Fahrzeugbau Hurst

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Fahrzeugbau Hurst
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Rechtsform
Gründung 1946
Sitz Stuttgart-Untertürkheim, Deutschland
Leitung Arthur Friedrich Hurst
Branche Automobilhersteller

Hurst war ein deutscher Hersteller von Automobilen.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen Fahrzeugbau Hurst von Arthur Friedrich Hurst aus Stuttgart begann 1946 mit der Produktion von Automobilen. Ab Sommer 1949 erfolgte die Produktion in Stuttgart-Untertürkheim. Anfang 1950 wurde die Fahrzeugfertigung nach 47 Exemplaren eingestellt.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hurst 250 von 1949

Ende 1946 entstand der erste Prototyp eines Kleinstwagens speziell für Körperbehinderte. Daher befanden sich fast alle Bedienelemente am Lenker. Es war ein vierrädriger Roadster mit Verdeck, der Platz für zwei Personen bot. Der Motor mit zunächst 100 cm³ Hubraum und 2 PS kam von NSU, war im Heck montiert und trieb das linke Hinterrad an. Darauf folgten drei Versuchswagen mit Einzylinder-Zweitaktmotor von ILO mit 250 cm³ Hubraum und 6 PS Leistung. Im Sommer 1948 erschien die endgültige Version, Hurst 250 genannt, die ab Januar 1949 in Kleinserie von insgesamt nur 49 Stück produziert wurde.

Lizenzfertigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen April 1949 und Herbst 1949 produzierte ein Lizenznehmer aus Mannheim 32 Exemplare des Fahrzeugs.

Erhaltene Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Fahrzeuge sind erhalten geblieben und in der Vehikelsammlung Bert Grimmer in Eppelheim zu besichtigen. Der hier abgebildete, restaurierte ist einer von 17 von Friedrich Hurst in Stuttgart gefertigten. Weitere 32 entstanden in Mannheim bei der Firma Apparatebau Dr. Steinmann. Aus dieser Fertigung stammt der zweite bisher bekannte Hurst 250 in der Vehikelsammlung Eppelheim. Er stand seit 1951 aufgebockt in einer trockenen Garage, ist in einem fantastischen Originalzustand, unverbastelt und komplett. Sogar der erste sogenannte Pappebrief ist noch vorhanden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Zeichner: Kleinwagen International. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-613-01959-0.
  • Hans Peter Rosellen: Deutsche Kleinwagen. Weltbild Verlag, 3 Auflagen, ISBN 3-89350-040-5.

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]