Toyota Tercel

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Toyota Tercel
Produktionszeitraum: 1978–2000
Klasse: Kompaktklasse
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine, Kombi, Coupé, Kombicoupé
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: Toyota Echo (Limousine)
Toyota Vitz (Kombilimousine)

Der Toyota Tercel war ein Kompaktklasse-PKW von Toyota, der zwischen dem Toyota Starlet und dem Toyota Corolla angesiedelt war. Er war bei Produktionsbeginn das erste Toyota-Modell mit Frontantrieb und Toyotas Konkurrenzmodell zum Nissan Pulsar. In Asien wurde er teilweise auch als Toyota Corolla II oder Toyota Corsa angeboten. In Nordamerika, wo der Starlet nicht angeboten wurde, war er bis zur Ablösung das Einstiegsmodell von Toyota und wurde dort zuerst als Toyota Corolla Tercel vermarktet. Für einige Märkte gab es neben der 2- oder 4-türigen Limousine auch ein 3-türiges Schrägheck, das in Deutschland nicht angeboten wurde. Die 2. Generation 1982 wiederum hieß nun überall Toyota Tercel und sollte das 3- oder 5- türige Schrägheckmodell zum Corolla sein, als Konkurrenz zum Nissan Cherry. Durch den Erfolg des Nissan Prairie entwickelte Toyota basierend auf dem Tercel und Corolla den Toyota Sprinter Carib (in Europa Tercel 4WD, in Nordamerika Tercel Wagon) und auf diesem basierend wieder eine Limousine, die aber nur in Asien angeboten wurde. Die dritte und folgende Generationen wurden in Europa nicht mehr angeboten, da hier der Starlet das Einstiegsmodell war und der Corolla nun selber als Schrägheckmodell gebaut wurde, um konkurrenzfähiger in der Kompaktklasse zu sein. Von nun an war der Tercel speziell für Nordamerika konzipiert und lag zwischen Kleinwagen und Kompaktklasse. Neben dem Schrägheck und der 4-türigen Limousine wurde auch eine 2-türige Limousine nur in Nordamerika angeboten. Ab 1998, zuerst in den Vereinigten Staaten, wurde der Tercel durch den Toyota Echo und später den Toyota Vitz ersetzt.

1. Generation L10 (1978–1982)[Bearbeiten]

L10
Tercel Limousine 4-türig

Tercel Limousine 4-türig

Produktionszeitraum: 1978–1982
Karosserieversionen: Limousine, Kombicoupé
Motoren: Ottomotoren:
1,3–1,5 Liter
(45–61 kW)
Länge: 3960–3990 mm
Breite: 1555 mm
Höhe: 1355–1375 mm
Radstand: 2500 mm
Leergewicht:
Tercel Kombicoupé

Im August 1978 startete der Verkauf des Tercel als Toyota Corolla II. Da Toyota damals, wie in Japan üblich, verschiedene Händlernetze hatte, wie den Corolla Store oder Toyopet Store, war eine Abgrenzung zum Corolla notwendig. Im Corolla Store wurden mittlere ausgestattete Modelle angeboten und im Toyopet Store, der in der Regel auf dem Land vertreten war, Nutzfahrzeuge und einfach ausgestattete Pkws. Die im Toyopet Store verkauften Modelle hießen Toyota Corsa. Mit dem Corolla II präsentierte Toyota seinen ersten Pkw mit Frontantrieb, der im Preis und in der Positionierung höher als der Corolla angesiedelt war. Neben dem Frontantrieb hatte die 2- oder 4-türige Limousine den völlig neu entwickelten 1452 cm³ SOHC 4-Zylinder 1A-U Benzinmotor mit 59 kW (80 PS) und 5-Gang-Schaltgetriebe, der gegenüber dem regulären Corolla weniger Kraftstoffverbrauch, mehr Leistung und niedrigere Emissionen bot. Kurz nach dem Verkaufsstart war auch ein 3-türiges Coupé erhältlich.

  • Im Januar 1979 startete der Export der Limousinenversionen nach Europa zuerst mit dem ebenfalls neu konstruierten 1295 cm³ SOHC 4-Zylinder 2A-U Benzinmotor mit 48 kW (65 PS) und 4- oder optional 5-Gang-Schaltgetriebe. Die Einführung dieses Motors erfolgte in Japan erst im Juni, allerdings mit 54 kW (74 PS). Gleichzeitig wurde der 1,5 Liter zum 3A-U mit nun 61 kW (83 PS) und nun auch im Corolla verbaut. Für diesen Motor war ebenfalls ein 3-Stufen-Automatikgetriebe erhältlich. Die Motoren wurden jeweils in Längsrichtung montiert.
  • Anfang 1980 erfolgte ein leichtes Facelift mit schrägerer Front und geringfügigen Änderungen am Heck und im Innenraum, parallel zur Einführung der Limousinen und des Coupé als Toyota Corolla Tercel in Nordamerika. Die überarbeitete Version wurde auf dem Heimatmarkt erst ab August angeboten, ebenso wie in Europa. In Nordamerika war nur der 1,5 Liter verfügbar in einer Ausführung mit 45 kW (61 PS).
  • Auf dem Heimatmarkt war die Baureihe weniger erfolgreich als auf den Exportmärkten, sodass die künftige Entwicklung auf diese Anforderungen ausgerichtet wurden.


2. Generation L20 (1982–1986)[Bearbeiten]

L20
Tercel 3-türiges Schrägheck

Tercel 3-türiges Schrägheck

Produktionszeitraum: 1982–1986
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,3–1,5 Liter
(55–66 kW)
Länge: 4310 mm
Breite: 1615 mm
Höhe: 1450 mm
Radstand: 2430 mm
Leergewicht:

Der Tercel L20 war speziell für Nordamerika und Europa ausgerichtet und das 5-türige Schrägheckmodell sollte auf dem Heimatmarkt ein Konkurrenzmodell zum Nissan Cherry sein. In Nordamerika war es weiterhin das Einstiegsmodell und in Europa Toyotas direktes Konkurrenzmodell zum VW Golf, Opel Kadett und Ford Escort und weitere Mitbewerber. Der Verkauf begann im Mai 1982 und überall wurde er nun als Tercel angeboten. Im Heimatmarkt wurde der Tercel über das Toyota Vista Händlernetz angeboten. Verfügbar waren die gleichen Motoren, 2A-U 1,3 L mit nun aber 55 kW (75 PS) sowie 1,5 L 3A-U mit 61 kW (83 PS) und zusätzlich 3A-HU mit 63 kW (86 PS). Letzterer wurde im Export nur im Toyota Sprinter Carib angeboten, Toyotas erstem Sport Utility Vehicle. Den Sprinter Carib entwickelte Toyota eilig aus den feststehenden Plänen des Tercel L20, kombiniert mit dem Hinterradantrieb des Toyota Corolla/Sprinter. So konnte Toyota mittels Verteilergetriebe einen kostengünstigen zuschaltbaren Allradantrieb realisieren. Den Anstoss für dieses Modell gab der 1981 erfolgreich gestartete Nissan Prairie. Anders als dieser war der Sprinter Carib aber kein Minivan, sondern ein Kombi mit hinten erhöhtem Dach für viel Laderaum. Der Sprinter Carib wurde in Japan erstmals im August 1982 angeboten, auf ihm basierte auch eine 4-türige Limousine, die nur in Asien angeboten wurde.

Die Kraftübertragung erfolgte grundsätzlich über 5-Gang-Schaltgetriebe oder optional 3-Stufen-Automatikgetriebe. Nur in Nordamerika verfügte das Basismodell nur über ein 4-Gang-Getriebe.

  • Ab 1983 wurde der Sprinter Carib auch exportiert, als Tercel 4WD nach Europa und Ozeanien und als Tercel Wagon nach Nordamerika. In einigen wenigen Märkten war er auch nur mit Frontantrieb erhältlich.
  • Im August 1983 fügte Toyota eine 3-türige Schrägheckvariante in die Modellreihe ein.
  • Ab August 1984 baute Toyota auch eine 4WD Version der Limousine. Gleichzeitig ersetzte der 1,5 L 3A-SU mit 66 kW (90 PS) den 3A-HU sowohl bei der nur in Asien angebotenen Limousine als auch beim Sprinter Carib/Tercel 4WD/Tercel Wagon.
  • Im Januar 1985 erschien ein Sondermodell des Schräghecks mit Klimaanlage, das besonders in Nordamerika oft gekauft wurde und dort später als eigene Ausstattungslinie erschien. Im September gab es in Asien das Sondermodell Limousine 4WD VL mit zahlreichen Extras wie elektronisches Fahrwerk, Zweifarbenlackierung, elektrisches Schiebedach und Klimaanlage.
  • Die Limousine und der Sprinter Carib erhielten im Mai 1986 ein leichtes Facelift, gleichzeitig wurde die Produktion der Tercel Schrägheckmodelle eingestellt und auf dem Heimatmarkt durch den Tercel L30 ersetzt. Bis Oktober war die Baureihe L20 im Export noch im Angebot.


3. Generation L30 (1986–1990)[Bearbeiten]

L30
Tercel 5-türiges Schrägheck

Tercel 5-türiges Schrägheck

Produktionszeitraum: 1986–1990
Karosserieversionen: Kombilimousine, Coupé
Motoren: Ottomotoren:
1,3–1,5 Liter
(55–66 kW)
Dieselmotor:
1,5 Liter (49 kW)
Länge: 3995–4232 mm
Breite: 1626 mm
Höhe: 1336–1316 mm
Radstand: 2380 mm
Leergewicht:
Tercel Coupé

Im Mai 1986 startete die 3. Generation als 3- und 5-türiges Schrägheck auf dem Heimatmarkt. Teilweise wurde er in Japan nun wieder als Tercel Corsa angeboten. Grundsätzlich blieb das Chassis gleich, der Radstand war aber nun 50 mm kürzer. Die Zahnstangenlenkung wurde gründlich überarbeitet zugunsten eines geringeren Wendekreis und es gab eine neu konstruierte Einzelradaufhängung. Die Motoren wurden nun quer montiert. Die Karosserie war komplett neu gestaltet und vom Toyota Starlet wurde der neue EFI 3E-EU SOHC 1,5 Liter 12-Ventil Benzinmotor mit variablem Venturi Vergaser und 58 kW (78 PS) übernommen, genauso wie der 1,5 L 1N-T Dieselmotor jedoch mit Turbolader. Zusätzlich gab es auch noch den leicht überarbeiteten 1,5 Liter Benzinmotor mit 66 kW (90 PS) nun als 3E-U der Limousinen und Kombi Version des Vorgängers. Diese beiden wurden weiter produziert und wie bisher war die Limousine nur in Asien erhältlich. Der 4WD Kombi Sprinter Carib war weiterhin als Tercel Wagon oder Tercel 4WD mit dem 3E-U Motor und 5-Gang-Schaltgetriebe oder 3-Stufen-Automatikgetriebe erhältlich. Neu war nun als Option ein elektronisches Fahrwerk oder Zweifarbenlackierung, in speziellen Ausstattungsversionen gab es diese etwa mit elektrischem Schiebedach, Klimaanlage und weiterer Ausstattung je nach Markt. Eine weitere neue mögliche Option war ein 6-Gang-Schaltgetriebe, wo der erste Gang als langsam übersetzter Low-Ride Anfahrgang auf rutschigem Grund in Kombination mit Differentialsperre erhältlich war.

Anders als in Nordamerika wurde in Europa nur noch der Tercel 4WD angeboten, da hier der neue Starlet das Einstiegsmodell war und der Tercel L30 diesem unnötig Konkurrenz gemacht hätte.

Auf dem Heimatmarkt gab es nun ein spezielles Basismodell mit dem 1,3 Liter Benzinmotor des Vorgängers und 4-Gang-Schaltgetriebe oder 3-Stufen-Automatikgetriebe als Tercel VD. Servolenkung und Klimaanlage gab es in den VD Modellen ebenso wenig wie elektrische Fensterheber und Zentralverriegelung, mit denen die anderen Versionen teilweise serienmäßig ausgestattet waren. Diese verfügten auch über ein 5-Gang-Schaltgetriebe oder optional 4-Stufen-Automatikgetriebe.

  • Anfang 1987 erfolgte die Markteinführung der Tercel L30 Schrägheckmodelle in Nordamerika. Erhältlich war er hier nur mit dem 1,5 Liter EFI Motor mit 5-Gang-Schaltgetriebe oder 4-Stufen-Automatikgetriebe. Kurz nach Marktstart wurde das Basismodell Tercel EZ mit abgesteckter Serienausstattung wie Vinyl-Polsterung, 4-Gang-Schaltgetriebe, Gummimatten statt Teppichboden und ohne Beifahrerseite Sonnenblende eingeführt.

Nur in Nordamerika gab es ein 2-türiges Coupé.

  • Im Januar 1988 wurde der Sprinter Carib auf dem Heimatmarkt durch eine neue Generation ersetzt. Im Mai 1988 folgte diesem auch eine Limousinenversion. Beide basierten auf dem Toyota Corolla. Beim Tercel L30 erfolgten kleinere Detailänderungen zusammen mit der Einführung des GP-Turbo mit rundum Spoilerpaket und des VS-i, jeweils mit 1,5 Liter Motor und Turbolader auf dem Heimatmarkt. Die VD-Version mitsamt dem 1,3 Liter Benzinmotor entfiel ersatzlos, jedoch wurde eine abgespeckte Version als VR eingeführt.
  • 1989 wurde die Produktion des Sprinter Carib I eingestellt. In Nordamerika wurde der Tercel Wagon noch bis Ende 1989, in Europa der Tercel 4WD noch bis Frühjahr 1990 angeboten.
  • Anfang 1990 erhielt der Tercel L30 Zwei-Punkt-Sicherheitsgurte für Fahrer und Beifahrer. Die Produktion dieser Baureihe endete im August 1990.


4. Generation L40 (1990–1994)[Bearbeiten]

L40
Tercel Limousine

Tercel Limousine

Produktionszeitraum: 1990–1994
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine, Coupé
Motoren: Ottomotoren:
1,3–1,5 Liter
(58–82 kW)
Dieselmotor:
1,5 Liter (49 kW)
Länge: 4110 mm
Breite: 1646–1661 mm
Höhe: 1351 mm
Radstand: 2380 mm
Leergewicht: ab 914 kg

Im September 1990 startete die L40 Generation auf dem Heimatmarkt wie zu Beginn der Modellreihe wieder als Corolla II. Die Basis für diese Baureihe stellte der neue Toyota Starlet, mit dem das nur noch 3-türige Schrägheck auch äußerlich ziemlich gleich war. Dieses wurde wieder als Tercel Corsa vermarktet. Die 4-türige Limousine trug weitgehend vom Starlet die Front und war ansonsten eine eigenständige Entwicklung. Vom Starlet übernommen wurden auch der 1,3 L Benzinmotor sowie der 1N-T 1,5 L Dieselmotor mit 49 kW (67 PS). Darüber hinaus gab es einen neuen 3E-E 1,5 Liter 16 Ventile Twincam Benzinmotor mit 70 kW (95 PS) und 82 kW (112 PS). Zudem war der Tercel L40 exklusiv in Asien in beiden Karosserieversionen mit Allradantrieb erhältlich. Gegenüber dem Vorgänger war die innere Optik und Haptik deutlich hochwertiger gestaltet. Der SOHC 4E-FE 1,3 Liter mit 58 kW (79 PS) wurde nur im Basismodell VE mit 4-Gang-Schaltgetriebe oder 3-Stufen-Automatikgetriebe angeboten. Ein Antiblockiersystem für die 1,5 Liter Motoren war bei den VS/VX Versionen optional erhältlich und in der höchsten Ausstattungsversion VZ serienmäßig. Die Kraftübertragung bei diesen Motoren erfolgte mit 5-Gang-Schaltgetriebe oder 4-Stufen-Automatikgetriebe. In Europa gab es das Modell erneut nicht mehr, der Name Tercel wurde aber bei dem hier 1990 eingeführten Toyota Sprinter Carib II mitverwendet, dieser hieß hier Toyota Corolla Tercel 4WD. In Nordamerika wurde dieser als Corolla AllTrac vermarktet. Dort startete die Tercel L40 Baureihe im Januar 1990. Jedoch war hier nur die Limousine und wiederum exklusiv ein Coupé erhältlich, parallel zum auf dem Tercel L40 basierenden Sportcoupé Toyota Paseo. Der Tercel L40 war in Nordamerika nur mit dem 1,5 Liter Benzinmotor erhältlich, anders als bei der japanischen Limousine gab es andere Rückleuchten und die Optik und Haptik im Innenraum war einfacher gestaltet. In Wagenfarbe lackierte Stoßfänger, Radzierblenden und 2/3 umlegbare Rücksitze waren in den DX Versionen Serienausstattung und optional für das Basismodell LE erhältlich. Dieses musste auch wieder serienmäßig nur mit 4-Gang-Schaltgetriebe auskommen oder der Käufer wählte optional das 5-Gang-Schaltgetriebe oder 4-Stufen-Automatikgetriebe.

  • In Chile wurde die Tercel Limousine 1991 mit dem SOHC 2E-FE 1,3 Liter Vergaser Benzinmotor mit 58 kW (79 PS) als Corolla Tercel eingeführt mit Drehzahlmesser und vier Speichen-Lenkrad. Der Erfolg war mäßig aufgrund des Corolla Namen und zu hohem Basispreis.
  • Im September 1992 erfolgte ein leichtes Facelift mit neuen Front- und Heckstoßfängern und der Einführung eines Fahrerairbag. Der 1,5 Liter Benzinmotor verfügte nun über elektronisch geregelte Benzineinspritzung. In Kanada wurde diese Version parallel eingeführt mit hochwertiger Ausstattung aufgrund der verschärften strengeren Abgasnorm und als Ersatz des dort ausgelaufenen Crolla E90. Der Tercel wurde dort daraufhin ein großer Verkaufserfolg. In den USA waren die Änderungen zusammen mit der serienmäßigen Einführung von ABS ab 1993 enthalten.
  • Ohne größere Änderungen wurde der Tercel L40 bis August 1994 produziert, lediglich die Klimaanlage erhielt Anfang 1994 ein FCKW-freies Kältemittel.


5. Generation L50 (1994–2000)[Bearbeiten]

L50
Tercel Limousine

Tercel Limousine

Produktionszeitraum: 1994–2000
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine, Coupé
Motoren: Ottomotoren:
1,3–1,5 Liter
(58–70 kW)
Dieselmotor:
1,5 Liter (49 kW)
Länge: 4120–4133 mm
Breite: 1646–1661 mm
Höhe: 1351 mm
Radstand: 2380 mm
Leergewicht:

Im September 1994 wurde der Tercel L50 weltweit eingeführt. Das Chassis entsprach dem Vorgänger, die Karosserien waren aber neu gestaltet und verwindungssteifer. In Japan hieß die Limousine wieder Toyota Corolla II und das Schrägheck Modell nun nur noch Toyota Corsa. Das Armaturenbrett wurde ebenso im Toyota Starlet und Toyota Paseo verbaut. Wieder exklusiv in Nordamerika gab es eine Coupé Version, während das Schrägheck dort nicht erhältlich war. Dort gehörte der Tercel auch zu den wenigen Autos, die über einen OBD II Stecker zur Fehlerauslese verfügten. Auf dem Heimatmarkt hieß das Basismodell nun Joinus, darüber rangierten Avenue und VX und dort war auch wieder optional Allradantrieb erhältlich. Neben ABS und Fahrerairbag zählte auch ein Beifahrerairbag überall zur Serienausstattung, lediglich in Kanada war dieser im Basismodell nur als Option erhältlich. Als weitere verbesserte Sicherheitsausstattung wurden nun Dreipunkt-Sicherheitsgurte verbaut. Für Mittel- und Südamerika wurde der Tercel nun in Jhongli Taiwan noch mit dem 1,3 Liter 2E-FE Vergasermotor mit 58 kW (79 PS) verbaut, in den anderen Märkten der gleich starke 4E-FE mit Benzineinspritzung. Auch der 1453 cm³ 1N-T Turbodiesel mit 49 kW (67 PS) war, exklusiv in Japan, wieder erhältlich, während der 1,5 Liter Benzinmotor 5E-FE eine überarbeitete Version des Vorgängers war und nun mit 69 kW (94 PS) 13% mehr Drehmoment und einem um 15% gesenkten Kraftstoffverbrauch hatte. Auf einigen Märkten und im Heimatmarkt war er auch mit 70 kW (95 PS) verfügbar. Wie auch vorher gab es die 1,3 Liter Motoren in Nordamerika nicht und nur mit 4-Gang-Schaltgetriebe oder 3-Stufen-Automatikgetriebe und die 1,5 Liter Motoren mit 5-Gang-Schaltgetriebe oder 4-Stufen-Automatikgetriebe.

  • In Chile wurde die 5. Generation ab September 1995 mit einer 70 kW (95 PS) Version des 5E-FE 1.5 L Benzinmotor eingeführt und wurde zum Car of the Year in Chile gewählt. Bis zum Produktionsende war er dort das zweitbeste meistverkaufte Auto.
  • Ein Facelift erfolgte im Dezember 1997 mit Dreh- statt Schiebereglern der Lüftung, überarbeiteten Sitzbezügen und Türverkleidungen, automatischer statt manueller Klimaanlage und verbesserter Zündanlage bei allen Benzinmotoren.

Äußerlich war die Front neu gestaltet mit neuen Scheinwerfern, neuem Kühlergrill und Frontschürze. Zudem gab es nun Klarlichtblinker vorne und hinten. Auch das Heck erhielt neue Rücklichter und Stoßfänger. Dadurch war die Baureihe nun länger und breiter.

  • Mitte 1998 wurden die Tercel-Modelle in den USA durch den Toyota Echo abgelöst.
  • Ende 1998 löste in Japan der dort Toyota Platz genannte Echo die Tercel Limousine Corolla II ab.
  • 1999 wurde in Japan der Verkauf des Tercel Schrägheck Toyota Corsa eingestellt, der bereits seit Ende 1998 mit dem Toyota Vitz ein Nachfolgemodell erhalten hatte. Bis 2000 wurde der Tercel noch in Kanada, Puerto Rico und anderen Ländern angeboten. Nachdem die Produktion in Japan schon 1999 eingestellt wurde, kamen die Modelle zuletzt aus Taiwan wo die Produktion noch bis Anfang 2000 lief.

Überall war der Toyota Echo und / oder Toyota Vitz das Nachfolgemodell.


Toyota Soluna 1995–2002[Bearbeiten]

Toyota Soluna

Als Soluna wurde die Tercel L50 Limousine mit anderer Front in Asien außerhalb Japans vermarktet. Gebaut wurde er in Thailand und Indonesien. Als Antrieb kam hier der 1,5 Liter 5A-FE Benzinmotor zum Einsatz. Insbesondere als Taxi fand der Soluna in diesen beiden Ländern weite Verbreitung. 2002 wurde der Soluna durch den Toyota Vios ersetzt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Toyota Tercel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien