Infrastruktur
Streckenlänge 14,1 km
Spurweite 1000 mm (Meterspur)
Haltestellen 20
Betriebshöfe 1
Betrieb
Linien 1
Takt in der HVZ 20 min (Mo–Fr)
30 min (Sa–So)
Takt in der SVZ 30 min (Mo–Fr)
60 min (Sa–So)
Statistik
Fahrgäste 1,0 Mio. pro Jahr
Einwohner im
Einzugsgebiet
0,023 Tsd.
Fahrleistung 0,5 Mio. km pro Jahrdep1
Netzplan

Die Straßenbahn Schöneiche bei Berlin ist eine Überlandstraßenbahn östlich von Berlin. Ihre einzige Strecke ist 14,1 Kilometer lang und wird von der Linie 88 bedient, sie führt vom S-Bahnhof Friedrichshagen über Schöneiche bei Berlin nach Rüdersdorf bei Berlin. Betreiber ist seit dem 1. Januar 1991 die Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn GmbH, abgekürzt SRS, die in den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) integriert ist. Die Schöneicher Straßenbahn ist die einzige verbliebene meterspurige Straßenbahn im Berliner Raum.

Geschichte[Bearbeiten]

1910 bis 1945[Bearbeiten]

Benzollokomotive 1 "Benzoline" (Deutz 1910)[1] mit Beiwagen, 1911

Im Frühjahr 1910 wurde mit den Bauarbeiten zur Schöneicher Straßenbahn begonnen. Die Strecke von Friedrichshagen nach Schöneiche war 5,6 Kilometer lang und wurde in Meterspur (Spurweite 1000 Millimeter) ausgeführt. Zur Inbetriebnahme am 28. August 1910 standen eine Benzollokomotive und ein zweiachsiger Beiwagen zur Verfügung, mit denen die Strecke im Stundentakt bedient wurde. Für die Verdichtung auf einen 30-Minuten-Takt wurden noch im ersten Jahr eine weitere Benzollokomotive und vier gebrauchte Wagen beschafft.

Am 5. November 1912 wurde die Strecke um 7,7 Kilometer bis nach Kalkberge (ab 1934 Ortsteil von Rüdersdorf) verlängert. Die zunächst selbstständige Straßenbahn Kalkberge schaffte drei weitere Lokomotiven an, zwischen Friedrichshagen und Schöneiche wurde ein Gemeinschaftsbetrieb durchgeführt. Da die kleinen Benzolloks Schwierigkeiten mit den Steigungen in Kalkberge hatten, wurde die Gesamtstrecke elektrifiziert und am 30. Mai 1914 der elektrische Betrieb aufgenommen. Fünf vierachsige Triebwagen (Lindner/AEG) mit je zwei Elektromotoren à 40,4 kW Stundenleistung, mit jeweils 30 Sitz- und 17 Stehplätzen, standen zunächst zur Verfügung, dazu zwei vier- und zwei zweiachsige Beiwagen. Die Bahn erhielt von Anfang an, als eine der ersten, eine Kettenfahrleitung (auf 86 % der Strecke), die Fahrleitungsmasten konnten in Abständen von 90 Metern aufgestellt werden.

Der Erste Weltkrieg unterbrach die weitere Entwicklung der Bahn, nach dem Krieg musste die Straßenbahnverband Schöneiche–Kalkberge GmbH sogar einen Kredit aufnehmen. Sie erhielt ihn von der Berliner Knorr-Bremse AG mit der Auflage, die Fahrzeuge mit Knorr-Druckluftbremsanlagen auszustatten. Daher war die Schöneicher Bahn eine der ersten Straßenbahnen Deutschlands, deren Wagen Druckluftbremsen aufwiesen. Vor diesem historischen Hintergrund testete sie noch bis in die 1980er Jahre Kompressoren für das Berliner Bremsenwerk.

Die wachsenden Einwohnerzahlen und der zunehmende Ausflugsverkehr bewogen das Unternehmen, zwischen 1926 und 1928 den Streckensabschnitt von Friedrichshagen bis Schöneiche zweigleisig auszubauen. Bald darauf folgte der Abschnitt zwischen den Haltestellen Schillerstraße und Grätzwalde, Berghof-Weiche wurde zur Kreuzungsstelle. Damit war die Voraussetzung für einen 20-Minuten-Takt geschaffen, um passende Anschlüsse an die Berliner Straßen- und S-Bahn herzustellen. Das Projekt einer neuen Straßenbahnstrecke von Erkner über Woltersdorf und Rüdersdorf nach Strausberg machte der Zweite Weltkrieg zunichte.

1945 bis 1990[Bearbeiten]

Der Krieg hinterließ zerstörte Straßenbahnwagen, aufgerissene Gleise, kaputte Fahrleitungen und verbrannte Betriebsunterlagen. Ab dem 19. August 1945 fuhren stündlich wieder Züge zwischen Friedrichshagen und Schöneiche. Am 30. August wurden die Haltestelle Grätzwalde und am 4. Oktober das Depot Rüdersdorf wieder angefahren, am 23. Dezember die Endstelle erreicht und ein zunächst halbstündiger Verkehr eingeführt. Bald darauf gab es wieder den gewohnten 20-Minuten-Takt. Die veränderten politischen Verhältnisse führten zur Auflösung der GmbH. Bereits 1945 wurde sie in einen Volkseigenen Betrieb umgewandelt und trug ab 1950 die Bezeichnung VEB Verkehrsbetrieb Schöneiche–Rüdersdorf.

Anfang der 1950er Jahre wurden die Gleise aus der Friedrichshagener Straße herausgenommen und auf einen eigenen Bahnkörper verlegt. Die bisherige Haltestelle Knie wurde durch die Haltestelle Waldstraße ersetzt. 1959 begannen die Arbeiten im Hinblick auf einen Ersatz der Kuppelendstelle Friedrichshagen, ein Jahr später wurde die Endschleife gebaut. In dieser Zeit wurden die ersten Betonschwellen verbaut und es entstanden Bahnsteigkanten und moderne Wartehäuschen. An den Fahrzeugen wurde die automatische Scharfenbergkupplung eingeführt. In den 1960er Jahren wurden in Eigenregie fünf vierachsige Trieb- und fünf Beiwagen unter Verwendung von Altteilen neu gebaut, so der Triebwagen 52 (Baujahr 1914; bis 1966 Tw 2, Neubau 1960, 1975 Umbau zum Einrichtungsfahrzeug). Diese Maßnahme war mitbestimmend für den Erhalt der Bahn entgegen dem damaligen Trend. 1956 wurden teilweise und 1966 umfassend neue Wagennummern vergeben.

Im Januar 1970 wurde der bis dahin eigenständige Betrieb dem VEB Kraftverkehr Fürstenwalde und somit in der Folge dem Kraftverkehrskombinat Frankfurt (Oder) unterstellt. Der Eigenbau von Straßenbahnfahrzeugen musste eingestellt werden, Tatra-Neufahrzeuge waren jedoch nur für die Frankfurter Straßenbahn vorgesehen. Zwar konnte der Betrieb vom Reichsbahnausbesserungswerk Berlin-Schöneweide Rekowagen beziehen, die zweiachsigen Fahrzeuge ohne Stoßdämpfer wiesen aber ungünstige Laufeigenschaften auf. Sie verursachten erhebliche Gleisschäden, die einen erhöhten Instandhaltungsaufwand zur Folge hatten. Zudem handelte es sich bei den Trieb- (TZ 70) und Beiwagen (BZ 70) um Zweirichtungsfahrzeuge, was angesichts der vorhandenen Wendeschleifen nicht mehr nötig gewesen wäre. In späteren Jahren kamen gebrauchte Gotha- bzw. CKD-Einrichtungsfahrzeuge aus Halle und Görlitz sowie TE 70 aus Frankfurt (Oder) hinzu.

Da der Ortsteil Kalkberge in den 1970er Jahren einer geplanten Erweiterung des Kalktagebaus im Wege war, wurde das östliche Streckenende verlegt und die Strecke verlängert. Am 15. Oktober 1977 wurde der Betrieb zwischen Post und Karl-Marx-Platz eingestellt, am 5. November desselben Jahres konnte der neue Endabschnitt nach Alt-Rüdersdorf eröffnet werden.[2] Die Gesamtlänge der Strecke betrug nun 14,5 Kilometer. Der VEB Kraftverkehr hatte sich zunächst dagegen ausgesprochen, die neue Straßenbrücke über den Kalkgraben für die Straßenbahn nutzbar zu machen. Letztlich gab die Finanzierung durch das Zementwerk Rüdersdorf den Ausschlag für den realisierten Bau. Die Bahn überquert den Wasserlauf auf eigener, einspuriger Trasse neben dem Straßenraum.

Beim Bau der Endschleife Alt-Rüdersdorf wurde Gelände für ein neues Depot und den Weiterbau nach Woltersdorf und Herzfelde reserviert. Gleichzeitig wurde ein 1 Kilometer langer Doppelspurabschnitt zwischen den Stationen Grätzwalde und Jägerstraße eingerichtet, sodass trotz verlängerter Gesamtstrecke ein 20-Minuten-Takt mit nur fünf Zügen durchgeführt werden konnte.

Von 1979 bis 1983 wurde gemeinsam mit Leipziger Straßenbahnern, großen Widerständen seitens des Kombinats zum Trotz, eine moderne Sicherungsanlage für die eingleisigen Streckenabschnitte entwickelt und realisiert. Personalmangel – unter anderem wurden Straßenbahnfahrer zur BVB nach Berlin abgezogen – führte 1988 zu einer zeitweisen Ausdünnung des Angebots mit einem 40-Minuten-Takt. Erst ab Februar 1990 konnte die Bahn wieder durchgängig im 20-Minuten-Rhythmus verkehren.

Seit 1990[Bearbeiten]

Seit den 1990er Jahren werden das Schienennetz, die Fahrleitungsmasten, der Wagenbestand und der Betriebshof modernisiert. 1999 bis 2006 wurden insgesamt elf sechsachsige Gelenktriebwagen von der Straßenbahn Heidelberg übernommen, von denen bisher sechs für den Einsatz umgebaut wurden. Zwei hiervon sind jedoch nach schweren Unfällen ausgemustert worden.

Die Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn GmbH gehört seit 2001 zu 70 Prozent der Niederbarnimer Eisenbahn AG, einer Beteiligungsgesellschaft der Captrain Deutschland. Jeweils 15 Prozent gehören den beiden Gemeinden Schöneiche und Rüdersdorf. Es besteht ein Verkehrsvertrag bis Ende 2024.

2008 nutzte der Hersteller Stadler Rail die Strecke der SRS wiederholt zu Testfahrten für neue Variobahnen, bevor diese an die BOGESTRA ausgeliefert wurden, da sich in Schöneiche die einzige Meterspur im Umkreis des Berliner Werks befindet und dieses über keine entsprechende eigene Teststrecke verfügt.[3] Im Jahr 2010 wurde die Übernahme von drei KTNF6 aus Cottbus bekanntgegeben, wodurch nun erstmals auf der Strecke Fahrzeuge mit Niederfluranteil eingesetzt werden.

Die Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn GmbH befährt die Strecke heutzutage werktags im 20-Minuten-Takt und ab 21 Uhr im 30-Minuten-Takt. Am Wochenende wird im 30-Minutentakt und abends im 60-Minutentakt gefahren.

Strecke[Bearbeiten]

Berlin-Friedrichshagen–Alt-Rüdersdorf
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0,0 Berlin, S-Bahnhof Friedrichshagen
BSicon STRrf.svgBSicon uHST.svgBSicon .svg
Berlin, Brösener Straße
BSicon uSTR+GRZq.svg Berlin / Brandenburg
BSicon uHST.svg 4,0 Schöneiche, Waldstraße
BSicon uHST.svg 4,6 Schöneiche, Goethepark
BSicon uHST.svg Schöneiche, Rahnsdorfer Straße
BSicon .svgBSicon uWBRÜCKE1.svgBSicon .svg
Jaegergraben
BSicon uKDSTl.svgBSicon uABZgr+r.svgBSicon .svg
Depot Schöneiche
BSicon uHST.svg 5,6 Schöneiche, Dorfstraße
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Fredersdorfer Mühlenfließ
BSicon uHST.svg 6,0 Schöneiche, Dorfaue
BSicon uHST.svg 6,7 Schöneiche, Schillerstraße
BSicon uHST.svg 7,1 Schöneiche, Grätzwalde
BSicon uHST.svg 8,3 Schöneiche, Jägerstraße
BSicon uHST.svg 8,8 Schöneiche, Kalkberger Straße
BSicon uSTR+GRZq.svg Landkreise Oder-Spree / Märkisch-Oderland
BSicon uHST.svg 9,8 Rüdersdorf, Berghof-Weiche
BSicon uHST.svg 10,5 Rüdersdorf, Berghof
BSicon uSBRÜCKE.svg A 10
BSicon uHST.svg 11,2 Rüdersdorf, Torellplatz
BSicon .svgBSicon uWBRÜCKE1.svgBSicon .svg
Strausberger Mühlenfließ
BSicon uHST.svg 11,7 Rüdersdorf, Heinitzstraße
BSicon .svgBSicon ueABZlf.svgBSicon uexKDSTr.svg
Depot Rüdersdorf
BSicon uHST.svg 12,0 Rüdersdorf, Marktplatz
BSicon .svgBSicon ueHST.svgBSicon .svg
Rüdersdorf, Post
BSicon uSTRrg.svgBSicon uxABZrf.svgBSicon .svg
Streckenverlegung 1977
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Rüdersdorf, Schulstraße
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Rüdersdorf, Karl-Marx-Platz
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12,4 Rüdersdorf, Rathaus
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Kalkgraben
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12,9 Rüdersdorf, Breitscheidstraße
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13,5 Rüdersdorf, Marienstraße
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13,9 Alt-Rüdersdorf

Ausgangspunkt der Bahn ist die Haltestelle Friedrichshagen auf Berliner Gebiet, in unmittelbarer Nachbarschaft des S-Bahnhofs Berlin-Friedrichshagen und zweier Berliner Straßenbahnlinien. Sie ist Teil der – gegen den Uhrzeigersinn befahrenen – Endschleife, die 1960 die Kuppelendstelle ersetzte. Von dort verläuft die Strecke zweigleisig parallel zum schnurgeraden, weitgehend im Wald verlaufenden Straßenzug Schöneicher Straße / Schöneicher Landstraße. Kurz vor der Landesgrenze vollzieht sie, sich von der Landstraße nach Süden abwendend, eine langgezogene S-Kurve und erreicht den bereits im Bundesland Brandenburg befindlichen Ort Schöneiche. Die Strecke verläuft zunächst in Straßenlage durch die Kirschenstraße und Puschkinstraße. Am Pyramidenplatz wird die Strecke eingleisig und verläuft auf eigenem Gleiskörper, vorbei am Betriebshof, weiter durch die Dorfstraße.

Nach einer 90-Grad-Kurve wird das Fredersdorfer Mühlenfließ überquert, dann folgt die Strecke der Schöneicher Straße in Seitenlage auf eigenem Bahnkörper. An der Haltestelle Schillerstraße beginnt erneut ein zweigleisiger Abschnitt, der aktuell bis zur Station Kalkberger Straße reicht. Die nächste „Doppelspurinsel“ liegt zwischen den Haltestellen Berghof Weiche und Berghof. Nach der Unterquerung der Bundesautobahn 10 (Berliner Ring) wird am Ortsrand von Rüdersdorf die erste nennenswerte Steigung erreicht.

Hinter der Haltestelle Torellplatz, die als Ausweichstelle ausgeführt ist, wechselt die Bahn die Straßenseite und führt in Seitenlage entlang der Straße der Jugend eingleisig über das Strausberger Mühlenfließ und weiter entlang bergauf. Unmittelbar neben der Haltestelle Marktplatz, die ebenfalls über zwei Gleise verfügt, befindet sich das nicht mehr genutzte Gebäude des Depots Rüdersdorf.

Am Postamt biegt die neue Trasse nach Südwesten ab, Gleisreste der alten Strecke zum Endpunkt Kalkberge sind nach wie vor vorhanden. Die Gebäude des Altorts, den die Straßenbahn bis 1977 durchquerte, wurden fast vollständig abgerissen, ohne dass die geplante Erweiterung des Kalkbergwerks zustande kam. Die alten Schienen der eingleisigen Strecke in der Bergstraße (heute Straße der Jugend) und Redenstraße sind genauso wie Überreste der ehemaligen Wendeschleife Karl-Marx-Platz (auf einer Freifläche westlich des Kesselsees gelegen) noch heute vorhanden.

Die wiederum eingleisige Neubaustrecke fällt neben der Hans-Striegelski-Straße zum Kalkgraben hin ab, überquert ihn und steigt in einer langgezogenen Kurve in Seitenlage von Berg- und Marienstraße wieder an. Auf dem Plateau wird schließlich die Endhaltestelle Alt-Rüdersdorf erreicht. Auch sie liegt in einer Endschleife, die gegen den Uhrzeigersinn durchfahren wird.

Fahrzeuge[Bearbeiten]

1910 bis 1989[Bearbeiten]

TZ 70 und BZ 70 an der Endstelle Friedrichshagen, im Hintergrund der S-Bahnhof
Rekowagen 74 (Schöneweide 1974),[4] 1990
Tw 52 (Umbau 1975 zum Einrichtungswagen aus Tw 2 (Lindner/AEG) von 1914)[5]
Tw 65 (1970; Eigenbau der Straßenbahn Schöneiche),[4] 1990
Baujahr Hersteller Nummern ab 1956 ab 1966 Anmerkungen
1910 Deutz 1
Schöneiche
zweiachsige Benzollokomotive
13,3 kW, 4100 mm lang
1910 Deutz 2
Schöneiche
zweiachsige Benzollokomotive
44,1 kW, 5300 mm lang
1912 Deutz 1–3
Kalkberge
zweiachsige Benzollokomotiven
44,1 kW, 5000 mm lang
1914 Lindner/AEG 1 1 vierachsiger elektrischer Triebwagen
1968 abgestellt
1914 Lindner/AEG 2 2 52 vierachsiger elektrischer Triebwagen
1960 neu aufgebaut
1975 Umbau zum Einrichtungswagen
1914 Lindner/AEG 3 3 53 vierachsiger elektrischer Triebwagen
1971 zum Arbeitstriebwagen 93 umgebaut
1914 Lindner/AEG 4–5 4–5 54–55 vierachsige elektrische Triebwagen
1971 abgestellt
1914 Waggonbau Werdau 6-7 1923/24 aus Krefeld erworben
1925 zu Arbeitstriebwagen 6-7 umgebaut
1915 Lindner/AEG 9 Kriegsverlust
1915 Lindner/AEG 10 9II 1969 abgestellt
1929 Lindner/AEG 31–32 7II–8 71–72 1974 abgestellt
1929 Lindner/AEG 33 9II 1966 abgestellt
1929 Lindner/AEG 34 10II 74 1966 historischer Triebwagen 34
1964 Eigenbau/LEW 11 61 vierachsiges Einrichtungsfahrzeug
ab 1985 Lagerraum Gleisbau
1966 Eigenbau/LEW 73 vierachsiges Einrichtungsfahrzeug
1975 in 62IIumgezeichnet
1955 Leipziger Verk.betr./LEW 62 1967 aus Leipzig erworben
1975 in Einrichtungsfahrzeug umgebaut
1968 Eigenbau/LEW 63 vierachsiges Einrichtungsfahrzeug
1986 abgestellt
1969 Eigenbau/LEW 64 vierachsiges Einrichtungsfahrzeug
1984 abgestellt
1970 Eigenbau/LEW 65 vierachsiges Einrichtungsfahrzeug
1974 RAW Schöneweide 71II–74II zweiachsige Zweirichtungsfahrzeuge Bauart TZ 70/1 „Reko“
1975 RAW Schöneweide 75 zweiachsiges Zweirichtungsfahrzeug Bauart TZ 70/1 „Reko“
1965 Waggonbau Gotha/LEW 81 zweiachsiges Einrichtungsfahrzeug
1980 aus Halle erworben
1984 nach Frankfurt (Oder)
1973 RAW Schöneweide/LEW 82 zweiachsiges Einrichtungsfahrzeug Bauart TE 70/1 „Reko“
1984 aus Frankfurt (Oder) erworben
1990 abgestellt
1974 RAW Schöneweide/LEW 83 zweiachsiges Einrichtungsfahrzeug Bauart TE 70/1 „Reko“
1984 aus Frankfurt (Oder) erworben
1990 an „Liebhaber“ abgegeben
1973 RAW Schöneweide/LEW 84–85 zweiachsiges Einrichtungsfahrzeug Bauart TE 70/1 „Reko“
1986 aus Frankfurt (Oder) erworben
Wagen 84 1989 abgestellt
1968 ČKD/LEW 86 zweiachsiges Einrichtungsfahrzeug Bauart T2D
1989 aus Görlitz erworben
1964 Waggonbau Gotha/LEW 87 zweiachsiges Einrichtungsfahrzeug
1989 aus Görlitz erworben

1990 bis heute[Bearbeiten]

KT4D zwischen Schöneiche und Rüdersdorf
Tatra KT4D

Die SRS übernahm zwischen 1992 und 1994 insgesamt acht Tatra KT4D von der Straßenbahn Cottbus (Nr. 17–22, 24, 25), von denen 3 Stück (Nr. 18, 21 und 22) in den Jahren 1995 und 1996 modernisiert wurden, während die restlichen Fahrzeuge zwischen 2000 und 2008 verschrottet wurden. Wegen auslaufender Genehmigungen wurden zunächst Wagen 18 und 21 abgestellt, Nr. 22 stand noch als Betriebsreserve zur Verfügung. Seit dem 1. April 2012 wird dieser Fahrzeugtyp in Schöneiche nicht mehr eingesetzt.[6]

DUEWAG GT6
Duewag GT6 am S-Bahnhof Friedrichshagen

Von 1999 bis 2006 wurden insgesamt elf sechsachsige Gelenktriebwagen (GT6) der Firma Duewag von der Straßenbahn Heidelberg übernommen, von denen sechs für den Einsatz umgebaut wurden. Zwei hiervon mussten jedoch nach schweren Unfällen ausgemustert worden. Ein weiterer Wagen dient als Arbeitswagen. Obwohl die Strecke prinzipiell auch ohne Zweirichtungsfahrzeuge befahren werden kann, bieten diese bei Baustellen oder unvorhergesehenen Störungen eine höhere Flexibilität.

Tatra KTNF6
KTNF6 in Schöneiche

Da die bisher in Betrieb befindlichen KT4D abgestellt werden mussten, wurden 2009 bis 2011 drei Tatra KTNF6, ebenfalls aus Cottbus, als Ersatz übernommen.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Elektrisierung der Straßenbahn Friedrichshagen–Schöneiche–Kalkberge. In: BEW-Mitteilungen. Heft 4, April 1915, S. 49ff.
  •  O. Armknecht: Einführung des elektrischen Betriebes auf der Straßenbahn Friedrichshagen–Schöneiche–Kalkberge. In: Elektrotechnische Zeitschrift. Heft 7, 15. Februar 1917, S. 91ff.
  •  Ivo Köhler: Schienenwege nach Schöneiche und Rüdersdorf. GVE, Berlin 1997, ISBN 3-89218-047-4.
  •  Ivo Köhler: 100 Jahre Schöneicher Rüdersdorfer Straßenbahn. Verlag Bernd Neddermeyer, Berlin 2010, ISBN 978-3-941712-09-6.
  •  Dipl.–Ing. Kletzke (Straßenbahn Schöneiche): 80 Jahre Straßenbahn Schöneiche. Lausitzer Rundschau Druckerei und Verlag GmbH, 1990.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Straßenbahn Schöneiche bei Berlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 80 Jahre Straßenbahn Schöneiche (1990 herausgegeben von der Straßenbahn Schöneiche), S. 1-2
  2.  Ivo Köhler: Schienenwege nach Schöneiche und Rüdersdorf. GVE, Berlin 1997, ISBN 3-89218-047-4, S. 50.
  3. Tom Gerlich: Variobahn zu Gast in Schöneiche. bahninfo.de, 17. Oktober 2008, abgerufen am 7. Juli 2013.
  4. a b 80 Jahre Straßenbahn Schöneiche (1990 herausgegeben von der Straßenbahn Schöneiche), S. 42
  5. 80 Jahre Straßenbahn Schöneiche (1990 herausgegeben von der Straßenbahn Schöneiche), S. 41
  6. http://tram2000.blogspot.de/2012/03/schoneiche-kt4d-vor-dem-aus.html